Die Klasse H4 der Höheren Handelsschule ist eine einjährige Vollzeitklasse. Der Unterricht
im Lerngebiet Marketing findet in einer wöchentlichen Doppelstunde statt. Die Klasse besteht
aus 24 Lernenden, davon sind 13 weiblich und 11 männlich. Sie sind zwischen 17 und 19
Jahren alt. Alle Lernenden verfügen über den Sekundarschulabschluss 1. Die meisten haben
letzteren an der Realschule erworben. Nicolaus-Christian war bis zur 9. Klasse auf dem
Gymnasium, musste aber danach auf die Realschule wechseln. Drei Schülerinnen und Schüler
haben bereits den erweiterten Sekundarschulabschluss 1. Sie besuchen die Höhere
Handelsschule nur um die Zeit bis zur Aufnahme einer Berufsausbildung zu überbrücken. Die
Lernenden haben verschiedene Nationalitäten neben deutsch (z.B. türkisch, afghanisch und
armenisch), aber alle sprechen unsere Unterrichtssprache gut.
Inhaltsverzeichnis
1. Beschreibung und Analyse des Bedingungsfeldes
1.1 Klassensituation
1.2 Analyse der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
1.3 Lehrer-Schüler-Situation
1.4 Analyse der Kompetenzen der Lehrkraft
2. Didaktisch-methodische Konzeption
2.1. Analyse der curricularen Vorgaben
2.2. Anzustrebende Kompetenzen/ Lernziele
2.3 Geplanter Unterrichtsverlauf
Tabellarische Übersicht
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Unterrichtsvorbereitung ist die didaktisch-methodische Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Packung und Verpackung“ innerhalb des Lernfeldes 3 „Absatzprozesse und Marketingmaßnahmen kundenorientiert gestalten“. Die zentrale Frage ist, wie die Lernenden der Höheren Handelsschule die verschiedenen Funktionen und Gestaltungselemente von Verpackungen in einer berufspraktischen Simulation als Produktmanager analysieren und bewerten können.
- Analyse der Klassensituation und der individuellen Lernausgangslagen
- Curriculare Einordnung des Lernfeldes 3 (Marketing und Absatz)
- Definition fachlicher Kompetenzziele im Bereich der Produktpolitik
- Entwicklung eines handlungsorientierten Unterrichtsszenarios (Fallbeispiel: Schokoladenriegel „Glückshappen“)
Auszug aus dem Buch
1.2 Analyse der Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
Trotz der weitestgehend homogenen Schulabschlüsse schätze ich die Fachkompetenz eher als heterogen ein. Einige Schüler beteiligen sich gut und regelmäßig (z.B. Nico, Robert, Serdal, Anke, Lordano und Stefan). Andere Lernende beteiligen sich gelegentlich und manche von sich aus gar nicht (z.B. Marzia, Saneha, Carmen und Serden). Während ein Teil der Klasse dem Unterricht sehr gut folgen kann, haben andere Verständnisprobleme (z.B. mit Fachbegriffen im eingeführten Lehrbuch). Meistens fragen die Schülerinnen und Schüler nicht nach, wenn sie etwas nicht verstehen – auch nicht auf meine Aufforderung hin Fragen zu stellen. Auch haben manche Lernende Schwierigkeiten ihre Verständnisprobleme zu benennen (Beispiel für Lehrer-Schülergespräch: Lehrer: „Was habt ihr noch nicht verstanden?“ Schülerin: „Alles!“)
Die Methodenkompetenz ist ebenfalls unterschiedlich ausgeprägt. Die meisten Lernenden sind in der Lage Übungsaufgaben selbständig zu lösen. Auch bei Gruppenarbeiten bringt sich der überwiegende Teil der Schülerinnen und Schüler ein und arbeitet engagiert. Manche Schüler strengt das Lösen von Übungsaufgaben allerdings sehr an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Beschreibung und Analyse des Bedingungsfeldes: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Bestandsaufnahme der Klassensituation, der Kompetenzverteilung innerhalb der Schülerschaft sowie eine Selbstreflexion der Lehrkraft bezüglich ihrer fachlichen Eignung für das Thema.
2. Didaktisch-methodische Konzeption: Hier werden die curricularen Grundlagen verankert, die angestrebten Lernziele definiert und der zeitliche sowie inhaltliche Ablauf der geplanten Unterrichtseinheit strukturiert dargelegt.
Tabellarische Übersicht: Diese Übersicht stellt die geplanten Phasen des Unterrichts sowie die damit verbundenen Aktionen der Lehrkraft und der Lernenden im Überblick dar.
Schlüsselwörter
Marketing, Produktpolitik, Verpackung, Absatzprozesse, Lernfeld 3, Schokoladenriegel, Unterrichtsentwurf, Berufsfachschule, Didaktik, Handlungsorientierung, Produktmanager, Konsumentenverhalten, Mogelpackung, Wirtschaft, Fachkompetenz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Es handelt sich um einen detaillierten Unterrichtsentwurf für den zweiten Unterrichtsbesuch eines Lehramtsanwärters in der beruflichen Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Das Hauptthema ist „Packung und Verpackung“ innerhalb des Lerngebiets Absatzprozesse und Marketing im Kontext der Höheren Handelsschule.
Was ist das primäre Ziel der Unterrichtseinheit?
Die Schüler sollen Funktionen und Kosten von Verpackungen verstehen und die Rolle eines Produktmanagers einnehmen, um Marketingentscheidungen für ein neues Produkt zu treffen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Fallstudien-Methodik, bei der die Lernenden in die Rolle von Produktmanagern schlüpfen, um eine betriebswirtschaftliche Beratungssituation zu simulieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Neben der detaillierten Analyse der Lerngruppe und der Lehrkraft werden die curricularen Vorgaben sowie der methodisch-didaktische Ablauf der Doppelstunde ausführlich geplant.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Marketing, Produktpolitik, Verpackungsgestaltung, Handlungsorientierung und kundenorientierte Absatzgestaltung.
Warum wird im Entwurf ein Schokoladenriegel namens „Glückshappen“ verwendet?
Das fiktive Produkt „Glückshappen“ dient als konkretes Fallbeispiel, um die theoretischen Aspekte der Verpackungsgestaltung praxisnah auf eine reale Entscheidungssituation zu übertragen.
Welche spezifischen Probleme werden bei der Analyse der Klasse benannt?
Der Autor weist auf eine heterogene Fachkompetenz und Schwierigkeiten der Schüler hin, bei Verständnisproblemen gezielte Rückfragen zu stellen.
- Quote paper
- Diplom-Kaufmann Torsten Hauschild (Author), 2004, Packung und Verpackung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37740