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Die neue Öffentlichkeit. Moderne Technologien und das Ende der privaten Sphäre

Título: Die neue Öffentlichkeit. Moderne Technologien und das Ende der privaten Sphäre

Tesis (Bachelor) , 2016 , 38 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Sebastian Remm (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Was bedeutet Privatsphäre in einem Zeitalter, in dem mediale Vernetzung allgegenwärtig ist? Plattformen wie Facebook bieten neue Kommunikationsmöglichkeiten – sie sammeln jedoch auch große Mengen an persönlichen Daten und verarbeiten diese zu ihren Zwecken weiter. Die Enthüllungen von Edward Snowden haben gezeigt, dass hier nicht nur Freunde und Verwandte das eigene Leben verfolgen können, sondern staatliche Institutionen, allen voran Geheimdienste, ebenfalls mithören und -lesen.

Doch trotz dieser Verletzungen der Privatsphäre betreiben viele Menschen einen überaus fahrlässigen Umgang mit ihren Daten. So bringt die DIVSI U25-Studie in ihrer Untersuchung des „Verhaltens der nachwachsenden Generation im Hinblick auf das Netz“ teils erschreckende Ergebnisse zu Tage.

Sebastian Remm beschäftigt sich in dieser Publikation daher mit den dringenden Fragen, denen wir alle uns im Umgang mit sozialen Medien stellen müssen: Wie verändert das Internet und seine diversen Kommunikations- und Informationsplattformen unser Verständnis von öffentlicher und privater Sphäre? Ist diese Trennung von Öffentlichkeit und Privatheit überhaupt noch zeitgemäß – oder verschwimmen die Grenzen bereits?

Aus dem Inhalt:

- Privatsphäre;
- Soziale Netzwerke;
- Datenschutz;
- Social Media;
- Facebook.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die öffentlich/privat Debatte – Ein Überblick

2.1 Strukturalistische Definitionen (restricted access theory)

2.2 Individuelle Definitionen (limited control theory)

2.3 Integrative Definitionen (restricted access/limited control theory)

3 Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre

4 Privatsphäre in sozialen Netzwerken am Beispiel junger Menschen

4.1 Ergebnisse der DIVSI U25 Studie

5 Sicherheit oder Privatsphäre – Eine eindimensionale Sicht

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss moderner Technologien und digitaler Netzwerke auf das Verständnis von öffentlicher und privater Sphäre im 21. Jahrhundert und hinterfragt, ob eine strikte Trennung dieser beiden Bereiche in der heutigen Gesellschaft noch zeitgemäß ist.

  • Analyse klassischer und moderner theoretischer Ansätze zur Definition von Privatsphäre.
  • Untersuchung der Auflösung traditioneller Grenzen durch Digitalisierung und soziale Medien.
  • Auswertung des Nutzungsverhaltens Jugendlicher und junger Erwachsener (DIVSI U25 Studie).
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem "Nichts-zu-verstecken"-Argument im Kontext staatlicher und wirtschaftlicher Überwachung.
  • Erörterung der Notwendigkeit pluralistischer Konzepte zum Schutz der Privatsphäre.

Auszug aus dem Buch

Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre

Durch die Privatisierung vieler öffentlicher Bereiche hat sich die Wahrnehmung von Privatsphäre verändert. Medien und Werbung vermitteln ein Bild, in dem Privatsphäre als Zeit der Erholung und Regeneration verstanden wird. Man soll seine Akkus wieder aufladen um in Folge wieder den Anforderungen des Berufslebens gerecht zu werden. Persönliche Entwicklung, Freizeitaktivitäten, Bildung, Spiritualität, Gesundheit, usw., eigentlich Lebensbereiche, welche vorrangig im privaten Umfeld stattgefunden haben, werden zunehmend kommerzialisiert und durch digitale Anwendungen vernetzt.

Bildung, Infrastruktur oder auch Energieversorgung, alles Grundvorraussetzungen für eine funktionierende Gesellschaft, sind heute eine beliebte Kapitalanlage und zum Spekulationsobjekt geworden. Die Kontrolle des Staates nimmt ab und die Trennlinie zwischen öffentlichen und privaten Interessen verschwimmt: „On every front, it seems, the ‘public’ is being privatized, the private is becoming oversized, and this undermines democratic life“ (ebd., 107).

Durch den technischen Fortschritt hat sich die Art zu kommunizieren verändert. Smartphones, Tablets usw. ermöglichen den Zugang zu öffentlichen Informationen in nahezu jeder Situation. Natürlich private Situationen, wie der Spaziergang im Wald, können durch einen Anruf unterbrochen werden. Auch sind moderne Tracking-Dienste in der Lage uns in allen Gebieten mit Empfang zu orten. Durch Dienste wie Facebook kann man Informationen über Personen herausfinden, ohne dass diese es erfahren. Kreditkarten und EC-Karten oder auch mobile Bezahldienste wie PayPal, speichern wo und wann wir einkaufen. Das führt dazu, dass Menschen heute zum Teil über die Grenzen ihres eigenen Körpers hinaus existieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwart des Internets und die daraus resultierenden Gefahren für die Privatsphäre sowie die zentrale Fragestellung nach der Aufrechterhaltung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre.

2 Die öffentlich/privat Debatte – Ein Überblick: Dieses Kapitel gibt einen systematischen Überblick über strukturalistische, individuelle und integrative Definitionen von Privatsphäre, um die theoretische Basis der Debatte zu legen.

3 Auflösung der Trennung zwischen öffentlicher und privater Sphäre: Das Kapitel analysiert, wie technischer Fortschritt, Kommerzialisierung und ständige Vernetzung die Grenzen zwischen Privatheit und Öffentlichkeit de facto verwischen.

4 Privatsphäre in sozialen Netzwerken am Beispiel junger Menschen: Hier wird der Wandel der Privatsphäre-Konzepte in sozialen Netzwerken diskutiert, ergänzt durch empirische Ergebnisse der DIVSI U25 Studie.

5 Sicherheit oder Privatsphäre – Eine eindimensionale Sicht: Dieses Kapitel kritisiert das "Nichts-zu-verstecken"-Argument als eindimensionale und unzureichende Rechtfertigung für die Überwachung und den Datenhandel durch Staat und Konzerne.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Pluralität der Privatsphäre im digitalen Zeitalter und fordert neue regulatorische Ansätze zum Schutz der persönlichen Freiheit.

Schlüsselwörter

Privatsphäre, Öffentlichkeit, Internet, soziale Netzwerke, DIVSI U25 Studie, Datenschutz, Überwachung, Nichts-zu-verstecken-Argument, Digitalisierung, Online-Sein, digitale Identität, Informationelles Selbstbestimmungsrecht, Medialisierung, Datenmissbrauch, Medienkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Wandel des Begriffs der Privatsphäre in Zeiten zunehmender Digitalisierung und Vernetzung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von privater und öffentlicher Sphäre, der Einfluss sozialer Netzwerke auf das Verhalten junger Menschen und die Kritik an der Instrumentalisierung von Sicherheit als Argument gegen Privatsphäre.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die traditionelle Trennung in private und öffentliche Sphäre im 21. Jahrhundert noch Bestand hat oder ob diese durch technologische Entwicklungen bereits aufgelöst wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse verschiedener Privatsphäre-Theorien sowie auf die Auswertung empirischer Studienergebnisse (insbesondere der DIVSI U25-Studie).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst verschiedene Definitionen von Privatsphäre erläutert, gefolgt von einer Analyse zur Auflösung der Privatsphäre durch moderne Technologien, einer Betrachtung der Rolle sozialer Netzwerke bei Jugendlichen und einer kritischen Auseinandersetzung mit dem "Nichts-zu-verstecken"-Argument.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Privatsphäre, Öffentlichkeit, soziale Netzwerke, Digitalisierung, Überwachung und informationelle Selbstbestimmung charakterisiert.

Warum wird die DIVSI U25-Studie in der Arbeit zitiert?

Die Studie wird genutzt, um konkret aufzuzeigen, wie Jugendliche und junge Erwachsene – die "Digital Natives" – ihre Privatsphäre in der digitalen Welt wahrnehmen, schützen und welche ambivalenten Einstellungen sie gegenüber der Preisgabe persönlicher Daten haben.

Was ist das "Nichts-zu-verstecken"-Argument und warum lehnt es der Autor ab?

Es ist das Argument, dass nur derjenige Privatsphäre benötige, der etwas Illegales zu verbergen habe. Der Autor lehnt dies ab, da es Privatsphäre fälschlicherweise nur mit Geheimhaltung gleichsetzt und die systemischen Gefahren der Datensammlung und Verhaltensprognose ignoriert.

Final del extracto de 38 páginas  - subir

Detalles

Título
Die neue Öffentlichkeit. Moderne Technologien und das Ende der privaten Sphäre
Universidad
University of Potsdam
Calificación
1,3
Autor
Sebastian Remm (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
38
No. de catálogo
V378404
ISBN (Ebook)
9783668628205
ISBN (Libro)
9783956872488
Idioma
Alemán
Etiqueta
Privatsphäre Öffentlichkeit soziale Netzwerke
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sebastian Remm (Autor), 2016, Die neue Öffentlichkeit. Moderne Technologien und das Ende der privaten Sphäre, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378404
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