Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Problem der Schreibblockade im Studium. Es wird versucht herauszufinden, wie sie entstehen kann und was man als Student am besten dagegen tut.
Jeder Mensch hat sicher schon mal eine Schreibblockade erlebt, häufig gerade auch bei wichtigen Facharbeiten. Man sitzt vor dem Computer und weiß einfach nicht, womit man anfangen soll, wie man das Thema interessant wiedergibt oder man muss sich zum Schreiben zwingen, weil es keinen Spaß macht. Schreibhemmungen tauchen nicht nur in der Schule auf, sie sind besonders an Universitäten verbreitet. Dabei ist es egal, in welcher Schreib-Entwicklungsphase man sich befindet, also ob zu Beginn des Studiums, in Hausarbeiten, der Bachelor- oder Masterarbeit - die eigenen Gedanken wollen sich nicht in Worte fassen lassen. Aber auch im Berufsleben können die Schreibblockaden auftreten.
Doch was sind die Ursachen für solche Blockaden(mit besonderen Blick auf Studenten)? An der Universität müssen sich alle Abiturienten erstmals mit der neuen Art des Lernens auseinandersetzen. In der Schule sollte man seine Texte immer an einem Stück verfassen. Diese Aufsatzdidaktik muss nun abgelegt werden. Als Student hat man sehr viel mehr Zeit, sich Gedanken zu machen, Inhalte nochmals zu überarbeiten und somit komplexere 4 von 10 Hausarbeiten abgeben zu können, als es zu Schulzeiten nötig / möglich war. Diese neue Methode, das Schreiben zu entzerren, ist für viele Studenten anfangs nicht ganz einfach, wodurch sie ins „Schleudern“ geraten. Des Weiteren stellen sich die meisten Studenten selbst viel zu hohe Anforderungen. Sie wollen dem Niveau der Hochschule von Anfang an gerecht werden und setzen sich die wissenschaftlichen Texte, welche sie in den Seminaren bekommen, zum Standard. So kann es vorkommen, dass sie sich an falschen Vorbildern orientieren, da von manchen Wissenschaftlern Sprachnebel, also ungenaues und zu wissenschaftliches ausdrücken, verwendet wird, um unschlüssige Argumentationen zu verbergen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Definition der Schreibblockade
2.2 Wie entstehen Schreibprobleme?
2.2.1 Eine Auflistung nach Otto Kruse
2.3 Schreibblockade als Gehirnzustand
2.4 Schreibmotivation
2.4.1 Übungen für kreatives Schreiben
2.5 Sofortmaßnahmen bei Hemmungen
2.6 Man sollte sich immer bewusst machen
3. Fazit
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Schreibblockaden im Studium, analysiert deren Entstehungsursachen aus psychologischer, neurobiologischer und didaktischer Perspektive und leitet daraus praxisorientierte Lösungsansätze sowie Strategien zur Überwindung ab.
- Neurobiologische Grundlagen und Arten von Schreibblockaden
- Psychologische Ursachen wie Selbstkritik und Versagensängste
- Methoden und Übungen zur Förderung der Schreibmotivation
- Sofortmaßnahmen zur Überwindung von Schreibhemmungen
- Die Rolle der Autorenidentität und des Schreibprozesses im Studium
Auszug aus dem Buch
2.3 Schreibblockade als Gehirnzustand
Wie kann man die Schreibblockade medizinisch betrachten? Ist sie eine Krankheit? Kann man Medikamente dagegen verschreiben? Mit diesen Fragen hat sich die Neurologin Alice W. Flaherty in ihrem Buch „Die Mitternachtskrankheit“ unter anderem beschäftigt und ich werde im Folgenden ihre Erkenntnisse zusammenfassen:
Da Schreibblockaden noch nicht so gut erforscht sind vergleicht sie die Autorin mit besser untersuchten Krankheiten, welche ähnliche Symptome aufweisen (beispielsweise den Schreibkrampf, Depressionen und die Angstzustände). Sie hat herausgefunden, dass die Schreibhemmung, ähnlich wie Depressionen und Angstzustände, die Aktivität des Stirnlappens einschränken. Die Ähnlichkeit zwischen diesen Krankheiten wurde auch dadurch weiter deutlich, dass sich Verhaltensänderungen, wie Urlaub, neuer Schreibplatz etc. sowohl positiv auf die Blockade als auch auf die Depression und Angstzustände auswirkt.
Des Weiteren hat Alice W. Flaherty zwei verschiedene Arten von Schreibblockade benannt: es gibt die hoch- energetische Blockade, welche sich verschlimmert wenn die Abgabefrist näher rückt. Man lässt keine Ideen mehr aufkommen, weil sie alle nicht gut genug erscheinen. Die niedrig- energetische Blockade hingegen ist unabhängig von der Abgabefrist. Sie benennt das tägliche, lustlose Grübeln am Schreibtisch (vgl. Flaherty, 2004, pp. 180 f.). „Die Parallelen zwischen Depression und Angst auf der einen Seite, und das, was ich nieder- energetische und hoch- energetische Blockade genannt habe, auf der anderen, empfiehlt die pharmakologische Behandlung der Blockade.“ (Flaherty, 2004, p. 197), die Symptome können also durch Medikamente gelindert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema der Schreibblockaden ein und begründet das persönliche Interesse an der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Problem.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene analytische Bereiche, von der Definition über die Ursachenforschung bis hin zur Vorstellung von konkreten Schreibübungen und Sofortmaßnahmen.
3. Fazit: Das Fazit fasst die identifizierten äußeren, inneren und neurobiologischen Ursachen zusammen und unterstreicht die Bedeutung kreativer Ansätze zur Bewältigung von Schreibschwierigkeiten.
4. Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Fachquellen und Werke zur weiteren Vertiefung auf.
Schlüsselwörter
Schreibblockade, Schreibhemmung, Studium, Schreibmotivation, Autorenidentität, Otto Kruse, Alice W. Flaherty, Schreibschmerz, Kreatives Schreiben, Clustering, Free-writing, Selbstkritik, Wissenschaftliches Schreiben, Lernprozess, Studienalltag
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Problem von Schreibblockaden im studentischen Kontext, untersucht, wie diese entstehen, und zeigt Möglichkeiten auf, wie man sie überwinden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die Analyse umfasst psychologische Barrieren, neurobiologische Aspekte des Gehirns, didaktische Anforderungen der Hochschule und praktische Methoden zur Förderung der Schreibmotivation.
Welches Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Ausarbeitung?
Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Entstehen von Schreibblockaden zu entwickeln, um diese im eigenen Studienverlauf frühzeitig zu erkennen, zu vermeiden oder schnell zu überwinden.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die Erkenntnisse aus der Schreibdidaktik und der Neurologie zusammenführt und diese auf die spezifische Situation von Studierenden anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil behandelt Definitionen, Ursachenforschung nach Otto Kruse, die neurobiologische Sichtweise von Alice W. Flaherty, die Bedeutung der Autorenidentität sowie konkrete Schreibübungen und Sofortmaßnahmen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Schreibblockade, Schreibhemmung, Autorenidentität, Schreibmotivation, Kreatives Schreiben sowie die Bewältigung des wissenschaftlichen Schreibprozesses.
Was ist laut der Arbeit der erste Schritt zur Überwindung einer Blockade?
Der erste Schritt ist das bewusste Auseinandersetzen mit den eigenen Ängsten und Vorurteilen gegenüber dem wissenschaftlichen Schreiben, um den Schreibprozess als erlernbare Fähigkeit zu begreifen.
Warum spielt der "innere Kritiker" eine so große Rolle?
Der innere Kritiker führt zu überhöhten Ansprüchen, die dazu führen, dass kein Satz gut genug erscheint, was den Schreibfluss stoppt und somit eine Hemmung auslöst.
- Arbeit zitieren
- Alina Röder (Autor:in), 2014, Schreibblockaden im Studium. Ursachen und Gegenmaßnahmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378367