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Alleinerziehende Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland. Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der Betroffenen?

Titel: Alleinerziehende Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland. Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der Betroffenen?

Hausarbeit , 2016 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Jessica Johnsen (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Alleinerziehenden in Deutschland stetig steigt, während die Zahl der Familien sinkt und den ebenfalls bereits genannten Fakten zu den problematischen Lebenslagen Alleinerziehender, entstand das Forschungsinteresse dieser Arbeit. Ziel dieser soll die Beantwortung der Frage sein, welche Probleme sich für alleinerziehende Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland aus deren Sicht bei ihrer Familienform ergeben. Daran angeschlossen ist die Frage, inwiefern Soziale Arbeit die Betroffenen bei der Bewältigung ihrer Probleme entlasten kann. Da von den im Jahr 2014 1,6 Millionen Alleinerziehenden in Deutschland ca. 1,5 Millionen Mütter und lediglich 180 000 Väter waren, wird sich der Fokus der Arbeit auf die alleinerziehenden Mütter richten.

Zu Beginn dieser Arbeit soll zunächst der Begriff „alleinerziehend“ (2.1) und die Verbreitung der Familienform sowie die Veränderungen dieser in den letzten Jahren (2.2) untersucht werden. In den Kapiteln Wirtschaftliche Lage (2.3), Mehrbelastung und Alleinverantwortlichkeit (2.4), Kinderbetreuungsmöglichkeiten (2.5) und Selbstbild vs. Fremdbild (2.6) soll ein Überblick über den vorhandenen Forschungsstand gegeben werden. Zudem werden im Kapitel 2.7 die Alleinerziehenden aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe betrachtet. Im folgenden Methodenteil wird an erster Stelle die für dieses Forschungsprojekt gewählte Erhebungsmethode, das Leitfadeninterview (3.1), erläutert. Des Weiteren werden der Feldzugang (3.2) sowie die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring als Auswertungsmethode (3.3) beschrieben. Im Anschluss daran werden die Beobachtungen des Forschungsprojektes geschildert. Schwerpunkte liegen bei den Themen Erfahrung mit Vorurteilen (4.1), Vereinbarkeit von Familie und Beruf (4.2), Wohnsituation (4.3), Ungleichheit zwischen der eigenen Einkommenssituation und dem Bezug von Transferleistungen (4.4) und fehlende Unterstützung (4.5). Das abschließende Fazit dient der retrospektiven Betrachtung der Fragestellung in Verbindung mit dem aktuellen Stand der Forschung und lässt Platz für eine Diskussion in Bezug auf Interventionsmöglichkeiten der sozialen Arbeit für alleinerziehende Mütter.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Verbreitung und historischer Wandel der Familienform

2.3 Wirtschaftliche Lage

2.4 Mehrbelastung von Alleinverantwortlichkeit

2.5 Kinderbetreuung

2.6 Selbstbild vs. Fremdbild

2.7 Alleinerziehende aus Sicht der Kinder- und Jugendhilfe

3 Methodik

3.1 Leitfadeninterview als Erhebungsmethode

3.2 Feldzugang

3.3 Qualitative Inhaltsanalyse als Auswertungsmethode

4 Ergebnisdarstellung und -interpretation

4.1 Erfahrung mit Vorurteilen

4.2 Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4.3 Wohnsituation

4.4 Ungleichheit zwischen der eigenen Einkommenssituation und dem Bezug von Transferleistungen

4.5 Fehlende Unterstützung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen Problemlagen von alleinerziehenden Müttern minderjähriger Kinder in Deutschland aus deren eigener Perspektive und analysiert, inwiefern die Soziale Arbeit bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützend wirken kann.

  • Sozioökonomische Belastungen und Armutsrisiken von Alleinerziehenden
  • Die Herausforderung der Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Kinderbetreuung
  • Wahrnehmung von Vorurteilen und gesellschaftlicher Stigmatisierung
  • Die Rolle der Kinder- und Jugendhilfe bei der Unterstützung alleinerziehender Mütter
  • Einfluss der Wohnsituation auf die Lebensqualität der Familien

Auszug aus dem Buch

Erfahrung mit Vorurteilen

Dass alleinerziehende Mütter mit Vorurteilen zu kämpfen haben, ist keine Seltenheit. Viele mussten bereits Erfahrungen mit Benachteiligungen machen, seien sie direkt oder indirekt (vgl. BMFSFJ 2011, S. 7 f.). Auf die Frage der Interviewerin, ob die Befragte auch schon Benachteiligungen erlebt habe, schilderte sie eine vor kurzem erlebte Situation aus der Schule ihres Sohnes. Da einige Klassenarbeiten von ihm in der letzten Zeit schlecht ausgefallen waren und es zu Situationen gekommen war, wo er mit anderen Mitschülern im Konflikt stand, hatte sie die Klassenlehrerin um ein Gespräch gebeten. Bei diesem zeigte jene ihr die Notizen aus den letzten Wochen. Unmittelbar unter dem Namen der Befragten, stand „alleinerziehend […] und bemüht“ (z. 231 f.). „Also das fand ich ja merkwürdig […] denn das war jetzt so in ner Situation wo ich das einfach nicht erwartet hätte“ (Z. 232 f.).

Inwiefern dies von der Lehrerin ein mehr oder weniger bewusst unterstelltes Defizit ist, bleibt unklar, jedoch „haben [viele Frauen] den Eindruck, dass der Begriff „alleinerziehend“ häufig in Kontexten Verwendung findet, in denen er per se keine Bedeutung hat“ (BMFSFJ 2011, S. 32). Fragen nach der Familienform scheinen den alleinerziehenden Mütter bei Behörden plausibel. In Situationen im Alltag, wie z.B. am Arbeitsplatz oder in der Schule bzw. Kita fehlt es den Frauen jedoch an Verständnis dafür, wenn jemand betont, dass sie alleinerziehend sind (vgl. ebd. S. 32). Auch bei der Befragten ist diese Einstellung deutlich erkennbar. „[u]nd das sozusagen, da die Lehrerschaft darauf schließt aus einigen Situationen, die wirklich auch bei einem jeden hätten passieren können, dass da vielleicht was mit der Situation des allein Erziehens sein ähm zu tun hat, das fand ich schon irritierend“ (Z. 235 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Entwicklung alleinerziehender Familien in Deutschland ein und skizziert die ökonomischen sowie sozialen Herausforderungen dieser Lebensform.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erörtert den aktuellen Forschungsstand zu Begriffsdefinitionen, dem historischen Wandel der Familienform sowie den strukturellen Problemen wie wirtschaftliche Lage und Kinderbetreuung.

3 Methodik: Hier wird das qualitative Forschungsdesign der Arbeit beschrieben, das auf Leitfadeninterviews und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.

4 Ergebnisdarstellung und -interpretation: In diesem Teil werden die Interviewergebnisse analysiert, wobei Schwerpunkte auf Diskriminierungserfahrungen, Zeitdruck, Wohnungsnot und die fehlende familiäre Unterstützung gesetzt werden.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die theoretischen Annahmen und diskutiert familienpolitische Handlungsbedarfe sowie die Rolle der Sozialen Arbeit.

Schlüsselwörter

Alleinerziehende Mütter, Deutschland, soziale Probleme, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Armutsrisiko, Kinderbetreuung, Stigmatisierung, Vorurteile, qualitative Sozialforschung, Sozialgesetzbuch VIII, Erwerbstätigkeit, Transferleistungen, Wohnsituation, Soziale Arbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Lebenssituation alleinerziehender Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland und untersucht, welche spezifischen Probleme diese Frauen aus ihrer eigenen Sicht erleben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die ökonomische Lage, die Vereinbarkeit von Beruf und Kind, die gesellschaftliche Wahrnehmung durch Vorurteile sowie die Unterstützung durch staatliche Stellen und das soziale Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Perspektive der Betroffenen zu erfassen, um zu verstehen, welche Hürden im Alltag bestehen und welche Rolle die Soziale Arbeit bei der Entlastung dieser Mütter spielen kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin wendet eine qualitative Forschungsmethode an, namentlich das Leitfadeninterview mit einer betroffenen Mutter, ausgewertet durch die qualitative Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen und eine empirische Ergebnisdarstellung, die Themen wie Diskriminierung, Zeitmanagement, Wohnraumbeschaffung und finanzielle Engpässe detailliert ausführt.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind Alleinerziehen, soziale Benachteiligung, Vereinbarkeitskonflikte, Lebenswelt, Transferleistungsbezug und erzieherische Verantwortung.

Wie unterscheidet sich das Selbstbild der Mütter vom Fremdbild der Gesellschaft?

Das Selbstbild der Mütter ist oft positiv geprägt durch ein Gefühl von Stärke, während das Fremdbild durch Vorurteile wie angebliche Überforderung oder Unzuverlässigkeit belastet ist.

Welchen Einfluss hat die berufliche Vollzeitbeschäftigung auf die Probleme der Mütter?

Die Vollzeitbeschäftigung ist oft notwendig für die ökonomische Sicherheit, führt jedoch zu einem massiven Zeitmangel und Konflikten bei der Organisation der Kinderbetreuung, da Betreuungsangebote oft nicht flexibel genug sind.

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Details

Titel
Alleinerziehende Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland. Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der Betroffenen?
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,3
Autor
Jessica Johnsen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V376597
ISBN (eBook)
9783668540750
ISBN (Buch)
9783668540767
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Alleinerziehende Mütter Erziehung Minderjährig Kinder Probleme Philip Mayring Betreuung Jugendhilfe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Johnsen (Autor:in), 2016, Alleinerziehende Mütter von minderjährigen Kindern in Deutschland. Welche Probleme ergeben sich aus Sicht der Betroffenen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376597
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Leseprobe aus  30  Seiten
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