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Das Sündenverständnis Schleiermachers in seinem Werk "Der Christliche Glaube" anhand der Paragraphen 65 - 74

Title: Das Sündenverständnis Schleiermachers in seinem Werk "Der Christliche Glaube"
anhand der Paragraphen 65 - 74

Term Paper , 2017 , 18 Pages , Grade: 2,5

Autor:in: Peter Stepper (Author)

Theology - Systematic Theology
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Was bedeutet eigentlich Sünde, welchen Einfluss hat man darauf und wie sieht ein sündiger Mensch aus? Seit jeher haben sich viele Gelehrte mit diesem Thema auseinandergesetzt, wodurch ganz verschiedene Sichtweisen zu diesem Gebiet im Raum stehen.
Friedrich Schleiermacher (1768-1834) widmete sich in seiner Glaubenslehre unter anderem diesem Thema. Er gilt als der evangelische Kirchenvater des 19. Jahrhunderts und hat deshalb auch heute noch großen Einfluss auf den aktuellen Diskurs. Sein neues Verständnis von Religion brachte durch seine Lehrsätze eine moderne Erfahrungstheologie hervor. Religion ist für Schleiermacher der Sinn und Geschmack für das Unendliche, das bedeutet, dass das Gefühl an vordergründiger Stelle steht. In seinem Werk „Der Christliche Glaube“ (2.Aufl von 1830/31) beschreibt er ausführlich die Grundsätze der evangelischen Kirche. Diverse Begrifflichkeiten, wie Gnade oder Sünde, aber auch der Glaube selbst kommen hier zum Tragen.
Sein bedeutendes Werk liegt dieser Arbeit zu Grunde und soll den Rahmen dafür bieten, sein Sündenverständnis systematisch zu erarbeiten. Hierfür werden die Paragraphen 65-74 als Grundlage dienen, da hier ganz besonders das Verstehen der Sünde im Bezug zum Menschen thematisiert wird. Im ersten Schritt werden die Gedankengänge strukturiert und in Reihenfolge zusammengefasst und dann der Versuch unternommen einen Gesamtzusammenhang herzustellen, um die Intention Schleiermachers einleuchtend darzustellen. Darüberhinaus soll eine kritische Reflexion seiner Standpunkte als Resultat folgen, die dann mit Luthers Verstehen der Sünde verglichen wird. Darüberhinaus soll die Frage beantwortet werden, ob sein Sündenverständnis noch an Aktualität besitzt und in die heutige Zeit übertragbar wäre, oder ob es an einigen Stellen Schwächen aufzeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interpretation des Sündenbegriffs

2.1. Entwicklung des Bewusstseins der Sünde § 65-66

2.2. Die Sünde als Zustand des Menschen § 67-69

2.3. Erbsünde & Ursünde § 70-72

2.4. Die wirkliche Sünde und dessen Unterteilung § 73-74

3. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, das Sündenverständnis von Friedrich Schleiermacher, wie es in seinem Hauptwerk „Der Christliche Glaube“ in den Paragraphen 65 bis 74 dargelegt wird, systematisch zu erschließen, kritisch zu reflektieren und mit Luthers Verständnis von Sünde zu vergleichen.

  • Systematische Erarbeitung des Sündenbegriffs bei Schleiermacher
  • Untersuchung der Entwicklung des Bewusstseins der Sünde
  • Analyse der Unterscheidung zwischen Erbsünde, Ursünde und wirklicher Sünde
  • Kritische Reflexion der Aktualität des schleiermacherschen Sündenverständnisses
  • Vergleich der theologischen Positionen von Schleiermacher und Luther

Auszug aus dem Buch

2.1. Entwicklung des Bewusstseins der Sünde § 65-66

In diesem ersten Abschnitt erklärt Schleiermacher sein Verständnis von Sünde, die Entwicklung des Bewusstseins dieser und, wie sie als Zustand in den Menschen übergeht.

Schleiermacher (im Folgenden durch Sch abgekürzt) betont, dass die „Ewigkeit, Allmacht und Allwissenheit Gottes“ (Hermann, 2011, S.254) dann bewusst wird, wenn es Übergänge von einem bewusstlosen in einen hellen und bewussteren Zustand gibt. Dieser kommt entweder in einem Gefühl der Lust oder Unlust vor.

Darüberhinaus setzt Sch voraus, dass in diesen Zuständen immer das gesamte Abhängigkeitsgefühl vorhanden ist, d.h. dass Gott also in unserem Gefühl auf eine ursprüngliche Weise gegeben ist und man nicht erst sekundär aus Wissen heraus in dieses Abhängigkeitsgefühl geführt wird. Sch betont zudem, dass die Sätze des ersten Teils dann fruchtbar werden, wenn sie auf das religiöse Leben bezogen werden, was in diesem zweiten Teil behandelt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Sündenverständnisses ein und erläutert Friedrich Schleiermachers Rolle sowie seine Bedeutung für die moderne Erfahrungstheologie.

2. Interpretation des Sündenbegriffs: In diesem Hauptkapitel wird Schleiermachers Verständnis von Sünde detailliert erarbeitet, wobei Aspekte wie die Entwicklung des Bewusstseins, der Zustand des Menschen, die Differenzierung zwischen Erbsünde und Ursünde sowie die Kategorisierung der wirklichen Sünde beleuchtet werden.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert kritisch über Schleiermachers systematische Argumentation und stellt einen Vergleich zum protestantischen Sündenverständnis nach Martin Luther an.

Schlüsselwörter

Friedrich Schleiermacher, Der Christliche Glaube, Sündenverständnis, Abhängigkeitsgefühl, Erbsünde, Ursünde, wirkliche Sünde, Gottesbewusstsein, Gnade, Erfahrungstheologie, Theologie, Protestantismus, Luther, Todsünde, lässliche Sünde.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das spezifische Sündenverständnis Friedrich Schleiermachers in seinem Werk „Der Christliche Glaube“ anhand der Paragraphen 65 bis 74.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung des Bewusstseins der Sünde, die Sünde als menschlicher Zustand, die Unterscheidung zwischen Erbsünde, Ursünde und wirklicher Sünde sowie die Relevanz dieser Konzepte in der heutigen Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Schleiermachers Systematik zur Sünde darzustellen, diese kritisch zu hinterfragen und sie in einen Vergleich mit Martin Luthers Theologie zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theologische Textanalyse, bei der die relevanten Paragraphen aus Schleiermachers Hauptwerk interpretiert, strukturiert zusammengefasst und mit fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur in Bezug gesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Interpretation des Sündenbegriffs, die Untersuchung der Entwicklung des Sündenbewusstseins sowie die detaillierte Analyse der verschiedenen Formen der Sünde und deren gegenseitiger Bedingtheit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Schleiermacher, Sünde, Gottesbewusstsein, Abhängigkeitsgefühl, Erbsünde, Gnade und Erfahrungstheologie charakterisieren.

Wie bewertet der Autor Schleiermachers Ansatz im Fazit?

Der Autor lobt die systematische und kohärente Argumentation Schleiermachers, kritisiert jedoch das Fehlen konkreter, handfester Beispiele, die das Verständnis für den Leser erleichtern würden.

Wie unterscheidet sich Schleiermachers Sündenverständnis von Luthers Verständnis laut Arbeit?

Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass Sünde bei Luther als etwas von außen Hinzugefügtes und als Bruch mit Gott verstanden wird, während sie bei Schleiermacher als etwas grundsätzlich Mitgegebenes im Bewusstsein des Menschen erscheint.

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Details

Title
Das Sündenverständnis Schleiermachers in seinem Werk "Der Christliche Glaube" anhand der Paragraphen 65 - 74
College
University of Cologne
Grade
2,5
Author
Peter Stepper (Author)
Publication Year
2017
Pages
18
Catalog Number
V378563
ISBN (eBook)
9783668561809
ISBN (Book)
9783668561816
Language
German
Tags
sündenverständnis schleiermachers werk christliche glaube paragraphen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peter Stepper (Author), 2017, Das Sündenverständnis Schleiermachers in seinem Werk "Der Christliche Glaube" anhand der Paragraphen 65 - 74, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378563
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