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Frühe Hochbegabtenförderung vs. Inklusion an Schwerpunkt(grund)schulen?

Wie ist das Konzept der Entdeckertagsschulen in Rheinland-Pfalz mit dem Gedanken der Inklusion vereinbar?

Titel: Frühe Hochbegabtenförderung vs. Inklusion an Schwerpunkt(grund)schulen?

Hausarbeit , 2014 , 23 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Markus Krauss (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit möchte folgender Frage nachgehen: "Wie ist das Konzept der Entdeckertagsschulen in Rheinland-Pfalz mit dem Gedanken der Inklusion, alle Kinder gemeinsam zu unterrichten, vereinbar?"

Hierzu wird nach einer kurzen Einführung in unser Thema in Kapitel 2 zuerst die Bedeutungsdimension der Heterogenität in (Grund)Schulklassen anhand aktueller Literatur erörtert, bevor in Kapitel 3, wie bereits angedeutet, die Konzepte der Inklusion, der Schwerpunktschulen sowie das Konzept der frühen Hochbegabtenförderung in Rhein-land-Pfalz näher beleuchtet werden.
Das anschließende Kapitel führt den Leser zunächst in den Begriff der Hochbegabung ein – was ist Hochbegabung? Wie wird sie gemessen/diagnostiziert, um dieses Gebilde dann unter dem Blickwinkel der Konstruktion der Normalität sowie der Intelligenz als Distinktionsmerkmal, kritisch zu hinterfragen.
In Kapitel 5 wird die oben stehende Forschungsfrage anhand dieser Arbeit beantwortet. Das abschließende Fazit liefert neben einem Rückblick über die vorliegende Arbeit und die zugrunde liegenden Methoden auch einen Ausblick darüber, ob und in welcher Form die gewonnenen Erkenntnisse gegebenenfalls als Grundlage zu weiteren Arbeiten dienen können.
Teilweise wird in den einzelnen Kapitel der vorliegenden Ausarbeitung ein Interview, welches durch den Verfasser im Zuge einer Hausarbeit zu Modul 2A des Studienganges B.A. Bildungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen am 27.06.2013 geführt und ausgewertet wurde, zur empirischen Unterstützung herangezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Heterogenität und Inklusion

2.1 Definitionen

2.2 Historischer Rückblick

2.3 Heterogenität im 20. Jahrhundert

2.4 Heterogenität und Inklusion heute

3 Die Konzepte

3.1 Das Landeskonzept „Weiterentwicklung der Inklusion im schulischen Bereich“ in Rheinland-Pfalz

3.2 Die Schwerpunktschulen

3.3 Das Konzept der frühen Hochbegabtenförderung

4 Das Konstrukt der Hochbegabung / Das hochbegabte Kind

4.1 Kritik am Hochbegabungsbegriff, der Hochbegabtenförderung

4.2 Kritik aus normalismustheoretischer Sicht

5 Beantwortung der Forschungsfrage

6 Fazit / Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Vereinbarkeit des Konzepts der Entdeckertagsschulen für hochbegabte Kinder in Rheinland-Pfalz mit dem schulischen Inklusionsgedanken, der auf den gemeinsamen Unterricht aller Kinder abzielt.

  • Inklusionskonzept in Rheinland-Pfalz
  • Förderung hochbegabter Kinder
  • Normalitätskonstrukte im Bildungswesen
  • Verhältnis von Heterogenität und Homogenität
  • Diskurs über Begabungsförderung vs. gemeinsame Beschulung

Auszug aus dem Buch

4 Das Konstrukt der Hochbegabung / Das hochbegabte Kind

Eine einheitliche Definition des Begriffes „Hochbegabung“ findet sich in den aktuellen, diesbezüglichen Diskursen nicht. Der Begriff ist vielfältig, auch sind die üblichen Konnotationen dieses Phänomens häufig von Alltagswissen geprägt. Auf zwei mögliche Definitionen sei an dieser Stelle aber hingewiesen. So gibt es einerseits die recht verbreitete, und durchaus kritisch zu sehende, Definition der Hochbegabung rein über den Intelligenzquotienten. Hierbei wird eine Standardnormalverteilung angenommen mit einem IQ von 100 als Mittelwert. Nach den gängigen Definitionen gilt als hochbegabt, wessen IQ zwei Standardabweichungen über dem Mittelwert liegen. Jeder mit einem IQ > 130 gilt demnach als hochbegabt (Stapf, 2003; Ziegler, 2008). Bei dieser Definition wird davon ausgegangen, dass es so etwas wie eine allgemeine Intelligenz gibt, den g-Faktor. Dieser g - Faktor wurde maßgeblich durch Charles Edward Spearman und seine Forschungen geprägt. Abbildung vier zeigt die Standardnormalverteilung der Intelligenz.

Aus obiger Abbildung geht hervor, dass nach dieser Definition von Hochbegabung lediglich ca. 2% der Menschen eines Jahrgangs dieser Gruppe zuzurechnen sind.

Eine etwas differenziertere Definition von Hochbegabung liefert Ziegler selbst, er definiert hochbegabte Menschen nicht nach dem IQ-Wert, sondern über die Leistung, genauer über die Wahrscheinlichkeit, dass die betroffene Person einmal Leistungsexzellenz erreichen wird (Ziegler, 2008, S.17).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Inklusion und Begabtenförderung sowie Darstellung der Forschungsfrage.

2 Heterogenität und Inklusion: Theoretische Einordnung der Begriffe Heterogenität und Inklusion sowie ein historischer Rückblick auf die Entwicklung des Schulwesens.

3 Die Konzepte: Vorstellung des rheinland-pfälzischen Inklusionskonzepts, der Schwerpunktschulen und des Projekts der frühen Hochbegabtenförderung.

4 Das Konstrukt der Hochbegabung / Das hochbegabte Kind: Kritische Analyse des Hochbegabungsbegriffs, der Intelligenzdiagnostik und der normalismustheoretischen Perspektive.

5 Beantwortung der Forschungsfrage: Synthese der Ergebnisse zur Vereinbarkeit von Inklusion und Entdeckertagsschulen.

6 Fazit / Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse und Anregung für weiterführende soziologische und pädagogische Untersuchungen.

Schlüsselwörter

Heterogenität, Inklusion, Hochbegabung, Entdeckertag, Rheinland-Pfalz, Schwerpunktschulen, Normalismus, Intelligenzquotient, Begabtenförderung, Bildungsungerechtigkeit, Segregation, Differenzlinien, Schulentwicklung, Förderbedarf, Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich das Konzept der Begabtenförderung durch Entdeckertagsschulen mit dem Inklusionsanspruch im rheinland-pfälzischen Schulwesen verträgt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Schwerpunkte sind die Inklusionsdebatte, die Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler sowie die soziologische Kritik an Begriffs- und Normalitätskonstrukten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, ob das Konzept der Entdeckertagsschulen diametral zum Gedanken der Inklusion steht, der alle Kinder gemeinsam unterrichten möchte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit aktueller Fachliteratur sowie die Einbeziehung eines Experteninterviews zur empirischen Unterstützung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert Konzepte der Schwerpunktschulen und Hochbegabtenförderung, hinterfragt Hochbegabung als Konstrukt und diskutiert Auswirkungen von Normalitätsdiskursen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Inklusion, Hochbegabung, Heterogenität, Normalismus und Schulentwicklung.

Wie bewertet der Autor das Verhältnis von Inklusion und Hochbegabtenförderung?

Der Autor sieht keinen absoluten Widerspruch, konstatiert jedoch, dass die zeitweilige Exklusion hochbegabter Kinder in homogenen Gruppen einen Gegenpol zum Inklusionsansatz bildet.

Welche Bedeutung kommt der „Normalität“ in dieser Untersuchung zu?

Normalität wird als statistisches und willkürliches Konstrukt kritisiert, das zur Ausgrenzung führen kann, wobei der „flexible Normalismus“ als neuerer Diskurs hervorgehoben wird.

Welchen Ausblick gibt der Autor für die Schulpraxis?

Der Autor regt an, in Zukunft zu untersuchen, ob sich Inklusion und Begabtenförderung durch innovative Instruktionsdesigns oder Blended-Learning-Konzepte besser integrieren lassen.

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Details

Titel
Frühe Hochbegabtenförderung vs. Inklusion an Schwerpunkt(grund)schulen?
Untertitel
Wie ist das Konzept der Entdeckertagsschulen in Rheinland-Pfalz mit dem Gedanken der Inklusion vereinbar?
Hochschule
FernUniversität Hagen  (KSW)
Note
1,0
Autor
Markus Krauss (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V377743
ISBN (eBook)
9783668552692
ISBN (Buch)
9783668552708
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik Inklusion Hochbegabtenförderung Grundschule Schwerpunktschule
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Krauss (Autor:in), 2014, Frühe Hochbegabtenförderung vs. Inklusion an Schwerpunkt(grund)schulen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377743
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  23  Seiten
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