„In einer Reihe von Fällen führt ein System von Märkten zu wirtschaftlich und politisch nicht erwünschten Ergebnissen.“1 Wenn externe Effekte vorliegen, erhalten die Marktteilnehmer falsche Signale, Qualität und Menge der produzierten und verbrauchten Güter weichen vom Wohlfahrtsoptimum ab; man spricht dann von Marktversagen. 2 Eine Art des Marktversagens sind die externen Effekte. Externe Effekte werden in der Regel bei der Bildung eines Marktes nicht berücksichtigt, da z.B. die Umweltressourcen von allen kostenlos genutzt werden kann. Dabei werden die sozialen Kosten, die bei der Nutzung entstehen, automatisch unbeteiligten Dritten auferlegt. Auf der anderen Seite jedoch, kommt ein Nutzen, der als externer Effekt entsteht, nicht alleine dem Verursacher zu Gute. „Das Marktversagen kennzeichnet die Fälle, in denen die Märkte entweder bestimmte Vorgänge oder Probleme gar nicht registrieren, daher auch nicht lösen können oder wirtschaftliche und soziale Ergebnisse zeitigen, die wirtschafts- und gesellschaftspolitisch nicht akzeptiert werden. In solchen Fällen ist der Staat gefordert, wirtschafts- und sozialpolitische Gestaltungs- und Korrekturaufgaben zu verwirklichen.“3 1 Neubäumer/Hewel (1994) - S. 21 2 vgl. Fritsch/Wein/Ewers (1993) - S. 55 3 http://www.schoolwork.de/wirtgeo/sozmarkterwneo.php, 06.07.2004
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Marktversagen am Beispiel externer Effekte
- Definition externer Effekte
- Externe Kosten
- Unterscheidung
- Technologische Externalitäten
- Pekuniäre Externalitäten
- Psychologische Externalitäten
- Externe Effekte und Pareto – Effizienz
- Folgen für die Wirtschaftspolitik
- Positive externe Effekte
- Negative externe Effekte
- Ansätze zur Internalisierung externer Effekte
- Notwendigkeit der Internalisierung
- Möglichkeiten zur Verhinderung der Internalisierung externer Effekte
- Das Verbot der Produktion externer Effekte
- Kollektive Entscheidungen
- Das Coase Theorem
- Politische Maßnahmen bei externen Effekten
- Regulierung
- Das Konzept der Pigou – Steuer
- Umweltzertifikate
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit dem Phänomen der externen Effekte und deren Auswirkungen auf das Marktversagen. Er untersucht die verschiedenen Arten von externen Effekten, die sich sowohl auf die Kosten als auch auf die Nutzenströme auswirken können. Darüber hinaus werden die Folgen externer Effekte für die Wirtschaftspolitik und mögliche Ansätze zur Internalisierung dieser Effekte analysiert.
- Definition und Erklärung des Konzepts der externen Effekte
- Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten von externen Effekten (technologische, pekuniäre, psychologische)
- Auswirkungen von externen Effekten auf die Effizienz des Marktes
- Politische Maßnahmen zur Bewältigung von externen Effekten
- Diskussion des Coase-Theorems und dessen Relevanz für die Internalisierung von externen Effekten
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in das Thema der externen Effekte ein und zeigt auf, wie diese zu Marktversagen führen können. Das zweite Kapitel definiert externe Effekte und unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von externen Effekten, wie technologische, pekuniäre und psychologische Externalitäten. Es wird auch erläutert, wie externe Effekte die Pareto-Effizienz beeinflussen.
Das dritte Kapitel beleuchtet die Folgen externer Effekte für die Wirtschaftspolitik. Es werden sowohl positive als auch negative externe Effekte betrachtet und deren Auswirkungen auf die Ressourcenallokation diskutiert.
Das vierte Kapitel beschäftigt sich mit verschiedenen Ansätzen zur Internalisierung externer Effekte. Es werden verschiedene Möglichkeiten zur Verhinderung der Internalisierung und die Bedeutung des Coase-Theorems beleuchtet.
Das fünfte Kapitel stellt verschiedene politische Maßnahmen zur Bewältigung von externen Effekten vor, wie Regulierung, Pigou-Steuern und Umweltzertifikate.
Schlüsselwörter
Externe Effekte, Marktversagen, Pareto-Effizienz, technologische Externalitäten, pekuniäre Externalitäten, psychologische Externalitäten, Internalisierung, Regulierung, Pigou-Steuer, Umweltzertifikate, Coase-Theorem.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter externen Effekten in der Wirtschaft?
Externe Effekte sind Auswirkungen wirtschaftlichen Handelns auf unbeteiligte Dritte, die nicht über das Marktsystem (Preise) abgegolten werden. Sie führen dazu, dass die private Kosten-Nutzen-Rechnung von der sozialen abweicht.
Warum führen externe Effekte zu Marktversagen?
Da Marktteilnehmer bei externen Effekten falsche Signale erhalten, weichen Qualität und Menge der produzierten Güter vom Wohlfahrtsoptimum ab. Soziale Kosten werden oft Dritten auferlegt, ohne dass der Verursacher dafür zahlt.
Welche Arten von Externalitäten werden unterschieden?
Der Text unterscheidet zwischen technologischen, pekuniären und psychologischen Externalitäten, die jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf die Marktteilnehmer und die Ressourcenallokation haben.
Was bedeutet die Internalisierung externer Effekte?
Internalisierung bedeutet, die externen Kosten oder Nutzen in das Entscheidungskalkül des Verursachers einzubeziehen, sodass die privaten Kosten den sozialen Kosten entsprechen.
Welche politischen Maßnahmen helfen bei externen Effekten?
Zu den gängigen Instrumenten gehören staatliche Regulierungen (Verbote), die Erhebung einer Pigou-Steuer oder der Einsatz von Umweltzertifikaten.
Was besagt das Coase-Theorem in diesem Kontext?
Das Coase-Theorem postuliert, dass private Verhandlungen zwischen Beteiligten zu einer effizienten Lösung führen können, sofern die Eigentumsrechte klar definiert und die Transaktionskosten gering sind.
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- Agata Ritzka (Author), 2004, Ansätze einer Theorie externer Effekte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37710