Analyse des Werks "Common Sense" von Thomas Paine

Sein Leben und sein Werk


Ausarbeitung, 2017

11 Seiten, Note: 1,7

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Das Leben des Thomas Paine

2. Das Werk „Common Sense“

3. Das Pamphlet Common Sense

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

1. Das Leben des Thomas Paine

Thomas Paine wurde am 09. Februar 1737 in Thetford, England, etwa 100 km nordöstlich von London geboren. Er wuchs in einer Quäkerfamilie auf, die sein Leben mit diese christlichen Werte prägte, welche er in dieser Zeit erhalten hat. Die Volksschule besuchte er nur 5 Schuljahre lang und erlernte mit 13 Jahren das Handwerk seines Vaters, das Anfertigen von Korsetten. Er war 12 Jahre lang als Korsettenmacher tätig bis er 1762 nach London zog und dort als Zollbeamter arbeitete. Jedoch wurde er bereits nach drei Jahren wieder entlassen.

Anschließend arbeitete Thomas Paine als Privatlehrer und eignete sich autodidaktisch ein umfassendes Wissen in den Bereichen Philosophie, Mathematik und Astronomie an. 1768 wurde er wieder als Zollbeamter in Lewese, ca.100 km südlich von London, eingestellt. Dort trat er in einen Debattierklub ein und konnte mit seinem Argumentationsgeschick überzeugen. Währenddessen setzte er sich für eine bessere Bezahlung der Zollbeamten ein. Als Interessenvertreter der Zollbeamten ging Paine 1773 zurück nach London und lernte Benjamin Franklin kennen.

1774 wurde er erneut aus dem Zolldienst entlassen, sein Besitz wurde versteigert und seine Ehe zerbrach. Noch im selben Jahr emigrierte Paine in die britischen Kolonien von Amerika. Er lebte und arbeitete in Philadelphia, wurde Mitherausgeber der Zeitung „Pennsylvania Journal and the Weekly Advertiser“ und konnte dort sein Schreibtalent unter Beweis stellen. Am 8. März 1775 veröffentlichte er eine Abhandlung gegen Sklaverei und zeigte sich als Aufklärer. Er forderte die Freilassung aller Schwarzen. Sein Aufsatz hatte unmittelbare Auswirkungen, denn am 14. April 1775 wurde in Philadelphia die erste Gesellschaft Amerikas zur Abschaffung der Sklaverei gegründet. Paine gehörte zu den wenigen Gründervätern, die nie Sklavenhalter waren.

Im April 1775 kam es zu einem ersten militärischen Aufeinandertreffen von britischen Truppen und Einheiten der Massachusetts Bay. Der Kontinentalkongress strebte trotz erstem Blutvergießen eine Versöhnung mit dem Mutterland an und hoffte auf eine Beilegung des Konflikts. Thomas Paine veröffentlichte bereits im Oktober 1775 einen kurzen Artikel „A serious thought“, indem er erstmals von der Loslösung Großbritanniens sprach und für die Unabhängigkeit warb. Am 10.Januar 1776 wurde „Common Sense“ zunächst anonym veröffentlicht. Die erste Auflage wurde noch mit „written by an English man“ unterzeichnet, während im Februar 1776 schon allgemein bekannt war, dass Thomas Paine der Verfasser war. Inmitten des Unabhängigkeitskrieges verbrachte Paine viel Zeit bei den Truppen und veröffentlichte mehrere „Crisis“ mit denen er die Moral der Armee heben wollte.

Nach dem Krieg zog sich Paine aus der Politik zurück und begann mit der Konstruktion einer Eisenbrücke. Dies führte ihn 1786 zurück nach England, wo er den Bau der Wearmouth-Brücke vorantrieb. Nach dem Ausbruch der französischen Revolution hielt Edward Burke, der sich zuvor erst mit Paine angefreundet hatte, eine Schmährede über selbige im britischen Parlament. Dazu veröffentlichte Burke im November 1790 seine „Betrachtung über die Französische Revolution“. Diese Schrift beantwortet Thomas Paine mit dem ersten Teil seiner „Rights of Man“ im Februar 1791. Ein Jahr später erschien der zweite Teil seines Werkes, in welchem er die Französische Revolution verteidigte und sie auch außerhalb Frankreichs populär machte. Ähnlich wie bei Common Sense schrieb Thomas Paine sein Werk „Rights of Man“ in einem Stil, der für jedermann verständlich war. Im Dezember musste Paine England verlassen, da er in Abwesenheit wegen aufrührerischer Schriften verurteilt und für vogelfrei erklärt wurde. Er floh mit einem Schiff nach Frankreich. In Dover verpasste ihn die Verhaftung nur um 20 Minuten.

Vorort angekommen wurde er zum Abgeordneten der Nationalversammlung gewählt. Da er sich gegen die Hinrichtung aussprach wurde er verhaftet und entging nur durch Glück seiner Enthauptung. Nach seiner Freilassung im November 1794 lebte Paine im Haus des amerikanischen Botschafters und späteren US Präsidenten James Monroe. Schließlich verfasste er dort den zweiten Teil seines Religionskritischen Werkes „Age of Reason“.

Auf Einladung von Präsident Jefferson kehrte Paine 1802 wieder nach Amerika zurück, wo er wegen „Age of Reason“ in Ungnade gefallen war und von der Presse als verlogener und hemmungsloser Ungläubiger verleumdet wurde. Einsam und verbittert verbrachte Paine seine letzten Jahre in New York und schrieb weiterhin an politischen und religionskritischen Artikeln. Am 8. Juni 1809 starb Thomas Paine in New York City. Seinen letzten Willen auf einem Quäkerfriedhof bestattet zu werden verwehrte man dem geistigen Gründervater der USA schließlich. Nach seinem Tod wurden seine Überreste ausgegraben und gestohlen, um sie nach England zu transportieren. Sie tauchten nie wieder auf.

Paine hatte sich in seinem ganzen Leben gegen Ungerechtigkeit eingesetzt und war als Gründervater der USA sehr populär. Mit seinem Werk „Commons Sense“ hat er einen großen Beitrag für die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung verfasst (Keane 1998).

2. Das Werk „Common Sense“

Common Sense wurde anfangs anonym veröffentlicht, denn als Verfasser wurde lediglich „written by an English man“ angegeben. Allerdings war bereits ein Monat nach Veröffentlichung allgemein bekannt, dass Thomas Paine der Autor des Pamphlets ist. Common Sense wurde sehr erfolgreich und fand sehr großen Zuspruch in der breiten Bevölkerung. Es wurde zum populärsten Pamphlet der amerikanischen Kolonien. In den ersten drei Monaten wurden 120.000 Exemplare gedruckt, insgesamt waren es 500.000 Exemplare. In Zeitungen wurden Auszüge veröffentlicht und die Inhalte wurden oft vorgetragen oder vorgelesen. Es ist davon auszugehen, dass Anfang 1776 mindestens die Hälfte der Kolonisten in Kontakt mit den Inhalten von Common Sense gekommen sind (Larkin 2005, S.86-113).

Mit dem einfachen Schreibstil von Thomas Paine machte er es möglich, dass auch die nicht gebildete Oberschicht seine Schrift verstehen konnte. Dazu verwendete er viele Beispiele und nahm Bezug auf die Bibel oder die Natur. Mit der Schrift traf Paine genau den Zeitgeist und bewirkte einen Meinungsumschwung innerhalb der Bevölkerung zu Gunsten der Patrioten. Durch diesen Stimmungswandel erhielt die Unabhängigkeitsbewegung großen Zuspruch und die Menschen wollten sich von dem englischen Mutterland emanzipieren.

3. Das Pamphlet Common Sense

Das Pamphlet Common Sense ist in vier Kapitel aufgebaut. Im ersten Kapitel beschäftigt sich Thomas Paine mit dem Ursprung und dem Aufbau einer Regierung. Diese werden mit Anmerkungen zur englischen Verfassung ergänzt. Das zweite Kapitel behandelt die Monarchie als Staatsform und einen sehr kritischen Blick auf die Erbfolge. Im dritten Kapitel schreibt Paine die Begründung und Argumente, warum es jetzt Zeit ist sich vom Mutterland England loszulösen.

Im letzten Kapitel werden die gegenwärtigen Fähigkeiten Amerikas bekräftigt, das auch alleine bestehen kann und der Kontinent sehr großes Potential besitzt.

Kapitel 1

„Society in every state is a blessing, but Government, even in is best state, is but a necessary evil; in ist worst state an intolerable one.“ Paine S.1

Paine beschreibt die Gesellschaft als ein Zustand im Segen, die Regierung dagegen ist bestenfalls nur ein notwendiges Übel. Im schlechtesten Fall, damit ist die Monarchie gemeint, sogar ein unerträgliches Übel. Er ist der Ansicht, dass Menschen keinen Gesetzgeber brauchen, wenn sie nur ihrem Gewissen folgen. Denn dann würde es keine Ungerechtigkeiten oder Gewalt geben. Da dies nicht der Fall ist, opfert man einen Teil seines Vermögens um Schutz durch eine Regierung zu erhalten. Der Schutz bedeutet die Sicherheit des Einzelnen in einer Gesellschaft, weshalb die Regierungsform auszuwählen ist, die mit dem geringsten Aufwand den größten Nutzen für alle darstellt.

„As the exalting one man so greatly above the rest cannot be justified on the equal rights of nature, so neither can it be defended on the authority of scripture, fort he will of the Almighty as declared by Gideon, and the prophet Samuel, expressly disapproves of government by Kings.“ Paine S.4

In diesem Satz kann Paine mit Beispielen aus der Natur und der Bibel nachvollziehbar belegen, dass eine Erhöhung eines Menschen über einen anderen gegen die Gleichheit der Menschen verstößt. Er kann sich auch auf die Bibel beziehen und belegen, dass der Allmächtige die Monarchie als Regierungsform ausdrücklich missbilligt. Besonders mit der Bezugnahme auf Gott und die Bibel kann Paine für seine Leser sehr nachvollziehbar argumentieren. Die Einwohner der Kolonien waren überwiegend Christen, welche aufgrund von politischer Verfolgung oder der Ausübung ihrer Religion in die Kolonien eingewandert sind, z.B. Puritaner, Calvinisten, Katholiken, Anglikaner, Mennoniten und Quäker. Mit der Bezugnahme auf die Bibel oder die Natur konnte Paine seine Argumente nicht nur für die gebildete Oberschicht darstellen sondern für jeden erkennbar werden lassen.

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Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Analyse des Werks "Common Sense" von Thomas Paine
Untertitel
Sein Leben und sein Werk
Hochschule
Technische Universität Kaiserslautern
Note
1,7
Jahr
2017
Seiten
11
Katalognummer
V377877
ISBN (eBook)
9783668551022
ISBN (Buch)
9783668551039
Dateigröße
523 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Paine, Werk, Common Sense, Analyse, Leben
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, Analyse des Werks "Common Sense" von Thomas Paine, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377877

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