Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext

Eine multidisziplinäre Einführung


Hausarbeit, 2013

22 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf die Familie

2 Familie im gesellschaftlich- historischen Kontext

3 Soziologische und psychologische Theorien

4 Entwicklung und Erziehung in der Familie

5 Familienalltag am Beginn des 21. Jahrhunderts

6 Anforderungen an das Arbeitsfeld „Jugendamt“

7 Literaturverzeichnis

1 Vorbemerkungen zum multidisziplinären Blick auf die Familie

Die Institution „Familie“ darf nicht als eine homogene Institution verstanden werden. Es existiert keine ethnologisch- allgemeingültige Definition, sondern sie ist ein sehr komplexes, mit verschiedenen Definitionen versehenes Gebilde, dem sich u.a. drei unterschiedliche Disziplinen ausführlich widmen: die Soziologie, die Psychologie und die Erziehungswissenschaften (vgl. Ecarius 2007, S. 24).

Die Soziologie ist „ Die Wissenschaft vom menschlichen Zusammenleben mit den dazugeh ö rigen komplexen Struktur-, Funktions- und Entwicklungszusammenh ä ngen der Gesellschaft und ihren Institutionen[ … ]. “ (Stimmer 2000, S. 705) In Bezug auf die Institution Familie beschäftigt sie sich hier mit der Rolle der Familie in der Gesellschaft und mit den verschiedenen Familienformen. Sie untersucht die Abhängigkeit von Familienstrukturen, -funktionen und -prozessen von der Kultur und der Gesellschaft (vgl. Otto/ Thiersch 2001, S. 508), also „ Familie als gesellschaftlich beeinflusste Umwelt. “ (Otto/ Thiersch 2001, S. 508)

Soziologie betrachtet seit einiger Zeit verstärkt Aspekte von Veränderungsprozessen in der Gesellschaft, die Pluralität sowie kulturelle und regionale Umbrüche. Die Psychologie als Hauptdisziplin „ ist die Wissenschaft vom Verhalten und Erleben des Menschen. “ (Stimmer 2000 , S. 537) Bezüglich ihres Forschungsfeldes „Familie“ befasst sich die Familienpsychologie, als eine von vielen Unterdisziplinen, mit den Auswirkungen des Geschehens innerhalb der Familie auf die Persönlichkeitsent- wicklung der einzelnen Mitglieder (vgl. Otto/ Thiersch 2001, S. 508). Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen (i. F. nur noch Kinder genannt) im Verbund „Familie“. Sie beschäftigt sich mit der Entwicklungspsychologie, der Bindungstheorie, der Interaktionsforschung und den unterschiedlichen Beziehun- gen zwischen den verschiedenen Familienmitgliedern. Der Fokus liegt auf der Unter- suchung von Qualitäten des Zusammenlebens der einzelnen Familienmitglieder. Weiterhin sollen die spezifischen Muster des Zusammenlebens betrachtet werden. Die Erziehungswissenschaften sind die gesamten methodisch kontrollierten Erkenntnisbemühungen, die Erziehung und Bildung zum Gegenstand haben. Die Erziehungswissenschaft im Kontext „Familie“ hat konkrete Kommunikations- und Interaktionsbeziehungen zwischen Eltern und Kind zum Forschungsgegenstand. Das Thema Lernen, also der umfassende Erwerb von psychischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten/ Fertigkeiten, steht hier ebenso im Mittelpunkt der Forschung wie die Lernbedingungen und die Erziehung allgemein. Prägnant ist, dass die Familie für die Erziehungswissenschaft erst dann interessant wird, wenn die Erziehung und die Weitergabe von Erfahrungen und Wissen innerhalb der Familie nicht (mehr) funktionieren (vgl. Marx 2011, S. 6).

M. E. sind alle Sachverhalte der verschiedenen Disziplinen in unterschiedlicher Gewichtung für die Soziale Arbeit relevant, da die Disziplinen untereinander Über- schneidungen aufweisen und es m. M. n. nicht sinnvoll ist, die Disziplinen gesondert, ohne Bezugnahme zu den Anderen, zu betrachten. Diese interdisziplinäre Betrach- tungsweise ist durch die Komplexität der Institution Familie unumgänglich. Um beispielsweise die Verhaltensweisen eines Kindes verstehen zu können, ist es notwendig, die Familienstrukturen und unterschiedlichen Bindungen aus dem Blick- winkel der Familienpsychologie, die Bedingungen der Umwelt und Gesellschaft für die Familie anhand der Soziologie und die Interaktionen zwischen den Familien- mitgliedern aus dem Blickwinkel der Erziehungswissenschaften zu betrachten. Hierdurch hat man die Möglichkeit gewonnen, die Problemlage ganzheitlich zu erfassen und die möglichen Unterstützungsmaßnahmen zu installieren.

2 Familie im gesellschaftlich- historischen Kontext

Der Begriff „Familie“ leitet sich ab aus dem lateinischen Wort „familia“ und bedeutet Hausgenossenschaft (Herrschaft und Dienerschaft), Hausstand (vgl. PONS 2013).

a) Als Vorläufer der Familie kann die Sippe bezeichnet werden.

Eine Sippe war gekennzeichnet durch die Blutsverwandtschaft der Mitglieder. Die Sippe war teilweise multilokal verteilt, lebte also womöglich an verschiedenen Orten.

b) Das Kriterium der Gemeinschaft des „Ganzen Hauses“ war das Zusammenleben und Wirtschaften aller Mitglieder der Großfamilie, einschließlich der (nicht verwandten) Knechte und Mägde.

Die Ursprungsform der Familie war die große Haushaltsfamilie, die -anders als die Sippe- ortsgebunden war und gemeinsam in einem Haus lebte. Diese Zeit war ländlich- bäuerlich geprägt. Entgegen der Blutsverwandtschaft der Sippe waren die Mitglieder des „Ganzen Hauses“ nicht zwangsläufig alle miteinander verwandt.

c) Die Verkleinerung der Familie war bedingt durch die Industrialisierung und der damit veränderten ökonomischen Situation der Menschen.

Der Übergang der ländlich- bäuerlich geprägten zur städtisch- industriellen Lebens- und Arbeitswelt durch Einsetzen der industriellen Revolution (spätes 19. Jhd.- Anfang

20. Jhd.) und der damit verbundenen „Landflucht“ bewirkte auch eine Veränderung der Familienstruktur. Die Produktionsform des „Ganzen Hauses“ zerfiel und große Bevöl-kerungskreise verloren ihre Existenzgrundlage. Die Umwandlung einer feudalen Gesellschaft (landwirtschaftliche und handwerkliche Produktionsweisen) „ zu

einer Klassengesellschaft mit st ä dtischer Produktion in Fabriken. “ (Kuhlmann 2013, S.32) hatte zur Folge, dass der Familienhaushalt sich verkleinerte. Dies war der ökonomischen Situation der aufkommenden Industriearbeit, des städtischen Handwerks und den beengten Wohnverhältnissen geschuldet (vgl. Marx 2011, S. 8/ 9; vgl. Kuhlmann 2013, S. 32).

d) In Folge der Industrialisierung und der damit verbundenen Verstädterung entwickelte sich eine Vielzahl von städtischen Haushaltsformen.

Dies schloss kleinbürgerliche Handwerker, das städtische Wirtschafts- und Bildungs- bürgertum sowie die städtischen Industriearbeiter ein. Die Herauslösung der städ- tischen Kleinfamilie aus der Gesamtheit des „Ganzen Hauses“ führte zu einer Aufspaltung der Haus- bzw. Lebens- und Arbeitsgemeinschaft („oikos“). Das bedeutete, dass der „Schutzraum Familie“ nicht mehr für alle Mitglieder des gesamten Haushaltes Bestand hatte.

e) Die Familie ist weiterhin ein ökonomischer Verband.

Die Hierarchisierung der Beziehungen bewirkte, dass Nahrung, Wohnraum und Schutz nur noch für ausgewählte Mitglieder zur Verfügung stand. Die Familie definierte sich wieder, wie zuvor bei der Sippe, über Blutsverwandtschaft. Basis der Familie war hierbei, auch durch den Einfluss der Kirche bedingt, die Eheschließung. Diese hatte zumeist ökonomische Gründe: es ging bei Adel und Bauerntum darum, durch intelligentes Heiraten Reichtum und Land zu bewahren und zu vermehren.

f) Die Liebesheirat ist ein historisch gesehen relativ junges Gebilde.

Mit der Epoche der Romantik (Ende 18. Jhd. bis 19. Jhd.) fand die heute bekannte und bevorzugte Form (zumindest in den westlichen Industrieländern) der Eheschlies- sung, die sog. „Liebesheirat“, Einzug in unsere Gesellschaft (vgl. Marx 2011, S. 8- 9).

g) Die Familie ist einem stetigen Wandel ausgesetzt, der eng mit dem Wandel der Gesellschaft gekoppelt ist.

Im Laufe der Geschichte hat ein Wandel der Familie, deren Struktur und Funktion ein- gesetzt. In früheren Zeiten hatte die Familie sehr viele Funktionen zu erfüllen. Hierbei sind wirtschaftliche, soziale, erzieherische, politische und kulturelle Funktionen zu nennen. Dies übernahm dann vermehrt der Staat, so dass sich die Funktionen im Familienverbund reduzierten und veränderten (vgl. Ecarius 2007, S. 22).

h) Die heute dominante Kernfamilie besteht aus Vater, Mutter und Kind(ern).

Dieses Klischeedenken bestimmt bis heute die Definition „Familie“. Für viele Menschen beinhaltet die „Heile-Welt-Familie“ Vater, Mutter und Kind. Dem gegen- über steht die unvollständige Familie. Diese Begrifflichkeit verdeutlicht, dass eine Familie, die nicht aus Vater, Mutter, Kind besteht, als unvollständig gilt. Sie stigmatisiert andere Familienformen als defizitär, wie z.B. die der Alleinerziehenden.

i) Die Veränderungen der Familienphasen sind dem gesellschaftlichen Wandel geschuldet.

Die Gründe für die Veränderung bzw. Reduktion der Familienphase liegen in der längeren Lebenserwartung, der verlängerten Adoleszenz, der vorherigen Partner- schaften, der längeren Aus- und Berufsbildungszeiten und der geringeren Kinderzahl.

j) Trotz Pluralisierung der Familienformen kann nicht von einem Bedeutungsverlust der Institution Familie gesprochen werden.

In der jüngsten Vergangenheit kristallisierte sich eine Vielzahl von „neuen“ Lebens- und Familienformen heraus. Zu nennen sind hier neben der Kernfamilie die Ein- Eltern-Familie, Reproduktionsmedizinisch entstandene Elternschaften (filiativ/ teil- filiativ), Stief-, Zweit-, Adoptions- und Pflegefamilien und gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Trotz dieses Bedeutungswandels der Ehe und Familie kann nicht von einem Bedeutungsverlust gesprochen werden (vgl. Marx 2011, S. 7- 10).

Durch den oben beschriebenen Wandel der Gesellschaft veränderte sich auch folge- richtig die Bedeutung und Funktionalität der Institution Familie, da sie als Teil der Gesellschaft zwangsläufig diesen Veränderungen und Entwicklungen ausgesetzt ist. Sie ist als eine historisch wandelbare, von Kultur geprägte, von der Umwelt abhängige und als politikresistente soziale Institution zu begreifen (vgl. Kaufmann 1995, S.14). Früher (vor Industrialisierung und Modernisierung) war das Leben der Menschen traditionell vorherbestimmt. Der Lebenslauf war durch die Geburt vorgezeichnet und (fast) unumgänglich. Die Stände, die sozialen Klassen und die traditionelle Kern- familie übten eine Kontrollfunktion aus. Dies bedeutete einerseits keine Wahlmöglich- keit zu haben, wie man das Leben gestaltet, andererseits gab es aber auch Sicherheit, da man sich mit der Entscheidung der Lebensplanung nicht auseinander setzen musste. Die gesellschaftlichen Veränderungen bewirkten eine Auslagerung des vorbestimmten Lebens- und Arbeitsraumes Familie; das bedeutet, dass eine Verkleinerung der Familie einsetzte (s. o). Eine Individualisierung der Familie und deren Mitglieder und eine Pluralisierung der Familienformen waren die Folge. Die Individuen wurden mehr und mehr die Entwickler ihrer Lebensläufe.

Der Soziologe Beck beschreibt dies mit seiner „dreifachen Individualisierung“:

1. Herausl ö sung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen
2. Verlust traditioneller Sicherheiten, Handlungswissen, Glaube, leitende Normen
3. Neue Art soz. Einbindung (Kontrolle, Re- Integration) (vgl. Beck 1986; S. 206).

Individualisierung wird als „ universalistisch ausgerichteter Prozess verstanden, n ä mlich als Herausbildung von F ä higkeit, Freiheit und Notwendigkeit zur eigenen Entscheidung f ü r alle Individuen. “ (Burkart/ Kohli 1989, S. 407)

Beck benennt, dass die Modernisierung nicht nur Fortschritte mit sich bringt, sondern auch Risiken birgt. Da wären einmal die ökologischen (irreversible globale Gefähr- dungen der Pflanzen, Tiere und Menschen) und die sozialen Risiken. Veränderungen auf Makroebene von Ökonomie (Gesellschaft) bewirken auch Veränderungen auf der sozialen Mikrostruktur (Ehe, Familie, Liebe,…). Konkret gesagt bedeutet dies, dass der Mensch selbst entscheiden muss, welche Wege er in seinem Leben beschreitet. Durch Verlust der traditionellen Lebensläufe und der damit verbundenen Sicherheit ist der Mensch gezwungen, permanent eigenständige Entscheidungen treffen zu müssen, was einen hohen Druck erzeugt. Eine zu treffende Entscheidung ist die Wahl der Partnerschaft und der damit einhergehenden Form der Familiengründung. Der Orientierungslosigkeit, die im Laufe des Lebens entstehen kann, wird mit der Sinn- Suche und dem Wunsch nach sozialer Integration begegnet (vgl. Marx 2011. S. 10). Ein weiterer Aspekt ist die veränderte Rolle der Frau. Mitte der 1960er Jahre entwik- kelte sich durch den Individualisierungsprozess die Angleichung der Bildungsmöglich- keiten der Frauen und der darin eingebetteten Erwerbsfähigkeit/ -tätigkeit. Bis hierhin waren Frauen traditionell familienorientiert (vgl. Peuckert 2008, S. 229).

Durch diesen Wandel ist die Berufskarriere zu einem konkurrierenden Wert zur Familie geworden, der bewirkte, dass nun die unterschiedlichen Vorstellungen zwei vollständiger Individuen (Mann und Frau) mit ihren jeweils eigenständigen Lebens- plänen koordiniert werden müssen. Es ist notwendig, neue Arrangements von Familie und Beruf zu finden, um den Anforderungen des Arbeitsmarktes und der Familie genügen zu können (vgl. Ecarius 2007, S. 54; vgl. Hill/ Kopp 2006, S. 58).

Für die soziale Arbeit ist es notwendig, die gesellschaftlichen Veränderungen wahrzunehmen und in die Arbeit zu integrieren. In Bezug auf die Familie ist es für Fachkräfte sehr wichtig, Veränderungen der Lebens- und Familienformen zu kennen und aufzugreifen, da die Familie (Formen, Strukturen, Bindungen, Interaktionen) für die Arbeit mit dem Klientel von wichtiger Bedeutung ist. Eine Methode, um die Verhaltensweisen (Stärken- Schwächen, Interessen-Abneigungen, Verhaltensauf- fälligkeiten) der Klientel begreifen und erklären zu können, ist z.B. die Genogramm- arbeit. Mit dieser Methode kann man anhand der Familienabstammung, der Bindungen und Beziehungen, aber auch die der medizinischen Vorgeschichte Erkenntnisse gewinnen, mit denen man die Ursachen der Verhaltensauffälligkeiten erkennen und mögliche Unterstützungsmaßnahmen einleiten kann (vgl. Beushausen 2012, S. 96- 104). Die Familie stellt die Weichen für die Sozialisation des Menschen, da in Familienbeziehungen die Verhaltensweisen und die verinnerlichten Werte und Normen als stabil gelten (vgl. Ecarius u.a. 2011, S. 9).

Aus diesem Grund ist das Wissen um die unterschiedlichen Familienformen und die damit einhergehende Sozialisation innerhalb dieser Familienverbände immens wichtig, um die komplexen Zusammenhänge begreifen und notwendige unterstützende Maßnahmen initiieren zu können.

Die Erkenntnis, dass heute, im Gegensatz zu früher, eine Vielzahl von Menschen in mehreren Familienformen (z.B. Alleinwohnende, Kernfamilie, Stieffamilie) auf- wachsen und so unterschiedlichen Erziehungs- und Sozialisationsformen ausgesetzt sind, ist für die Soziale Arbeit ein wichtiger Aspekt. Das bedeutet für die Fachkräfte, sich ein breit gefächertes Wissen über diese Komplexität anzueignen, diese analysieren zu können und in die praktische Arbeit einfließen zu lassen.

3 Soziologische und psychologische Theorien

Der Strukturfunktionalismus „ begreift die Gesellschaft als eine Einheit, in der Strukturelemente [ … ] derart angeordnet sind, dass wichtige Funktionen f ü r die Menschen erf ü llt werden. “ (Marx 2011, S. 24) Entwickelt wurde diese Theorie von Talcott Parson (1902-1979) und Robert K. Merton (1910-2003). „ Der Strukturfunktionalismus besch ä ftigt sich mit den Funktionsbeziehungen zwischen den strukturellen Elementen in sozialen Systemen. “ (Stimmer 2000, S. 722) Die Gesellschaft ist ein hierarchisches System, welches in verschiedene Teile (Subsysteme wie z.B. Politik, Wirtschaft, Familie) aufgeteilt ist. Jedes Subsystem hat eine bestimmte Bedeutung und Funktion im Gesamtsystem (Gesellschaft) zu erfüllen. Innerhalb der Familienforschung liegt der Schwerpunkt in der Klärung der Frage nach den Funktionen der Familie und deren Entwicklung in der Gesellschaft. Die Familie stellt mit ihren Funktionen für die Sozialisation ihrer Nachkommen einen sehr wichtigen Faktor dar. In der Funktionalistischen Theorie passt sich primär die Familie an die Gesellschaft und deren Erfordernisse an (vgl. Hill/ Kopp 2006, S. 72- 76).

Damit die notwendigen Bedingungen des gesellschaftlichen Überlebens geschaffen werden, müssen vier Bedingungen erfüllt werden, die Parson in seiner Weiterent- wicklung zum Systemfunktionalismus als das sog. AGIL-Schema bezeichnete: Adaption (Anpassung an die Umwelt), Goal-Attaintment (Verwirklichung der gesell- schaftlich wichtigen Ziele), Integration (Integration der Komponenten der Gesell- schaft) und Lattent Pattern Maintenance (verlässliche Bewältigung von Spannungen). Der Strukturfunktionalismus betrachtet die Menschen vorwiegend als Rollenträger, die so handeln (müssen), wie die gesellschaftlich definierten Rollen es nahelegen.

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Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext
Untertitel
Eine multidisziplinäre Einführung
Hochschule
Fachhochschule Münster
Note
1,3
Autor
Jahr
2013
Seiten
22
Katalognummer
V377548
ISBN (eBook)
9783668550087
ISBN (Buch)
9783668550094
Dateigröße
660 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Familie
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Soziale Arbeit Markus Fromm (Autor), 2013, Die Gesellschaftsform Familie im gesellschaftlich-historischen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377548

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