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Erklärungskraft von Konstruktivismus und Theorie der Wissensgemeinschaften in der Internationalen Walfangpolitik

Warum ist es so schwierig, eine Einigung im Walfangregime zu erzielen?

Titel: Erklärungskraft von Konstruktivismus und  Theorie der Wissensgemeinschaften in der Internationalen Walfangpolitik

Hausarbeit , 2004 , 23 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Christian Schulz (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Warum ist es so schwierig, eine Einigung innerhalb des Walfang - Regimes zu erzielen?
Meine Arbeitshypothese lautet, dass die Theorie der Wissensgemeinschaften, die allein auf den Faktor Wissen baut, für die Erklärung dieses Problems nur unzureichende Aussagekraft besitzt. Ein konstruktivistischer Ansatz hingegen kann die Komplexität des Problemfelds besser beleuchten, denn er berücksichtigt den sozialen Kontext, in dem sich die Akteure befinden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Theorie der Wissensgemeinschaften

2.1 Definition von Wissensgemeinschaften

2.2 Die Bedeutung und der Einfluss von Wissensgemeinschaften

3. Konstruktivismus

3.1 Grundannahmen des Konstruktivismus

3.2 Die Ausformungen des Konstruktivismus

3.2.1 Der Radikale Konstruktivismus

4. Ein Vergleich beider Theorien

4.1 Tabelle: Vergleich beider Theorien

5. Das Walfang - Regime

5.1 Die Entstehung der Internationalen Walfang - kommission

5.2 Die Entwicklung der Internationalen Walfang - kommission

6. Eine Erklärung aus Sicht der Wissensgemeinschafts - Theorie

6.1 Konsens und Dissens im Wissenschafts – ausschuss der Internationalen Walfangkommission

7. Eine konstruktivistische Erklärung

7.1 Konstrukteure und Erfindungen

7.2 Kulturrechte und Umweltrechte

8. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Forschungsfragen

Die Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Schwierigkeit, eine Einigung innerhalb des internationalen Walfangregimes zu erzielen. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, ob der konstruktivistische Ansatz eine höhere Erklärungskraft für die Pattsituation im Walfangregime besitzt als die Theorie der Wissensgemeinschaften.

  • Vergleichende Analyse der Theorie der Wissensgemeinschaften und des Konstruktivismus.
  • Historische Entwicklung der Internationalen Walfangkommission (IWC).
  • Untersuchung des Einflusses von wissenschaftlichem Konsens bzw. Dissens auf politische Entscheidungen.
  • Bedeutung von sozialen Konstrukten, kulturellen Identitäten und Umweltrechten im Walfangkonflikt.

Auszug aus dem Buch

3. 1 Grundannahmen des Konstruktivismus

Fundamentale Annahme des Konstruktivismus ist, dass Menschen soziale Wesen sind (Kubálková/ Onuf/ Kowert 1998: 59). Soziale Beziehungen konstruieren den Menschen so, wie er ist. Andersherum ist es der Mensch, der sich die Welt selbst erschafft: "Constructivism holds that people make society, and society makes people" (Kubálková/ Onuf/ Kowert 1998: 59). Dieser wechselseitige Prozess ist kontinuierlicher Art.

Demnach konstruiert der Mensch seine wahrgenommene Wirklichkeit selbst: „Die Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, ist unsere Erfindung" (von Foerster 2001: 40).

Das ist das Gemeinsame aller Konstruktivisten (der "common ground"): dass sie "unser Wissen als sozial konstruiert ansehen und die soziale Realität konstruiert ist" (Adler 2002: 57). „Wissen entsteht durch eine interne subjektive Konstruktion von Ideen und Konzepten“ (Duffy/ Jonassen 1992: 3). Die Objekte unseres Wissens sind dementsprechend abhängig von unseren Interpretationen und unserer Sprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Wiederaufnahme des Walfangs durch Island im Jahr 2003 und führt in die Problematik des internationalen Walfangschutzes ein.

2. Die Theorie der Wissensgemeinschaften: Definiert Wissensgemeinschaften als Expertennetzwerke und erläutert deren Rolle bei der Reduzierung von Unsicherheiten in politischen Regimen.

3. Konstruktivismus: Erläutert die theoretischen Grundlagen des Konstruktivismus, insbesondere die Vorstellung, dass soziale Realität durch Akteure aktiv konstruiert wird.

4. Ein Vergleich beider Theorien: Stellt die Wissensgemeinschafts-Theorie und den Konstruktivismus gegenüber, wobei insbesondere die unterschiedliche Kognitionsbetonung und Logik hervorgehoben werden.

5. Das Walfang - Regime: Skizziert die historische Entwicklung der Internationalen Walfangkommission von der Ausbeutung zum Schutzgedanken.

6. Eine Erklärung aus Sicht der Wissensgemeinschafts - Theorie: Analysiert den Einfluss von wissenschaftlichem Konsens im IWC-Ausschuss auf die Wirksamkeit des Walfangregimes.

7. Eine konstruktivistische Erklärung: Deutet den Walfangkonflikt als Aufeinandertreffen unterschiedlicher sozialer Wirklichkeiten und kultureller Identitäten.

8. Schlussfolgerungen: Zieht das Fazit, dass der konstruktivistische Ansatz die Pattsituation im Walfangregime durch die Berücksichtigung soziokultureller Faktoren besser erklären kann als die rein wissensbasierte Theorie.

Schlüsselwörter

Walfangregime, Internationale Walfangkommission, Wissensgemeinschaften, Konstruktivismus, Radikaler Konstruktivismus, Soziale Konstruktion, Walfang-Moratorium, Wissenschaftlicher Konsens, Umweltpolitik, Kulturrechte, Walbestände, Internationale Politik, Identität, Pattsituation, Autopoiese.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen für die anhaltende Unfähigkeit der Internationalen Walfangkommission, eine einheitliche und effektive Regelung für den Walfang zu etablieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind internationale Regime, die Rolle von Expertenwissen in der Politik und der konstruktivistische Ansatz zur Erklärung sozialer Realitäten im internationalen Umfeld.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Erklärungskraft der Theorie der Wissensgemeinschaften und des Konstruktivismus in Bezug auf die Pattsituation im Walfangregime kritisch zu vergleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch fundierte vergleichende Analyse, die verschiedene politikwissenschaftliche Theorien auf den Fall des internationalen Walfangregimes anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die beiden Theorien detailliert vorgestellt, dann das Walfangregime historisch beschrieben und anschließend beide Theorien auf den Konflikt angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Walfangregime, Wissensgemeinschaften, Konstruktivismus, wissenschaftlicher Konsens und die soziale Konstruktion von Wirklichkeit.

Warum ist die Theorie der Wissensgemeinschaften für das Walfangregime nur begrenzt hilfreich?

Sie fokussiert primär auf den Aspekt des Expertenkonsenses, vernachlässigt aber die tiefer liegenden sozialen, kulturellen und historischen Dimensionen, die den Konflikt zusätzlich befeuern.

Welche Rolle spielen kulturelle Aspekte laut der konstruktivistischen Perspektive?

Kulturelle Aspekte sind entscheidend, da sie bestimmen, wie Nationen Wale wahrnehmen und welche Bedeutung sie dem Walfang beimessen; diese "eigene Wirklichkeit" der Staaten macht Kompromisse so schwierig.

Welchen Ausblick gibt der Autor für die Zukunft des Walfangregimes?

Der Ausblick ist pessimistisch: Da immer mehr Akteure auf ihre eigenen kulturellen Identitäten pochen, wird das Regime mittelfristig an Effektivität verlieren.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Erklärungskraft von Konstruktivismus und Theorie der Wissensgemeinschaften in der Internationalen Walfangpolitik
Untertitel
Warum ist es so schwierig, eine Einigung im Walfangregime zu erzielen?
Hochschule
Universität Hamburg  (Politische Wissenschaft)
Veranstaltung
Grundkurs
Note
2,3
Autor
Christian Schulz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2004
Seiten
23
Katalognummer
V37701
ISBN (eBook)
9783638369732
ISBN (Buch)
9783638624626
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Warum Einigung Walfangregime Eine Analyse Erklärungskraft Konstruktivismus Theorie Wissensgemeinschaften Internationalen Walfangpolitik Grundkurs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christian Schulz (Autor:in), 2004, Erklärungskraft von Konstruktivismus und Theorie der Wissensgemeinschaften in der Internationalen Walfangpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37701
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Leseprobe aus  23  Seiten
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