Städtetourismus


Referat (Ausarbeitung), 2003

10 Seiten, Note: 2,7


Leseprobe

Gliederung

1. Definition

2. Warum Städtereisen?
2.1 Erwartungen an übernachtenden Fremdenverkehr in Städten
2.2 Erwartungen an Tagesbesucherverkehr

3. Nachfrage nach Städtereisen

4. Angebot von Städtereisen

5. Entwicklungen von Übernachtungszahlen in Städten

6. Die typische Städtereise
6.1 Der Kurzurlaub in der Stadt
6.2 Der Tagesausflug in der Stadt

7. Ausländische Städtereiseziele

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

1. Definition

Unter Städtetourismus versteht man die Gesamtheit aller Aktivitäten von Touristen bei ihrem Aufenthalt in einer Stadt. Dazu zählt sowohl der Fremdenverkehr als auch der Tagesbesucherverkehr.

Grob differenzieren kann man die Touristen nach

- Geschäftsreisenden (z.B. Messebesuch, Tagungsteilnahme, Kongressbesuch)
- Privatreisenden (z.B. Bekannten- oder Verwandtenbesuch, Shoppingbesuch, Sightseeingreise)
- Kurbesuchern (z.B. stationäre oder ambulante Kuren in Städten).

2. Warum Städtereisen?

Die Anforderungen der Touristen an Städte sind sehr vielfältig. Zu beachten ist, dass die Erwartungen an das Städtereiseziel bzgl. Fremdenverkehr und Tagesbesucherverkehr differieren.

2.1 Erwartungen an übernachtenden Fremdenverkehr in Städten

Vor allem die Sehenswürdigkeiten einer Stadt sind als stärkster Besuchermagnet anzusehen (Vgl.Abb.1: 31%). Unter Sehenswürdigkeiten versteht man die für eine Stadt typischen kulturellen Einrichtungen, wie z.B. Museen und Baudenkmäler. Dabei gilt die Devise, je mehr hochrangige Sehenswürdigkeiten, desto größere Besuchswünsche, denn oftmals genügt eine einzige Attraktion nicht mehr aus, um viele Touristen anzulocken.

Bei der älteren Generation spielen Faktoren wie Stadtbild, Grünflächen, Museen und geschichtliche Bedeutung der Stadt eine wichtige Rolle, wo hingegen die Jüngeren eher zu Angeboten wie Einkaufsmöglichkeiten, Großveranstaltungen und Nachtleben tendieren.

Auch die Neugierde der Touristen spielt bei der Wahl der Stadt eine entscheidende Rolle (Vgl.Abb.1: 30%). Daher entsteht ein großes Nachfragepotential für den Städtetourismus.

In den letzten Jahren ist besonders das Interesse an speziellen Veranstaltungen oder Ausstellungen gestiegen. Messen und Kongresse, Konzertveranstaltungen mit Weltstars, Festivals, Olympiaden – all diese Ereignisse machen den Veranstaltungsort attraktiv und veranlassen Menschen zum Reisen. Auch jährlich wiederkehrende Events, wie z.B. das Münchner Oktoberfest und die Kieler Woche zählen dazu.

Bei der Wahl der Städte sind „kleinere“ Großstädte oftmals benachteiligt in Bezug auf die jährlichen Besucherzahlen, da man nur den echten Metropolen entsprechend attraktive Veranstaltungen zutraut. Allerdings gibt hier auch Ausnahmen zu nennen, wie z.B. Bad Segeberg mit den Karl-May Festspielen oder Travemünde mit der Travemünder Woche. Besonders für Kuraufenthalte werden kleinere Städte bevorzugt.

Auch Wiederholungsbesucher sind eher eine Seltenheit. Die Neigung, eine Stadt erneut zu besuchen, entsteht nur dann, wenn die Erfahrung mit dieser Stadt außerordentlich gut und die Vielfalt der Angebote sehr groß war.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Erwartungen an Tagesbesucherverkehr

Ebenso wie beim übernachtenden Fremdenverkehr sind die Anlässe für den Tagesbesucherverkehr unterschiedlicher Natur. Nicht nur das Motiv des Einkaufens oder der Besuch spezieller Veranstaltungen (Konzerte, Theater, etc.) nehmen eine wichtige Rolle beim Tagesausflug ein, sondern auch folgende Faktoren:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Einviertel der Ausflüge gilt in der Regel dem Verwandtenbesuch. Nur am langen Donnerstag überwiegt das Motiv des Einkaufens mit 25%. Bei den tatsächlich ausgeübten Aktivitäten liegen der Besuch von Restaurants und Cafes sowie das Spazierengehen jedoch vor dem erwarteten innerstädtischen Bummeln (ca.15%). Den kulturellen Aktivitäten wird jedoch nicht so viel Zeit beigemessen, wenn man vorrangig die Verwandten und Bekannten besucht.

3. Nachfrage nach Städtereisen

1994 wurden schon ca. 23 Mio. Städtereisen in in- und ausländische Städte unternommen. Dabei hat der Tagesbesucherverkehr schon eine größere Bedeutung angenommen als der übernachtende Fremdenverkehr. So finden durchschnittlich 800 Mio. Ausflüge jährlich in 84 Großstädten statt.

An der Spitze der Städtereiseziele liegen immer noch die Großstädte Berlin, München und Hamburg mit ca. 20%. Die Gruppe der Interessenten ist fast 2,5 mal so groß wie die der anderen Reisenden. Städtereisen umfassen meist eine Dauer von bis zu zwei bis vier Tagen, durchschnittlich 2,1 Nächte. Die Nachfrage ist relativ gleichmäßig über das gesamte Jahr verteilt und hat zwei Spitzen im Mai/Juni und im September/ Oktober, da die Übernachtungsnachfrage meist auf Geschäftsreisende zurückgeht und Kongresse und Messen meist im Frühjahr und Herbst stattfinden. Die privat motivierten Städtereisen finden vor allem in den Sommermonaten statt.

Der private unentgeltliche Besuchsverkehr hat ca. das dreifache Volumen wie die in der amtlichen Statistik erfassten Nächtigungen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Städtetourismus
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel
Veranstaltung
Geographie von Verkehr und Freizeit
Note
2,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
10
Katalognummer
V37722
ISBN (eBook)
9783638369886
Dateigröße
578 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Was versteht man unter Städtetourismus? In welchem Verhältnis stehen Angebot und Nachfrage und wie sind die Entwicklungstendenzen der Übernachtungszahlen? Wie sieht die typische Städtereise aus und welche Ausflüge unternimmt man?
Schlagworte
Städtetourismus, Geographie, Verkehr, Freizeit
Arbeit zitieren
Antje Minde (Autor), 2003, Städtetourismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37722

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Titel: Städtetourismus



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