Die Torlinientechnik soll den Fußball verbessern, also die Arbeit der Schiedsrichter erleichtern und dabei helfen, Fehlentscheidungen zu vermeiden. Sie dient zur Überwachung, ob der Ball die Torlinie vollständig überquert hat. In dieser Arbeit wird die Veränderung durch diese Technologie, sowie Vor- und Nachteile dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Torlinientechnik
2.1. Ballortung über Funk
2.2. Kamerabasierte Systeme
2.3. Öffentliche Meinung
2.3.1. Trainer, Spieler
2.4. Umfrage
2.4.1. Fazit der Umfrage
2.5. Interview
3. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Facharbeit untersucht, ob die Einführung der Torlinientechnik den Fußball nachhaltig verbessert, indem Fehlentscheidungen reduziert werden, ohne dabei die Faszination und Spannung des Sports zu gefährden.
- Funktionsweisen von Ballortungs- und kamerabasierten Systemen
- Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile der Technologie
- Analyse der öffentlichen Meinung von Spielern, Trainern und Fans
- Auswertung einer empirischen Umfrage zum Thema Torlinientechnik
- Expertenmeinung eines ehemaligen Fußballspielers
Auszug aus dem Buch
2.2.Kamerabasierte Systeme
Es gibt zwei kamerabasierte Systeme, die mit mindestens sechs Hochgeschwindigkeitskameras pro Tor ausgestattet sind. Eines dieser Systeme trägt den Namen „GoalControl“ und wurde speziell für den Fußball entwickelt. Es wurde in der Städteregion Aachen von der „GoalControl GmbH“ aus Würselen entwickelt. Im Jahr 2013 wurde das System von der FIFA lizensiert. Es funktioniert mit sieben Kameras, die am Stadiondach angebracht sind und 500 Bilder pro Sekunde aufzeichnen. Diese Daten werden über ein eigenes Glasfaserkabel zu einem Rechner übertragen und dort wird die Position des Balles auf fünf Millimeter genau berechnet. „GoalControl“ kam erstmals bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2013 in Marokko zum Einsatz. Zusätzlich kam noch die Nebenfunktion mit dem Namen „GoalControl Replay“ zum Einsatz.
Die andere Technologie, die auf Kameras basiert, heißt „Hawk-Eye“ und wird zur Ballverfolgung im Sport eingesetzt. Entwickelt wurde die Technologie im Jahr 2001 von Paul Hawkins, einem britischen Mathematiker. Im Juli 2012 wurde „Hawk-Eye“ erstmals zum Test im Fußball eingesetzt. Im Jahr 2015 wurde das System erstmalig bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft eingesetzt. Dieser Einsatz war sehr erfolgreich für „Hawk Eye“, da es in 52 Begegnungen der Frauen-Mannschaften acht strittige Torentscheidungen gab. Das System entschied dreimal für Tor und fünfmal für kein Tor.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert anhand eines konkreten Beispiels aus dem DFB-Pokal-Finale die Problematik von Fehlentscheidungen und führt die Forschungsfrage zur Torlinientechnik ein.
2. Torlinientechnik: Dieses Kapitel erläutert die technischen Systeme, ihre Funktionsweise und die unterschiedlichen technologischen Ansätze wie Ballortung und Kameratechnik.
2.1. Ballortung über Funk: Hier wird das System „GoalRef“ beschrieben, das auf Magnetfeldern und Spulen im Ball basiert und vom Fraunhofer Institut entwickelt wurde.
2.2. Kamerabasierte Systeme: Das Kapitel vergleicht die Systeme „GoalControl“ und „Hawk-Eye“, die beide mittels Hochgeschwindigkeitskameras die Torlinie überwachen.
2.3. Öffentliche Meinung: Es wird die kontroverse Diskussion über die Technisierung im Fußball beleuchtet, einschließlich der Argumente von Befürwortern und Kritikern.
2.3.1. Trainer und Spieler: Dieser Abschnitt behandelt die Einstellung der Bundesligisten zur Einführung der Technik und die Beweggründe für die Systemwahl.
2.4. Umfrage: Hier werden Methodik und Ergebnisse einer empirischen Befragung zur Akzeptanz der Torlinientechnik in der Bevölkerung vorgestellt.
2.4.1. Fazit der Umfrage: Das Fazit fasst zusammen, dass eine klare Mehrheit der Befragten die Technik befürwortet und kamerabasierte Systeme bevorzugt.
2.5. Interview: Ein ehemaliger Fußballspieler gibt seine Expertenmeinung zur Torlinientechnik ab und spricht sich für technologische Hilfsmittel zur Fehlervermeidung aus.
3. Schluss: Der Schluss wertet die gesammelten Erkenntnisse aus und prognostiziert die zukünftige Etablierung kamerabasierter Technologien im Fußball.
Schlüsselwörter
Torlinientechnik, Fußball, Schiedsrichter, Fehlentscheidung, Kameratechnik, Ballortung, GoalControl, Hawk-Eye, GoalRef, Videobeweis, Fairness, Umfrage, Sporttechnologie, FIFA, Bundesliga.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung technischer Hilfsmittel im Profifußball zur Überprüfung von Torentscheidungen und deren Auswirkungen auf den Sport.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Zu den zentralen Feldern gehören die technische Funktionsweise von Torlinientechnologien, die Haltung der Fußballverbände, die öffentliche Meinung sowie die empirische Auswertung einer Umfrage.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob die Torlinientechnik den Fußball tatsächlich besser macht und welche Vorteile bzw. Nachteile damit einhergehen.
Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?
Der Autor stützt sich auf eine Literaturrecherche, eine eigene empirische Umfrage mit 50 Probanden sowie ein Experteninterview mit einem ehemaligen Fußballspieler.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der technischen Systeme, eine detaillierte Analyse der öffentlichen Meinung sowie die Präsentation der Umfrageergebnisse und des Interviews.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Torlinientechnik, Kamerabasierte Systeme, Ballortung, Fairness, Fehlentscheidungen und technischer Fortschritt im Sport.
Welche Einstellung hat die Bundesliga gegenüber der Technik?
Die Bundesliga hat sich mehrheitlich für die Einführung der Technik entschieden, wobei die Vereine insbesondere das „Hawk-Eye“-System aufgrund seiner Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit bevorzugen.
Was ergab die Umfrage unter den 50 Probanden?
Die Umfrage ergab eine deutliche Zustimmung zur Torlinientechnik (84%) und eine klare Präferenz für kamerabasierte Systeme (83%), da diese als weniger invasiv für das Spielgerät betrachtet werden.
- Arbeit zitieren
- Gregor Kretschmann (Autor:in), 2016, Hightech im Fußball. Macht die Torlinientechnik den Fußball besser?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377700