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Bildung und Fernsehen. Eine Betrachtung der Television aus pädagogisch-anthropologischer Sicht

3., überarbeitete & erweiterte Auflage

Titel: Bildung und Fernsehen. Eine Betrachtung der Television aus pädagogisch-anthropologischer Sicht

Akademische Arbeit , 2017 , 106 Seiten

Autor:in: Patrick Vetter (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir gewinnen unsere Erfahrungen nicht einfach und direkt aus einer an sich gegebenen Wirklichkeit, sondern immer nur vermittelt durch mediale Deutungen und Formeln. Diese Formeln und Deutungen setzen uns im wahrsten Sinne des Wortes ins Bild und zeigen uns, wie wir die Dinge zu sehen und zu verstehen haben. Das Fernsehen ordnet das Erfahrbare und die Dinge. Für unsere Erziehung, Bildung und Sozialisation, unsere Gefühle und Erfahrungen, unser Lernen und Wissen, unser Denken und Handeln und unsere Kommunikation nimmt es damit eine Rolle von größter Bedeutung ein. Es ist das mediale Instrument der Wirklichkeitskonstruktion schlechthin und entscheidet als solches darüber, was in jenen Wirklichkeitsbereichen überhaupt existiert. Die Bilder und Töne der Television bedeuten dem Zuschauer Ereignisse in der realen Welt.

Für diese Untersuchung wird ein Zugang aus vier Blickrichtungen gewählt. Das Fernsehen wird aus Sicht der Wissenssoziologie, Anthropologie, Philosophie und Kommunikationslehre in seiner spezifischen Beschaffenheit analysiert, bevor zu einer theoretisch fundierten Erörterung der Pädagogizität des Fernsehens sowie dessen Kritik übergegangen wird. So wird versucht, aus den Richtungen eines materialen Sozialkonstruktivismus, eines radikalen Relativismus und einer phänomenologisch orientierten Medienphilosophie auf den Untersuchungsgegenstand – das Verhältnis von Bildung zur Wirklichkeit und deren medialer Konstruktion im Fernsehen – zuzudenken, um jene Ansätze schließlich in einer Pädagogik des Fernsehens ineinander aufzulösen. Es soll daher nach Eigenschaften gesucht werden, die nicht immer exklusiv für das Fernsehen in Geltung stehen, die doch aber in ihrer Kombination wenigstens den Versuch einer Wesensbeschreibung des Fernsehens gestatten und damit letztlich auch eine Betrachtung der Television aus pädagogischer und anthropologischer Sicht erlauben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Die Wirklichkeit des Fernsehens

1.1 Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit

1.2 Die mediale Konstruktion der Wirklichkeit

2 Die Anthropologie des Fernsehens

2.1 Kommunikation und Rezeption

2.2 Zuschauen als Vermittlung

2.3 Raum und Zeit

2.4 Bild und Raum

3 Die Pädagogik des Fernsehens

3.1 Fernsehen und Bildsamkeit

3.2 Bildung, Wirklichkeit und Wahrheit

3.3 Halbbildung und Kritik

Schluss

Zur Zitierweise

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Fernsehens auf die menschliche Bildung und Weltwahrnehmung. Ziel ist es, aus medienphilosophischer und pädagogischer Perspektive zu analysieren, wie das Medium Wirklichkeit konstruiert, welche anthropologischen Folgen dies hat und inwiefern Fernsehen als Bildungsmedium oder Instrument der Halbbildung fungiert.

  • Die gesellschaftliche und mediale Konstruktion von Wirklichkeit
  • Kommunikationstheoretische Analyse der Fernsehrezeption
  • Veränderung von Raum- und Zeitwahrnehmung durch Medien
  • Der kritische Zusammenhang von Fernsehen, Bildsamkeit und Halbbildung

Auszug aus dem Buch

Die mediale Konstruktion der Wirklichkeit

Another piece of history sprayed through the back of my eyeballs. Another chunk of the universe bounced into my retina. From The Beatles, to bombs, birds, stats, cornflakes, über models, governments, starvation, battleships, cartoons, „Drink Beer“, „Eat This“, „Drive That“, „Buy This“ – it’s a polyunsaturated shampoo whitewash. Too much television.62

Den Ausgangspunkt für die Erörterung des Zusammenhangs zwischen medialer Erfahrung und medialer Wirklichkeit bildet die kontroverse These, dass es „angesichts der massenmedialen Durchdringung unseres Alltags“ zu einem beachtlichen Verlust von unmittelbaren Erfahrungen und Wirklichkeit komme.63

Statt der ursprünglichen, unmittelbaren Erfahrung einer gegebenen, selbsterlebten Wirklichkeit – also der Erfahrung aus erster Hand – dominiere die nur vermittelte, auf Fiktion basierende mediale Erfahrung – die Erfahrung aus zweiter Hand.64

Obgleich sich gewichtige Argumente für und gegen die Richtigkeit dieser These finden lassen, entzieht sie sich doch jeder eindeutigen Verifikation oder Falsifikation. Gleichsam setzt die These nahezu unbedacht voraus, dass ursprüngliche, unmittelbare Erfahrungen und Mediale Erfahrungen aus dem gleichen Typ von Erlebnis hervorgingen, dass beide Erfahrungsarten also beliebig ausgetauscht werden und einander ersetzen könnten.

Hier soll jedoch in differenzierter Sichtweise gezeigt werden, dass mediale Erfahrungen nicht einfach reale Erfahrungen ersetzen und televisionäre Wirklichkeitsbereiche nicht beliebig an die Stelle der alltäglichen Wirklichkeit treten, sondern vielmehr mit diesen auf verschiedenen Wirklichkeitsebenen verwoben sind und diese um Dimensionen erweitern können, die neue Möglichkeiten des Selbst- und Weltverständnisses eröffnen. Die Möglichkeit, dass das Mediale das Wirkliche dennoch überdeckt, ist damit freilich nicht ausgeschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Wirklichkeit des Fernsehens: Dieses Kapitel erläutert die wissenssoziologischen Grundlagen der Wirklichkeitskonstruktion und überträgt diese auf die spezifische mediale Struktur des Fernsehens.

2 Die Anthropologie des Fernsehens: Hier wird untersucht, wie Fernsehen als Kommunikationsprozess die Wahrnehmung von Raum und Zeit verändert und den Zuschauer in ein neues Wirkungsgefüge einbindet.

3 Die Pädagogik des Fernsehens: Das Kapitel analysiert das Bildungspotential des Mediums im Kontrast zur Gefahr der Halbbildung und diskutiert die pädagogische Relevanz einer kritischen Medienkompetenz.

Schlüsselwörter

Fernsehen, Medienpädagogik, Wirklichkeitskonstruktion, Sozialisation, Bildsamkeit, Anthropologie, Massenmedien, mediale Erfahrung, Wissenssoziologie, Halbbildung, Weltwahrnehmung, Rezeption, Kulturindustrie, Kommunikation, Medialität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des Fernsehens als konstitutivem Element unserer modernen Welt, insbesondere in Bezug auf die Konstruktion von Wirklichkeit und die Auswirkungen auf die menschliche Bildung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zu den Schwerpunkten gehören die wissenssoziologische Konstruktion von Wissen, die anthropologische Veränderung der Raum-Zeit-Wahrnehmung durch Medien sowie eine medienpädagogische Kritik am Fernsehkonsum.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Prozessen der medialen Wirklichkeitskonstruktion und erforscht, wie das Fernsehen unsere Erfahrungswelt modifiziert und ob es eher der Bildung oder der Halbbildung des Menschen dient.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird ein wissenssoziologischer und phänomenologisch orientierter Zugang gewählt, um die medialen Strukturen und deren Wirkung auf das menschliche Handeln zu analysieren.

Was steht im Zentrum des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Grundlegung der medialen Wirklichkeit, eine anthropologische Analyse des Fernsehens und eine pädagogische Auseinandersetzung mit der Wirkung des Mediums auf das Individuum.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Begriffe wie mediale Konstruktion, Bildsamkeit, Halbbildung, mediale Erfahrung und die Verschränkung von Bild und Raum stehen im Zentrum der terminologischen Auseinandersetzung.

Wie unterscheidet sich die mediale von der alltäglichen Wirklichkeit?

Während die alltägliche Wirklichkeit durch unmittelbare Erfahrung geprägt ist, basiert die mediale Wirklichkeit auf einer technischen Vermittlung, die zwar Räume überbrückt, den Zuschauer jedoch in eine distanzierte Beobachterrolle bringt.

Warum wird der Begriff der "Halbbildung" in diesem Zusammenhang verwendet?

Der Begriff wird kritisch genutzt, um zu beschreiben, dass das Fernsehen zwar Wissen vermittelt, dieses jedoch oft trivialisiert oder ideologisch verzerrt, was einer wirklichen, kritischen Bildung des Subjekts entgegenstehen kann.

Ende der Leseprobe aus 106 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bildung und Fernsehen. Eine Betrachtung der Television aus pädagogisch-anthropologischer Sicht
Untertitel
3., überarbeitete & erweiterte Auflage
Hochschule
Universität Koblenz-Landau
Autor
Patrick Vetter (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
106
Katalognummer
V377484
ISBN (eBook)
9783668541191
ISBN (Buch)
9783668541207
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bildung Fernsehen Medienpädagogik Medienbildung Wirklichkeit Anthropologie Kommunikation Raum Zeit Erziehung Kulturkritik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Patrick Vetter (Autor:in), 2017, Bildung und Fernsehen. Eine Betrachtung der Television aus pädagogisch-anthropologischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377484
Blick ins Buch
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