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Know Your Customer bei der Geldwäsche-Bekämpfung in Kreditinstituten

Título: Know Your Customer bei der Geldwäsche-Bekämpfung in Kreditinstituten

Tesis de Máster , 2017 , 103 Páginas , Calificación: 1,1

Autor:in: Sven Fus (Autor)

Economía de las empresas - Banca, bolsa de valores, seguros, contabilidad
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Resumen Extracto de texto Detalles

Erklärtes Ziel des Autors ist es, die regulatorischen Rahmenbedingungen für deutsche Kreditinstitute im Rahmen der Geldwäsche-Bekämpfung zu erarbeiten und aufzuzeigen, wie das „Know Your Customer“-Prinzip in Banken prozessual und gesetzeskonform umgesetzt wird. Dazu nutzt er die deduktive Methode. Zusätzlich zeigt er anhand von Modellen die Durchführung von Geldwäsche auf. Im empirischen Teil greift er schließlich
Teile der aktuellen BearingPoint Studie „Status quo und Entwicklung bei der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstigen strafbaren Handlungen“ auf.

Dazu stellt der Autor zunächst unterschiedliche Modelle für Geldwäsche vor und kommentiert diese. Zudem beleuchtet er den Bezug zu einem großen Teil der Täterschaft, der transnationalen organisierten Kriminalität. Das Ausmaß der Geldwäsche und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen werden ebenfalls demonstriert.

Anschließend widmet sich die Arbeit dem rechtlichen Kontext der Geldwäsche, in Deutschland im Rahmen des § 261 des Strafgesetzbuchs. Darauf aufbauend wird das „Know Your Customer“-Prinzip erläutert und die Umsetzung in deutschen Banken aufgezeigt sowie die spezifischen Produkt-, Länder-, Branchen- und Kundenrisiken untersucht. Außerdem wird der Prozess bei der Aufnahme einer neuen Geschäftsbeziehung wie auch die laufende Überprüfung von bestehenden Geschäftspartnern veranschaulicht. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf die zukünftigen regulatorischen Änderungen, wie die vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie und der EU-Aktionsplan für ein intensiveres Vorgehen gegen Terrorismusfinanzierung in Bezug auf KYC, gegeben.

Aus dem Inhalt:
- Geldwäsche;
- Know Your Customer;
- organisierten Kriminalität;
- Terrorismusfinanzierung;
- money laundering

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung, Zielsetzung und Forschungsfrage

1.2 Vorgehensweise

2 Geldwäsche

2.1 Ablaufmodelle

2.2 Organisierte Kriminalität

2.3 Ausmaße und Auswirkungen

2.4 Entwicklung der Geldwäsche-Bekämpfung

3 Rechtliche Grundlagen

3.1 Aktuelle Gesetzeslage

3.2 Ausblick

4 Know Your Customer

4.1 Sorgfaltspflichten

4.2 Risiken

4.3 Prozess

4.4 Zukünftige KYC-Regulatorik

4.5 BearingPoint-Studie

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die regulatorischen Rahmenbedingungen für deutsche Kreditinstitute bei der Geldwäschebekämpfung zu erarbeiten und die prozessuale sowie gesetzeskonforme Umsetzung des "Know Your Customer"-Prinzips in Banken aufzuzeigen.

  • Regulatorische Rahmenbedingungen für Kreditinstitute
  • Modelle zur Durchführung von Geldwäsche
  • Prozess der Kundenannahme und Identifizierung
  • Empirische Analyse mittels der BearingPoint-Studie

Auszug aus dem Buch

2.1 Ablaufmodelle

Bei der Analyse von aufgedeckten Geldwäsche-Fällen hat sich gezeigt, dass Prozessabläufe und Handlungsmuster wiederholt werden, diese somit verallgemeinert werden können und auf Modelle abstrahiert werden können, die typische Abläufe und Techniken systematisch beschreiben. Phasenmodelle stellen die Geldwäsche-Handlungen als lineare zeitliche Abfolge dar.

In der Literatur findet sich das zweiphasige Modell des Kriminologen Paolo Bernasconi. Er unterscheidet zwischen technischen (Geldwäsche ersten und zweiten Grades), geographischen und zeitlichen Aspekten. In der Geldwäsche ersten Grades werden die illegal erworbenen Vermögenswerte, zumeist Bargeld, zum ersten Mal gewaschen. Danach erfolgt die Geldwäsche zweiten Grades, in der die Vermögenswerte, die noch einen sachlogischen Zusammenhang zur Vortat besitzen, durch weitere Transaktionen die Nachverfolgbarkeit zur illegalen Herkunft verlieren und in den legalen Wirtschaftskreislauf reintegriert werden. In geographischer Hinsicht unterscheidet das Modell zwischen dem Land des Handels, in dem Produktion, Veredelung und Vertrieb des illegalen Guts durchgeführt werden, und dem Land der Geldwäsche, zumeist in internationalen Finanz- und Offshore-Zentren.

Als verbreitetes Modell wird das dreiphasige Modell des U. S. Customs Service in der Literatur beschrieben und in internationalen Organisationen, die sich mit der Geldwäsche befassen, wie z. B. der United Nations Organisation, dem International Monetary Fund und der Financial Action Task Force on Money Laundering etabliert. Das Modell hat seinen Ursprung im illegalen Drogenhandel, in dem viele Banknoten angefallen sind. In der „Placement“-Phase werden die Bargeldmengen in leichter händelbare Aktive transformiert und in den legalen Finanzkreislauf eingeschleust. Die vorgewaschenen Vermögensgegenstände werden in der „Layering“-Phase erneut gewaschen, damit die Papierspur unterbrochen und eine Verknüpfung mit der illegalen Handlung aufgehoben wird. In der letzten Phase, „Integration“, erfolgt die Rückführung der gewaschenen Vermögenswerte in die formelle Ökonomie.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Geldwäsche anhand der „Panama Papers“ ein, definiert das Forschungsziel und erläutert die deduktive Vorgehensweise der Arbeit.

2 Geldwäsche: Dieses Kapitel stellt verschiedene theoretische Ablaufmodelle der Geldwäsche vor, beleuchtet das Ausmaß und die Auswirkungen der organisierten Kriminalität und beschreibt die historische Entwicklung der Geldwäschebekämpfung.

3 Rechtliche Grundlagen: Der Fokus liegt auf der deutschen Gesetzgebung, insbesondere dem Strafgesetzbuch (§ 261 StGB) und dem Geldwäschegesetz, sowie den Pflichten für Kreditinstitute im Bereich Compliance.

4 Know Your Customer: Dieses Kapitel detailliert die Sorgfaltspflichten (Customer Due Diligence), die Risikoklassifizierung von Kunden, Produkten und Ländern sowie den praktischen Prozess der Kundenannahme inklusive einer empirischen Auswertung.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentrale Rolle der Kreditinstitute bei der Prävention zusammen und ordnet die regulatorischen Entwicklungen sowie die Ergebnisse der empirischen Studie ein.

Schlüsselwörter

Geldwäsche, Geldwäschegesetz, Know Your Customer, KYC, Kreditinstitute, Compliance, Terrorismusfinanzierung, Sorgfaltspflichten, Risikomanagement, BaFin, Geldwäschebeauftragter, Verdachtsmeldung, Panama Papers, Organisierte Kriminalität, Finanzmarktintegrität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rolle von Kreditinstituten bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem "Know Your Customer"-Prinzip.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören rechtliche Grundlagen (GwG, StGB), Ablaufmodelle der Geldwäsche, die Identifizierung von wirtschaftlich Berechtigten sowie risikobasierte Ansätze in der Kundenprüfung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die regulatorischen Rahmenbedingungen für deutsche Kreditinstitute zu erarbeiten und aufzuzeigen, wie das "Know Your Customer"-Prinzip prozessual umgesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die deduktive Methode genutzt, ergänzt durch einen empirischen Teil, der auf einer BearingPoint-Studie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Geldwäschemodelle, das organisierte Kriminalitätsumfeld, die aktuelle Gesetzeslage für Banken und die praktische Anwendung der Sorgfaltspflichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Geldwäsche, KYC, Compliance, Risikomanagement und Geldwäschegesetz charakterisiert.

Wie wirken sich "Panama Papers" auf die regulatorische Praxis aus?

Sie verdeutlichen die systemische Schwachstelle durch Briefkastenfirmen und führen zu einem gesteigerten regulatorischen Druck auf Banken, die Identität der wirtschaftlich Berechtigten hinter komplexen Unternehmenskonstrukten offenzulegen.

Welche Bedeutung haben IT-Systeme für die Geldwäschebekämpfung?

Sie sind essenziell für ein kontinuierliches Monitoring von Transaktionen, um Verhaltensabweichungen und versteckte Risikoindikatoren zu identifizieren, die bei der Kundenannahme noch nicht erkennbar waren.

Wie unterscheiden sich vereinfachte und verstärkte Sorgfaltspflichten?

Vereinfachte Sorgfaltspflichten gelten für risikoarme Sachverhalte (z. B. Behörden), während verstärkte Sorgfaltspflichten bei erhöhtem Risiko (z. B. politisch exponierte Personen) Anwendung finden.

Was ist die Aufgabe eines Geldwäschebeauftragten?

Er überwacht die Einhaltung geldwäscherechtlicher Vorschriften, erstellt die institutsinterne Gefährdungsanalyse, schult Mitarbeiter und fungiert als Ansprechpartner für Strafverfolgungsbehörden.

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Detalles

Título
Know Your Customer bei der Geldwäsche-Bekämpfung in Kreditinstituten
Universidad
University of Applied Sciences Köln RFH
Calificación
1,1
Autor
Sven Fus (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
103
No. de catálogo
V376512
ISBN (Ebook)
9783668562103
ISBN (Libro)
9783960951384
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geldwäsche Anti-money laundering Know Your Customer Wirtschaftsrecht Wirtschaftskriminalität Bank Kreditinstitut AML Placement Layering Integration Organisierte Kriminalität Strafrecht Geldwäschegesetz Kreditwesengesetz Sorgfaltspflichten Vereinfachte Sorgfaltspflichten Verstärkte Sorgfaltspflichten Länderrisiken Produktrisiken Kundenrisiken Branchenrisiken Onboarding Due Diligence Ongoing Due Diligence § 261 StGB Geldwäschebeauftragter Transaktions-Monitoring Vierte EU-Geldwäsche-Richtlinie Terrorismusfinanzierung The amounts and the effects of money laundering U. S. Customs Service Geldwäsche-Verdachtsmeldung Smurfing Structuring Primary Deposit Secondary Deposit Strohmänner Frontgesellschaften Briefkastenfirmen Panama Papers Mossack Fonseca Transnationale organisierte Kriminalität ECOLEF Dunkelfeldstudie Schattenfinanzindex Tax Justice Network Financial Secrecy Index Manley Sulivan Al Capone Meyer Lansky Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten FATF Financial Action Task Force on Money Laundering Zentrale Stelle sonstige strafbare Handlungen Gefährdungsanalyse KYC Wirtschaftlich Berechtigter Politisch exponierte Personen PEP
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Citar trabajo
Sven Fus (Autor), 2017, Know Your Customer bei der Geldwäsche-Bekämpfung in Kreditinstituten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376512
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