Viele Unternehmen wagen den Schritt in ausländische Märkte, um die Chancen der globalisierten Welt zu nutzen und als Unternehmen überregional oder weltweit zu wachsen. Dieser Schritt wird in der Managementwelt als Going International oder auch Going Global definiert. Diese Hausarbeit im Vertiefungsfach Internationales Management beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Markteintrittsformen, angewandt am Praxisbeispiel der deutschen Autovermietung Sixt SE mit Sitz in Pullach bei München.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Going International von Unternehmungen
2.1 Motive und Chancen der Internationalisierung
2.2 Risiken der Internationalisierung
3 Theoretische Einführung ausgewählter Markteintrittsformen
3.1 Export
3.2 Lizenzabgabe und Franchising
3.3 Joint Ventures
3.4 Niederlassung und Tochtergesellschaft
4 Fallbeispiel: der Konzern Sixt SE
4.1 Geschichte und Profil der Unternehmung
4.2 Geschäftliche Handlungsfelder
4.3 Internationalisierung des Konzernes
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Strategien der internationalen Expansion von Unternehmen, wobei das Konzept des "Going International" im Zentrum der Betrachtung steht. Ziel der Untersuchung ist es, theoretische Ansätze verschiedener Markteintrittsformen systematisch darzulegen und diese anhand des Praxisbeispiels der Sixt SE kritisch auf ihre Anwendung und Effektivität zu prüfen.
- Grundlagen der Internationalisierung von Unternehmen (Motive, Chancen und Risiken)
- Theoretische Analyse gängiger Markteintrittsformen (Export, Lizenzierung, Franchising, Joint Ventures, Tochtergesellschaften)
- Unternehmensanalyse der Sixt SE: Geschichte, Geschäftsfelder und Strategie
- Anwendung der zweigleisigen Expansionsstrategie der Sixt SE in unterschiedlichen Weltregionen
Auszug aus dem Buch
3.1 Export
Als Export versteht man den physischen Transfer von Dienstleistungen oder Gütern zwischen einem Inlandsmarkt in einen Auslandsmarkt. Hierbei gilt es zu unterscheiden, dass der Export in zwei Formen, dem direkten und indirekten Export, vorkommt. In Deutschland, ein gutes Beispiel für ein Exportland, beträgt der Anteil der Exporte im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2011 fast 30 Prozent. Dies ist ein starker Indikator für die Wichtigkeit der Internationalisierung von deutschen Unternehmen.
Beim indirekten Export werden die Dienstleistungen oder Güter im Heimatland der Firma an eine andere Unternehmung verkauft, die sich dann um den Weiterverkauf in den ausländischen Zielmarkt kümmert. Die Wertschöpfung des produzierenden Unternehmens verbleibt somit im Heimatland. Der Verkauf an das Exportunternehmen kann dabei an einen in- oder ausländischen Vermittler (mit Sitz im Stammland des produzierenden Unternehmens), der auch die entsprechenden Risiken des Verkaufes trägt, erfolgen. Dies senkt zwar im Allgemeinen die Transaktionskosten des Exportes, im Gegenzug dafür werden jedoch Abstriche in den Einflussmöglichkeiten zum ausländischen Zielmarkt gemacht.
Der direkte Export verzichtet somit auf einen Zwischenhändler und bietet dadurch größere Bestimmungsmöglichkeiten, bei deutlichen größeren Risiken und Kosten. Auch beim direkten Export gilt es zwei Varianten zu unterscheiden, den Export ohne Mittler oder den Export mit Mittler im Gastland. Ohne Mittler wird dabei direkt an den Endverbraucher oder an Groß- und Einzelhändler verkauft und geliefert. Mögliche Mittler im Gastland sind Handelsvertreter, die im fremden Namen tätig werden, Kommissionäre oder Handelsmakler sowie Generalimporteure mit entsprechenden Lizenzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung definiert das Konzept des "Going International" und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die theoretische Grundlagen des internationalen Managements mit der praktischen Expansionsstrategie der Sixt SE verknüpft.
2 Going International von Unternehmungen: Das Kapitel beleuchtet die Beweggründe für die Internationalisierung, wie Wachstumsstreben oder Marktsättigung, sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für Unternehmen.
3 Theoretische Einführung ausgewählter Markteintrittsformen: Hier werden zentrale Strategien für den Markteintritt, von Export über Kooperationsmodelle bis hin zur Tochtergesellschaft, theoretisch fundiert analysiert.
4 Fallbeispiel: der Konzern Sixt SE: Dieses Kapitel veranschaulicht anhand der Sixt SE die praktische Umsetzung internationaler Wachstumsstrategien, die Historie des Unternehmens sowie die spezifischen geschäftlichen Handlungsfelder.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die internationale Expansion für die Sixt SE zum primären Wachstumstreiber geworden ist und unterstreicht die Effektivität ihrer zweigleisigen Markteintrittsstrategie.
Schlüsselwörter
Internationalisierung, Markteintrittsformen, Sixt SE, Export, Franchising, Joint Ventures, Tochtergesellschaft, Mobilitätsdienstleistungen, Globalisierung, Strategisches Management, Unternehmenswachstum, Auslandsexpansion, Direktinvestition, Risikomanagement, Automobilindustrie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Strategien, mit denen Unternehmen in ausländische Märkte eintreten, und bewertet diese im Rahmen des internationalen Managements.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die zentralen Felder umfassen die theoretischen Motive und Risiken der Internationalisierung sowie die detaillierte Untersuchung gängiger Markteintrittsstrategien wie Export, Lizenzvergabe und Joint Ventures.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze der Markteintrittsformen zu erläutern und am konkreten Beispiel der Sixt SE zu zeigen, wie ein Unternehmen erfolgreich global expandiert.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Auswertung von Primärquellen, aktuellen Presseberichten und Geschäftsberichten der Sixt SE zur Verknüpfung von Theorie und Praxis.
Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Markteintrittsmodelle und analysiert anschließend detailliert die Unternehmensgeschichte, die Geschäftsfelder und die internationale Expansionsstrategie des Autovermieters Sixt SE.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Internationalisierung, Markteintrittsformen, Sixt SE, Export, Franchising, Joint Ventures und Mobilitätsdienstleistungen.
Wie setzt Sixt die zweigleisige Expansionsstrategie praktisch um?
Sixt kombiniert dabei den Markteintritt über eigene Tochtergesellschaften in Kernmärkten mit Franchise- und Lizenzmodellen in anderen Regionen, um eine globale Präsenz bei gleichzeitigem Risikomanagement zu erreichen.
Warum spielt das "Going International" für einen Dienstleister wie Sixt eine so große Rolle?
Der zunehmende Wettbewerb und der Innovationsdruck zwingen auch Dienstleister dazu, ihre Leistungen weltweit anzubieten, um kritische Massen zu erreichen und als globaler Mobilitätsanbieter zukunftsfähig zu bleiben.
- Quote paper
- Alexander Röttger (Author), 2017, Zusammenwirkung von unterschiedlichen Markteintrittsformen. Going International am Praxisbeispiel der Sixt SE, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378373