Thomas Paine wurde am 09. Februar 1737 in Thetford, England, etwa 100 km nordöstlich von London geboren. Er wuchs in einer Quäkerfamilie auf, die sein Leben mit diese christlichen Werte prägte, welche er in dieser Zeit erhalten hat. Die Volksschule besuchte er nur 5 Schuljahre lang und erlernte mit 13 Jahren das Handwerk seines Vaters, das Anfertigen von Korsetten. Er war 12 Jahre lang als Korsettenmacher tätig bis er 1762 nach London zog und dort als Zollbeamter arbeitete. Jedoch wurde er bereits nach drei Jahren wieder entlassen. Anschließend arbeitete Thomas Paine als Privatlehrer und eignete sich autodidaktisch ein umfassendes Wissen in den Bereichen Philosophie, Mathematik und Astronomie an. 1768 wurde er wieder als Zollbeamter in Lewese, ca.100 km südlich von London, eingestellt. Dort trat er in einen Debattierklub ein und konnte mit seinem Argumentationsgeschick überzeugen. Währenddessen setzte er sich für eine bessere Bezahlung der Zollbeamten ein. Als Interessenvertreter der Zollbeamten ging Paine 1773 zurück nach London und lernte Benjamin Franklin kennen. 1774 wurde er erneut aus dem Zolldienst entlassen, sein Besitz wurde versteigert und seine Ehe zerbrach. Noch im selben Jahr emigrierte Paine in die britischen Kolonien von Amerika. Er lebte und arbeitete in Philadelphia, wurde Mitherausgeber der Zeitung „Pennsylvania Journal and the Weekly Advertiser“ und konnte dort sein Schreibtalent unter Beweis stellen. Am 8. März 1775 veröffentlichte er eine Abhandlung gegen Sklaverei und zeigte sich als Aufklärer. Er forderte die Freilassung aller Schwarzen. Sein Aufsatz hatte unmittelbare Auswirkungen, denn am 14. April 1775 wurde in Philadelphia die erste Gesellschaft Amerikas zur Abschaffung der Sklaverei gegründet. Paine gehörte zu den wenigen Gründervätern, die nie Sklavenhalter waren.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Leben des Thomas Paine
2. Das Werk „Common Sense“
3. Das Pamphlet Common Sense
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Leben und Wirken von Thomas Paine mit einem besonderen Fokus auf sein einflussreiches Pamphlet „Common Sense“. Ziel ist es aufzuzeigen, wie Paine durch seinen zugänglichen Schreibstil und seine rhetorischen Mittel, insbesondere den Bezug auf die Bibel und die Natur, maßgeblich zur Meinungsbildung und zum Unabhängigkeitsstreben der amerikanischen Kolonien beitrug.
- Biografischer Werdegang von Thomas Paine
- Analyse des Pamphlets „Common Sense“ als politisches Instrument
- Rhetorische Strategien zur Mobilisierung der Bevölkerung
- Einfluss auf die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung
- Kritische Auseinandersetzung mit Monarchie und Erbfolge
Auszug aus dem Buch
Kapitel 3
“I challenge the warmest advocate for reconciliation to show a single advantage that this continent can reap by being connected with Great Britain.” Paine S.10
Paine thematisiert den aktuellen Zustand des Konfliktes mit dem Mutterland und sieht dabei nur einen Ausweg. Eine Versöhnung mit England schließt er kategorisch aus. Die Menschen, die eine Aussöhnung mit Großbritannien wollen, hält er für schwach. Er beschreibt sie als eigennützig und voreingenommen. Dabei geht er davon aus, dass eine Versöhnung auch nur kurzfristig wäre und nimmt damit Bezug auf die Einführung von neuen Steuern durch England, welche erst die Eskalation der Ereignisse ausgelöst haben. Großbritannien hat wirtschaftliche Interessen, die sie auch durchsetzen wollen.
Er erinnert an die Gewalttätigkeit die bereits von den Briten ausging. Paine nennt dabei namentlich die Schlacht von Bunker-Hill, bei der es bereits zum Blutvergießen gekommen ist und die Stationierung von Schlachtschiffen vor Boston. Einer militärischen Auseinandersetzung sieht Paine äußerst positiv entgegen und schreibt, dass Amerika niemals von Großbritannien oder Europa erobert werden könnte, denn jene besitzen nicht die Macht dazu. Seiner Auffassung nach kann Amerika nur erobert werden wenn die Kolonisten zögerlich und uneins sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Leben des Thomas Paine: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg Paines von seiner Kindheit in England bis zu seinem Wirken als Gründervater in Amerika und seinem späteren Leben nach.
2. Das Werk „Common Sense“: Hier wird der enorme Erfolg und die breite Wirkung des Pamphlets auf die Bevölkerung der amerikanischen Kolonien analysiert.
3. Das Pamphlet Common Sense: Das Kapitel bietet eine inhaltliche Übersicht der vier Hauptteile des Pamphlets und erläutert Paines Argumentationsweise gegen die britische Herrschaft.
4. Fazit: Das Fazit fasst Paines Beitrag zur amerikanischen Revolution zusammen und würdigt seinen lebenslangen Einsatz für gesellschaftliche Gerechtigkeit.
5. Literaturverzeichnis: Hier sind die verwendeten Quellen und Fachbücher aufgeführt, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.
Schlüsselwörter
Thomas Paine, Common Sense, Amerikanische Unabhängigkeit, Großbritannien, Monarchie, Erbfolge, Aufklärung, Revolution, 13 Kolonien, Patriotismus, Bibel, Regierungsform, politische Pamphlete, Gründervater
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Person Thomas Paine und analysiert die Bedeutung seines Werkes „Common Sense“ für die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind Paines Biografie, seine rhetorische Argumentation gegen die Monarchie sowie der politische Kontext des Unabhängigkeitskrieges.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Paine durch seine Schriften die öffentliche Meinung in den Kolonien maßgeblich beeinflusste und zur Loslösung von Großbritannien motivierte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Analyse historischer Texte und biographischer Hintergründe, um Paines Argumentationsstrategien zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine Untersuchung zur Verbreitung von „Common Sense“ sowie eine detaillierte inhaltliche Analyse der zentralen Argumente aus dem Pamphlet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Thomas Paine, Unabhängigkeitsbewegung, Monarchie, Aufklärung und das Pamphlet „Common Sense“.
Wie argumentiert Paine gegen die Erbmonarchie?
Paine entkräftet das Konzept der Erbfolge, indem er auf die biblische Gleichheit der Menschen verweist und argumentiert, dass Geburtsrecht kein legitimer Grund für Herrschaft sein kann.
Warum nutzte Paine religiöse Metaphern?
Durch den Bezug auf die Bibel konnte Paine eine Brücke zur überwiegend christlichen Bevölkerung schlagen und seine politischen Forderungen auch für weniger gebildete Schichten verständlich machen.
Welche Rolle spielte der Konflikt mit Großbritannien für die Argumentation?
Paine stellt den Krieg als notwendige Folge der britischen Unterdrückung dar und nutzt Ereignisse wie die Schlacht von Bunker-Hill, um die Aussichtslosigkeit einer Versöhnung zu unterstreichen.
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- Anonym (Autor), 2017, Analyse des Werks "Common Sense" von Thomas Paine, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/377877