Unterrichtsstunde: Ich treffe mich mit einem Freund im Winter im Laubwald


Unterrichtsentwurf, 2004

17 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsangabe

1. Bedingungsanalyse

2. Didaktische Analyse
2.1 Sachanalyse
2.2 Einordnung in den Unterricht
2.3 Entscheidungen im Bereich der Intentionalität und Thematik
Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
Exemplarischer Charakter und Ergiebigkeit
Zugänglichkeit und Darstellbarkeit
2.4 Lernziele

3. Methodische Überlegungen
3.1 Verfahren
3.2 Organisationsstruktur
3.3 Unterrichtsform
3.4 Lernzielkontrolle
3.5 Unterrichtsfolge
3.5 Aufgreifen des Themas durch andere Fächer

4. Unterrichtshilfen
Medien und Arbeitsmittel
Arbeitsplatzorganisation
Personalsituation

5. Verlaufsplan

6. Anlagen
1 Bild <Frühschnee>
2 Bild <Verabredung im Wald>

7. Literaturangabe

1. Bedingungsanalyse

Die Unterrichtsstunde aus dem Bereich 4 des neuen Lehrplans "Raum und Zeit erleben und gestalten" kann als Beginn der Unterrichtseinheit Wald genutzt werden. Sie ist für die zweite Klasse konzipiert und setzt den Gebrauch der Wasserfarben und das Mischen der Farben voraus. Im Bezug auf das Thema Wald werden keine besonderen Kenntnisse vorausgesetzt. Je nach dem ob sich die Schule in der Nähe eines Waldes befindet, könnte man einen vorherigen Ausflug mit einbeziehen, ansonsten wird davon ausgegangen, dass alle Schüler und Schülerinnen bereits einmal im Wald waren.

2. Didaktische Analyse:

2.1 Sachanalyse

Der Wald

Seit Jahrhunderten sind die Wälder Bestandteile unserer Kulturlandschaft und werden nach wie vor bewirtschaftet. Urwälder im ursprünglichen Sinn gibt es bei uns nicht mehr. Die Wälder stehen für verschiedene Nutzungen wie Forstwirtschaft, Jagd und Erholung offen, daher werden Flora und Fauna immer wieder beeinträchtigt.

Der Wald erfüllt eine Reihe von Aufgaben, die für die Menschen direkt und indirekt von Nutzen sind:

- Wasserspeicher
- Trinkwasser
- Erosionsschutz
- Einfluss auf das Klima
- Sauerstofflieferant
- Wald als Lebensraum

Die meisten Waldtypen geben einer großen Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und damit Lebensgrundlage. Der Wald ist der komplizierteste und vielschichtigste Lebensraum unserer Erde, kein anderes Ökosystem erreicht einen solchen Komplexitätsgrad. Nicht nur Tiere wie Hase, Reh, Hirsch und Fuchs sondern vielmehr die wirbellosen Tiere wie Würmer, Insekten oder Spinnen finden hier einen Lebensraum. Die Schichtung des Waldes mit den hoch über dem Boden stehenden Bäumen, der Strauch und der Krautschicht, bietet den unterschiedlichsten Tieren die Möglichkeit zu überleben.

Einige Besonderheiten des Waldes zwingen die Tiere zu ganz bestimmten Anpassungen. So zeichnet sich der Laubwald, bei uns, durch eine ausgeprägte Saisonalität aus. Jedes Jahr werfen die Laubbäume im Herbst ihre Blätter zu Boden und nehmen damit vielen Tieren die Lebensgrundlage. Die Tiere mussten sich daher diesem strengen Rhythmus anpassen.

2.2 Einordnung in den Unterricht

Die geplante Stunde ist Teil eines, nach dem neuen Lehrplan gerichteten, fächerverbindenden Unterrichts, der sich auf den vierten Bereich des Lehrplans "Raum und Zeit erleben und gestalten" bezieht und den künstlerischen Aspekt betont. Durch die gezeigten Bilder und die folgende Bildanalyse sollen die Schüler und Schülerinnen auf das Thema aufmerksam gemacht werden.

Die Stunde lässt sich nach dem neuen Lehrplan, gültig ab 2004, wie folgt einordnen:

Der vierte Themenbereich "Raum und Zeit erleben und gestalten" beinhaltet den Unterpunkt "Gestaltung von Räumen mit Farben, Formen, Materialien, Textilein" und somit auch das Thema Landschaften der Erde, die sich als Raum präsentieren. Daraus habe ich das Thema Wald als Lebensraum ausgesucht. Die geplante Stunde bzw. die Umsetzung bietet aber auch die Möglichkeit auf den sechsten Themenbereich "Mensch, Tier und Pflanzen: staunen, schützen, erhalten und darstellen" einzugehen, bzw. Verknüpfungen zu erzeugen.

2.3 Entscheidungen im Bereich der Intentionalität und Thematik

Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung

In unserer heutigen Zeit nimmt der Wals eine besondere Rolle ein. Er ist eine Art, abgesehen von den Plantagen und der Forstwirtschaft, unberührte Natur. Er strahlt Lebendigkeit, Kraft, Stärke, Geborgenheit und Bedrohung aus und übt so, nicht nur auf Kinder, eine enorme Anziehungskraft aus. Das Geheimnisvolle und Undurchdringbare wirken geradezu magisch und bieten so einen großen Anreiz. Dem Wald als Lebensraum wird eine besondere Rolle zugeschrieben, für die Schülerinnen und Schüler ist es daher wichtig, diesen näher kennen zu lernen um seine Bedeutung einschätzen zu können.

Exemplarischer Charakter und Ergiebigkeit

Da es sich um eine Einführungsstunde handelt, kann gesagt werden, dass die Auswahl der zu betrachtenden Bilder einen exemplarischen Charakter besitzt, da es nicht möglich ist, einen umfassenden Überblick über das Thema "der Wald in der Kunst" zu geben. Die ausgewählten Bilder sind, meiner Meinung nach, sehr anschaulich und beinhalten den zu zeigenden Unterschied zwischen Laub- und Nadelwald. Natürlich könnte man auch einen anderen Einstieg wählen, jedoch erscheint mir die Betrachtung der Kunstwerke eine gute Möglichkeit zu sein, auf das Thema Wald hinzuführen.

Zugänglichkeit und Darstellbarkeit

Durch die genaue Betrachtung der zwei unterschiedlichen Waldtypen und der direkte Vergleich der Beiden, werden die Schüler und Schülerinnen in das Thema eingeführt und berichten zunächst über ihre eigenen Erfahrungen und offenbaren ihr Wissen. Dadurch erfährt die Lehrperson etwas über den Wissensstand der Klasse in Bezug auf den Wald und für die Schülerinnen und Schüler rückt das Thema "Lebensraum Wald" näher.

2.4 Lernziele

In der geplanten Unterrichtsstunde gibt es folgende Lernziele:

- Differenzierung von Zeichen
- Farbdifferenzierung
- Schulen einer bewussten und differenzierten Wahrnehmung bei der Bildbetrachtung
- Figur-Grund-Beziehung
- Formatfüllendes Arbeiten

Die Differenzierung von Zeichen findet in der Ausgestaltung des Bildes statt. Die bekannten Zeichen der unterschiedliche Laubbaumarten und der sich im Wald treffenden Freunde sollen ausgearbeitet und differenziert werden.

Die Farbdifferenzierung findet ebenso in der Ausarbeitung des Bildes statt. Durch sie soll eine Jahreszeit und die damit verbundene Atomsphäre geschaffen werden.

Das Schulen einer bewussten und differenzierten Wahrnehmung bei der Bildbetrachtung ermöglicht es den Schülern und Schülerinnen, in Zukunft mehr auf Kunstwerken zu entdecken. Vor allem durch den Vergleich zweier Bilder werden die Schüler und Schülerinnen angehalten, genau hinzuschauen um Unterschiede zu entdecken.

In der Ausarbeitung nimmt die Figur-Grund-Beziehung eine wichtige Rolle ein, die Proportionen sowie das Größenverhältnis zwischen Figur und Wald und Wald zu Grund soll richtig umgesetzt werden.

Auch das formatfüllende Arbeiten ist für die Bildgestaltung und die Gesamtkomposition wichtig.

3. Methodische Überlegungen

3.1 Verfahren

Da die Stunde in mehrere Teilbereiche aufgegliedert ist, lässt sich nicht verallgemeinern sagen, um welches Verfahren es sich handelt. Zunächst werden zwei Kunstwerke betrachtet, es handelt sich dabei um eine, zunächst schülerorientierte, später lehrpersonorientiert Bildanalyse. Unter verschiedenen Gesichtspunkten sollen die Werke für die Klasse erschlossen werden.

Die Ausarbeitung der Malaufgabe ist eine Fertigungsaufgabe, ein Bild soll gemalt werden. Dabei ist das Verfahren mit Pinsel und Wasserfarbe zu nennen, der Klasse ist die Handhabung mit den Materialien bereits bekannt. Das Mischverfahren für unbunte Farben, um den Winter darzustellen, sei noch zu nennen, hierbei ist das Benutzen von Deckweiß sowie das Abdunkeln und Trüben der leuchtenden Wasserfarben zu nennen. (Die Schüler und Schülerinnen werden darauf hingewiesen, dass nicht in, sondern im Deckel der Wasserfarben gemischt werden soll.)

3.2 Organisationsstruktur

Die Arbeitsformen wechseln während der Stunde einige mal. Zuerst sitzen die Schülerinnen und Schüler im "Kinositz", also mit den Stühlen zum Overhead Projektor gedreht und etwas zusammen gerückt. Diese Sitzordnung ermöglicht es jedem die Bilder genau zu sehen und den Äußerungen der Klasse zu folgen. Auch bei der Weiterführung des Gesprächs durch die Lehrperson wird diese Sitzordnung beibehalten. Für die Ausarbeitung wird die normale Sitzordnung wieder eingenommen, jeder und jede sitzt auf ihrem Platz und beachtet, dass er/sie niemanden bei der Arbeit behindert.

In der geplanten Unterrichtsstunde gibt es folgende Sozialformen:

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Unterrichtsstunde: Ich treffe mich mit einem Freund im Winter im Laubwald
Hochschule
Pädagogische Hochschule Freiburg im Breisgau  (Institut der Künste)
Veranstaltung
Entwicklung von Unterrichtsmodellen in Kunst im Rahmen des neuen Bildungsplanes für die Grundschule
Note
1
Autor
Jahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V37683
ISBN (eBook)
9783638369572
Dateigröße
1150 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Unterrichtsstunde, Freund, Winter, Laubwald, Entwicklung, Unterrichtsmodellen, Kunst, Rahmen, Bildungsplanes, Grundschule
Arbeit zitieren
Cathrin Dehmer (Autor), 2004, Unterrichtsstunde: Ich treffe mich mit einem Freund im Winter im Laubwald, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37683

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