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Entwicklung eines Konzeptes zur Motivationssteigerung mit dem Ziel der Förderung der Lernbereitschaft unterschiedlicher Lerngruppen

Beispielhafte Darstellung im Deutschunterricht

Titel: Entwicklung eines Konzeptes zur Motivationssteigerung mit dem Ziel der Förderung der Lernbereitschaft unterschiedlicher Lerngruppen

Examensarbeit , 2007 , 45 Seiten , Note: 1,4

Autor:in: Tina Heesel (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, den Fragen nachzugehen, welche Einflussnahme eine Lehrperson auf die Motivation eines Lerners hat und unter welchen Voraussetzungen und in welcher Weise die Motivation gesteigert werden kann, um die Lernbereitschaft von Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu fördern.

Zu Beginn wird der Begriff der Motivation definiert und auf die - dieser Arbeit zugrunde liegenden - Motivationstheorien eingegangen bzw. diese kurz skizziert (Kapitel 2). Im nächsten Schritt werden aus diesen Theorien erste Konsequenzen für Unterricht abgeleitet, aus denen dann das Konzept der Autorin zur Erhöhung von Lernmotivation und zu einer Verbesserung der Lernbereitschaft entwickelt wird (Kapitel 3).

Die in diesem Konzept ermittelten Voraussetzungen für die Motivationsförderung werden im Anschluss daran mit konkreten praktischen Umsetzungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht präzisiert (Kapitel 4).

Die wichtigsten Erkenntnisse werden abschließend noch einmal kurz zusammengefasst und kritisch beleuchtet. Erste Überlegungen zur Überprüfung der Wirksamkeit dieses Konzepts finden ihren Niederschlag in einem von der Autorin entwickelten kriteriengeleiteten Fragenkatalog, mit dem geklärt wird, in welchem Maße die ermittelten Voraussetzungen im Unterricht erfüllt werden und an welcher Stelle Defizite vorhanden sind. Diesen Fragenkatalog gibt es in einer Schüler- und in einer Lehrerversion (Kapitel 5).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1.1 Anlass für das Thema dieser Arbeit

1.2 Problem- bzw. Situationsbeschreibung

1.3 Mögliche Ursachen

1.4 Abgrenzung der Ziele

1.5 Aufbau der Arbeit

1.6 Lehrerfunktionen

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Motivation – eine Begriffsklärung

2.1.1 Intrinsische Motivation

2.1.2 Extrinsische Motivation

2.2 Die Flow-Theorie nach Csikszentmihalyi

2.2.1 Passung von Fähigkeit und Anforderung

2.2.2 Eindeutigkeit der Handlungsstruktur

2.2.3 Kritische Betrachtung

2.3 Die Selbstbestimmungstheorie der Motivation nach Deci und Ryan

3. Konzeptentwicklung

3.1 Bedeutung der dargestellten Motivationstheorien für die Steigerung der Lernbereitschaft

3.1.1 Bedeutung von intrinsischer Motivation und Flow-Erlebnis für Lernbereitschaft

3.1.2 Bedeutung der Selbstbestimmungstheorie für Lernbereitschaft

3.1.3 Bedeutung der Neurobiologie für Lernbereitschaft

3.1.4 Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen

3.2 Ausarbeitung des Konzepts

3.2.1 Schaffen einer angstfreien Lernatmosphäre

3.2.2 Verbesserung des Leistungsmotivs

3.2.3 Interesse wecken durch lebensnahe Unterrichtsinhalte

3.2.4 Gewährleistung der Passung von Fähigkeit und Anforderung

3.2.5 Schaffen einer eindeutigen Handlungsstruktur

4. Praktische Umsetzung

4.1 Schaffen einer angstfreien Lernatmosphäre

4.2 Verbesserung des Leistungsmotivs

4.2.1 Der rote Punkt

4.2.2 Feedback geben / Reflexion

4.3 Interesse wecken durch lebensnahe Unterrichtsinhalte

4.4 Gewährleistung der Passung von Fähigkeit und Anforderung

4.5 Schaffen einer eindeutigen Handlungsstruktur

4.6 Rückgabe von Klassenarbeiten

5. Schlussbetrachtungen

5.1 Zusammenfassung der Arbeit

5.2 Praxistauglichkeit, Wirksamkeit und Transfermöglichkeit des Konzepts

5.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, wie Lehrpersonen durch gezielte, extrinsisch motivationale Zugänge die Lernbereitschaft von Schülern nachhaltig fördern können. Die Arbeit analysiert hierfür theoretische Konzepte wie die Flow-Theorie, die Selbstbestimmungstheorie sowie neurobiologische Erkenntnisse und führt diese in einem praktischen, für den Deutschunterricht adaptierten Modell zusammen.

  • Analyse von Motivationstheorien für den schulischen Kontext.
  • Entwicklung von Strategien zur Steigerung der Lernbereitschaft.
  • Implementierung von Maßnahmen wie dem „Roten Punkt“ und Feedback-Kulturen.
  • Integration von lebensnahen Inhalten zur Interessensteigerung.
  • Überprüfung der Wirksamkeit durch kriteriengeleitete Evaluation.

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Der rote Punkt

Das Spiel ‚Der rote Punkt’ kann besonders bei Schülerinnen und Schülern mit schwach ausgeprägtem Leistungsmotiv zu bedeutsamen Erfolgserlebnissen führen, sodass die Anerkennung von Mitschülerinnen, Mitschülern und Lehrpersonen erfahren werden kann.

Das Spiel, bei dem es keine Noten gibt, liefert Aufschluss über den individuellen Lernfortschritt der Lerner. Es handelt sich um ein einfaches Verfahren, welches geprägt ist durch eine

a) Messung der anfänglichen Leistung des einzelnen Lerners,

b) Feststellung des individuellen Lernzuwachses und

c) Bekräftigung des jeweils erzielten Lernfortschritts.

Jeder Lerner erhält eine Karteikarte mit einem roten Punkt in der oberen Ecke (siehe Abbildung 4). Die jeweiligen Teilnehmer des Spiels tragen ihren Namen und das Datum der Leistungsmessung ein. Das Spiel ist in vier Phasen unterteilt, die im Folgenden kommentiert werden.

Phase 1: Messen der Ausgangsleistung

Zur Erfassung der Ausgangsleistung der einzelnen Lerner stellt die Lehrperson verschiedene Fragen zu einem bestimmten Thema (z.B. Tempusformen im Grammatikunterricht) und die Schülerinnen und Schüler tragen ihre jeweiligen Antworten in die Karteikarte ein. Im Anschluss daran teilt die Lehrperson (oder auch andere Mitschülerinnen und Mitschüler) die richtigen Antworten mit und die dafür zu erreichenden Punktzahlen (z.B. für jede richtige Tempusform zwei Punkte) werden von der Lehrperson bekannt gegeben. Ganz unten auf der Karte addieren die Schülerinnen und Schüler ihre erreichten Punkte (absolutes Leistungsergebnis) und die Lehrperson sammelt alle Karten ein.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Hier werden der Anlass, die Problemstellung und die Zielsetzung der Arbeit dargelegt, wobei insbesondere die Herausforderung unzureichender Lernbereitschaft in unterschiedlichen Bildungsgängen thematisiert wird.

Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe der intrinsischen und extrinsischen Motivation sowie die Konzepte von Csikszentmihalyi (Flow-Theorie) und Deci/Ryan (Selbstbestimmungstheorie).

Konzeptentwicklung: Hier werden die Erkenntnisse der Theorien zusammengeführt, um fünf wesentliche Voraussetzungen für eine gelungene Motivationsförderung im Schulalltag zu definieren.

Praktische Umsetzung: Dieser Teil illustriert anhand konkreter Beispiele aus dem Deutschunterricht (z.B. „Der rote Punkt“, Projektarbeit), wie das entwickelte Konzept methodisch umgesetzt werden kann.

Schlussbetrachtungen: Das abschließende Kapitel fasst die Arbeit zusammen, reflektiert die Praxistauglichkeit des Konzepts und gibt einen Ausblick auf die Evaluationsmöglichkeiten mittels Fragebögen.

Schlüsselwörter

Lernbereitschaft, Motivation, extrinsische Motivation, intrinsische Motivation, Flow-Theorie, Selbstbestimmungstheorie, Leistungsmotiv, Lernatmosphäre, Deutschunterricht, Pädagogische Psychologie, Feedback-Kultur, Handlungssicherheit, Lernfortschritt, Lehrerfunktion, Schulpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und praktischen Erprobung eines Konzepts zur Steigerung der Lernbereitschaft von Schülern, insbesondere in vollzeitschulischen Bildungsgängen und dem Berufskolleg.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Motivationspsychologie, die Bedeutung von Lernklima und Strukturierung sowie die praktische Anwendung motivationsfördernder Methoden im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Methoden zu finden, wie eine Lehrperson durch gezielte Rahmenbedingungen die Motivation der Schüler so beeinflussen kann, dass deren Lernbereitschaft nachhaltig verbessert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Motivationstheorien, die in ein praxisorientiertes, handlungsorientiertes Unterrichtskonzept überführt und beispielhaft evaluiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Voraussetzungen (Flow, Selbstbestimmung, Neurobiologie) und eine konkrete Übertragung dieser in unterrichtspraktische Szenarien, wie die Arbeit mit dem „Roten Punkt“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Lernbereitschaft, Motivation, Flow-Erlebnis, extrinsische Anreize und die Gestaltung einer angstfreien Lernatmosphäre charakterisiert.

Wie genau fördert die Methode des „Roten Punktes“ die Motivation?

Das Spiel ermöglicht durch die Messung individueller Fortschritte ohne Notendruck sofortige Erfolgserlebnisse, stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler und reduziert die Misserfolgsangst, wodurch das Leistungsmotiv schrittweise aufgebaut wird.

Inwiefern ist die Lehrperson für die intrinsische Motivation der Schüler verantwortlich?

Die Autorin argumentiert gestützt auf die Neurobiologie, dass Schüler zwar nicht direkt intrinsisch motiviert werden können, die Lehrperson aber durch das Schaffen geeigneter Rahmenbedingungen (Atmosphäre, Struktur, Interessenbezug) die Voraussetzungen dafür schafft, dass extrinsische Motivation internalisiert wird.

Ende der Leseprobe aus 45 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Entwicklung eines Konzeptes zur Motivationssteigerung mit dem Ziel der Förderung der Lernbereitschaft unterschiedlicher Lerngruppen
Untertitel
Beispielhafte Darstellung im Deutschunterricht
Hochschule
Studienseminar für Lehrämter an Schulen Aachen
Note
1,4
Autor
Tina Heesel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
45
Katalognummer
V376544
ISBN (eBook)
9783668561199
ISBN (Buch)
9783668561205
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung konzeptes motivationssteigerung ziel förderung lernbereitschaft lerngruppen beispielhafte darstellung deutschunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tina Heesel (Autor:in), 2007, Entwicklung eines Konzeptes zur Motivationssteigerung mit dem Ziel der Förderung der Lernbereitschaft unterschiedlicher Lerngruppen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376544
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Leseprobe aus  45  Seiten
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