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Polysemie und Homonymie in der italienischen Sprache

Title: Polysemie und Homonymie in der italienischen Sprache

Term Paper , 2016 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Beate Bruns (Author)

Romance Studies - Italian and Sardinian Studies
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Die Semantik ist ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft und befasst sich mit der Bedeutungslehre. Dabei wird die Bedeutung sprachlicher Einheiten untersucht. Bei sprachlichen bzw. lexikalischen Einheiten lässt sich z.B. zwischen Wörtern, Wortgefügen und Sätzen unterscheiden. Der Begriff „Lexikalische Einheit“ wird, in der folgenden Arbeit, im Sinne von Wort gebraucht.

Die historische Semantik, die ihre Anfänge im 19ten Jahrhundert hat, verfolgt das Ziel den lexikalischen Bedeutungswandel zu beschreiben. Mit der Arbeit Stephen Ullmanns fand die historische Semantik Mitte des 20. Jahrhunderts ihren vorläufigen Abschluss, während nun die Klassifikation des Bedeutungswandels im Vordergrund stand. Auffallend sind dabei die Arbeiten Andreas Blanks, an denen sich auch diese Hausarbeit orientieren soll.

Diese Hausarbeit soll sich mit den „internen semantischen Relationen“ beschäftigen, wie Thomaßen sie nennt. Darunter fallen Polysemie, kontextuelle Varianz und Homonymie, bei denen es sich um sehr eng verwandte Phänomene handelt, wobei die Grenzen zwischen eben genannten Phänomenen verschwimmen können. Es handelt sich um sprachliche Erscheinungen, die nicht an eine Sprache gebunden, sondern sprachübergreifend sind, obwohl jede Sprache laut Thomaßen ein geschlossenes System darstellt. Zwar verfügen verschiedene Sprachen über ähnliche Formen von Polysemie und Homonymie, doch findet man selten genaue Äquivalenten bestimmter Bedeutungen. Vielmehr handelt es sich um Überschneidungen oder Annäherungen der Bedeutungen. Den verschiedenen Definitionen und Erläuterungen der sprachwissenschaftlichen Phänomene sind Beispiele zwischengeschaltet. Vor allem soll sich aber mit den von Blank definierten Typen der lexikalischen Polysemie auseinandergesetzt werden, um sie besser zu verstehen und einordnen zu können. Da es sich nicht einfach gestaltet für jede Art von Polysemie Unmengen an italienischen Beispielen zu finden, soll sich auf die genaue und ausführliche Definition dieser Typen konzentriert werden. Des Weiteren soll sich in einem empirischen Teil mit verschiedenen Bedeutungen italienischer Wörter auseinandergesetzt werden, wobei der Fokus auf den semantischen Relationen liegt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Polysemie und Homonymie in der italienischen Sprache

Einleitung

Polysemie

Arten lexikalischer Polysemie

Metaphorische Polysemie

Kohyponymische Polysemie

Taxonomische Polysemie

Metonymische Polysemie

Auto-konverse Polysemie

Antiphrastische Polysemie

Auto-antonymische Polysemie

Sekundäre Polysemie

Kontextvarianz

Lexikalisierung

Darstellung der semantischen Relationen

Bedeutungen von it. scuola

Bedeutungen von it. grande

Bedeutungen von it. bustarella

Homonymie

Homophonie

Homographie

Sekundäre Homonymie

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die internen semantischen Relationen innerhalb der italienischen Sprache, wobei der Schwerpunkt auf der theoretischen Definition und praktischen Analyse von Polysemie, kontextueller Varianz und Homonymie liegt. Ziel ist es, die von Andreas Blank definierten Typen der lexikalischen Polysemie mittels empirischer Beispiele zu erläutern und von der Homonymie abzugrenzen.

  • Grundlagen der historischen und synchronischen Semantik
  • Typologie der lexikalischen Polysemie nach Andreas Blank
  • Differenzierung zwischen Polysemie und kontextueller Varianz
  • Analyse semantischer Relationen anhand italienischer Fallbeispiele
  • Unterscheidungskriterien zwischen Polysemie und Homonymie

Auszug aus dem Buch

Metaphorische Polysemie

Bei Metaphern handelt es sich um die bildliche oder übertragene Verwendung von Wörtern. Sie übermitteln eine oder mehrere Eigenschaften einer Bedeutung an eine andere abgeleitete Bedeutung. Dabei muss eine Ähnlichkeitsbeziehung zwischen ursprünglichem und neuem Referenten des metaphorisch verschobenen Begriffs vorliegen.

(1) it. covare le uova ‘Eier ausbrüten’, it. covare una malattia ‘Eine Krankheit ausbrüten’ (Dizionari.repubblica.it 2011: „covare“)

Durch den metaphorischen Bedeutungswechsel ist die Bedeutung ‘ausbrüten’ von etwas Konkretem zu etwas Abstraktem geworden, die neue Bedeutung des italienischen Verbes covare ist also zu einer metaphorischen Polysemie geworden.

Dazu sagt Blank (2001: 75): „Die innovative Bildung einer Metapher setzt eine kreative Konzeptualisierung voraus: wir müssen etwas als etwas anderes sehen und dann als dieses andere versprachlichen.“ Meist werden solche metaphorischen Polysemien gar nicht mehr bewusst als solche wahrgenommen, da sie häufig bereits sehr tief in der Kognition der Sprecher verankert sind.

Zusammenfassung der Kapitel

Polysemie: Einführung in das Konzept der Mehrdeutigkeit und Vorstellung der elf Typen von Bedeutungswandel, die in sieben Typen von Polysemie unterteilt werden.

Arten lexikalischer Polysemie: Detaillierte Definition und Veranschaulichung der verschiedenen Polysemie-Typen wie Metaphorik, Metonymie und Taxonomie anhand von Beispielen.

Kontextvarianz: Erörterung der Abgrenzung zwischen Polysemie und Kontextvarianz bei gemeinsamer Referentenklasse sowie die Problematik referentieller Unschärfe.

Lexikalisierung: Analyse der Rolle von Diskursregeln bei der Entstehung von Mehrdeutigkeit und der Frage, wann diese den Status einer lexikalisierten Bedeutung erreichen.

Darstellung der semantischen Relationen: Empirische Analyse der Bedeutungsnetze ausgewählter italienischer Substantive und Adjektive zur Festigung der theoretischen Konzepte.

Homonymie: Definition der Homonymie als Zufälligkeit gleicher Lautung bei fehlender semantischer Beziehung, ergänzt um die Kriterien der Etymologie und Distanz.

Homophonie: Erklärung der Homophonie als Sonderfall der Homonymie bei identischer Aussprache, aber abweichender Schreibung.

Homographie: Betrachtung von Wörtern mit identischer Schreibweise bei abweichender Lautung, illustriert durch italienische Beispiele wie pesca.

Sekundäre Homonymie: Untersuchung von Fällen, in denen ursprünglich polyseme Einheiten durch diachronische Prozesse ihre semantische Verwandtschaft verloren haben.

Schlüsselwörter

Semantik, Polysemie, Homonymie, Bedeutungswandel, Kontextvarianz, Lexikalisierung, Metapher, Metonymie, Homophonie, Homographie, Italienisch, Referentenklasse, diachronisch, synchronisch, Sprachwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den internen semantischen Relationen im Italienischen, insbesondere der Abgrenzung und Definition von Polysemie, Homonymie und kontextueller Varianz.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der lexikalische Bedeutungswandel, die Typologie der Polysemie nach Andreas Blank sowie die Phänomene der Homophonie und Homographie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Klärung und praktische Einordnung semantischer Mehrdeutigkeiten anhand italienischer Wortbeispiele.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine synchronische Herangehensweise gewählt, kombiniert mit der etymologischen Analyse von Wörtern, um semantische Relationen oder deren Fehlen zu belegen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Definitionen vor allem empirische Analysen von Begriffen wie scuola, grande oder bustarella durchgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Polysemie, Homonymie, Metapher, Metonymie, Kontextvarianz und Bedeutungswandel.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Polysemie und Homonymie?

Die Unterscheidung erfolgt über das Vorhandensein semantischer Beziehungen: Bei Polysemie sind Bedeutungen über Relationen verknüpft, bei Homonymie bestehen diese Beziehungen nicht, da sie unterschiedlichen Referentenklassen angehören.

Welche Rolle spielt die Lexikalisierung für die Argumentation?

Die Lexikalisierung dient als Kriterium, um zwischen kurzlebigen Diskursbeobachtungen (wie im Beispiel Blinddarm in Zimmer 4) und etablierten semantischen Relationen einer Sprache zu unterscheiden.

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Details

Title
Polysemie und Homonymie in der italienischen Sprache
College
University of Münster  (Romanisches Seminar)
Course
Italienische Semantik
Grade
2,0
Author
Beate Bruns (Author)
Publication Year
2016
Pages
18
Catalog Number
V376687
ISBN (eBook)
9783668539853
ISBN (Book)
9783668539860
Language
German
Tags
Italienisch Linguistik Sprachwissenschaft Semantik Polysemie Homonymie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Beate Bruns (Author), 2016, Polysemie und Homonymie in der italienischen Sprache, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376687
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