Bei der folgenden Arbeit handelt es sich um gesammelte Beurteilungsansätze für visualisierte Windenergieanlagen-Anordnungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Hessen.
Nach einer einführenden Klärung der Rahmenbedingungen geht die Arbeit im nächsten Punkt stärker auf dei anzunehmenden Effekte von Windparkanlagen, besonders auf die Lanfschaft und den Aspekt der optischen Sichtbarkeit ein. Hiernach erfolgt eine abschließende kurze Zusammenfassung der kritischen Ergebgnisse mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Odenwaldkreis.
Inhaltsverzeichnis
I Vorbemerkungen:
I.1 Landschaftsaesthetik
II Fachlicher Anlass
II Rahmenbedingungen
II.1 Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung
II.2 Baurecht (BauGB)
II.3 Energiegipfel Hessen
II.4 Energiezukunftsgesetz
III Effekte
III.1 Abnehmender Zuwachs der Landschaftsbeeinflussung in einem Windpark je zusätzlicher WKA
III.2 Entfernungen / Sichtbarkeiten
III.3 Opt. Wirkfelder
IV Methodik
V Zusammenfassung m. Kritik am FNP-Entwurf Odenwaldkreis
Va Allgemein
Vb Flächennutzungsplan Odenwaldkreis
VI Fundstellen:
Zielsetzung und thematischer Fokus
Die vorliegende Arbeit untersucht die ästhetischen Auswirkungen von Windkraftanlagen auf das Landschaftsbild, insbesondere im Hinblick auf die Konzentration von Anlagen in sogenannten „Mini-Clustern“. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, inwieweit bestehende rechtliche Regelwerke wie die Kompensationsverordnung Hessen den tatsächlichen optischen Belastungen für den Betrachter gerecht werden.
- Analyse der landschaftsästhetischen Beeinträchtigung durch Windenergieanlagen.
- Kritische Bewertung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelungen und des Baurechts.
- Untersuchung des Phänomens des abnehmenden Zuwachses der Landschaftsbeeinflussung bei zusätzlichen Anlagen.
- Methodische Herangehensweise an die Beurteilung von Sichtbarkeiten und Wirkfeldern.
- Evaluation des Flächennutzungsplan-Entwurfs für den Odenwaldkreis unter ästhetischen Gesichtspunkten.
Auszug aus dem Buch
I.1 Landschaftsaesthetik
Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, daß WKA nicht zwingend die Landschaft beeinträchtigen. Dies festzustellen ist vielmehr die Aufgabe der einzelfallbezogenen Prüfung.
Eine solche Prüfung aber, ob eine WKA ästhetische Beeinträchtigungen oder Aufwertungen bestimmter Sichtfelder eines an verschiedenen Wirkpunkten einer WKA stehenden Betrachters verursacht, kann nur dann erfolgen, wenn die entsprechenden Wirkräume überhaupt erfasst und nicht a priori von Amtes wegen vernachlässigt werden.
Insoweit verhindert der Hessische Landtag mit der Änderung der KV eine solche im v.g. Sinne umfassende Prüfung, indem er dadurch im Grunde 90% der optischen Wirkungen einer WKA der Beliebigkeit anheimstellt.
Das widerspricht dem verantwortungsvollen Umgang mit dem v.a. neben dem Gut „Naturhaushalt“ bundesrechtlich geschützten Gut „Landschaft“ und damit geltendem Recht.
Zusammenfassung der Kapitel
I Vorbemerkungen: Einführung in die Problematik der Landschaftsästhetik im Kontext von Windkraftanlagen und Kritik an bestehenden Prüfverfahren.
II Fachlicher Anlass: Erläuterung der Motivation für die Ausarbeitung, insbesondere die Zunahme von Windparks in kleinen Kapazitäten.
II Rahmenbedingungen: Detaillierte Darstellung der rechtlichen Ausgangslage, inklusive Eingriffsregelung, Baurecht und politischer Zielsetzungen wie dem Energiegipfel Hessen.
III Effekte: Analyse der physikalischen und optischen Auswirkungen, wie dem Phänomen des abnehmenden Zuwachses der Landschaftsbelastung sowie Sichtbarkeitsdistanzen.
IV Methodik: Beschreibung der technischen Möglichkeiten zur Auswertung von optischen Wirkfeldern mittels spezieller Software.
V Zusammenfassung m. Kritik am FNP-Entwurf Odenwaldkreis: Kritische Reflexion der Planungsansätze im Odenwaldkreis und Zusammenfassung der ästhetischen Problematik.
VI Fundstellen: Auflistung der verwendeten Literatur und Quellen für die vorliegenden Ausführungen.
Schlüsselwörter
Landschaftsästhetik, Windkraftanlagen, WKA, Landschaftsbeeinflussung, Eingriffsregelung, BauGB, Energiegipfel Hessen, Mini-Cluster, Wirkfelder, Sichtbarkeit, Flächennutzungsplan, Odenwaldkreis, Naturschutzrecht, Landschaftsbild, Raumplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die ästhetische Wahrnehmung von Windparks in der Landschaft, insbesondere die Auswirkungen von kleineren Cluster-Anordnungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit befasst sich mit landschaftsästhetischen Auswirkungen, rechtlichen Rahmenbedingungen der Raumplanung und der methodischen Beurteilung von optischen Wirkungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass aktuelle rechtliche Prüfverfahren die tatsächliche optische Belastung durch Windkraftanlagen oft unterschätzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Methodik stützt sich auf die Analyse von Wirkräumen und Sichtfeldern, teils gestützt durch EDV-gestützte Planungssoftware.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Es werden rechtliche Grundlagen (BauGB, Naturschutz), physikalische Effekte bei der Anordnung von Anlagen sowie Fallbeispiele zur Sichtbarkeit diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Landschaftsästhetik, Eingriffsregelung, Wirkfelder, Sichtbarkeit und Raumplanung.
Warum wird die Kompensationsverordnung kritisiert?
Der Autor kritisiert, dass durch die Änderung der Verordnung eine umfassende Prüfung der optischen Wirkungen unterbleibt und diese der Beliebigkeit überlassen wird.
Welche Rolle spielen die "Mini-Cluster" in dieser Untersuchung?
Mini-Cluster werden als Beispiel für eine Anordnung genannt, bei der der Effekt der Landschaftsbeeinflussung oft falsch eingeschätzt wird.
Inwieweit beeinflusst der Standort des Betrachters die Wahrnehmung?
Die Wahrnehmung hängt stark vom individuellen Wirkraum und dem Umschaltverhalten des Betrachters ab, was in der Arbeit grafisch analysiert wird.
Was bemängelt der Autor am Flächennutzungsplan des Odenwaldkreises?
Es wird bemängelt, dass die Analyse der Sichtbarkeit auf einer fehlerhaften Annahme homogener Kreis-Sektoren basiert, die nicht der Realität entspricht.
- Arbeit zitieren
- Tilman Kluge (Autor:in), 2013, Windparks und Mini-Cluster in der Landschaftswahrnehmung. Welche Faktoren sind zu berücksichtigen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378177