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Einfluss der Chat-Kommunikation auf die Schriftsprache von Jugendlichen

Titel: Einfluss der Chat-Kommunikation auf die Schriftsprache von Jugendlichen

Hausarbeit , 2014 , 27 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Anna-Marie Lauber (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Technische Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll untersucht werden, ob und inwieweit sich die Schriftsprache Jugendlicher außerhalb der virtuellen Realität durch den vermehrten Einsatz von Chats in den letzten Jahren verändert hat. Ziel dieser Arbeit ist es, Veränderungen in der Sprache Jugendlicher anhand der aktuellen Forschung zu beschreiben und zu identifizieren.

Hierzu wird zunächst die Kommunikationsform Chat anhand des Modells zur Mündlichkeit und Schriftlichkeit von Koch und Oesterreicher (1994) eingeordnet, analysiert und charakterisiert. Diese Analyse der Kommunikationsform Chat wird im Vergleich mit der Face-to-Face-Kommunikation weitergeführt.

Chats in jeglicher Form sind im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen Bestandteil in der Kommunikation von Jugendlichen geworden. Egal, ob es sich um Instant Messenger wie ICQ, Windows Live Messenger oder WhatsApp, um Webchats oder um die Chat-Funktionen sozialer Netzwerke wie Facebook handelt, ein Großteil der Kommunikation zwischen Jugendlichen findet medienvermittelt statt.

Ob diese vermehrte Verwendung eines neuen sprachlichen Duktus sich auch auf die Schriftsprache der Jugendlichen außerhalb der virtuellen Welt von Chats auswirkt, ist in der Forschung umstritten. Vor allem in der Öffentlichkeit, aber auch in den Publikationen einiger Wissenschaftler, wird die Meinung vertreten, die Sprache, die Jugendliche in den Chat-Programmen verwenden, färbe auf die Schriftsprache außerhalb der Chats negativ ab. In der Gegenposition wird betont, dass Jugendliche (wie auch Personen anderer Altersgruppen) sehr gut zwischen den verschiedenen Sprech- und Schreibsituationen unterscheiden können und so den jeweils angemessenen sprachlichen Duktus verwenden.

Leseprobe


Gliederung

1. EINLEITUNG

2. KLASSIFIZIERUNG DER KOMMUNIKATIONSFORM ‚CHAT‘

2.1 MODELL DER MEDIALEN / KONZEPTIONELLEN MÜNDLICHKEIT BZW. SCHRIFTLICHKEIT

2.2 EINORDNUNG DER CHAT-KOMMUNIKATION

3. ANALYSE DER CHAT-KOMMUNIKATION

3.1 GRUNDSÄTZLICHE TRÄGERMEDIALE BEDINGTHEITEN IN DER CHAT-KOMMUNIKATION

3.2 LINGUISTISCHE MERKMALE DER CHAT-KOMMUNIKATION

4. VERÄNDERUNG DER SCHRIFTSPRACHE JUGENDLICHER DURCH DEN VERMEHRTEN EINSATZ VON CHAT-KOMMUNIKATION? – VORSTELLUNG EINIGER STUDIEN AUS DIESEM FORSCHUNGSGEBIET

4.1 VERGLEICHSSTUDIE ZUR SPRACHVERWENDUNG AUF ARTIKEL- UND DISKUSSIONSSEITEN DER DEUTSCHEN WIKIPEDIA

4.2 PROJEKT „SCHREIBKOMPETENZ UND NEUE MEDIEN“

5. FAZIT UND AUSBLICK

Zielsetzung und zentrale Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob der zunehmende Einsatz von Chat-Kommunikation bei Jugendlichen zu einer negativen Veränderung ihrer Schriftsprache außerhalb virtueller Umgebungen führt. Ziel ist es, den Einfluss dieser neuen Medien auf die Schreibkompetenz anhand aktueller wissenschaftlicher Forschung zu identifizieren und zu bewerten.

  • Kommunikationstheoretische Einordnung von Chat-Programmen
  • Linguistische Analyse chat-typischer Sprachmerkmale
  • Vergleichende Untersuchung der Schreibstile "im Chat" und "außerhalb des Chats"
  • Vorstellung und Diskussion empirischer Studien zu diesem Forschungsfeld
  • Reflexion über mögliche schulartspezifische Unterschiede

Auszug aus dem Buch

1. EINLEITUNG

„Millionenfach ergießt sich heute spontanes Alltagsschriftdeutsch [...] ins Internet. Dort lässt sich aufs ausführlichste besichtigen, wie es um die Schreibkompetenz der aus den Schulen ins Leben erlassenen Bevölkerung bestellt ist“ (Zimmer, 2005, zitiert nach Dürscheid & Brommer, 2009, S.1). So beschreibt der Journalist Dieter E. Zimmer die Auswirkungen der sogenannten neuen Medien, gemeint sind damit vor allem jegliche Arten von Chat-Programmen, auf die Schreibfähigkeit und –kompetenz der Jugendlichen. Tatsache ist, dass Chats in jeglicher Form im letzten Jahrzehnt zu einem wichtigen Bestandteil in der Kommunikation von Jugendlichen geworden sind. Egal, ob es sich um Instant Messenger wie ‚ICQ‘, ‚Windows Live Messenger‘ oder ‚WhatsApp‘, um Webchats oder um die Chat-Funktionen sozialer Netzwerke wie ‚Facebook‘ handelt, ein Großteil der Kommunikation zwischen Jugendlichen findet medienvermittelt statt (ARD/ZDF Onlinestudie, 2013).

Ob diese vermehrte Verwendung eines neuen sprachlichen Duktus (Koch & Oesterreicher, 1994) sich auch auf die Schriftsprache der Jugendlichen außerhalb der virtuellen Welt von Chats auswirkt, ist in der Forschung umstritten. Vor allem in der Öffentlichkeit, aber auch in den Publikationen einiger Wissenschaftler, wird die Meinung vertreten, die Sprache, die Jugendliche in den Chat-Programmen verwenden, färbe auf die Schriftsprache außerhalb der Chats negativ ab (Dürscheid, Wagner & Brommer, 2010).

In der Gegenposition wird betont, dass Jugendliche (wie auch Personen anderer Altersgruppen) sehr gut zwischen den verschiedenen Sprech- und Schreibsituationen unterscheiden können und so den jeweils angemessenen sprachlichen Duktus verwenden (Dürscheid, Wagner & Brommer, 2010).

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Thematik ein, stellt die Debatte um den Einfluss der Chat-Sprache auf die Schreibkompetenz Jugendlicher dar und definiert das Ziel der vorliegenden Untersuchung.

2. KLASSIFIZIERUNG DER KOMMUNIKATIONSFORM ‚CHAT‘: Hier wird der Chat kommunikationstheoretisch verortet und anhand des Modells der Mündlichkeit und Schriftlichkeit nach Koch & Oesterreicher eingeordnet.

3. ANALYSE DER CHAT-KOMMUNIKATION: Dieses Kapitel untersucht die trägermedialen Bedingungen sowie spezifische linguistische Merkmale des Chats, um die Grundlage für die spätere empirische Diskussion zu bilden.

4. VERÄNDERUNG DER SCHRIFTSPRACHE JUGENDLICHER DURCH DEN VERMEHRTEN EINSATZ VON CHAT-KOMMUNIKATION? – VORSTELLUNG EINIGER STUDIEN AUS DIESEM FORSCHUNGSGEBIET: Es werden zwei maßgebliche Studien vorgestellt, die untersuchen, ob der Chat-Gebrauch die Schreibkompetenz im schulischen oder allgemeinen Kontext beeinflusst.

5. FAZIT UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, widerlegt die Vermutung einer negativen Beeinflussung durch Chat-Sprache und gibt Anregungen für zukünftige Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Chat-Kommunikation, Mündlichkeit, Schriftlichkeit, Schreibkompetenz, Jugendliche, Sprachwandel, linguistische Merkmale, digitale Medien, Medienpädagogik, Sprachverwendung, Koch und Oesterreicher, interaktionsorientiertes Schreiben, Nähesprache, Distanzsprache, Empirische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob die intensiv genutzte Chat-Kommunikation bei Jugendlichen die Qualität ihrer Schriftsprache in anderen Kontexten, wie etwa in der Schule, negativ beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die kommunikationstheoretische Einordnung von Chat-Sprache, die Analyse ihrer spezifischen linguistischen Besonderheiten und die wissenschaftliche Prüfung, ob diese Merkmale auf die allgemeine Schriftsprache übertragen werden.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand aktueller Studien zu klären, ob der vermehrte Einsatz von Chat-Medien eine signifikante Interferenz mit dem schulischen oder formalen Schreiben bewirkt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Forschungsanalyse, in der existierende empirische Studien (wie z.B. das Projekt "Schreibkompetenz und neue Medien") ausgewertet und kritisch diskutiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse der Kommunikationsform Chat, eine linguistische Untersuchung ihrer Merkmale (z.B. Orthographie, Lexik, Syntax) und die Vorstellung empirischer Vergleichsstudien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere das Nähe-Distanz-Kontinuum, mediale und konzeptionelle Schriftlichkeit bzw. Mündlichkeit sowie der Begriff des Schreibstils.

Können Jugendliche zwischen Chat-Sprache und Standardsprache differenzieren?

Ja, laut der zitierten Forschung belegen die Ergebnisse eindeutig, dass Jugendliche fähig sind, ihren Schreibstil situativ anzupassen und bewusst zwischen dem "Freizeitstil" im Chat und anderen Schreibanforderungen zu unterscheiden.

Gibt es Unterschiede in der Chat-Nutzung je nach Schulart?

Ja, Studien weisen darauf hin, dass es Unterschiede in der Häufigkeitsverteilung chat-typischer Stilmittel gibt, wobei Hauptschüler diese Merkmale häufiger nutzen als Gymnasiasten.

Was sind laut der Studie die Konsequenzen für die Schreibkompetenz?

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass keine Evidenz für eine negative Beeinflussung der Schreibkompetenz durch die Nutzung neuer Medien vorliegt; ein negativer Einfluss kann nach aktuellem Forschungsstand verneint werden.

Warum spielt das Nähe-Distanz-Kontinuum eine wichtige Rolle?

Es dient dazu, den Chat als eine medial schriftliche Form zu identifizieren, die jedoch konzeptionell sehr nah an der mündlichen Sprache der Nähe angesiedelt ist, was viele ihrer sprachlichen Besonderheiten erklärt.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einfluss der Chat-Kommunikation auf die Schriftsprache von Jugendlichen
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten  (Mediendidaktik)
Veranstaltung
Medienpädagogik
Note
1,6
Autor
Anna-Marie Lauber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
27
Katalognummer
V376878
ISBN (eBook)
9783668542709
ISBN (Buch)
9783668542716
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chat Chat-Kommunikation Mündlichkeit Schriftlichkeit Linguistik Schriftsprache Jugendliche Veränderung sprachlicher Duktus Sprechen Schreiben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna-Marie Lauber (Autor:in), 2014, Einfluss der Chat-Kommunikation auf die Schriftsprache von Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376878
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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