Die Rheinterrassen im Rheinischen Schiefergebirge


Seminararbeit, 2005

14 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung und Geographische Lage
1.1 Die Geschichte des Rheins
1.2 Zeitliche Einordnung der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges

2. Das Rheinische Schiefergebirge
2. 1 Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges
2.2 Durchbruchstal

3. Die Rheinterrassen
3.1 Terrassendefinition
3.2 Klimabedingungen
3.3 Entstehung der Rheinterrassen
3.4 Altersbestimmung der Rheinterrasse

4. Ausblick

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Das Rheinische Schiefergebirge wird durch den Mittelrhein in zwei Teile unterteilt, den linksrheinischen und den rechtsrheinischen Teil des Schiefergebirges. Die Form des Schiefergebirges wird oft als „schmetterlingsförmig“ bezeichnet. Mit Ardennen, Eifel, Hunsrück, Taunus, Teilen des Saarlandes, Bergischem Land, Westerwald und Sauerland befindet sich das Rheinische Schiefergebirge zum größten Teil in Rheinland-Pfalz, sein gesamter Raum wird durch Hochflächen und tief eingeschnittene Täler geprägt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Rheinisches Schiefergebirge

Die Flüsse Rhein, Mosel, Lahn und Nahe gliedern das Gebiet rund um das Rheinische Schiefergebirge, das überwiegend aus paläozoischen Grauwacken, Quarziten und Tonschiefern besteht.

Das Rheinische Schiefergebirge hat es mit seinen Talhängen zu den berühmtesten Weinanbaugebieten in Deutschlands geschafft und durch den Wärmenergie speichernden Schiefer ist es ein günstiger Standort zum Anbau von nicht einheimischen Pflanzen.

In meiner Hausarbeit möchte ich näher auf die Geschichte des Rheins, des Rheinischen Schiefergebirges und der Entstehung der Rheinterrassen eingehen. Mein Hauptaugenmerk möchte ich jedoch auf die Rheinterrassen legen und nach Erläuterung ihrer Genese zusammenfassend einen Ausblick mit der zukünftigen Entwicklung schaffen.

1.1. Die Geschichte des Rheins

Der Rhein entstand vor ca. 30 Millionen Jahren, er ist 1320 km lang und hat 42 Zuflüsse, durch tektonische Vorgänge wurde der Rhein oftmals in seiner Entstehungsgeschichte verlagert. Er ist der größte deutsche Strom und es gilt auf ihm „Verkehrsfreiheit“ für alle Staaten. Der Vorderrhein entspringt in der Schweiz im Tumasee und vereinigt sich mit dem Hinterrhein bei Reichenau zum Alpenrhein. Bei Lichtenstein mündet er in den Bodensee und verlässt ihn als Seerhein.

Der Hochrhein bildet bei Basel die deutsch-schweizerische Grenze und fließt nördlich von Basel in den Oberrhein. Bei Bingen durchbricht der Mittelrhein das Rheinische Schiefer-gebirge und wird ab Bonn zum Niederrhein. Von dort aus strömt er in die Niederlande bis er schließlich in die Nordsee mündet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2 Rheinverlauf

1.3 Zeitliche Einordnung der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges

Das Rheinische Schiefergebirge lässt sich in das Zeitalter des Paläozoikums einordnen. Es erhielt seinen Faltenbau in der variszischen Gebirgsbildungsphase, die sich in der Periode von Devon, Karbon und Perm vollzog. Dies lässt sich aus in der Formationstabelle Abb.3 entnehmen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.3 Formationstabelle

Die Schichten wurden während der Gebirgsbildung im ausgehenden Karbon gefaltet und geschiefert, und in einzelnen großen Stapeln zu Schuppen übereinander geschoben, bis sie schließlich zu einem Gebirge herausgehoben wurden. In Abb. 4 sind die Grundzüge der

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4 Tektonische Stockwerkgliederung und typische Gesteine in Mitteleuropa nördlich der Alpen

varizischen Faltenbildung gezeigt. Der Tabelle können auch die gebirgsbildenden Gesteinsarten des Rheinischen Schiefergebirges entnommen werden.

2. Das Rheinische Schiefergebirge

2.1 Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges

Das Rheinische Schiefergebirge entstammt, wie bereits oben erwähnt, dem zwischen Devon und Karbon aufgefalteten variszischen Gebirges (s. Abb.4) des Paläozoikums. Der Untergrund besteht aus den weitflächig verbreiteten devonischen und karbonischen Gesteinen, welche im anschließenden Perm wieder vollständig abgetragen wurden.

In der Teritärzeit, am Ende des Pliozäns, hob sich das Rheinische Schiefergebirge als Scholle heraus. Die Hebung steigerte sich im Altpleistozän und erreichte während der Elstereiszeit und der Holsteinwarmzeit ihren Höhepunkt.

Durch die Abfolge von Kalt und Warmzeiten kam es zur Bildung von Flussterrassen, Moränenzügen sowie Löß- und Flugsanddecken. In den Kaltzeiten wurden erhebliche Mengen an Sedimenten akkumuliert und wechselte dann, nach abklingen der Kaltzeit, zu einer linienhaften Erosion über. Durch die Hebungen wurde es für den Rhein möglich sich verstärkt in die Sedimentmassen einzuschneiden, und so bilden die ehemaligen Akkumulationsflächen heute die in unterschiedlichen Höhen gelegenen Rheinterrassen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Die Rheinterrassen im Rheinischen Schiefergebirge
Hochschule
Universität zu Köln  (Seminar für Geographie und ihre Didaktik)
Veranstaltung
Methodenseminar Physisch-geographischer Teil
Note
2
Autor
Jahr
2005
Seiten
14
Katalognummer
V37762
ISBN (eBook)
9783638370219
ISBN (Buch)
9783656701156
Dateigröße
1162 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rheinterrassen, Rheinischen, Schiefergebirge, Methodenseminar, Physisch-geographischer, Teil
Arbeit zitieren
Marie-Louise Victoria Heiling (Autor), 2005, Die Rheinterrassen im Rheinischen Schiefergebirge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37762

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