I n h a l t s v e r z e i c h n i s
1.: Analyse und Aufbereitung des Themas
1.1.: Begründung des Themas
1.2.: Vorstellung des Auszubildenden
1.3.: Äußere Rahmenbedingungen
2.: Lernzielbestimmung und Lernzielbereiche
2.1.: Richtlernziel
2.2.: Groblernziel
2.3.: Feinlernziel
2.3.1.: Kognitiver Lernzielbereich
2.3.2.: Psychomotorischer Bereich
2.3.3.: Affektiver Lernzielbereich
2.4: Führungs- / Erziehungsstil
3.: Ausbildungsmethode
3.1.: Methodenauswahl / Begründung
3.2.: Umsetzung der Methode
4.: Einsatz didaktischer und pädagogischer Prinzipien
4.1.: Didaktische Lernprinzipien
4.2.: Pädagogische Lernprinzipien
5.: Dauer der Unterweisung
6.: Zeitlicher Ablauf (Schema)
7.: Lernerfolgskontrolle
8.: Quellenverzeichnis
1.: Analyse und Aufbereitung des Themas
1.1.: Begründung des Themas:
Fundierte Kenntnisse und der sichere Umgang mit Medizinprodukten sind für alle Mitarbeiter im Rettungsdienst elementar. Im Vordergrund stehen die Sicherheit des Patienten, von Dritten und des Anwenders selbst. Die gesetzlichen Grundlagen ergeben sich u.a. aus dem Medizinproduktegesetz (MPG) und der Verordnung über das Errichten, Betreiben und Anwenden von Medizinprodukten (MPBetreibV).
Im Rettungsdienstbereich Musterstadt werden Praktikanten und Auszubildende frühzeitig mit diesen Anforderungen vertraut gemacht und dementsprechend in den Umgang mit Medizinprodukten eingewiesen. Die Lehrrettungsassistenten wurden von den jeweiligen Medizinproduktherstellern eingewiesen, so dass sie im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen vollwertige Anwendereinweisungen in den Umgang mit Medizinprodukten durchführen und dokumentieren dürfen. Die Dokumentation erfolgt obligatorisch neben dem Eintrag im Medizinproduktebuch auch im Berichtsheft des Auszubildenden.
Die Einweisungen in den Umgang mit Medizinprodukten werden den Praktikanten im Rahmen ihrer 50-stündigen Fortbildungspflicht als Fortbildungsstunden bestätigt.
Inhaltsverzeichnis
1.: Analyse und Aufbereitung des Themas
1.1.: Begründung des Themas
1.2.: Vorstellung des Auszubildenden
1.3.: Äußere Rahmenbedingungen
2.: Lernzielbestimmung und Lernzielbereiche
2.1.: Richtlernziel
2.2.: Groblernziel
2.3.: Feinlernziel
2.3.1.: Kognitiver Lernzielbereich
2.3.2.: Psychomotorischer Bereich
2.3.3.: Affektiver Lernzielbereich
2.4: Führungs- / Erziehungsstil
3.: Ausbildungsmethode
3.1.: Methodenauswahl / Begründung
3.2.: Umsetzung der Methode
4.: Einsatz didaktischer und pädagogischer Prinzipien
4.1.: Didaktische Lernprinzipien
4.2.: Pädagogische Lernprinzipien
5.: Dauer der Unterweisung
6.: Zeitlicher Ablauf (Schema)
7.: Lernerfolgskontrolle
Zielsetzung und Themenbereiche
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die detaillierte Planung und strukturierte Vorbereitung einer praktischen Ausbildungseinheit, konkret einer Unterweisung zum Umgang mit dem Beatmungsgerät „Medumat Standard“ für Auszubildende im Rettungsdienst.
- Rechtliche Grundlagen der Anwendereinweisung in Medizinprodukte
- Festlegung von Lernzielen nach kognitiven, psychomotorischen und affektiven Aspekten
- Anwendung der Vier-Stufen-Methode in der praktischen Ausbildung
- Didaktische Planung und methodischer Ablauf einer Lehrveranstaltung
- Integration von Handlungsorientierung und pädagogischen Prinzipien
Auszug aus dem Buch
Stufe 2 – Erklären und Vormachen:
Der Lehrrettungsassistent zeigt und erklärt vorbildhaft nun Schritt für Schritt die Funktionen des Geräts:
Inhalationsfunktion: Der Lehrrettungsassistent zeigt dem Auszubildenden den Anschlussstutzen für die Sauerstoffmaske, dreht die Sauerstoffflasche auf und schaltet das Inhalationsmodul ein. Am Drehrad stellt er die gewünschte Abgabemenge in l/Min. ein. An dieser Stelle geht er auf Indikationen für die Gabe von Sauerstoff ein und nennt Besonderheiten bei der Verwendung von Nasensonden und Sauerstoffbrillen. Er belehrt den Auszubildenden über die Berechnung der Vorratsdauer des Sauerstoffs.
Beatmungsfunktion: Der Lehrrettungsassistent zeigt und erklärt zunächst die „Peripherie“ des Gerätes (Anschlussstutzen des Beatmungsschlauchs, Anschlussstutzen des Druckschlauchs, Patientenventil). Dann geht er auf das Beatmungsmodul selbst ein. Er zeigt und erklärt die einzelnen Drehschalter, die Anzeigen und den Knopf für Alarmunterdrückung. Zur Simulation der Beatmung nutzt er die beiliegende Prüflunge. Er steckt sie auf das Patientenventil und nimmt am Gerät die Einstellung für die Beatmung eines erwachsenen, 80 kg schweren Patienten vor. Er erklärt jeden seiner Arbeitsschritte. Vor der Einstellung der Werte am Gerät fragt er beim Auszubildenden die physiologischen Richtwerte bezüglich Atemfrequenz, Atemzugvolumen und Atemminutenvolumen ab. Diese notiert er als Gedächtnisstütze auf der Flipchart-Tafel. Abschließend demonstriert er die korrekte Vorgehensweise bei der täglichen Geräteüberprüfung auf Grundlage der Vorgaben seitens des Herstellers. Während des Vormachens achtet der Lehrrettungsassistent auf ein vorbildhaftes Verhalten.
Zusammenfassung der Kapitel
1.: Analyse und Aufbereitung des Themas: Beschreibt die gesetzliche Notwendigkeit der Einweisung und stellt den auszubildenden Rettungsassistenten sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen vor.
2.: Lernzielbestimmung und Lernzielbereiche: Definiert die angestrebten Kompetenzen des Auszubildenden anhand von Richt-, Grob- und Feinlernzielen sowie dem gewählten Führungsstil.
3.: Ausbildungsmethode: Begründet die Wahl der Vier-Stufen-Methode und erläutert deren schrittweise Umsetzung in der Praxis.
4.: Einsatz didaktischer und pädagogischer Prinzipien: Erläutert die methodische Leitlinien wie Anschaulichkeit und Handlungsorientierung zur effektiven Wissensvermittlung.
5.: Dauer der Unterweisung: Legt den zeitlichen Rahmen von 45 Minuten fest, um ausreichend Raum für praktische Übungen zu garantieren.
6.: Zeitlicher Ablauf (Schema): Stellt die Phasen der Unterweisung, deren Dauer und die notwendigen Lehrmittel übersichtlich dar.
7.: Lernerfolgskontrolle: Skizziert das weitere Vorgehen für eine spätere Erfolgskontrolle im Rahmen eines Mega-Code-Trainings.
Schlüsselwörter
Rettungsdienst, Medumat Standard, Ausbildungseinheit, Medizinproduktegesetz, Anwendereinweisung, Vier-Stufen-Methode, Rettungsassistent, Beatmungsgerät, Lehrrettungsassistent, Didaktik, Lernzielbestimmung, Praxisanleitung, Medizinproduktebetreiberverordnung, Handlungsorientierung, Ausbildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient als strukturierter Leitfaden für die Planung und Durchführung einer praktischen Ausbildungseinheit zur Einweisung in ein spezifisches medizinisches Gerät.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Im Fokus stehen die didaktische Vorbereitung, die Einhaltung rechtlicher Vorgaben für Medizinprodukte sowie die praktische Vermittlung von Bedienkompetenzen an Rettungsdienstpersonal.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterweisung?
Ziel ist die Befähigung des Auszubildenden, das Beatmungsgerät „Medumat Standard“ sicher, gesetzeskonform und fachgerecht im Einsatz zu bedienen und zu überprüfen.
Welche wissenschaftliche bzw. pädagogische Methode wird verwendet?
Der Autor verwendet die klassische Vier-Stufen-Methode (Vorbereiten, Erklären/Vormachen, Nachmachen, Üben), ergänzt durch didaktische Prinzipien wie die Handlungsorientierung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenbedingungen, die detaillierte Definition von Lernzielen, die methodische Strukturierung der Ausbildung und die pädagogische Begründung der gewählten Vorgehensweise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument am besten?
Die zentralen Begriffe sind Rettungsdienst, Medumat Standard, Anwendereinweisung, Ausbildung, Vier-Stufen-Methode und Medizinproduktegesetz.
Warum ist die „Vier-Stufen-Methode“ für dieses Thema besonders geeignet?
Sie ermöglicht in kurzer Zeit eine effektive Verbindung von theoretischem Wissen mit praktischer manueller Fertigkeit durch direktes Vor- und Nachmachen am Originalgerät.
Wie geht der Autor mit dem Vorwissen des Auszubildenden um?
Durch die Methode des „fragend-entwickelnden“ Unterrichts und die Überprüfung bestehender Kenntnisse beim Start wird das vorhandene Wissen des Auszubildenden gezielt aktiviert und ergänzt.
- Quote paper
- Oliver Kustermann (Author), 2005, Einweisung in den Umgang mit dem Beatmungsgerät "Medumat Standard" (Unterweisung Rettungsassistent / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37676