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Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Eine Ursachenuntersuchung

Title: Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Eine Ursachenuntersuchung

Term Paper , 2015 , 12 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Ronja Radau (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Die Gleichstellung von Mann und Frau ist zwar im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland festgeschrieben (Grundgesetz: Artikel 3 Absatz 2), jedoch gibt es in der Gesellschaft geschlechtsspezifische Unterschiede, beispielsweise beim Einkommen (Gender Pay Gap).

So stellt die Gleichstellung der Geschlechter ein zentrales Thema der sozialen Ungleichheit dar. In der vorliegenden Arbeit wird das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Angestellten in den Führungsebenen von Wirtschaftsunternehmen untersucht. Durch die aktuell in der Politik diskutierte Forderung einer Frauenquote wird die Unterrepräsentanz von Frauen in den Führungsebenen deutscher Unternehmen deutlich.

Wichtig für die Untersuchungen ist zunächst einmal die Betrachtung der aktuellen Situation in deutschen Wirtschaftsunternehmen. Hierfür wird zu Anfang, um eine einheitliche Basis zum Verständnis dieser Arbeit zu schaffen, eine Erläuterung des Begriffs der Führungsposition, so wie er hier verstanden wird, gegeben, um anschließend das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Führungskräften deutlich zu machen. Um dann näher auf die mögliche Chancenungleichheit einzugehen, werden anschließend unter Beachtung der Frage: "Inwiefern haben Frauen aufgrund des Geschlechts geringere Chancen eine Führungsposition zu besetzen als Männer?" mögliche Ursachen hierfür untersucht.

Eine Grundlage der folgenden Arbeit ist der Artikel "Erklärungsmuster weiblicher und männlicher Spitzen-Manager zur Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen" von Bettina Hannover und Ursula Kessels (2003), für den sowohl weibliche als auch männliche Führungskräfte nach ihren Vermutungen zur Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen gefragt wurden. Dieser Artikel wurde für diese Arbeit herangezogen, da die Ergebnisse auf Erfahrungen von Führungspositionen innehabenden Angestellten basieren, und weniger auf allgemein gültigen gesellschaftlichen Annahmen.

Des Weiteren werden aus den Ergebnissen der Studie Aspekte herausgenommen und weiterführend ergründet, um so letztendlich eine mögliche Erklärung für die Chancenungleichheit, mit der Frauen sich auf dem Weg zur Führungsposition konfrontiert fühlen, aufzeigen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Führungskräften in deutschen Wirtschaftsunternehmen

2. Ursachen der Unterrepräsentanz

2.1. Frauen weniger gut qualifiziert als Männer?

2.2. Rolle der Frau

2.3. Diskriminierung durch männliche Kollegen/Vorgesetzte

3. Fazit

4. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Ungleichgewicht zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften in deutschen Unternehmen. Ziel ist es, die Ursachen für diese Unterrepräsentanz zu ergründen, wobei insbesondere die Rolle von Qualifikationen, sozialen Zuschreibungen und Diskriminierungserfahrungen analysiert wird, um ein tieferes Verständnis für die bestehende Chancenungleichheit zu gewinnen.

  • Analyse der aktuellen statistischen Situation von Frauen in Führungspositionen
  • Überprüfung des Qualifikationsarguments im Kontext geschlechtsspezifischer Bildungsabschlüsse
  • Untersuchung sozialer Rollenbilder und deren Einfluss auf den Karriereverlauf
  • Betrachtung von Diskriminierungserfahrungen im beruflichen Umfeld
  • Evaluation von Erklärungsmodellen aus der Managementforschung

Auszug aus dem Buch

2.2. Rolle der Frau

Der oben genannte Aspekt der schlechteren Qualifikation kann man jedoch auch aus einer anderen Perspektive betrachten, wenn man nicht die formal erworbenen Qualifikationen betrachtet, sondern die sozialen. Frauen werden meist mit anderen Eigenschaften assoziiert als Männer (Ohlendieck 2003: 185). Dies zeigt sich auch in der Studie von Hannover und Kessels. 24% der befragten Führungskräfte, davon 21% der männlichen und 27% der weiblichen, gaben den Grund des geringeren Selbstvertrauens als Vermutung für die Unterrepräsentanz an. Frauen werden eher Emotionalität und Werte wie Einfühlsamkeit zugeschrieben, Männern hingegen Rationalität und Zielstrebigkeit. Diese vorherrschenden Assoziationen führen, nach Ohlendieck, zu einer Selektion auf dem Karriereweg. Durch die nötige Anpassung an die Strukturen und Erwartungen, die innerhalb eines Unternehmens herrschen, imitieren Arbeitnehmer auf dem Weg des Aufstiegs bekannte Verhaltensmuster erfolgreicher Führungskräfte. So entstehen Normen, die an Nachfolgende weitergegeben werden. Vorgesetzte ermöglichen Arbeitnehmer den Aufstieg aufgrund ihrer Qualifikationen, allerdings werden dabei Personen bevorzugt, in denen sich der, statistisch gesehen zu 96% männliche (siehe 1.), Vorgesetzte selbst wiedererkennt, da er in diese Arbeitnehmer das größte Vertrauen hat (Ohlendieck 2003: 185). Außerdem wird Frauen weiterhin im gesellschaftlichen Verständnis die Rolle der Mutter und Hausfrau zugeschrieben. In dem Rollenbild der Frau sind somit Aufgaben wie Kindererziehung und Haushalt fest verankert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung thematisiert die soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern und führt in die Fragestellung nach der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungsebenen ein.

1. Das Verhältnis von weiblichen zu männlichen Führungskräften in deutschen Wirtschaftsunternehmen: Dieses Kapitel liefert eine Begriffsbestimmung von Führungspositionen und belegt anhand von Statistiken des DIW die signifikante Unterrepräsentanz von Frauen in deutschen Top-Unternehmen.

2. Ursachen der Unterrepräsentanz: Hier werden zentrale Erklärungsansätze für die Unterrepräsentanz diskutiert, darunter Bildungsunterschiede, Rollenbilder und Diskriminierung.

2.1. Frauen weniger gut qualifiziert als Männer?: Dieses Unterkapitel widerlegt durch statistische Daten zu Bildungs- und Studienabschlüssen die Hypothese einer geringeren Qualifikation von Frauen.

2.2. Rolle der Frau: Es wird analysiert, wie soziale Zuschreibungen, Rollenmuster und die Erwartung an Vereinbarkeit von Familie und Beruf den Karriereaufstieg von Frauen hemmen.

2.3. Diskriminierung durch männliche Kollegen/Vorgesetzte: Dieses Kapitel belegt, dass Diskriminierung im Berufsalltag ein wesentlicher Faktor für die Unterrepräsentanz ist, wobei Frauen diese deutlich häufiger wahrnehmen als ihre männlichen Kollegen.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass strukturelle Diskriminierung und tradierte Rollenbilder die Hauptursachen sind und ein Aufbruch festgefahrener Strukturen dringend notwendig bleibt.

4. Literaturverzeichnis: Hier werden alle verwendeten Quellen und Studien zur wissenschaftlichen Untermauerung der Arbeit gelistet.

Schlüsselwörter

Unterrepräsentanz, Frauen, Führungspositionen, Karriere, Chancenungleichheit, Geschlechterforschung, Diskriminierung, Soziale Rolle, Management, Bildungsabschluss, Wirtschaft, Stereotypisierung, Aufsichtsrat, Vorstand, Arbeitswelt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen innerhalb deutscher Wirtschaftsunternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Qualifikationsnachweisen, der Wirkung von sozialen Rollenbildern sowie dem Ausmaß von Diskriminierung im beruflichen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen zu identifizieren und die Frage zu beantworten, inwiefern eine Chancenungleichheit aufgrund des Geschlechts vorliegt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien und empirischer Datensätze, insbesondere der Untersuchung von Hannover und Kessels (2003).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine statistische Bestandsaufnahme, die Widerlegung des Qualifikationsarguments, eine Betrachtung sozialer Rollenmuster sowie die Analyse von Diskriminierungserfahrungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Unterrepräsentanz, Chancenungleichheit, Diskriminierung, Führungspositionen und Geschlechterrollen.

Was besagt die statistische Auswertung über die Qualifikation von Frauen?

Die Daten zeigen, dass Frauen heute ebenso gut oder teils besser qualifiziert sind wie Männer, womit das Argument einer mangelnden Qualifikation als Ursache für die Unterrepräsentanz entkräftet wird.

Welche Rolle spielt die „statistische Diskriminierung“?

Der Text erläutert, dass Arbeitgeber aus der Sorge vor einer möglichen familiären Unterbrechung der Karriere bei Frauen präventiv männliche Bewerber bevorzugen, um ein vermeintlich höheres Fluktuationsrisiko zu vermeiden.

Warum nehmen Männer und Frauen Diskriminierung unterschiedlich wahr?

Die Arbeit verdeutlicht, dass Frauen Diskriminierung im Alltag deutlich häufiger erleben und benennen, während männliche Führungskräfte diese Problematik seltener reflektieren, was die Behebung des Problems erschwert.

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Details

Title
Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Eine Ursachenuntersuchung
College
University of Bremen
Grade
1,8
Author
Ronja Radau (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V376719
ISBN (eBook)
9783668538948
ISBN (Book)
9783668538955
Language
German
Tags
unterrepräsentanz frauen führungspositionen eine ursachenuntersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ronja Radau (Author), 2015, Die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Eine Ursachenuntersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376719
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