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Shareholder Activism. Chance für eine interaktive und digitale Unternehmenskommunikation?

Entwicklung eines spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells und eines digitalen Lösungsansatzes

Titel: Shareholder Activism. Chance für eine interaktive und digitale Unternehmenskommunikation?

Masterarbeit , 2017 , 95 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Daniel Funken (Autor:in)

BWL - Unternehmenskommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Informationsvielfalt und verstärkter Unternehmenswandel prägen den aktuellen gesellschaftlichen und unternehmerischen Alltag. Sie führen zu Veränderungen des Anlegerverhaltens und zu einem Umdenken innerhalb des Managements. Die klassische Trennung zwischen Eigentum und Verfügungsgewalt verschwimmt zunehmend und so ist schon seit einigen Jahren ein Trend nicht nur bei Hedge-Fonds-Managern, sondern gleichsam bei institutionellen Anteilseignern, die Unternehmensgeschehnisse durch eigene Maßnahmen und Ideen mit beeinflussen zu wollen, zu erkennen. Diese Entwicklung des Shareholder Activism und auch des Hedge Funds Acivism stellt die Unternehmensleitung sowie die Corporate Governance vor immer stärker werdende Herausforderungen.

Diese Arbeit geht der Frage nach, inwiefern die Kommunikation der Unternehmensführung Einfluss auf potentielle Shareholder Activism Aktivitäten hat, ob dieses Potenzial nicht positiv in den Unternehmensalltag integriert werden kann und ob sich durch die Digitalisierung nicht ein potentieller Lösungsansatz konstruieren lässt.

Dabei wird der Innovationsgedanke und Kommunikationsaspekt schon vor dem Shareholder Activism Akt in den Vordergrund gestellt und es wird bei den strategischen Entscheidungen der Hauptakteure angesetzt. Zur Problemlösung wird hierfür nicht nur ein neues Modell entworfen, sondern zudem versucht ein praktischer Lösungsansatz in Form einer digitalen Plattform zu schaffen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Shareholder Activism – Definition, Modell und die kommunikativen Herausforderungen

2.1 Definitionen des Shareholder Activism und Abgrenzungen

2.2 Shareholder Activism – ein Framework nach Black und Rho

2.3 Kommunikation als Druckmittel – Aktivisten und die Medien

3 Theoretische Grundlagen

3.1 Kommunikationstheorien als Analysewerkzeuge der Shareholder Kommunikation

3.1.1 Unternehmenskommunikation und PR als offene Systeme

3.1.2 Integrierte (Unternehmens-)Kommunikation

3.1.3 Das Fertigkeitenmodell nach Hargie und Kollegen

3.1.4 Massenkommunikation und die Gatekeeper-Theorie

3.1.5 Der Persuasionsprozess und seine Erfolgsszenarien

3.2 Ausgewählte Grundzüge der Spieltheorie

3.2.1 Die Entscheidungstheorie und spieltheoretische Grundlagen

3.2.2 Darstellungsformen und zeitliche Abfolge von Spielen

3.2.3 Spezielle Spielstrategien und unvollständige Information

4 Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells

4.1 Rahmenfaktoren, Axiome und der zeitliche Horizont

4.2 Akteure, Interaktionen und Kommunikation

4.3 Auszahlungen und Lösungsstrategien beim Shareholder Activism

4.4 Der praktische Lösungsansatz einer digitalen Verbesserungs- und Kommunikationsplattform

4.4.1 Anbindung und Zugangsberechtigungen

4.4.2 Interaktionsprozesse

4.4.3 Zusatzfunktionen und Fazit

5 Diskussion der Ergebnisse

6 Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die Kommunikation der Unternehmensführung Einfluss auf potenzielle Shareholder-Activism-Aktivitäten hat und wie diese Potenziale positiv in den Unternehmensalltag integriert werden können. Ziel ist die Entwicklung eines spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells sowie eines digitalen Lösungsansatzes, um die durch aktive Mitgestaltung der Shareholder entstehenden Kosten zu minimieren und innovative Strömungen frühzeitig nutzbar zu machen.

  • Analyse der Dynamiken zwischen Unternehmensführung und aktivistischen Investoren.
  • Verknüpfung von Spieltheorie und Kommunikationstheorien zur Modellbildung.
  • Untersuchung von Entscheidungsprozessen in sequenziellen Spielsituationen.
  • Konzeption einer digitalen Kommunikations- und Verbesserungsplattform (INCOST).

Auszug aus dem Buch

2.1 Definitionen des Shareholder Activism und Abgrenzungen

Der Begriff des Shareholder Activism ist je nach Schwerpunkt der wissenschaftlichen Ausarbeitung und je nach Perspektive des Autors unterschiedlich. Dies macht schon die kleine Übersicht, die in Abbildung 1 vorgenommen wird, deutlich. Aus diesem Grund ist es wichtig zunächst eine Definition dieses Begriffs zu verfassen bzw. eine Abgrenzung und die dadurch vorgenommene Präzession durch eine Aufnahme ausgewählter, für diese Arbeit relevanten Definitionen vorzunehmen, um mögliche Missverständnisse beim Leser auszuräumen. Gleichzeitig soll zudem die Nachvollziehbarkeit gewährleistet werden, die zu einer fachlich fundierten Kritik dieser Arbeit führen kann. Bei der Auswahl der hier verwendeten Literatur wurde darauf geachtet, dass die Definitionen den Anforderungen nach Kornmeier gerecht werden und somit im besonderen Maße der Abgrenzung und Zweckmäßigkeit dieser wissenschaftlichen Arbeit dienen.

Zu Beginn lässt sich die in der Literatur vorgenommene Differenzierung der Begrifflichkeiten Shareholder Activism und Hedge Funds Activism herausstellen. In der Fachliteratur, der Öffentlichkeit und der Presse wird diese Untergliederung nicht immer eindeutig vorgenommen und es findet eine synonyme Verwendung statt, dennoch sollen an dieser Stelle Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede anhand der in Abbildung 1 vorgenommenen Auflistung von Definitionen aufgezeigt werden. Grundsätzlich lässt sich zwar festhalten, dass rein von den Akteuren, die bei dem klassischen Shareholder Activism aktiv werden, institutionelle Anleger agieren und beim Hedge Funds Activism, alternative Anlagemanager in Form von Private Equity oder Hedge Fonds auf das Unternehmensgeschehen einwirken wollen. Allerdings ist es nicht unerheblich zu erfahren, inwiefern sich definitorisch der Hedge Funds Activism in seinen Charakteristika vom klassischen Shareholder Activism unterscheidet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Trend des Shareholder Activism und die damit verbundenen Herausforderungen für die Unternehmensführung sowie die Forschungsrelevanz des Themas.

2 Shareholder Activism – Definition, Modell und die kommunikativen Herausforderungen: Dieses Kapitel definiert Shareholder Activism, grenzt ihn von Hedge Funds Activism ab und thematisiert die Rolle der Kommunikation als Druckmittel.

3 Theoretische Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente aus Kommunikationstheorien und der Spieltheorie für das neu zu entwickelnde Modell erarbeitet.

4 Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells: Dieses zentrale Kapitel synthetisiert die Theorien, entwickelt das spieltheoretische Modell und präsentiert den digitalen Lösungsansatz INCOST.

5 Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel reflektiert kritisch die theoretische Modellbildung, die praktische Umsetzbarkeit und die Herausforderungen bezüglich Kosten und Datenschutz.

6 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen, bewertet das Modell im Kontext des Stada-Falls und zeigt weiteren Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Shareholder Activism, Spieltheorie, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Kommunikationstheorie, Hedge Funds Activism, Digitale Plattform, Stakeholder, Unternehmensführung, Netz-Kommunikations-Modell, Corporate Governance, Interaktion, Entscheidungsfindung, Strategie, INCOST.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Shareholder Activism als Phänomen, bei dem Anteilseigner aktiv auf die Unternehmenspolitik einwirken, und untersucht, wie Unternehmen diesen Prozess durch gezielte Kommunikation und digitale Plattformen steuern können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Schnittmengen zwischen Shareholder Activism, spieltheoretischen Entscheidungskalkülen und moderner, digitaler Unternehmenskommunikation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist die Entwicklung eines spieltheoretischen Modells zur besseren Steuerung von Interaktionen zwischen Unternehmensführung und aktivistischen Aktionären sowie die Konzeption eines digitalen Lösungsansatzes.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden kommunikationswissenschaftliche Theorien mit spieltheoretischen Ansätzen verknüpft, um ein Modell für sequenzielle Entscheidungen im Finanzmarkt zu erstellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, die Entwicklung des spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells und die praktische Ausarbeitung der digitalen Plattform INCOST.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Shareholder Activism, Spieltheorie, Unternehmenskommunikation und digitale Dialogführung charakterisiert.

Wie ist das Modell in Bezug auf Zeitpunkte strukturiert?

Das Modell teilt den Prozess in drei Zeitpunkte ein: t0 (Entscheidung der Unternehmensleitung), t1 (Reaktion des aktivistischen Shareholders) und t2 (unabhängige Auszahlungsphase der Akteure).

Welche Rolle spielen die Medien im Modell?

Medien fungieren als Gatekeeper, die den Kommunikationsfluss zwischen Unternehmen und Shareholdern filtern und kommentieren können.

Was ist das Ziel der Plattform INCOST?

INCOST soll als zentrales, digitales Tool eine konstruktive Kommunikationsbasis schaffen, den Austausch verbessern und aktivistische Bestrebungen präventiv in den Unternehmensalltag integrieren.

Ende der Leseprobe aus 95 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Shareholder Activism. Chance für eine interaktive und digitale Unternehmenskommunikation?
Untertitel
Entwicklung eines spieltheoretischen Netz-Kommunikations-Modells und eines digitalen Lösungsansatzes
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Mercator School of Management, Lehrstuhl für Interne Revision)
Veranstaltung
Interne Revision und Corporate Governance
Note
1,3
Autor
Daniel Funken (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
95
Katalognummer
V376929
ISBN (eBook)
9783668558151
ISBN (Buch)
9783668558168
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Shareholder Activism Kommunikation Digitalisierung Interaktionsbeziehungen Spieltheorie Investor Relations Plattformen Modellentwicklung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Funken (Autor:in), 2017, Shareholder Activism. Chance für eine interaktive und digitale Unternehmenskommunikation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376929
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Leseprobe aus  95  Seiten
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