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Qualitätsmanagement in agilen Projekten

Title: Qualitätsmanagement in agilen Projekten

Bachelor Thesis , 2017 , 60 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Lukas Braun (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Ziel der Arbeit ist es, zu erörtern, ob die konventionell geprägten Grundwerte des Qualitätsmanagements auch im widersprüchlich scheinenden, agilen Projekt wiederzufinden sind. Darüber hinaus soll geklärt werden, ob qualitätsbezogene Ergänzungen im agilen Modell möglich sind und an welcher Stelle diese sinnvoll einzubinden wären. Anhand dieser Erkenntnisse soll fortschreitend ein agil fokussiertes, theoretisches Projektmodell entworfen werden, das durch Methoden des Qualitätsmanagements ergänzt wird.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 „Agile Qualität“ – ein vermeintliches Paradoxon?

1.2 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes

1.3 Ziel und Vorgehensweise der Untersuchung

2 Agiles Projektmanagement

2.1 Grundsätze und Prinzipien

2.2 Die agile Methode Scrum

3 Einführung in das Qualitätsmanagement

3.1 Einführung in das Qualitätsmanagement

3.2 Grundsätze des Qualitätsmanagements

3.3 Qualitätsmethoden und Werkzeuge

4 Qualitätsmanagement in Scrum

4.1 Schnittmenge des Qualitätsmanagements und der agilen Methode Scrum

4.1.1 Kundenorientierung

4.1.2 Führung

4.1.3 Einbeziehung von Personen

4.1.4 Prozessorientierter Ansatz

4.1.5 Verbesserung

4.1.6 Faktengestützte Entscheidungsfindung

4.1.7 Beziehungsmanagement

4.2 Integrierte Qualitätselemente in Scrum

4.2.1 Definiton of Done

4.2.2 Testkonzept

4.3 Ergänzende Vorschläge

4.3.1 Hardening Sprints

4.3.2 Fehlermanagement

5 Entwicklung eines qualitätsorientierten, agilen Prozessmodells

5.1 Prozessablauf

5.2 Rollenmodell

5.3 Aufgaben des QMB

5.4 Neue Ereignisse und Artefakte

5.4.1 Backlog Refinement

5.4.2 Erweiterte Story Cards

5.4.3 Erweitertes Burn-Up Chart

5.5 Chancen und Risiken

6 Gesamtbewertung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich die Grundsätze des Qualitätsmanagements (QM) gemäß ISO 9000 mit dem agilen Rahmenwerk Scrum vereinbaren lassen, um ein Modell zu entwickeln, das agile Flexibilität mit qualitätssichernden Maßnahmen verbindet.

  • Analyse der Schnittmenge zwischen klassischem QM und agilen Methoden.
  • Evaluation von Scrum-Elementen hinsichtlich ihrer QM-Konformität.
  • Entwicklung eines qualitätsorientierten, agilen Prozessmodells.
  • Integration neuer Rollen (QMB) und Ereignisse (Backlog Refinement) in Scrum.
  • Einführung von Kennzahlen zur Risikobewertung und Prozessmessung.

Auszug aus dem Buch

4.1.4 Prozessorientierter Ansatz

Werden die Abläufe und Ressourcen als Prozess gehandhabt, so können gewünschte Ergebnisse wirksamer erreicht werden. Deshalb empfiehlt die ISO 10006 Projektprozesse festzulegen, zu dokumentieren und gewonnene Erfahrungen innerhalb der Organisation weiter zu vermitteln. Zudem strebt die Norm eine Prozessmessung durch Reifegradmodelle an, um die Effizienz einzelner Prozesse besser messen zu können.

In Scrum spielen festgelegte Prozesse jedoch kaum eine Rolle. Im Daily Scrum Meeting, sowie im Sprint Review Meeting und auch in der Sprint Retrospective sind zwar stets der gleiche Rahmen und ein zumeist gleicher Ablauf gegeben, von einem prozessorientierten Ansatz kann dennoch nicht gesprochen werden. Im agilen Modell sind keine „reinen“ Prozesse festgelegt und Dokumentationen wird generell ein niedriger Stellenwert beigemessen. Durch den einmaligen Charakter eines Projektes wiederholen sich darin grundsätzlich nur wenige Aktivitäten, sodass eine Prozessfestlegung keinen Mehrwert für zukünftige Projekte hätte. Im Gegenteil sie würde dem leichtgewichtigen, flexiblen Charakter agiler Projekte widersprechen. Ob Informationen vorheriger Projekte weitergegeben und als Informationsgrundlage genutzt werden, konnte aus der Literatur nicht erfasst werden.

Auch die in der Norm angestrebte Prozessmessung findet in der agilen Methode keine Verwendung. Die iterative Entwicklung erschwert die Planung und somit auch die Überwachung des Projektes. Durch die festgelegte Dauer einer Entwicklungsphase, fallen typische konventionelle Kennzahlen zur Messung der Prozesseffizienz, wie beispielweiße die Durchlaufzeit, weg. Ein vorausgeplanter Projektplan, der die Möglichkeit eines Soll-Ist-Vergleichs in allen Projektphasen bietet, ist in Scrum bewusst nicht vorgesehen. Somit kann zumindest keine klassische Überwachung der erbrachten Leistung des Teams stattfinden. Stattdessen kann sie ausschließlich aus dem Projektfortschritt der abgelaufenen Iterationen erfolgen. Im weitesten Sinne könnte die Messung der abgearbeiteten Story Points pro Sprint als Prozessmessung gelten. Diese sogenannte „Velocity“, also Abarbeitungsgeschwindigkeit der Story Points, dient aber mehr zur Orientierung des Teams, als zur Messung der Prozesseffizienz.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der "Agilen Qualität" ein, grenzt den Untersuchungsgegenstand auf Scrum ein und definiert die methodische Vorgehensweise.

2 Agiles Projektmanagement: In diesem Kapitel werden die Entstehung, Grundsätze und Prinzipien des agilen Projektmanagements sowie die Funktionsweise von Scrum als Rahmenwerk dargelegt.

3 Einführung in das Qualitätsmanagement: Das Kapitel definiert den Qualitätsbegriff, erläutert die sieben Grundsätze der ISO 9000 und stellt wichtige Qualitätswerkzeuge sowie -methoden wie die FMEA vor.

4 Qualitätsmanagement in Scrum: Hier erfolgt der systematische Abgleich der QM-Grundsätze mit Scrum, wobei integrierte Qualitätselemente wie die "Definition of Done" und das Testkonzept analysiert werden.

5 Entwicklung eines qualitätsorientierten, agilen Prozessmodells: Dieses Kapitel entwirft ein neues, qualitätsorientiertes Scrum-Modell, das durch eine QMB-Rolle, Backlog Refinements und erweiterte Kennzahlen (Burn-Up) ergänzt wird.

6 Gesamtbewertung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet das entwickelte Modell und reflektiert über die Zukunft qualitätsorientierter, agiler Projekte.

Schlüsselwörter

Qualitätsmanagement, Agiles Projektmanagement, Scrum, ISO 9000, Prozessorientierung, Kundenorientierung, Definition of Done, Backlog Refinement, Risikoprioritätszahl, Testkonzept, kontinuierliche Verbesserung, Fehlermanagement, Burn-Up Chart, Qualitätssicherung, Modellentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Vereinbarkeit von Qualitätsmanagement-Grundsätzen nach ISO 9000 mit der agilen Methode Scrum und entwickelt daraus ein angepasstes Prozessmodell.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf dem agilen Projektmanagement, den Normen des Qualitätsmanagements, der Schnittstellenanalyse zwischen beiden Disziplinen sowie der praktischen Prozessentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Schwachstellen in Scrum hinsichtlich klassischer QM-Anforderungen zu identifizieren und durch ein theoretisches, qualitätsorientiertes Modell zu beheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem systematischer Abgleich (Gap-Analyse) der ISO-Norm-Grundsätze mit dem Scrum-Regelwerk.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen von Scrum und QM, die Untersuchung der Schnittmenge beider Ansätze sowie die explizite Konzeption eines verbesserten, agilen Prozessmodells.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Qualitätsmanagement, Scrum, agile Softwareentwicklung, Prozessorientierung, ISO 9000 und Risikomanagement.

Was ist die spezifische Funktion der neuen QMB-Rolle im Modell?

Der Qualitätsmanagementbeauftragte (QMB) ist Teil des Scrum-Teams, plant Produkttests, unterstützt das Fehlermanagement und hilft bei der Konkretisierung von Akzeptanzkriterien.

Welchen Zweck verfolgt das "Erweiterte Burn-Up Chart"?

Es dient der transparenten Darstellung von Fortschritt, Kundennutzen und Projektrisiko, um eine faktengestützte Entscheidungsfindung auch in einem agilen Umfeld zu ermöglichen.

Warum werden "Hardening Sprints" als ergänzender Vorschlag eingeführt?

Sie sollen in Notfällen sicherstellen, dass auslieferbare Inkremente eine angemessene Qualität erreichen, ohne das Grundziel der agilen Iterationen zu untergraben.

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Details

Title
Qualitätsmanagement in agilen Projekten
College
University of applied Sciences Regensburg
Grade
1,3
Author
Lukas Braun (Author)
Publication Year
2017
Pages
60
Catalog Number
V377496
ISBN (eBook)
9783668549036
ISBN (Book)
9783668549043
Language
German
Tags
Agiles Projektmanagement Qualitätsmanagement agil scrum agile qualiät qualität projektmanagement ISO 9001
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Braun (Author), 2017, Qualitätsmanagement in agilen Projekten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377496
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