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Wie beeinflusst die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes den globalen Klimawandel? Seine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf

Titel: Wie beeinflusst die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes den globalen Klimawandel? Seine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf

Seminararbeit , 2014 , 23 Seiten , Note: 1,70

Autor:in: Jessica Burkert (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Phys. Geogr., Geomorphologie, Umweltforschung
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Auf der 19. UN-Klimakonferenz in Warschau, im November 2013, wurde das Thema Waldschutz hervorgehoben. Auf dieser Konferenz wurde ein Mechanismus festgelegt, der Staaten dafür belohnt, dass sie ihre Wälder vor der Rodung schützen und so vor der Zerstörung bewahren. Durch den Reducing Emissions from Deforestation and Degradation - Mechanismus (REDD-Mechanismus) sollen bedrohte Wälder, hauptsächlich tropische Regenwälder, vor der Entwaldung und Degradierung geschützt werden, indem die Besitzer für einen wirksamen Schutz Zahlungen erhalten. Auf diese Weise soll dem im Wald gespeicherten Kohlenstoff ein Wert beigemessen und der ökonomische Druck von den gefährdeten Tropenwäldern genommen werden. Der REDD-Mechanismus wird daher als Möglichkeit gesehen, die anthropogene Treibhausgasemission zu reduzieren.

Der Erhalt und Schutz des amazonischen Regenwaldes wird von einem zunehmenden Bevölkerungsdruck und unökologischen wirtschaftlichen Entwicklungszielen bedroht. Als größtes zusammenhängendes tropisches Regenwaldgebiet, gilt es als „Lunge der Welt“. Wie die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes den globalen Klimawandel beeinflusst und warum die Regenwaldzerstörung eine besondere Rolle bei der Frage um die Reduktion des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid (CO2) spielt, wird im Folgenden behandelt. Es wird folgende Hypothese überprüft: Die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes beeinflusst den globalen Klimawandel, indem durch die Regenwaldzerstörung CO2 freigesetzt wird, der als Treibhausgas die anthropogene Erderwärmung verstärkt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Globaler Klimawandel und Treibhauseffekt

3 Zerstörung des amazonischen Regenwaldes

3.1 Dimension und Ursachen der Zerstörung

3.2 Regionale Folgen der Entwaldung für Nährstoff-, Wärme- und Wasserhaushalt

4 Rolle des amazonischen Regenwaldes im globalen Kohlenstoffkreislauf

4.1 Kohlenstoffspeicher

4.2 Kohlenstoffsenke

4.3 Kohlenstoffquelle

5 Unsicherheiten und Probleme der Kohlenstoffmessungen

6 Zukunftsszenarien – Was passiert wenn die Zerstörung anhält?

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Entwaldung des Amazonas-Regenwaldes auf den globalen Klimawandel. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern die durch die Zerstörung freigesetzten Kohlenstoffdioxid-Mengen die anthropogene Erderwärmung verstärken und welche Rolle das Ökosystem dabei im globalen Kohlenstoffkreislauf einnimmt.

  • Funktionsweise des natürlichen Treibhauseffekts und der Rolle von CO2
  • Ursachen und Dimensionen der Regenwaldzerstörung im Amazonasgebiet
  • Regionale Auswirkungen der Entwaldung auf Stoffkreisläufe
  • Speicher- und Senkenfunktion des tropischen Regenwaldes
  • Unsicherheiten bei der Messung von Kohlenstoffflüssen

Auszug aus dem Buch

3.1 Dimension und Ursachen der Zerstörung

Der größte geschlossene tropische Regenwald der Erde ist der Amazonische Regenwald in Brasilien, er bedeckt noch ca. 3,5 Millionen km² der Erdoberfläche (vgl. Costa et al. 2010, S.19). Ursprünglich umfasste der amazonische Regenwald ca. 4,1 Millionen km² (vgl. ebd., S. 111) des 5 Millionen km² großen Amazonasgebietes („Amazônia Legal“), das die Bundesstaaten Acre, Amapá, Amazonas, Maranhão, Mato Grosso, Pará, Rondônia, Roraima und Tocantins umfasst (vgl. ebd.; vgl. Glaser und Woods 2004, S. 183). Bis zum Jahr 2008 wurde laut brasilianischem Institut für Raumforschung (INPE) eine Regenwaldfläche von ca. 736.000 km², d.h. rund 18% der ursprünglichen Waldfläche entwaldet und zerstört (vgl. Costa et al. 2010, S. 117). Der Anteil der jährlich zerstörten Waldfläche lag 1975 bei 0,6% und vergrößerte sich bis 1990 auf 10%. Innerhalb von 10 Jahren nahm der Anteil weiter um 4,3% zu und erhöhte sich bis 2005 auf 16% der Waldfläche (vgl. ebd., S. 117 f.; vgl. Corlett und Primack 2011, S. 4).

Wie in Abbildung 3 dargestellt ist, stieg die durchschnittliche Entwaldungsrate seit 1996/97 kontinuierlich bis 2004 auf ca. 26.000 km² pro Jahr an und fällt seitdem auf ca. 10.000 km² pro Jahr. Die jährliche Entwaldung im Amazonischen Regenwald hat um 32% für den Zeitraum 1996/2000 (16.800 km²) bis 2001/05 (22.300 km²) zugenommen. Von 2004 auf 2005 ist die jährlich entwaldete Fläche von 26.100 km² auf 18.900 km² gesunken (vgl. IPCC 2007a, S. 590; vgl. Costa et al. 2010, S. 118). Auffällig ist, dass im Jahr 1994/95 fast 30.000 km² Waldfläche zerstört wurden und damit der bisherige Höchstwert der jährlich entwaldeten Fläche erreicht wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Waldschutzes ein, definiert das Ziel der Arbeit und stellt die zu überprüfende Hypothese zur Freisetzung von CO2 durch Regenwaldzerstörung auf.

2 Globaler Klimawandel und Treibhauseffekt: Dieses Kapitel erläutert die physikalischen Grundlagen des Treibhauseffekts sowie den Zusammenhang zwischen anthropogenem CO2-Anstieg und der globalen Erwärmung.

3 Zerstörung des amazonischen Regenwaldes: Hier werden die Ausmaße, zeitlichen Entwicklungen und sozio-ökonomischen Ursachen der Abholzung sowie deren regionale Auswirkungen auf Nährstoff-, Wärme- und Wasserhaushalt analysiert.

4 Rolle des amazonischen Regenwaldes im globalen Kohlenstoffkreislauf: Dieses Kapitel untersucht die spezifischen Funktionen des Waldes als Kohlenstoffspeicher, -senke und -quelle und setzt diese in den globalen Kontext.

5 Unsicherheiten und Probleme der Kohlenstoffmessungen: Hier werden die methodischen Schwierigkeiten und Unsicherheiten bei der Quantifizierung von Kohlenstoffflüssen und Biomasse-Daten reflektiert.

6 Zukunftsszenarien – Was passiert wenn die Zerstörung anhält?: In diesem Kapitel werden Prognosen für verschiedene Entwicklungsverläufe diskutiert, unter Berücksichtigung von Klimawandel-Modellen und Kippelementen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die Hypothese und diskutiert das Potenzial von Aufforstungen zur Minderung des anthropogenen Treibhauseffekts.

Schlüsselwörter

Amazonas-Regenwald, Entwaldung, Klimawandel, Kohlenstoffkreislauf, Treibhauseffekt, CO2-Emissionen, Brandrodung, Kohlenstoffsenke, Kohlenstoffspeicher, Bodenfruchtbarkeit, Agroindustrie, Aufforstung, Treibhausgase, Landnutzungswechsel, Klimamodelle

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der fortschreitenden Zerstörung des amazonischen Regenwaldes auf den globalen Klimawandel, insbesondere im Hinblick auf den Kohlenstoffhaushalt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind der Treibhauseffekt, die Entwaldungsdynamik im Amazonasgebiet, der Kohlenstoffkreislauf der Erde und die ökologischen Folgen des Verlusts von Waldflächen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist die Überprüfung der Hypothese, dass die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes den Klimawandel verstärkt, indem durch Entwaldung gespeicherter Kohlenstoff als CO2 freigesetzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung wissenschaftlicher Studien, Klimadaten sowie Berichte des IPCC und anderer Forschungseinrichtungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse der Entwaldung, eine Untersuchung der Rolle des Waldes als Kohlenstoffquelle bzw. -senke und eine Reflexion über Messunsicherheiten sowie Zukunftsszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Regenwaldzerstörung, Kohlenstoffbilanz, Klimawandel, Treibhauseffekt und Amazonas.

Welche Rolle spielt die Agroindustrie bei der Entwaldung im Amazonas?

Laut der Untersuchung ist der Wandel von der Subsistenzwirtschaft zur exportorientierten Agroindustrie (insbesondere Rinderzucht und Sojaanbau) ein maßgeblicher Treiber für großflächige Entwaldungen.

Warum ist die Messung von Kohlenstoffflüssen so schwierig?

Messunsicherheiten entstehen durch jahreszeitliche Schwankungen, begrenzte Luftprobendaten, unterschiedliche Entwaldungsarten und Probleme bei der präzisen Bestimmung der Biomasse und Abbauraten.

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Details

Titel
Wie beeinflusst die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes den globalen Klimawandel? Seine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,70
Autor
Jessica Burkert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V378063
ISBN (eBook)
9783668577305
ISBN (Buch)
9783668577312
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zerstörung regenwaldes klimawandel seine rolle kohlenstoffkreislauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Burkert (Autor:in), 2014, Wie beeinflusst die Zerstörung des amazonischen Regenwaldes den globalen Klimawandel? Seine Rolle im globalen Kohlenstoffkreislauf, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378063
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