Das Ziel dieser Arbeit ist es, herauszustellen, welche Bedeutung das Eingehen eines Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA für die Beteiligten hat. Dabei werden ebenso die sonstigen Handelspartner der beiden betrachteten Wirtschaftsmärkte beleuchtet.
Dazu beschäftigt sich diese Arbeit mit den möglichen Auswirkungen der transatlantischen Handelspartnerschaft. Um die Effekte analysieren zu können, wird Bezug zu mehreren Studien genommen. Auf Grundlage dieser Studien werden die positiven Aspekte sowie kontroverse Argumentationen betrachtet. Dazu werden im folgenden Kapitel die notwendigen theoretischen Grundlagen zu Freihandelsabkommen und dabei möglichen Barrieren erläutert. Aufbauend wird die Ausgangssituation für die Betrachtung eines möglichen Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA dargelegt. Dafür wird anhand der bestehenden Freihandelsabkommen und konkreten Zahlen über den aktuell vorliegenden Außenhandel der beteiligten Staaten die Ist-Situation beschrieben. Das anschließende Kapitel befasst sich konkret mit dem TTIP und dessen Auswirkungen. Dabei werden vorrangig die möglichen Änderungen auf den Handel zwischen den Beteiligten, das jeweils reale Pro-Kopf-Einkommen in den Staaten und die Arbeitsmarktänderungen eingegangen. Abschließend werden kontroverse Aspekte zu dem transatlantischen Freihandelsabkommen aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen zu Freihandelsabkommen
2.1 Definition Freihandelsabkommen
2.2 Definition tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse
2.3 Definition Zollunion und Freihandelszone
3 Die Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten
4 Der Handel zwischen der EU und den USA
5 Das Transatlantische Freihandelsabkommen
5.1 Inhalte des Abkommens
5.2 Auswirkungen auf den Handel
5.2.1 Effekte auf den deutschen Außenhandel
5.2.2 Effekte des TTIP auf den europäischen Außenhandel
5.2.3 Effekte auf den nordamerikanischen Außenhandel
5.2.4 Sektorale Auswirkungen auf den EU-US- Handel
5.3 Auswirkungen auf das reale Pro-Kopf-Einkommen
5.3.1 Zollszenario
5.3.2 Tiefe Liberalisierung
5.4 Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt
5.4.1 Wachstumseffekte
5.4.2 Beschäftigungseffekte
5.5 Kontroverse Aspekte
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen eines transatlantischen Freihandelsabkommens (TTIP) zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika. Dabei steht die Analyse der Veränderungen von Handelsströmen, des realen Pro-Kopf-Einkommens sowie der Arbeitsmarkteffekte im Vordergrund, basierend auf verschiedenen wissenschaftlichen Studien.
- Theoretische Grundlagen von Freihandelsabkommen und Handelshemmnissen.
- Status quo des Handels zwischen der EU und den USA.
- Quantifizierung der Handelseffekte durch Zollsenkungen und umfassende Liberalisierung.
- Analyse der Auswirkungen auf BIP, Pro-Kopf-Einkommen und Arbeitsplätze.
- Kritische Betrachtung kontroverser Aspekte wie Umwelt- und Sozialstandards.
Auszug aus dem Buch
2.2 Definition tarifärer und nichttarifärer Handelshemmnisse
Handelshemmnisse sind bestimmte Maßnahmen, welche eingesetzt werden um den Waren und Dienstleistungshandel zwischen zwei Ländern zu begrenzen. Durch solche Barrieren wird in den internationalen Güter- und Leistungsaustausch eingegriffen, um die inländischen Wirtschaftssektoren vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen. Grundsätzlich werden die Handelshemmnisse in tarifäre und nichttarifäre Handelshemmnisse unterteilt und stellen zwei Instrumente der Außenpolitik dar.
Die tarifären Handelshemmnisse umfassen monetäre Eingriffe, welche den Güter- und Leistungsaustausch beeinflussen. Hierbei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten solche Handelsbeschränkungen vorzunehmen. Zu den gebräuchlichsten Methoden der tarifären Handelshemmnisse gehören Mindestpreise, Exportsubventionen und Zölle. Die am häufigsten genutzte Methode stellt der Mindestpreis dar, welcher vom Staat für ein bestimmtes Produkt eingeführt wird. Diese Maßnahme wird genutzt, um eine Preisstabilität zu erreichen. Somit darf das Produkt nicht unter dem festgelegten Preis verkauft werden. Exportsubventionen dienen als Unterstützung seitens des Staates für das Exportieren von bestimmten Produkten. Oftmals kann es passieren, das inländische Unternehmen ihre Produkte im Ausland aufgrund von zu hohen Produktionskosten nur unter erschwerten Bedingungen absetzten können. Durch Exportsubventionen kann der exportierende Staat das Produkt im Ausland günstiger anbieten und hat eine Chance gegen die inländische Konkurrenz. Eine weitere Variante der tarifären Handelshemmnisse stellen Zölle dar, welche beim grenzüberschreitenden Warenverkehr anfallen. Diese eignen sich besonders dann, wenn inländische Unternehmen deutlich höhere Produktionskosten für ein Produkt aufweisen, als dies bei ausländischen Unternehmen der Fall ist. Durch die Besteuerung des Imports von bestimmten Produkten wird das Importieren von Gütern für ausländische Unternehmen deutlich unattraktiver.
„Nicht-tarifäre Handelshemmnisse sind alle nicht auf Zöllen beruhenden Handelshemmnisse, die eine Einschränkung oder Behinderung des Außenhandels bewirken.“ Die nichttarifären Handelshemmnisse dienen als Schutz der inländischen Wirtschaft. Folglich wird den ausländischen Teilnehmern der Zugang zum inländischen Markt erschwert.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation der Arbeit dar, die Auswirkungen eines transatlantischen Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA auf Basis aktueller Studien zu analysieren.
2 Theoretische Grundlagen zu Freihandelsabkommen: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Definitionen von Freihandelsabkommen, Handelshemmnissen sowie Zollunionen und Freihandelszonen.
3 Die Freihandelsabkommen der EU mit Drittstaaten: Hier werden aktuelle Bemühungen und bereits geschlossene Freihandelsabkommen der EU mit anderen Weltregionen kurz beleuchtet.
4 Der Handel zwischen der EU und den USA: Das Kapitel beschreibt die wirtschaftliche Ausgangssituation, das Handelsvolumen und die Bedeutung beider Akteure als Handelspartner.
5 Das Transatlantische Freihandelsabkommen: Dieser Hauptteil analysiert detailliert die Inhalte des Abkommens, die Handelsauswirkungen, Effekte auf das Pro-Kopf-Einkommen, Folgen für den Arbeitsmarkt sowie kontroverse Debatten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die prognostizierten Chancen und Risiken des TTIP kritisch.
Schlüsselwörter
TTIP, Freihandelsabkommen, EU, USA, Handelshemmnisse, Zollunion, Außenhandel, Wirtschaftswachstum, Liberalisierung, Arbeitsmarkt, BIP, Pro-Kopf-Einkommen, Handelsumlenkung, Standards, Wohlfahrtsgewinn
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Belegarbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit dem geplanten transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten von Amerika und dessen voraussichtlichen wirtschaftlichen Konsequenzen.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Analyse ab?
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen des Freihandels, die aktuelle Handelssituation, die Auswirkungen von Zollsenkungen und Liberalisierungen auf Handel und Arbeitsmärkte sowie gesellschaftspolitische Kontroversen wie Umweltstandards.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Bedeutung eines Freihandelsabkommens für die beteiligten Wirtschaftsmärkte sowie für Drittstaaten zu beleuchten und dabei Chancen und Risiken auf Basis wissenschaftlicher Modellstudien gegenüberzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich verschiedener ökonomischer Studien (z. B. Bertelsmann-Stiftung, ifo-Institut, OECD), die Simulationsmodelle zur Abschätzung der Auswirkungen nutzen.
Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Inhalte des Abkommens, die Effekte auf den Außenhandel (sektoral und regional), die Auswirkungen auf das reale Pro-Kopf-Einkommen und die zu erwartenden Wachstums- bzw. Beschäftigungseffekte.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie TTIP, Freihandelsabkommen, Handelsliberalisierung, Handelsumlenkung, Wohlfahrt und nichttarifäre Handelshemmnisse charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die "tiefe Liberalisierung" von einem reinen "Zollszenario"?
Ein Zollszenario konzentriert sich lediglich auf die Abschaffung von Zöllen, während eine "tiefe Liberalisierung" zusätzlich den Abbau von nichttarifären Handelshemmnissen wie administrativen Hürden, Normen und Standards miteinbezieht, was deutlich stärkere wirtschaftliche Auswirkungen hat.
Was sind die Hauptkritikpunkte am TTIP, die im Text genannt werden?
Zu den genannten Kritikpunkten zählen die mögliche Absenkung europäischer Umwelt- und Sozialstandards, Bedenken hinsichtlich gentechnisch veränderter Lebensmittel, die Behandlung von Rindfleisch mit Wachstumshormonen sowie die Anwendung von Fracking-Technologien.
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- Bachelor of Science Maschinenbau Paul Konrad (Author), Christian Schwab (Author), 2017, Das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377498