Das Projekt Herausforderung als Schulfach? Konzept zur Verankerung an der Heinz-Brandt-Schule (ISS) Berlin-Weißensee


Diskussionsbeitrag / Streitschrift, 2017

47 Seiten

Miriam Pech (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Begriffsklärung: Was ist eine Herausforderung an der HBS, was ist keine?

2. Ziele und pädagogische Legitimation: Warum sollte man auf Herausforderung gehen?
2.1. Pädagogisches Konzept und Zielsetzung
2.2. Auswirkungen auf Unterricht und Schulleben
2.3. Nachhaltigkeit und Ausblick

3. Bisherige Erfahrungen mit dem Projekt Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule
3.1. Genereller Aufbau der bisherigen Herausforderungsprojekte an der Heinz-Brandt-Schule
3.2. Aufbau einer Herausforderungsgruppe
3.3. Beispiele bisheriger Durchführungen der Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule

4. Weitere Verankerung: Das Projekt Herausforderung als Schulfach?
4.1. Rahmenlehrplanbezug
4.2. Möglichkeiten zur Bewertung eines Faches Herausforderung
4.3. Herausforderungs-Portfolio als Mittel der Leistungsbewertung
4.4. Benotung: Widerspruch zur Entschulung?

5. Möglichkeiten zur Durchführung an der Heinz-Brandt-Schule
5.1. ‚freie‘ und ‚gebundene‘ Formen der Herausforderung
5.2. Personaleinsatz und Kooperation mit externen Begleitern
5.3. Fokussierung eines Jahrgangs und Einbettung in schulische Abläufe
5.4. Schulfach Herausforderung innerhalb des Unterrichts „Verantwortung“ in Jahrgang 8
5.5. Mögliche Herausforderungsprojekte der Zukunft
5.6. Mögliche Probleme für die Ausweitung der Herausforderung zum Schulfach

6. Weiterhin zu klärende Fragen
6.1. Finanzielle Rahmenbedingungen
6.2. Personelle Abdeckung und rechtliche Absicherung

7. Fazit und Empfehlungen für die Gesamtkonferenz und Schulkonferenz
7.1. Die schulischen Voraussetzungen erfordern entsprechende Schlussfolgerungen
7.2. Empfehlungen für die weitere Entwicklung der Herausforderung an der HBS

8. Literaturverzeichnis

Anlagen – Materialien zur Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule
a) Auswahl einiger Schulen mit dem Projekt Herausforderung
b) Bewerbung zur Teilnahme an einer Herausforderung
c) Teilnahmeerklärung (Bsp. Kurische Nehrung 2017)
d) Vorlagen für das Portfolio zur Herausforderung
e) Beispiele für die Erarbeitung des Eigenanteils
f) Teilnahme-Zertifikat für Schüler*innen
g) Beispiel für einen Evaluationsbogen

1. Begriffsklärung: Was ist eine Herausforderung an der HBS, was ist keine?

Der Begriff ‚Herausforderung‘ klingt griffig, einfach und klar, so dass viele erste Assoziationen mit dem Begriff auch die intendierte Begriffsbestimmung im pädagogischen Kontext der Heinz-Brandt-Schule treffen. Allerdings muss trotzdem für alle beteiligten Akteure klar sein, wann ein schulisches Fahrtenprojekt den Namen ‚Herausforderung‘ verdient und wie es an der Heinz-Brandt-Schule mit Inhalt gefüllt wird.

Die Grundidee einer Herausforderung, so wie sie seit dem Pilotprojekt 2013 an der Heinz-Brandt-Schule Jahr für Jahr durchgeführt wird, ist, dass die Schüler*innen nach eigener Zielsetzung den schulischen Kontext verlassen, um eine prägende Lebenserfahrung hinzuzugewinnen, indem sie an ihre eigenen Grenzen und vielleicht auch darüber hinaus gehen, um schließlich mit neuer Selbstwirksamkeitsüberzeugung erfolgreich ins ‚normale‘ Leben zurückzukehren. Diese Definition und auch die nachfolgenden weiteren Spezifika der Durchführung gelten in unserem Kontext und dies alles wird an jeder anderen Schule eine andere Ausprägung haben müssen, weil dort die Bedingungen anders sind.[1] Für jede Schule wird aber wichtig sein, das herausfordernde Momentum zu definieren, welches die Herausforderung von Klassen- oder Projektfahrten unterscheidet.

Die Heinz-Brandt-Schule hat sich zur Durchführung der Herausforderung mehrere Maximen auferlegt, die das Projekt zwar eingrenzen, aber für das Erreichen der noch näher zu erläuternden pädagogischen Ziele aus unserer Sicht unerlässlich sind:

Maxime 1: finanzielle Obergrenzen und Eigenleistung

Das Projekt Herausforderung soll für alle Schüler*innen offen sein, so dass finanzielle Hürden vermieden werden müssen. Eine Bildungs- und Chancengleichheit ist dabei das Primat bei Planung und Durchführung einer Herausforderung. Aus diesem Grund soll sich das Projekt nur zu 150 Euro aus der Beteiligung der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten finanzieren, wohingegen weitere 150 Euro durch die Teilnehmer selbst erarbeitet werden sollen.[2] Hierdurch steigt auch die Identifikation mit dem Projekt sowie dessen Nachhaltigkeit.

Maxime 2: Durchmischung

Die Heinz-Brandt-Schule hat eine sehr heterogene Schülerschaft, dies sowohl bezogen auf die Leistungsfähigkeit der Schüler*innen, als auch auf den sozioökonomischen Status der Eltern. Einzelne Herausforderungsgruppen streben an, die Vielfalt der Schule abzubilden, so dass Schüler*innen mit höherem Unterstützungsbedarf durch die Gruppe getragen werden können und sich aber ebenfalls durch ihre individuellen Stärken für die Gruppe einbringen können, die ihnen so im Regelunterricht vielleicht nicht möglich wären.

Maxime 3: Sicherheit

Die Herausforderung soll für die Schüler*innen, nicht aber in erster Linie für die Betreuer zu einer positiven Grenzerfahrung werden. In der Sorgfaltspflicht der Begleiter liegt natürlich die sichere Bewältigung einer Herausforderung. Dies wird durch entsprechende Schulungen, detaillierte Planungen und gute Vorbereitung gewährleistet, erfordert mitunter allerdings auch einen erhöhten Betreuungsschlüssel. Im Zweifel muss natürlich eine Herausforderung auch abgebrochen werden, wenn Gefahren für die Sicherheit der Teilnehmer bestehen. Herausforderungen dürfen auch scheitern.

Mit dem Projekt Herausforderung werden erlebnispädagogische Elemente mit dem Schulalltag verwoben. Dies hat zur Folge, dass die Herausforderungen in der Regel unter freiem Himmel stattfinden, die Natur als Lernraum nutzen. Durch die Aktivitäten in der Natur ist vielen Herausforderungen eine recht hohe physische Handlungskomponente innewohnend. Zudem bieten die Aktivitäten eine direkte Handlungskonsequenz, was meint, dass die Schüler*innen sofortige Rückmeldung zu Erfolg oder Misserfolg ihres Tuns erhalten, womit eventuell notwendige Verhaltensänderungen angestoßen werden können. Die Gruppe fungiert hier als Katalysator der erwünschten Veränderung. Um einen möglichst hohen Anteil der unterwegs gewonnenen Erfahrungen in den Alltag übertragen zu können, ist eine Reflexion des Erfahrenen unerlässlich.[3]

Mit der obigen Begriffsbestimmung, den drei Maximen und der erlebnispädagogischen Ausrichtung im Hinterkopf soll nun nachfolgende Check­liste näher bestimmen helfen, welche Art Projekt aus unserer Sicht in Form einer Herausforderung vorstellbar ist. Kolleg*innen mit einer Herausforderungsidee sollten diese Übersicht nutzen, um das Vorhaben hinsichtlich des Herausforderungscharakters zu überprüfen. Damit müssen sicher nicht alle Kriterien voll erfüllt werden, jedoch muss in jedem Falle für die Teilnehmer ihr konkretes Ziel während der Unternehmung klar sein und es muss in irgendeiner Weise Überwindung kosten, dieses Ziel zu erreichen, da es sich ansonsten vielleicht eher um eine Projektfahrt handelt.[4]

Checkliste: Handelt es sich wirklich um eine Herausforderung?

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2. Ziele und pädagogische Legitimation: Warum sollte man auf Herausforderung gehen?

Im Sommer 2o13 startete das Pilotprojekt Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule. Grund­anliegen hierfür war (und ist) das Wissen aus der Entwicklungspsychologie, aus der Hirn­forschung sowie aus der eigenen Lebenserfahrung: sich Ziele zu setzen und diese zu verfolgen, sich einer herausfordernden Aufgabe zu stellen und diese zu meistern, heißt Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen, Anstrengungsbereitschaft und Entdeckungsfreude zu spüren, etwas zu wagen und zu riskieren, Verantwortung zu übernehmen und Selbstbewusstsein zu spüren.[5] Wir sind überzeugt, dass das Entdecken der eigenen Selbstwirksamkeit unsere Schüler*innen in der weiteren Schulzeit und darüber hinaus prägt.[6] Die Schüler*innen erfahren, wie sehr Ziele, Visionen und Heraus­forderungen unsere Lebenserfahrung bestimmen.

2.1 Pädagogisches Konzept und Zielsetzung

Alle Herausforderungen der Heinz-Brandt-Schule verfolgen die gleichen Ziele:

- Kennenlernen der eigenen Grenzen sowie der Umgang mit den eigenen Grenzen,
- Aufbau und Stärkung des Durchhaltevermögens und der Zielorientierung und die Erfahrung von Anerkennung,
- Verantwortungsübernahme für sich selbst und für andere,
- selbstständiges Planen, Handeln und Agieren,
- Kennenlernen der Welt als Erweiterung des bisherigen Erfahrungshorizontes.

Das Konzept Herausforderung ermöglicht es, die Schwerpunkte des Lernens hinaus aus der Schule und dem Klassenzimmer in die Welt zu verschieben und aktiv zu gestalten. Für zwei Wochen stellen sich die Schüler*innen einer großen – ästhetischen, sportlichen, kulturellen oder sozialen – Herausforderung. Die Herausforderung bringt sie an ihre psychischen und physischen Grenzen, lässt sie aber auch über sich selbst hinauswachsen. Im Meistern dieser Aufgabe erfahren sie Anerkennung und Respekt – durch sich selbst und durch die anderen. Sie können stolz zeigen, dass sie etwas gewagt und welche Stärken und Schwächen sie entdeckt und geweckt haben. Die Kinder werden ermutigt, aus dem heimatlichen Nest auszubrechen und so zu handelnden und selbst­bewussten Individuen heranzuwachsen, die ihre eigenen Grenzen und Möglichkeiten kennen. Sie lernen Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen, denn nur als Gruppe ist die Herausforderung zu bewältigen.

Besonders bei Schulen in schwieriger Lage haben einige Schüler*innen häufig das Gefühl nichts zu können oder sogar nichts wert zu sein. Durch nicht immer optimal ausgebildete familiäre Strukturen, geringe finanzielle Mittel und mangelnde gesellschaftliche Partizipationsmöglichkeiten sind Selbstwirksamkeitserfahrungen bei diesen Schüler*innen gering und das Bewusstsein über die eigenen Fähigkeiten und Stärken unterentwickelt. Hinzu kommt, dass viele der Jugendlichen aus ihren sozialen Strukturen, aus ihren gewohnten Lebensräumen noch nie herausgekommen sind. Obwohl es die Möglichkeit gäbe, die gewohnten Kreisläufe im beginnenden Erwachsenenalter einmal aufzubrechen, fehlt vielen Schüler*innen dann eben aufgrund dieser gering ausgeprägten Selbstwirksamkeitserfahrung noch immer der Mut, es auch zu wagen. Gerade hier ist es wichtig, stärkenorientiert zu arbeiten und Weltoffenheit durch das Kennenlernen der Welt zu ermöglichen.

2.2 Auswirkungen auf Unterricht und Schulleben

Die Erfahrungen der vergangenen Herausforderungen der Jahre 2013 bis 2017 zeigen, dass die positiven Selbsterfahrungen der beteiligten Schüler*innen und ihre gestärkten sozialen Beziehungen einen positiven Effekt auf ihre schulische Aktivitäten haben. Störungen und Arbeitsverweigerungen, die oftmals aus Negativerfahrungen und Frustration resultieren, haben abgenommen. Die Zusam­men­arbeit und gegenseitige Unterstützung der Lernenden hat zugenommen. Das Vertrauens­ver­hältnis zu den Lehrenden ist gewachsen, das Schulklima und die Schulkultur ist nachhaltig gestärkt worden. Dies alles sind natürlich Wahrnehmungen der einzelnen beteiligten Lehrkräfte bezogen auf einzelne beteiligte Schüler*innen, doch sie sind für uns wertvoll. Wir merken, dass die Schüler*innen in der Herausforderung ein höheres Ziel erkennen, für das es sich lohnt im Vorfeld zu arbeiten, für das Anstrengungsbereitsschaft bei Schüler*innen entsteht, die diese häufig täglich nicht zeigen.

Neben den oben genannten Zielen sind Herausforderungen auch dazu geeignet, an schulische Inhalte wie z.B. Sprachen, Naturwissenschaften, Sport, Ethik, Sozialkunde etc. anzuschließen und in der Praxis zu vertiefen. Während allen Herausforderungen kochen die Schüler*innen in selbstorganisierten Teams von finanziellen Ressourcen, die sie sich über ein halbes Jahr im Vorfeld erarbeitet und verdient haben. Hierbei besteht eine weitere Herausforderung im Umgang mit begrenzten monetären Mitteln, das wiederum als weiterer integraler Bestandteil aller Projekte verstanden wird. Allein durch die Kochgruppen sind die Schüler*innen zu Absprachen, gemeinsamer Planung und Durchführung gezwungen, so dass in diesen zwei Wochen intensiv an kooperativen Fähigkeiten gearbeitet wird.

2.3 Nachhaltigkeit und Ausblick

Die Herausforderung unterstützt unserer Überzeugung nach die Schüler*innen dauerhaft in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und hilft ihnen, ihre Talente zu entdecken und zu entwickeln. Durch die oben genannten Ziele erwarten wir erneut starke Rückkopplungseffekte auf die Qualität des Unterrichts und der Schulkultur.

Der Zulauf an Schüler*innen innerhalb der Schule ist groß, so dass in den letzten Jahren stets mehrere Projekte parallel zueinander unterwegs waren. Mehrere Schüler*innen nehmen bereits zum wiederholten Mal an einer Herausforderung teil. Es gibt bereits Schüler*innen und Eltern, die die Heinz-Brandt-Schule vor allem auch aufgrund der Möglichkeit einer Herausforderung als Sekundarschule wählen. An Tagen der offenen Tür, auf Oberschulmessen oder ähnlichen Veranstaltungen zeichnet sich gerade bei diesem Punkt ein reges Interesse der potentiellen Schüler*innen und Eltern ab. Die Kooperation mit externen Partnern (Wirtschaftskreis Pankow, OSZ Sozialwesen Berlin Pankow, Alice-Salomon-Hochschule etc.) stärkt unsere Schule in der Berliner Bildungslandschaft. Die Herausforderung ist so auch ein Element der Öffnung von Schule und der Vernetzung mit anderen Institutionen.

Ausgesprochenes Ziel der Heinz-Brandt-Schule ist es, die Herausforderung als einen dauerhaften, jahrgangsübergreifenden Baustein des schulischen Lebens zu festigen und möglichst Jahr für Jahr auszuweiten. Dabei muss natürlich evaluiert werden, welche Umstrukturierungen und Weiter­entwicklungen notwendig sind, dies auch unter schwierigen Rahmenbedingungen leisten zu können. Nachfolgend wird es unter anderem darum gehen, den Gestaltungsspielraum auszuloten und Rahmenbedingungen aus den bisherigen Erfahrungen und schulorganisatorischen Notwendigkeiten abzuleiten. Ziel der Überlegungen muss dann sein, Empfehlungen für die Schulgemeinschaft zu formulieren, wie es gelingen kann, die Herausforderung fest im Schulalltag der Heinz-Brandt-Schule zu etablieren.

3. Bisherige Erfahrungen mit dem Projekt Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule

Das Projekt Herausforderung startete 2013 mit dem Piloten „Alpencross“, also der Wanderung von Süddeutschland bis nach Italien. Dieses Projekt wurde inspiriert durch ähnliche Herausforderungs­projekte von anderen Schulen, vor allem der Winterhuder Reformschule[7], mit welcher ein frucht­barer Austausch im Vorfeld des Projekts bestand. Diese erste Herausforderung der Heinz-Brandt-Schule war ein Testballon und aus unserer Sicht so erfolgreich, dass in den Folgejahren weitere Projekte hinzukamen. Maßgebliche Unterstützung erfuhr das Projekt in dieser Entwicklungsphase auch durch die Initiative ‚Teach First‘, weil die Fellows zusätzlich zum eigentlichen schulischen Deputat mit Expertise und Zeit zur Verfügung standen.[8] Nachfolgend wird auf einzelne der Projekte exemplarisch eingegangen, um die Vielfältigkeit zu demonstrieren. Der generelle Aufbau der Herausforderung ist allerdings bei aller inhaltlichen Unterschiedlichkeit der Einzelprojekte gleich, weshalb es vorab sinnvoll erscheint, die grobe Struktur der bisherigen Projekte zu verdeutlichen.

3.1 Genereller Aufbau der bisherigen Herausforderungsprojekte an der Heinz-Brandt-Schule

Im Vorfeld einer jeden Herausforderung muss natürlich eine Idee entstehen. Hier kommen Schüler*innen mit spezifischen Bedürfnissen und Interessen, Lehrer*innen mit Ideen und so entstehen Vorhaben und Konzepte, die dann hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit überprüft werden müssen. Einige Schulen haben bisher ähnliche Projekte durchgeführt, so dass auch hier natürlich möglich ist, zu schauen, was andere bereits getan haben und sich vielleicht auch im Setting der Heinz-Brandt-Schule anbietet. Wesentlich dabei ist, dass die bisherigen Herausforderungen in gebundener Form stattfanden. Wir unterscheiden freie und gebundene Herausforderungen bewusst voneinander und führen bisher letztere durch, weil dies in Anbetracht unserer Bedingungsfaktoren der sinnvollste Weg scheint, das Projekt zu realisieren.[9] Gebundene Herausforderung meint dabei, dass die Schüler*innen nicht allein unterwegs sind, sondern in einer durch mindestens eine Lehr­kraft begleiteten Herausforderungsgruppe. Diese Herausforderungsgruppe besteht aus der verant­wortlichen Lehrkraft, je nach Projekt weiteren erwachsenen Begleitern und den an der Heraus­forderung teilnehmenden Schüler*innen. Hier hat sich eine Zahl von 12-16 Schüler*innen als ideal herausgestellt. Diese Gruppe beginnt ihre Arbeit allerdings nicht erst im Sommer, sondern weit vorher in der gemeinsamen Vorbereitung des Projekts. Ein prototypischer Ablauf sieht folgendermaßen aus:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.2 Aufbau einer Herausforderungsgruppe

Die bisherige Durchführung in gebundener Form ermöglichte der Heinz-Brandt-Schule die Gruppen zu durchmischen. Als Integrierte Sekundarschule bildet unsere Schulgemeinschaft insofern die Gesellschaft ab, als dass bspw. begabte und weniger begabte, begüterte und weniger begüterte sowie auch interessierte und weniger interessierte Schüler*innen Teil der Schule sind. Dies meint auch, dass Kinder mit Förderstatus ebenso mit zur Herausforderung wollen und sollen, wie Kinder, die bspw. Probleme haben, den Eigenanteil zu erwirtschaften oder eine Regenjacke zu finanzieren. Wir können in der Arbeit mit den Schüler*innen also keine hohen Standards voraus­setzen, ohne Teile der Schülerschaft von vornherein auszuschließen, müssen auf jeden Einzelfall reagieren und ein nieder­schwelliges Setting schaffen, um jedem Kind die Herausforderung zu ermöglichen.

Auf materieller Ebene arbeiten wir unter anderem mit Stiftungen zusammen, haben einen Materialstock aufgebaut, so dass eben die Wanderung nicht an der fehlenden Bekleidung scheitern muss. Auf personeller Ebene ist das Problem unterschiedlicher Ausgangsbedingungen nur durch die Mischung der Gruppe zu lösen. Die Basis ist eine heterogene Herausforderungsgruppe, in welcher die starken Schüler*innen jene mit größerem Unterstützungsbedarf auffangen und auch mitziehen. In den letzten Jahren hat sich hierzu eine Dreiteilung als funktional herausgestellt, was meint, dass möglichst ein Drittel der Gruppe aus starken Schüler*innen-Persönlichkeiten bestehen sollte, die auch Führung innerhalb der Gruppe übernehmen und weitgehend eigenständig agieren können. Ein mittleres Drittel sollte mit wenigem Unterstützungsbedarf eigenständig an der Herausforderung teilnehmen können, so dass genug Ressourcen zur Verfügung stehen, um ein sehr unterstützungs­bedürftiges Drittel ebenso an der Herausforderung beteiligen zu können.

3.3 Beispiele bisheriger Durchführungen der Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule

Die bisherigen Projekte im Rahmen der Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule waren vielfältig, so dass nicht jedes einzelne Projekt detailliert vorgestellt werden kann. Allerdings sollen nachfolgend einige Highlights präsentiert werden, um zu helfen, den Charakter des Gesamtprojekts zu begreifen. Auf der Schulhomepage sind darüber hinaus noch weitere Projekte dokumentiert, die hier nicht alle Platz fanden.[10]

Alpenüberquerung – zu Fuß bis nach Italien

Das Projekt ‚Alpen Cross‘, also die Überquerung der Alpen, welche im Jahre 2013 die Heinz-Brandt-Schule zum ersten Mal stattfand und auch das Pilotprojekt Herausforderung darstellte, kann man als eine Art Initialzündung bezeichnen. Die 16 Schüler*innen der achten und neunten Klasse kamen nach ca. zwei Wochen Wanderung erschöpft, aber auch äußerst glücklich wieder. Begleitet wurden sie von einer Lehrkraft, zwei Teach-First-Fellows und einer weiteren externen Betreuerin. Aus dem Fakt, dass sich in den Folgejahren das vierköpfige Pädagogen-Team immer wieder in unterschiedlichen Konstellationen einer Herausforderung als Begleitung gestellt haben, lässt sich schließen, dass auch für sie die Unternehmung erfolgreich war.

Die Gruppe war vom 4. bis zum 18. August 2013 zu Fuß unterwegs, um vom Königssee (Oberbayern) bis zum Antholzer See (Italien) zu gelangen. Dabei war die längste Etappe etwa 22 Kilometer lang und steilste Anstieg lag bei ca. 1600 Höhenmetern. Hinzu kam die Organisation der Unterkünfte vor Ort und die Selbstverpflegung. Über das Projekt berichteten in der Folge zahlreiche Zeitungen[11] und natürlich war auch die Schulgemeinschaft begeistert von der Leistung der Gruppe, so dass außer Frage stand, es zu wiederholen. So wurden die Alpen mehrmals von Schüler*innen der Heinz-Brandt-Schule überquert, doch auch neue Projekte erdacht, um das Angebot zu erweitern.

Von Turm zu Turm – mit dem Rad bis nach Paris

Vom Berliner Fernsehturm zum Pariser Eiffelturm lautete die fixe Idee, die Durchführung gestaltete sich dann durchaus weniger fix, war aber umso herausfordernder, besonders bei Gegenwind. Zu bewältigen waren im August 2014 immerhin rund 1200 Kilometer Strecke, auch bei Nieselregen und nicht immer perfekt ausgebauten Fahrradwegen versteht sich. Dies bedeutete 70 bis 100 Kilometer Fahrradfahren pro Tag, übernachten auf Wiesen und in Turnhallen. Die Belohnung erfolgte allerdings dann spätestens mit der letzten Etappe und der Ankunft unter dem Eiffelturm.

Herausforderung Stein – gemeinsam ein steinernes Kunstwerk schaffen

Im Steinbruch 14 Tage arbeiten und auf begrenztem Raum selbstorganisiert Leben sind das eine, allerdings dem Material Stein dabei dann auch noch ein gemeinsam geschaffenes Werk abgewinnen – hierin scheint die eigentliche Herausforderung zu bestehen, denn es setzt neben Materialkunde, dem Kennenlernen der Werkzeuge und dem Erlernen von verschiedenen bildhauerischen Techniken auch die Auseinandersetzung mit den anderen zur gemeinsamen Kreation voraus. Trotzdem ist schließlich ein Ergebnis präsentabel und die künstlerischen Herausforderungen auf den Spuren alter und neuer Bildhauer wurden bereits mehrfach wiederholt.

Segeln auf dem IJsselmeer

Im Jahr 2015 begab sich zum ersten Mal eine Gruppe von Schüler*innen der Heinz-Brandt-Schule auf eine Herausforderung „Segeln“ nach Holland. Auf dem Boot selbst musste die Enge genauso ausgehalten werden, wie die Anforderungen ans Team, um das Boot zu bewegen. Zur Heraus­forderung gehörte zudem auch der Weg nach Hause, der zum Teil zu Fuß zurückgelegt wurde.

Im Jahr 2017 kam es zu einer Wiederholung der Herausforderung Segeln mit neuer Prägung, indem durch eine Kooperation mit der Grundschule am Kollwitzplatz[12] in einem Tandem-Projekt Grundschüler Teams mit Sekundarschülern bildeten. Die Sekundarschüler der Heinz-Brandt-Schule wurden zudem durch Schüler*innen der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow verstärkt, so dass insgesamt drei Schulen kooperierten und sich dies auch für die Zukunft vorstellen können.[13]

Übersicht zu den Herausforderungsvorhaben 2017[14]

4. Weitere Verankerung: Das Projekt Herausforderung als Schulfach?

Soll das Projekt Herausforderung verstetigt werden, steht zur Diskussion, es fest im Schulalltag zu verankern, z.B. als Schulfach und damit eventuell auch verpflichtend für alle Schüler*innen. Dafür spräche, dass auf diese Art auch Schüler*innen angesprochen wären, die sich nicht eigeninitiativ für eine Herausforderung anmelden würden. Die Vorzüge der Herausforderung wurden hinreichend dargestellt, so dass aus pädagogischer Sicht natürlich anzustreben wäre, dass alle Schüler*innen einmal in ihrer Schullaufbahn an einer solchen Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen teilnähmen. Der Status eines Schulfachs Herausforderung würde einen gewissen verpflichtenden Charakter implizieren, was bedeutet, dass alle Schüler*innen erreicht wären, weil die Heraus­forderung im Stundenplan stünde. Ein solches Vorhaben setzt allerdings die eine oder andere Vorüberlegung voraus. So stellt sich bei einem neuen Schulfach zuerst natürlich die Frage nach der Rahmenlehrplananbindung. Zudem stellt sich bei einer Erhebung der Herausforderung zum regulären Teil der Stundentafel natürlich auch die Frage nach der Bewertung. Insgesamt muss man sich bei der Diskussion aber vor allem darüber im Klaren sein, ob nicht ein Schulfach Herausforderung einen fundamentalen Widerspruch zur Entschulung als wesentlichen Teil des Projektes Herausforderung darstellt. Erst nach Beantwortung dieser Fragestellungen erscheint eine Entscheidung sinnvoll, die dann auch noch vom verfügbaren Stundenkontingent, also den personellen Ressourcen der Schule abhängig wäre.

4.1 Rahmenlehrplanbezug

Das Projekt Herausforderung bietet in seiner Durchführung natürlich diverse Bezüge zum Rahmen­lehr­plan, doch die eigentliche Intention einer Herausforderung liegt ja eher im Bereich der Persön­lich­keitsentwicklung, damit bei überfachlichen Softskills, die sich nur schwer über fachspezifische Rahmenlehrplaninhalte abrechnen lassen. Doch als Schulfach müsste auch die Herausforderung auf ein Fach zurückgeführt werden können und gewissermaßen fachlich abrechenbar sein.

Überlegt man nun, welches Fach am ehesten Bezüge zur Herausforderung aufweist, so stellt sich schnell heraus, dass dies natürlich stark vom jeweiligen Vorhaben abhängig ist. Bei der Renaturalisierung eines Bachlaufs liegt auf der Hand, dass man die Kenntnisse des Ökosystems durch praktische Arbeit vertieft, weshalb man im Fach Biologie Anknüpfung fände. Beim Wander­theater ist die Anbindung an Darstellendes Spiel oder – je nach Ausgestaltung des Projekts – an eine Sprache naheliegend. Die meisten bisher an der Heinz-Brandt-Schule durchgeführten Heraus­forderungen hatten einen sportlichen Charakter, andere waren künstlerisch-kulturell ausgerichtet. Der gemeinsame Nenner ist also kaum bei den Spezifika einer Herausforderung zu suchen, denn hier ist jede in ihrer Durchführung so besonders, dass kaum ein gemeinsames Fundament im Sinne eines einheitlichen Rahmenlehrplanbezugs denkbar ist. Diese Besonderheiten machen aller­dings im Sinne der Individualisierung der Bildungsbiographien gerade die Herausforderung aus, so dass eine inhaltliche Vereinheitlichung äußerst kontraproduktiv wäre. Hinsichtlich der Durch­führungsphase erscheint also immer ein immanenter Fachbezug zu bestehen, auch eine Anbindung an diverse übergreifende Themen des Rahmenlehrplan liegt auf der Hand, doch ein für alle unter­schiedlichen Herausforderungs­projekte gleicher Rahmenlehrplanbezug ist hier nicht zu finden. Sinnvoll erscheint es stattdessen, die anderen Phasen des Projekts nach Gemeinsamkeiten zu hinterfragen.

Wir unterscheiden neben der Durchführungsphase die sehr umfangreiche Vorbereitungs­phase und die abschließende Reflexionsphase der Herausforderungsprojekte.[15] Beide Phasen bieten sich für eine Anbindung an den Rahmenlehrplan des Faches Wirtschaft-Arbeit-Technik an, da hier bereits durch die Grundidee des Faches ein starker Theorie-Praxis-Bezug und damit eine Präferenz für forschendes, handlungsorientiertes und selbstbestimmtes Lernen der Schüler*innen gegeben ist.[16] Die Schüler*innen bewegen sich im Rahmen der Herausforderung in den durch den neuen Rahmenlehr­plan beschriebenen Basiskonzepten des Faches WAT, wobei hier vor allem das System-Konzept und das Nachhaltigkeits-Konzept relevant erscheinen.[17]

Die Schüler*innen befinden sich natürlich täglich im System Schule, sind eingebunden in ihren familiären Systemen, sind als Konsumenten Teil des wirtschaftlichen Systems, dies alles aber mehr oder weniger unbewusst. Im Zuge einer Herausforderung sind Schüler*innen zwangs­läufig bewusster und aktiver Teil des Systems Herausforderung, das heißt, ein kleines Rädchen im Uhr­werk der Gruppe, so dass systemische Wechselbeziehungen direkt erfahrbar werden. Die Arbeits­teilung in der Herausforderungsgruppe muss abgesprochen werden und jeder Teil der Gruppe muss den Aufgaben nachkommen, sonst bleibt bspw. bezogen auf die Organisation der Kochgruppe der Magen leer. Direkter und klarer kann kaum ein Feedback zum Funktionieren des Systems erfolgen.

Bezogen auf das Nachhaltigkeits-Konzept erlernen die Schüler*innen im Zuge der Heraus­forderung den ressourcenschonenden Einsatz ihrer bereits reduzierten Mittel zur Bewältigung der jeweiligen Aufgabe. Herausforderungen sind per Definition nachhaltig konzipiert. Konkrete Lern­inhalte sind zudem im Vorfeld der Herausforderung in der Planungsphase zu finden, denn die Schüler*innen müssen ihr Vorhaben vorab strukturieren, eventuelle Schwierig­keiten anti­zipieren.

Gerade auch in der Erarbeitung des Eigenanteils für die Herausforderung müssen die Schüler*innen, unterstützt durch die jeweilige pädagogische Projektleitung, eigene Stärken erkennen und gezielt lukrativ einsetzen, damit es schließlich auch wirklich zu einer erfolgreichen Erwirtschaftung der geforderten Mittel kommen kann – Kerngeschäft des Faches WAT. Wenn jemand beispielsweise bereits positive Erfahrungen in der Betreuung kleiner Kinder gesammelt hat, sich die Verantwortungsübernahme zutraut, bietet es sich natürlich an, das geforderte Geld durch Babysitting zu akquirieren. Andere Schüler*innen backen vielleicht gern und verkaufen die Erzeugnisse, wieder andere bieten Hilfe im Garten oder Haushalt an usw. Bei jeder dieser Aktivitäten hängt der Erfolg von der Stärken-Analyse auf Seiten der Schüler*innen sowie eine Bedarfsanalyse im Markt an. Es muss immer eine Kosten-Nutzen-Rechnung erfolgen, sonst kostet der eingesetzte Teig eventuell mehr, als der verkaufte Keks einbringt. Die Schüler*innen sind also gezwungen, in betriebswirtschaftlichen Dimensionen zu denken, um erfolgreich zu wirtschaften und den Eigenanteil zu erzielen. Aufgabe der Vorbereitungsphase wäre es, diese Auseinandersetzung zu unterstützen sowie fachlich zu fundieren und eventuell auch durch ein verpflichtendes Portfolio zum Vorhaben schriftlich zu fixieren und zu reflektieren.

[...]


[1] So hat beispielsweise die Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) eine eigene Vorstellung vom Projekt Herausforderung entwickelt, welche dort verbindlich für alle Schüler in der freien Form durchgeführt wird, siehe dazu http://www.ev-schule-zentrum.de/lern-und-schulkultur/herausforderung/ (20.12.16). Andere Vorreiter, wie bspw. die Hamburger STS Winterhude entwickelten das Konzept mit etwas anderer Ausprägung, siehe dazu http://www.sts-winterhude.de/herausforderungen (20.12.16). Eine Übersicht zu den aktuellen Entstehungsorten der Idee Herausforderung als Mittel zur Schulentwicklung bieten Gieske u.a. 2011.

[2] Für Herausforderungen im Ausland kann es notwendig sein, einen höheren Betrag zu veranschlagen, so bspw. für die Alpenüberquerung oder die Wanderung auf dem Jacobsweg. Allerdings sollte der Betrag der Elternbeteiligung nie über die 150 Euro steigen. Stattdessen sollte ein etwaiger Mehrbetrag über gemeinsame Fundraising-Aktionen akquiriert werden. Für teure Ausrüstungsgegenstände bewarb sich die Schule in der Vergangenheit erfolgreich um Stiftungsgelder und Spenden, womit die Kalkulation entlastet werden konnte.

[3] Für die erlebnispädagogischen Komponenten vergleiche auch Michl 2015, S. 11ff.

[4] Hierbei sollte nicht der Eindruck entstehen, dass Klassen- und/oder Projektfahrten gegenüber der Herausforderung abgewertet werden. Jede dieser Unternehmungen hat im schulischen Kontext ihre Berechtigung und trägt zur Erreichung wesentlicher pädagogischer Ziele bei, dies allerdings mit jeweils anderer Intention und Ausrichtung. Es kommt leider schnell zur Verwässerung der Begrifflichkeiten, viele Schulen unternehmen tolle Fahrtenprojekte, die nun allerdings in den letzten Jahren plötzlich oft auch Herausforderung genannt werden, weil der Begriff gewissermaßen modern ist. Dabei ist der Herausforderungscharakter nicht immer klar. Nicht jede Skifahrt sollte vielleicht zur Herausforderung gemacht werden, wenn sie doch auch als Skifahrt sinnvoll sein kann.

[5] Zum für uns zentralen Begriff der Selbstwirksamkeitserfahrung im schulischen Kontext siehe Fuchs 2005, S. 20ff., die deutlich macht, dass schon seit der ersten Begriffsbestimmung durch Bandura in den 1970ern immer auch ein Herausforderungsaspekt enthalten war. Selbstwirksamkeit kann nicht durch Erledigung von Routinen entstehen, sondern setzt ein zielhaftes Handeln bzgl. eines höheren Zieles voraus und entsteht durch Bestehen der komplexen Anforderungssituation.

[6] Diese Überzeugung wird ja in der Diskussion um eine Veränderung von Lernen und Schule breit geteilt, siehe hierzu bspw. auch Hentig 2003 und 2007.

[7] Für Informationen zur Schule und dem Projekt Herausforderung siehe www.sts-winterhude.de.

[8] Aufgrund einer Fokussierung auf Schulen im Berliner Bonusprogramm kommt die HBS trotz jahrelanger erfolgreicher Kooperation nun leider nicht mehr in den Genuss der Fellows. Siehe auch http://www.teachfirst.de/.

[9] Dass es auch gute Argumente für freie Herausforderungen gibt sowie eine Abwägung zwischen freier und gebundener Form, wird im späteren Verlauf diskutiert.

[10] Siehe dazu http://www.heinz-brandt-schule.cidsnet.de/category/herausforderung/ (12.03.2017)

[11] Siehe dazu bspw. http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article119611553/Wenn-Berliner-Sekundarschueler-ueber-die-Alpen-laufen.html oder http://www.berliner-zeitung.de/berlin/schulprojekt-gletscher-statt-mathe-3638514 (jeweils 12.03.2017).

[12] Für weitere Informationen zur Schule siehe http://www.gs-am-kollwitzplatz.cidsnet.de/ (07.05.17).

[13] Informationen zur Schule finden sich hier: http://www.gruener-campus-malchow.de/ (07.05.17).

[14] Die Darstellung entstammt einer schulinternen Werbung zur Vorstellung der Herausforderungsprojekte 2017.

[15] Siehe auch die tabellarische Darstellung zum Zeitplan einer Herausforderung oben.

[16] Siehe dazu auch den RLP des Faches WAT von 2012, S. 10.

[17] Siehe dazu den RLP des Faches WAT von 2016, S. 8f.

Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Das Projekt Herausforderung als Schulfach? Konzept zur Verankerung an der Heinz-Brandt-Schule (ISS) Berlin-Weißensee
Autoren
Jahr
2017
Seiten
47
Katalognummer
V378329
ISBN (eBook)
9783668558137
ISBN (Buch)
9783668558144
Dateigröße
1063 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Konzeption entstand im Rahmen der Überlegungen zur Verstetigung des Projektes Herausforderung an der Heinz-Brandt-Schule, die zur Einführung eines Schulfaches Herausforderung als Pilotprojekt im Schuljahr 2017/18 führte.
Schlagworte
Herausforderung, Erlebnispädagogik, Bewährung, Schule, Schulversuch, Projektunterricht, Lernen am anderen Ort, Reformpädagogik, Heinz-Brandt-Schule, Bewältigung, Selbstwirksamkeit, Selbstwirksamkeitserfahrung, Reflektion, Portfolio
Arbeit zitieren
Miriam Pech (Autor)Stefan Grzesikowski (Autor)Jörn Langer (Autor), 2017, Das Projekt Herausforderung als Schulfach? Konzept zur Verankerung an der Heinz-Brandt-Schule (ISS) Berlin-Weißensee, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378329

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Das Projekt Herausforderung als Schulfach? Konzept zur Verankerung an der Heinz-Brandt-Schule (ISS) Berlin-Weißensee



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden