Auf einer Entwicklungsfläche von ca. 155 Hektar zur Konversion freigegebener Hafenflächen findet mit der Bebauung der "HafenCity" der „bedeutendste Stadtentwicklungsprozess Europas“ statt, der in seiner Fläche rund fünfzehnmal größer ist, als die Neubebauung am Potsdamer Platz in Berlin.
Nach den Plänen der Hamburger Bürgerschaft soll dieses Vorzeigeprojekt der Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“ mit seiner Mischung aus Wohnen, Kultur, Freizeit und Gewerbe die Innenstadt um 40% erweitern und für positive Impulse für den Wirtschafts-, Lebens, Kultur- und Erholungsstandort Hamburg sorgen.
Ziel dieses vier Kapitel umfassenden Buches ist es, vor dem Hintergrund des Standortes Hamburg, einen Überblick sowohl über die aktuellen Flächenentwicklungen in der HafenCity als auch im speziellen der Projektentwicklungen am Sandtorkai zu geben. Besondere Berücksichtigung erfährt hierbei die Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“und die Funktion der HafenCity GmbH. Abschließen wird dieses Buch mit einer kritischen Diskussion bedeutender Themen der HafenCity.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hamburg
2.1. Die Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“
2.2. Der Wirtschaftsstandort Hamburg
2.3. Der Hamburger Immobilienmarkt
2.3.1. Der Büroimmobilienmarkt
2.3.2. Der Markt für Eigentumswohnungen
3. Die HafenCity
3.1. Genius Loci
3.2. Die Historie
3.3. Das Projekt
3.4. Die HafenCity GmbH
3.5. Zahlen und Fakten
3.6. Lage und Infrastruktur
3.7. Die aktuellen Flächenentwicklungen
3.7.1. Quartier am Sandtorkai
3.7.1.1. Baufeld 1 - S-68
3.7.1.2. Baufeld 2 - Ocean’s End
3.7.1.3. Baufeld 3 - H2O
3.7.1.4. Baufeld 4 - Dock 4
3.7.1.6. Baufeld 6 - Harbour Cube
3.7.1.7. Baufeld 7 - Harbour Hall
3.7.1.8. Baufeld 8 – Bankhaus Wölbern
3.7.2. Quartier am Sandtorpark
3.7.3. Das Quartier Dalmannkai
3.7.4. Das Überseequartier
3.7.5. Quartier Grasbrook
3.7.6. Quartier Brooktorkai
3.7.7. Quartier Strandkai
4. Eine kritische Diskussion der Entwicklungen in der HafenCity
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Flächenentwicklungen im bedeutendsten Stadtentwicklungsprozess Europas, der HafenCity, zu geben. Dabei wird insbesondere auf die Projektentwicklungen am Sandtorkai fokussiert und die Rolle der HafenCity GmbH sowie die Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“ kritisch vor dem Hintergrund ökonomischer Rahmenbedingungen untersucht.
- Standortfaktoren und immobilienwirtschaftliche Analyse des Standortes Hamburg
- Städtebauliches Konzept und Historie der HafenCity
- Detaillierte Projektübersicht einzelner Baufelder am Sandtorkai
- Kritische Diskussion von Dichte, Wohnanteil und Infrastrukturplanung
- Herausforderungen der Verknüpfung von HafenCity und Innenstadt
Auszug aus dem Buch
3.1. Genius Loci
Die Planer der HafenCity betonen vielfach, dass sie den einzigartigen Charakter des Gebietes der HafenCity wahren möchten. So sind in den Masterplan einige Anlagen und Gebäude wie u.a. die Hafenbecken Sandtorhafen, Grasbrookhafen und Magdeburger Hafen, die Kaispeicher A und B, das Fernbahnviadukt sowie die Oberhafenbrücke als denkmalschutzwürdig eingetragen worden, „damit dem neuen Stadtteil aus der Vergangenheit des Ortes Anstöße für eine besondere Identität gegeben werden“. Da die Stadt Hamburg, die HafenCity GmbH, die Investoren, Architekten und Stadtplaner vielfach betonen, den Genius Loci in ihre Planungen einzubeziehen, soll sich die Historie dieses Ortes auch in seiner Architektur, Funktion und Freiraumplanung widerspiegeln. Architektur entsteht im Spannungsfeld zwischen dem geltenden Baurecht, der angestrebten Nutzung des Gebäudes, den wirtschaftlichen Zielen des Investors, dem ästhetischen Vorstellungen des Architekten und der Sensibilität für den genius loci. Doch was verbirgt sich hinter dem Genius Loci?
„Der Begriff genius loci (lateinisch: genius = (Schutz-)geist, loci = Genitiv Singular von locus = Ort) bezeichnete ursprünglich in der römischen Mythologie den Schutzgeist oder die Schutzgottheit eines Ortes, die häufig in Form einer Schlange dargestellt wurde. Heute wird der Ausdruck meist im übertragenen Sinne gebraucht; so bezeichnet man die besondere, vorherrschende Atmosphäre, den einzigartigen, innewohnenden Charakter eines Ortes als genius loci.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle konjunkturelle Lage in Deutschland und Hamburg sowie die daraus resultierenden Herausforderungen für den Immobilienmarkt und das Großprojekt HafenCity.
2. Hamburg: Dieses Kapitel beschreibt den Wirtschaftsstandort Hamburg, seine Leitidee zur Stadtentwicklung und analysiert den regionalen Immobilienmarkt sowie die spezifischen Teilmärkte für Büro- und Wohnimmobilien.
3. Die HafenCity: Hier werden die historische Entwicklung, das städtebauliche Projekt, die Rolle der HafenCity GmbH sowie die konkreten Flächenentwicklungen und Bauvorhaben in den verschiedenen Quartieren detailliert vorgestellt.
4. Eine kritische Diskussion der Entwicklungen in der HafenCity: Das abschließende Kapitel setzt sich kritisch mit den städtebaulichen Vorgaben, der Baudichte, der sozialen Infrastruktur und dem drohenden Wettbewerb mit der bestehenden Innenstadt auseinander.
Schlüsselwörter
HafenCity, Hamburg, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Sandtorkai, Büroimmobilien, Wohnungsbau, Masterplan, Standortfaktoren, Investoren, Architektur, Konversion, Infrastruktur, Einzelhandel, Überseequartier.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit analysiert den Planungs- und Entwicklungsstand der HafenCity in Hamburg mit einem besonderen inhaltlichen Schwerpunkt auf den Projektentwicklungen im Quartier Sandtorkai.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind die wirtschaftliche Situation des Standorts Hamburg, die spezifische Immobilienmarktsituation, das Konzept und die Historie der HafenCity sowie eine kritische Bewertung der städtebaulichen Fortschritte.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein umfassender Überblick über die aktuellen Flächenentwicklungen in der HafenCity und die Einordnung dieses bedeutenden Stadtentwicklungsprozesses vor dem Hintergrund der Leitidee „Hamburg-Wachsende-Stadt“.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literatur- und Datenanalyse, inklusive Marktanalysen, Berichten von Institutionen sowie kritischen Stellungnahmen von Architekten und Experten zur städtebaulichen Qualität.
Welche inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Hauptteil?
Der Hauptteil gliedert sich in eine ökonomische Standortbetrachtung, eine detaillierte Vorstellung der HafenCity-Quartiere mit Fokus auf Sandtorkai und eine intensive kritische Diskussion der Auswirkungen auf die Stadtstruktur.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie HafenCity, Stadtentwicklung, Immobilienwirtschaft, Investition, Architektur und Standortwettbewerb charakterisiert.
Wie wird das Konzept des „Genius Loci“ im Projekt HafenCity angewendet?
Das Konzept wird genutzt, um historische Elemente wie Kaispeicher oder Hafenbecken in die neue Bebauung zu integrieren, damit der Stadtteil eine aus seiner Vergangenheit abgeleitete, besondere Identität erhält.
Warum ist die Einbindung des Einzelhandels in der HafenCity ein umstrittenes Thema?
Es besteht die Sorge, dass eine deutliche Ausweitung der Einzelhandelsflächen zu einem schädlichen Wettbewerb mit der bereits polyzentralen Innenstadt führen und dort zu Leerständen oder sinkenden Mieten beitragen könnte.
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- Philipp Langbehn (Author), 2005, Die HafenCity. Ein Überblick über den Stand der Planungen (2005), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37692