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Mechanismen der sozialen Ausgrenzung

Title: Mechanismen der sozialen Ausgrenzung

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 14 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Philipp Nern (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Die erschreckenden Beispiele, die einem in den Sinn kommen, wenn es um das Thema des sozialen Ausschlusses und der Stigmatisierung geht, sind unter Anderem die Hugenottenvertreibung aus dem Frankreich des 17. Jahrhunderts, die negativ konnotierte und strafbare Homosexualität in den USA und das Rodney King Tribunal 1992 in Kalifornien. Bis heute sind Indikatoren der Ausgrenzung aufgrund von Hautfarbe, Behinderungen und optische Defizite ein Problem, mit denen die betroffenen Personen ihren Alltag erleben müssen.

Die Fragen, die sich hierzu stellen, sind: Wie funktioniert sozialer Ausschluss? Welche Mechanismen wirken dabei? Was sind Gründe für den Ausschluss und wie wirken Stigmata?

Der erste Teil der Arbeit wird sich der theoretischen und grundlegenden Erläuterung des Phänomens der sozialen Exklusion widmen. Danach folgt die Analyse über die Stigmatisierung von Personen und Personengruppen auf Grundlage der Theorien von Erving Goffman und Nobert Elias.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Soziale Ungleichheit und Vergleich der Theoretiker

2. Die Stigmatheorie

3. Der Figurationsansatz

3.1. Die Machtverteilung in Winston Parva

4. Vergleich

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Mechanismen sozialer Ausgrenzung auf Basis einer theoretischen Gegenüberstellung der Konzepte von Erving Goffman und Norbert Elias. Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln, wie soziale Exklusion funktioniert, welche Rolle gesellschaftliche Normen dabei spielen und wie diese Prozesse das Selbstbild der betroffenen Individuen prägen.

  • Theoretische Grundlagen der sozialen Ungleichheit
  • Stigmatheorie nach Erving Goffman
  • Figurationsansatz nach Norbert Elias
  • Machtverteilung und Etablierten-Außenseiter-Figurationen
  • Die Bedeutung von Normen für soziale Kohäsion und Ausgrenzung

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Machtverteilung in Winston Parva

Der soziale Ausschluss in Winston Parva ist auf der Tatsache begründet, dass die ausschließende Gruppe über mehr Macht, als die Ausgeschlossene verfügt. Die Figuration beruht somit auf den jeweiligen Machtraten der vorhandenen Gruppen (Neckel, Mijic 2010: 359). Das Erstaunliche in der Studie über Winston Parva ist nun, dass die differenzierten Machtpositionen lediglich von der längeren Wohndauer der Personen im Ort begründet worden ist (Neckel, Mijic 2010: 364). Durch die oben genannte scharfe Trennung der beiden Gebiete und der unterschiedlichen Aufenthaltszeit der Individuen in der Gemeinde, entstand eine Kohäsion aus Interdependenzen in den beiden Gruppe. Die Kohäsion - die durch die Verinnerlichung der inkorporierten Normen und Verhaltensstandards zu festen sozialen Netzwerken führte - unter den Individuen, sorgte für verstärkte kollektive Identifikation. Es entstanden soziodynamische Netzwerke. Zuerst bei den Alteingesessenen, da diese sich untereinander nicht unbekannt waren und somit höheres Kohäsionspotential aufwiesen als die Personen, die sich erst neu formieren mussten und auch untereinander fremd waren. Die starke kollektive Identifikation sorgte dann schließlich dazu, dass sich die Alteingesessenen führende soziale Positionen, in z.B. Stadtbezirksrat, Clubs und Kirchen, mit höherem Machtgewicht zuspielten. Somit wurden die Neuankömmlinge weiter ausgegrenzt, indem die alten Familien die Neuen strikt von den Führungspositionen der örtlichen Lokalitäten fernhielten (Neckel, Mijic 2010: 361).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der sozialen Exklusion ein und zeigt auf, dass diese einem zeitlichen Wandel unterliegt und wissenschaftlich komplex zu erfassen ist.

1. Soziale Ungleichheit und Vergleich der Theoretiker: Dieses Kapitel verortet das Thema im Kontext der sozialen Ungleichheit und begründet die Kombination der theoretischen Ansätze von Erving Goffman und Norbert Elias.

2. Die Stigmatheorie: Hier wird Goffmans Konzept der Stigmatisierung erläutert, welches auf der Zuschreibung defizitärer Merkmale und der Abweichung von Identitätsnormen basiert.

3. Der Figurationsansatz: Dieses Kapitel stellt Elias’ Theorie vor, die soziale Prozesse als wechselseitige Verflechtungen zwischen Individuen und Gesellschaft begreift.

3.1. Die Machtverteilung in Winston Parva: Der Abschnitt illustriert anhand einer Fallstudie, wie ungleiche Machtverhältnisse und gruppenspezifische Kohäsion zur Ausgrenzung von Neuankömmlingen führen.

4. Vergleich: Der Vergleich synthetisiert die Erkenntnisse beider Theoretiker und verdeutlicht gemeinsame Nenner wie die Bedeutung von Normen und die Auswirkung von Exklusion auf das Selbstbild.

Fazit: Das Fazit fasst die theoretischen Ergebnisse zusammen und unterstreicht, dass sozialer Ausschluss oft unabsichtlich durch gruppendynamische Prozesse entsteht.

Schlüsselwörter

Soziale Ausgrenzung, Soziale Exklusion, Stigmatisierung, Erving Goffman, Norbert Elias, Figurationsansatz, Machtverteilung, Etablierte-Außenseiter-Figuration, Soziale Ungleichheit, Identitätsnormen, Gruppendynamik, Selbstbild, Beschädigung des Ichs, Winston Parva, Normenkanon.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Mechanismen sozialer Ausgrenzung und analysiert, wie diese Prozesse innerhalb einer Gesellschaft entstehen und aufrechterhalten werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind soziale Ungleichheit, die Stigmatisierung von Individuen sowie machttheoretische Figurationen in sozialen Gruppen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung der soziologischen Theorien von Erving Goffman und Norbert Elias ein umfassendes Modell zu entwickeln, das erklärt, wie und warum soziale Ausgrenzung in Gruppen funktioniert.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse soziologischer Schlüsseltexte sowie eine qualitative Fallstudienbetrachtung (Winston Parva), um die Mechanismen der Ausgrenzung zu illustrieren.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Stigmatheorie, die Erläuterung des Figurationsansatzes, eine detaillierte Analyse der Machtverteilung in Fallbeispielen sowie einen vergleichenden Theorieteil.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind soziale Exklusion, Stigmatisierung, Machtverhältnisse, Gruppendynamik, Identitätsnormen und das Konzept der Etablierten-Außenseiter-Figuration.

Warum spielt die Länge der Wohndauer in der Fallstudie eine so große Rolle?

In Winston Parva fungiert die Wohndauer als Basis für die Machtverteilung: Die Alteingesessenen konnten durch ihre längere Zugehörigkeit und stärkere Kohäsion soziale Netzwerke bilden, die ihnen den Zugang zu Führungspositionen sicherten und "Neuankömmlinge" effektiv ausschlossen.

Welchen Einfluss hat das Stigma auf das Selbstbild des Betroffenen?

Nach Goffman führt die Konfrontation mit einem negativen Stigma zu einer Diskrepanz zwischen dem realen und dem idealen Selbstbild, was Scham, Selbsthass und eine Entfremdung von sich selbst zur Folge haben kann.

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Details

Title
Mechanismen der sozialen Ausgrenzung
College
University of Potsdam  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut)
Grade
2.0
Author
Philipp Nern (Author)
Publication Year
2017
Pages
14
Catalog Number
V376814
ISBN (eBook)
9783668541412
ISBN (Book)
9783668541429
Language
German
Tags
Ausgrenzung Sozial Goffman Elias Winston Parva
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Philipp Nern (Author), 2017, Mechanismen der sozialen Ausgrenzung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376814
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