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Sozialpädagogische Familienhilfe im Umgang mit Problemfamilien

Warum brechen Familien die Hilfe vorzeitig ab und welche Sozialpädagogischen Handlungsmöglichkeiten gibt es, dagegen zu wirken?

Titel: Sozialpädagogische Familienhilfe im Umgang mit Problemfamilien

Hausarbeit , 2017 , 18 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Andreas Strobel (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Handbuch der Sozialpädagogischen Familienhilfe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wird angeben, dass etwa die Hälfte aller Abbrüche der Sozialpädagogischen Familienhilfe durch die Familie selbst erfolgt. Was Familien dazu bewegen kann, diesen Schritt zu gehen und welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, dagegen zu wirken, soll zentraler Bestandteil dieser Studienarbeit sein.

Die Beendigung der Maßnahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe kann sowohl durch die Familie, als auch durch die FamilienhelferIn herbeigeführt werden. Bricht die Fachkraft die Maßnahme ab, liegen hierfür im Wesentlichen zwei Gründe vor: Wenn die Kinder in der Familie zu gefährdet sind, oder ein Beziehungsaufbau der HelferIn zur Familie nicht gelungen ist.
Diese Arbeit beschränkt sich ausschließlich auf die andere Möglichkeit: den Abbruch der Maßnahmen durch die Familie. Als Abbruch in diesem Sinne wird die einseitige, ungeplante Beendigung der SPFH verstanden. Unvorhergesehene Ereignisse, wie Wohnortwechsel oder den Wechsel in eine andere Hilfeform werden in diesem Fall außer Acht gelassen.

Zunächst soll ein Überblick über die Begrifflichkeiten "Problemfamilie" und "Sozialpädagogische Familienhilfe" gegeben werden. Anschließend werden mögliche Ausschlusskriterien angesprochen, die im Vorfeld die Realisierbarkeit der Maßnahme hinterfragen. Im Hauptteil wird auf vier ausgesuchte Problemfelder eingegangen, die in verschiedenster Art und Weise das Potential eines Abbruchs enthalten: der Aufbau von Vertrauen, die Arbeit im Auftrag, die Förderung der Kinder sowie die Zweigleisigkeit in der Arbeit. Hierbei erscheint es wichtig aufzuzeigen, inwiefern Abbruchrisiken vorhanden sind und wie diese gesenkt oder ausgeräumt werden können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärungen

2.1 Begriffsklärung „Problemfamilie“

2.2 Begriffserklärung Sozialpädagogische Familienhilfe

3 Ausschlusskriterien

4 Ausgewählte Problemfelder

4.1 Aufbau von Vertrauen

4.2 Arbeit am Auftrag

4.3 Die Förderung der Kinder

4.4 Zweigleisigkeit in der Arbeit

5 Der Einfluss unterstützender Rahmenbedingungen

6 Umgang mit Abbrüchen

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für den Abbruch von Sozialpädagogischer Familienhilfe (SPFH) durch betroffene Familien und identifiziert zentrale Problemfelder sowie Lösungsansätze, um die Stabilität der Hilfsmaßnahmen zu erhöhen.

  • Analyse von Abbruchrisiken in der ambulanten Familienhilfe
  • Bedeutung des Vertrauensaufbaus zwischen Fachkraft und Familie
  • Herausforderungen bei der Klärung und Aushandlung von Arbeitsaufträgen
  • Spannungsfelder in der Förderung von Kindern bei gleichzeitiger Arbeit mit Eltern
  • Rolle unterstützender Rahmenbedingungen wie Supervision und Qualitätsmanagement

Auszug aus dem Buch

4.1 Aufbau von Vertrauen

Vertrauen ist innerhalb menschlicher Beziehungen ein hohes Gut. So genießt jemand, der als vertrauenswürdig erachtet wird, grundlegende Privilegien. So bitten wir die Menschen um Rat, oder öffnen unsere innerste Gedanken – und Gefühlswelt den Menschen, denen wir Vertrauen schenken. Ausgehend von diesen Gedanken spielt vor allem auch in der Arbeitsbeziehung zwischen Klient und Fachkraft Vertrauen eine essentielle Rolle. Martin Schmidt formuliert dies, in Bezug auf die Tätigkeit einer Sozialpädagogischen Familienhilfe innerhalb des Familiensystems, folgendermaßen: „[…] Vertrauensaufbau […].Wo dieser nicht gelingt, ist an eine Hilfe über eine kurzlebige Kontaktphase hinaus nicht zu denken.“ (Schmidt, 2007, S.21).

Ich denke, dass diese Aussage den Kern der Sache trifft. Insofern stellt sich die Frage, wie es möglich ist eine Vertrauensbasis zu schaffen, die über Monate oder gar Jahre halten kann. Hierbei sind vor allem die kommunikativen Fähigkeiten der Sozialpädagogischen Fachkraft gefragt. Dies beinhaltet neben dem rhetorischen Geschick und Feinfühligkeit in der Wahl der Worte, vor allem die Fähigkeit die Signale des gegenüber richtig zu deuten. In diesem Zusammenhang denke ich an Paul Watzlawick und seine Ansichten über menschliche Kommunikation. Diesen folgend sind auch nonverbale Äußerungen und bestimmte Verhaltensweisen als Ausdruck menschlicher Kommunikation zu verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Motivation zur Untersuchung von SPFH-Abbrüchen durch Familien, die häufig aus ungeplanten und einseitigen Beendigungen resultieren.

2 Begriffserklärungen: Es erfolgt eine Definition der Begriffe „Problemfamilie“ sowie „Sozialpädagogische Familienhilfe“ im Kontext des SGB VIII.

3 Ausschlusskriterien: Das Kapitel erörtert, welche Voraussetzungen bereits vor Maßnahmenbeginn geklärt sein sollten, um die Erfolgsaussichten der Hilfe nicht zu gefährden.

4 Ausgewählte Problemfelder: Es werden vier kritische Bereiche identifiziert – Vertrauensaufbau, Auftragsklärung, Kinderförderung und Zweigleisigkeit –, die das Risiko eines Abbruchs bergen.

5 Der Einfluss unterstützender Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel beleuchtet, wie Supervision, Team-Arbeit und Qualitätsmanagement die Fachkraft entlasten und zur Stabilisierung des Hilfeprozesses beitragen können.

6 Umgang mit Abbrüchen: Hier wird diskutiert, wie durch Abschlussgespräche und vertragliche Rahmenbedingungen ein bewussterer Umgang mit Abbruchsituationen gestaltet werden kann.

Schlüsselwörter

Sozialpädagogische Familienhilfe, SPFH, Problemfamilie, Abbruchrisiko, Vertrauensaufbau, Auftragsklärung, Kindeswohl, Familienhilfe, Supervision, Qualitätsmanagement, Hilfeprozess, Sozialarbeit, Elternarbeit, ambulante Hilfen, Erziehungshilfe

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Thematik der einseitigen, ungeplanten Abbrüche von Maßnahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe durch die betroffenen Familien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen den Vertrauensaufbau, die Klärung von Hilfeaufträgen, die Förderung von Kindern in Konfliktsituationen sowie die Rolle unterstützender Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, welche Faktoren zu einem Abbruch führen können und welche Handlungsmöglichkeiten Fachkräfte haben, um diese Risiken zu minimieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und die Auseinandersetzung mit Fachwissen aus dem Bereich der Sozialpädagogik und dem SGB VIII.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden spezifische Problemfelder, die das Abbruchpotential erhöhen, sowie strukturelle Entlastungsmöglichkeiten für Sozialpädagogen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind SPFH, Vertrauensaufbau, Abbruch, Auftragsklärung und Sozialpädagogische Familienhilfe.

Warum ist die Abgrenzung der Arbeitsbereiche bei der „Zweigleisigkeit“ so wichtig?

Die Vermischung von materiellen Problemen und innerfamiliären Konflikten erschwert die Lösungsfindung; eine klare Differenzierung ist notwendig, um Überforderung und Misserfolge zu vermeiden.

Wie kann eine Supervision das Abbruchrisiko senken?

Supervision ermöglicht eine objektive Reflexion des eigenen Handelns, verhindert emotionale Überidentifikation und dient dem Selbstschutz der Fachkraft, was die Professionalität im Hilfeprozess stärkt.

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Details

Titel
Sozialpädagogische Familienhilfe im Umgang mit Problemfamilien
Untertitel
Warum brechen Familien die Hilfe vorzeitig ab und welche Sozialpädagogischen Handlungsmöglichkeiten gibt es, dagegen zu wirken?
Hochschule
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg
Note
1,0
Autor
Andreas Strobel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V376985
ISBN (eBook)
9783668547605
ISBN (Buch)
9783668547612
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ASD Sozialpädagogische Familienhilfe SPFH Problemfamilien Abbruch der Maßnahme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Strobel (Autor:in), 2017, Sozialpädagogische Familienhilfe im Umgang mit Problemfamilien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/376985
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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