Hilft das Fernsehen der Literatur? Die Wirkung von Literaturkritik im Fernsehen - am Beispiel der Sendung 'Das Literarische Quartett'


Hausarbeit (Hauptseminar), 2000

38 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort
1.1 Einleitung
1.2 Moderation vom 04. Juli 2000
1.3 Verfasserinnen dieser Arbeit

2 Funktionen von Unterhaltung
2.1 Unterhaltung als Information und Bildung
2.2 Unterhaltung als gesellschaftliche und soziale Funktion und Interaktion
2.2.1 Unterhaltung als gesellschaftskonstituierendes Mittel, Sozialisationsinstrument und Interaktion
2.2.2 Unterhaltung als gesellschaftsdeterminierende Funktion
2.2.3 Zusammenfassende Bemerkungen

3 Literatursendungen im Fernsehen
3.1 Welche Vor- und Nachteile haben Literatursendungen mit Magazincharakter gegenüber Sendungen mit Talkshowelementen im Hinblick auf die Vermarktung von Literatur im Fernsehen?
3.2 „Das Literarische Quartett“
3.2.1 Was sind die Besonderheiten des „Literarischen Quartetts“ im Gegensatz zu anderen Literatursendungen?
3.3 Welche Rolle spielt das Medium Fernsehen in den verschiedenen sozialen Milieus bei der Vermarktung von Literatur/Belletristik?

4 Bourdieu:
4.1 Das Kapital
4.1.1 Das kulturelle Kräftefeld
4.2 Der Ekel vor dem „Leichten“
4.3 Geschmack
4.3.1 Der „gute“ Geschmack
4.3.2 Rezension und deren gesellschaftliche Funktion

5 Die Rolle des Kritikers
5.1 Literaturkritik
5.2 Welche Rolle spielt der Literaturkritiker für den Buchmarkt?
5.3 Lässt die empirische Untersuchung von Wilke und König wirklich zuverlässige Rückschlüsse auf die Wirkung der Sendung zu?

6 Abschließende Bemerkungen
6.1 Hilft das Fernsehen, insbesondere „Das Literarische Quartett“ der Literatur?

7 Literaturverzeichnis
7.1 Primärtexte
7.2 Sekundärtexte
7.3 Zeitungen/ Zeitschriften
7.4 Internet Quellen

Das viele Tadeln – wenn sich der, der den Tadel ausspricht, nicht für unfehlbar hält – macht zuletzt den Tadler selbst unsicher, und legt ihm die Frage nah, ob er nicht Unmögliches verlange, ob er sich nicht allmählich in ein verstimmtes Krakehlertum hineingeschrieben habe? Ich darf sagen, dass mir diese Frage sehr oft kommt, und dass ich sie schließlich zu meiner Beruhigung beantworten kann...[1]

1 Vorwort

1.1 Einleitung

„In der Tat kann keine Literatur auf die Dauer ohne Kritik bestehen...“[2] Diese These von Friedrich Schlegel führen wir in der vorliegenden Arbeit weiter, indem wir fragen: hilft die Literaturkritik sogar der Literatur? Welche Rolle spielen Medien, insbesondere das Fernsehen, für die Vermarktung der Literatur? Dies soll mit der vorliegenden Studie exemplarisch am Beispiel des „Literarischen Quartetts“ dargelegt werden.

In öffentlich-rechtlichen Sendern gab es schon viele Literatursendungen, die jedoch immer recht schnell wieder eingestellt wurden, da es an Zuschauern mangelte. „Das Literarische Quartett“ konnte sich bis heute behaupten, wenn man dem Text von Jürgen Wilke und Barabara König Glauben schenkt, hat die Sendung sogar eine Wirkung auf den Buchmarkt bzw. den Absatz der jeweils besprochenen Bücher.

Dieser Frage schließen wir uns an und fragen noch genauer: Nützen Literatursendungen im TV der Vermarktung von Literatur?[3] Wird mit der Platzierung der vorzustellenden Bücher eine bestimmte Vermarktungsstrategie verfolgt? Wenn ja, welche? Kann durch die Platzierung der zu besprechenden Bücher eine Vermarktungsstrategie verfolgt werden? Können Bücher jeglichen Inhalts und jeglicher Qualität gepuscht werden? Wie und was wird im TV vermarktet und beworben: Autoren? Themen? Inhalt? Welche Präsentationsformen sind die besten und warum? Kann man den Inhalt eines Buches bewerben und somit zum Lesen motivieren, muss das Publikum des Literarischen Quartetts überhaupt motiviert werden? Welche Präsentationsform im TV wird dem Inhalt eines Buches am ehesten gerecht?

Um das Feld, das durch diese vielfältigen Fragestellungen eröffnet wird, in angemessener Weise zu bearbeiten, werden wir folgendermaßen vorgehen: Ausgehend von diversen[4] Texten vornehmlich von Jürgen Wilke, Barbara König und Pierre Bourdieu[5], werden in einem ersten Schritt die möglichen Funktionen von Fernsehunterhaltung aus soziologischer Perspektive untersucht. Daran anschließend wird dieses weite Feld spezifiziert durch die Konzentration auf die Gestaltung verschiedener Literatursendungen im Fernsehen unter besonderer Berücksichtigung des „Literarischen Quartetts“. Die hier entwickelte Beschreibung wird im fünften Kapitel analysiert mit Hilfe der soziologischen Studien Pierre Bourdieus zum Thema des Geschmacks. Diese Vorgehensweise erlaubt es uns dann in einem letzten Schritt auf der bis dato erarbeiteten Basis uns der gesellschaftlich-medial relevanten Rolle des Kritikers zuzuwenden und deren Funktionen zu erläutern.

1.2 Moderation vom 04. Juli 2000

„Hilft das Fernsehen der Literatur?", lautete die 1996 von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung gestellte Preisfrage, auf die der unserer Moderation[6] zugrundeliegende Wettbewerbsbeitrag von Jürgen Wilke und Barbara König eine Antwort sucht.

Die sehr offen bzw. allgemein gehaltene Frage, ob das Fernsehen der Literatur helfe, entspringt der Annahme, dass das Medium Fernsehen einen Großteil der Zeit der Deutschen in Anspruch nimmt und in seiner Programmvielfalt nahezu alle Lebensbereiche berührt.[7] Da bleibt also auch die Literatur, hier im weiteren Sinne das geschriebene Wort, nicht unberücksichtigt.

Die Frage, ob das Fernsehen der Literatur hilft, impliziert zugleich, dass die Literatur einer Hilfe bedarf und auch förderungswürdig ist. Das Autorenduo Wilke und König sieht die Hilfsbedürftigkeit der Literatur zuallererst im wirtschaftlichen Bereich. Ihr Beitrag hat sich zum Ziel gesetzt, zu untersuchen, „(...) wie sich das Fernsehen auf den Absatz von Büchern und das Lesen von Literatur auswirkt“.[8] Am Beispiel des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) zeigen die Autoren auf, welche Literatur- und Leseförderung die seit 1963 existente öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt betrieben hat und weiterhin betreibt. Für ihre empirische Untersuchung greifen Wilke und König die Sendung „Das Literarische Quartett“ heraus, anhand derer sie Einschaltquoten und tatsächlichen Absatz der im Quartett vorgestellten Bücher in Zusammenhang bringen, um zu klären, ob sich die Sendung negativ, positiv oder gar nicht auf den Verkauf und/oder das Leseverhalten auswirkt.

Auf Grundlage des allen Seminarteilnehmern vorliegenden o. g. Textes von Jürgen Wilke und Barbara König sollte es Ziel der Moderation sein, unter dem Wilke/König entlehnten Titel „Hilft das Fernsehen der Literatur?“, gemeinsam mit den Seminarteilnehmern herauszuarbeiten, ob und welche Rolle das Medium Fernsehen in den verschiedenen sozialen Milieus[9] bei der Vermarktung von Literatur/Belletristik spielt. Da Wilke und König in ihrer empirischen Untersuchung nachweisen, dass die Sendung „Das Literarische Quartett“ offensichtlich eine wie auch immer geartete Auswirkung auf den Buchmarkt hat, sollten die Besonderheiten der Sendung in Abgrenzung zu anderen im ZDF gelaufenen und weiterhin laufenden Literatursendungen herausgestellt werden. Weil das „Literarische Quartett“ im Talkshowformat jeweils fünf belletristische Neuerscheinungen diskutiert und kritisiert, lag die Frage nach Art der Bewertungskriterien für Literatur und ihr Zustandekommen nahe. Dies zog die Frage nach sich, welche Rolle dann der hier zum Fernsehstar mutierte Kritiker für seine Zuschauer und damit für den Absatz von Literatur spielt.

Abschließend blieb zu klären, ob dem „Literarischen Quartett“ unter Berücksichtigung des Sendeformates, der Sendezeit, der Einschaltquote und der milieuspezifischen Zielgruppe tatsächlich der von Wilke und König scheinbar nachgewiesene Einfluss auf den Buchmarkt zugesprochen werden kann, oder ob die Argumentation des Autorenpaares Lücken aufweist. Von dieser Frage abhängig war dann auch die Beantwortung der Eingangsfrage, ob das Fernsehen in der Lage ist, der Literatur zu helfen.

Die folgenden Ausführungen sind an den tatsächlichen Ablauf der Moderation angelehnt, sollen aber keine Dokumentation der Sitzung darstellen. Vielmehr sind sie ein Versuch, die Fragestellungen und die daraus entstandenen Seminargespräche, die daraus resultierenden Ergebnisse und weiterführende Überlegungen, die vielleicht nicht wie gewünscht zur Sprache kamen, zu verbinden.

Didaktische Rekapitulation der Moderation hätte den Rahmen dieser Arbeit gesprengt und wurde darum von uns außer Acht gelassen.

1.3 Verfasserinnen dieser Arbeit

Die Kapitel 1.2; 3; und 5 wurden von Nina Brunster erarbeitet. Für die Texte 1.1; 2; 4 ist Anja Balzer verantwortlich. Kapitel 5.1 und Kapitel 6 ist von beiden Verfasserinnen geschrieben worden.

2 Funktionen von Unterhaltung

Michael von Engelhardt listet folgende Funktionen von Unterhaltung auf:

,,Die Unterhaltung dient der Erholung und Ablenkung von der Arbeit und eröffnet einen besonderen Raum für die sonst ungelebten Seiten unseres Selbst. Sie verbindet sich mit der Geselligkeit, der Pflege des gesellschaftlichen Verkehrs und mit den Aufgaben der Repräsentation. In den Aktivitäten der Unterhaltung werden Bildung, Einkommen und Erfolg demonstriert und körperliche Ertüchtigung oder Bildung und Erbauung angestrebt.“[10]

Auch eine Studie McQuails kommt zu einer ähnlichen Typologie von Zuschauer-Gratifikationen[11] bei der Nutzung von Unterhaltungsangeboten.[12]

1) Unterhaltung zur Entspannung und Ablenkung, als Realitätsflucht/Eskapismus: Unterhaltung dient zur Ablenkung und Zeitvertreib (,,Diversion"). Unterhaltung fungiert als ,,Escape" aus der alltäglichen Routine und der Last von Problemen und dient der emotionalen Befreiung und der Entspannung.
2) Unterhaltung zur Information und Bildung Persönliche Beziehungen (,,Personal Relationships"): Unterhaltung dient der Geselligkeit (,,Companionship") und der sozialen Nützlichkeit.
3) Unterhaltung als gesellschaftliche und soziale Funktion und Interaktion: Persönliche Identität bildet sich durch Abgrenzung oder Zugehörigkeit. Unterhaltung bietet eine Möglichkeit zur persönlichen Bezugnahme und Werteverstärkung.
4) Unterhaltung zur Selbstsuche, Selbstverwirklichung und Selbstbestätigung: Kontrolle und Information über die Relevanzen in der Umgebung. Unterhaltung fungiert als Informationsträger (für und über die Gesellschaft).

Zwei (2. +3.) Kategorien sollen im Folgenden genauer beschrieben und untersucht werden.

2.1 Unterhaltung als Information und Bildung

Durch ihr breitgefächertes Angebot bietet die Fernsehunterhaltung viele Möglichkeiten zur Informations- und Bildungsvermittlung. ,,Dazu kommt noch der Umstand, dass Fernsehen für viele Rezipienten die einzige oder hauptsächlichste Quelle von Bildung irgendwelcher Qualität ist."[13] Nach der Auffassung von Haacke ist ,,die Einheit von Bildung und Unterhaltung [sogar] zwingend." Für ihn ist ,,Unterhaltung ohne Belehrung sinnlos und leer [...], Belehrung ohne Unterhaltung unerträglich."[14] Die Vermittlung von Information und Bildung wird hierbei fast schon als Legitimation für Unterhaltung angesehen. Christina Holtz-Bacha betont ebenfalls zuerst, ,,dass die Erwartungen, die mit der Nutzung von Unterhaltung verbunden sind, auch die Suche nach Information und Umweltorientierung umfassen können." Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass die Vermittlung von Informationen und Bildung in direktem Zusammenhang mit der Unterhaltung stehen.

2.2 Unterhaltung als gesellschaftliche und soziale Funktion und Interaktion

Speziell sozialwissenschaftliche Autoren betonen häufig gesellschaftliche und soziale Funktionen von Unterhaltung. Hierbei wird Unterhaltung einerseits als gesellschaftskonstituierendes Instrument, Mittel zur Sozialisation und Interaktion angesehen. Andererseits lässt Unterhaltung aber auch Rückschlüsse auf den sozialen Status und die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen sozialen Gruppierungen von Klassen und Milieus zu und nimmt so eine gesellschaftsdeterminierende Funktion ein.

2.2.1 Unterhaltung als gesellschaftskonstituierendes Mittel, Sozialisationsinstrument und Interaktion

Bosshart stellt beispielsweise fest, dass Unterhaltung gemeinschaftsbildende Funktionen hat, indem sie Inhalte anbietet, die die Mitglieder von Gemeinschaften teilen. ,,Die Gemeinsamkeit solcher Inhalte wird dadurch möglich, dass sie sozial signifikante Themen wiedergibt."[15] Demnach dienen die dargestellten Themen der Identifikation und Wiedererkennung des Individuums. Einerseits werden Themen behandelt, die sozial und gesellschaftlich relevant erscheinen, andererseits kann das Dargestellte wiederum nach der Rezeption thematisiert werden. Erst die dargestellten Formen von Lebensgefühl, Umgangskultur und sozialem Ritus lassen eine Sendung interessant erscheinen. Nach Hofmann zelebriert die Unterhaltung die Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders wie soziale Fähigkeiten, Umgangsrituale oder Gesellungsformen. ,,Das, was den Bürger im Alltag nervt, die Vielfältigkeit sozialer Anspannung und die Unlösbarkeit sozialer Konflikte, entschärft die Unterhaltung [...] durch neue Art und Weise, mit Widersprüchen auszukommen, sie wenigstens zeitweise zu entschärfen oder [...] sie zu `lockern´."[16] Demnach wird einerseits durch das Entstehen einer großen Schnittmenge sozialer Bezugspunkte der gemeinschaftliche Zusammenhalt gefördert und andererseits gleichzeitig durch das Lösen sozialer Spannungen der reibungslose Ablauf gesellschaftlicher Kontakte und Interaktionen unterstützt.

2.2.2 Unterhaltung als gesellschaftsdeterminierende Funktion

Die Formen der Unterhaltung lassen wiederum Rückschlüsse auf die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht oder Gruppe bzw. auf den sozialen Status eines Individuums zu. Gleichzeitig hilft die Unterhaltung dem Individuum, seine Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe anzuzeigen und zu festigen. Grundlegend für die folgenden Ausführungen sind die Arbeiten von Bourdieu. Hierbei unterscheiden sich die sozialen Klassen durch ihre Lebensformen und Lebensstile, was in der Alltagskultur beispielsweise durch die Formen der Unterhaltung zum Ausdruck kommt.[17] Michael von Engelhardt führt dazu aus: ,, Für die sozialen Klassen [...] existieren normative Vorstellungen im Hinblick auf die legitimen, `standesgemäßen´ Formen, Inhalte und Orte der Unterhaltung." Über die unterschiedlichen Arten der Unterhaltung erfolgt eine Bildung von Gruppenidentitäten, durch die nicht nur eine ,,Vergemeinschaftung nach innen" geschaffen wird, sondern ebenfalls eine Abgrenzung gegenüber anderen sozialen Gruppen oder Schichten erfolgt. ,,So begründet die Unterhaltungspraxis eine von gemeinsamen Vorlieben und Interessen getragene gruppenspezifische Erfahrungs- und Sinnwelt und erlaubt es, dass wir uns gegenseitig als Angehörige des gleichen kulturellen Milieus erkennen und zu erkennen geben."[18] Gleichzeitig orientieren sich die unterschiedlichen Unterhaltungsformen an den Wertsystemen der jeweiligen Zuschauerschicht bzw. der anvisierten Zielgruppe.[19] Besonders deutlich werden diese Sachverhalte in der Bedeutung der Formen der Unterhaltung in der Lebensführung der gehobenen Schichten, die zur Demonstration von Macht und Reichtum dienen.[20] Auch heute im Zeitalter der Massenmedien lassen die unterschiedlichen Unterhaltungskulturen noch Rückschlüsse auf die verschiedenen Gruppierungen von sozialen Klassen und Milieus, auf Altersgruppen, Generationen, Geschlechter usw. zu.[21] Bezogen auf die Nutzung von Fernsehunterhaltung verwischen sich jedoch teilweise die Grenzen, bedingt durch die allgemeine Zugriffsmöglichkeit des Mediums. Allerdings lassen sich die Ausführungen auf die Präferenzen bei der Nutzung der unterschiedlichen Programmangebote übertragen. Melnik fasst zusammen, ,,that [the mass media] themselves denote status, success, group membership."[22] Dies geschieht wiederum nicht nur durch die Auswahl des jeweiligen Mediums an sich, sondern auch durch die spezifische Auswahl der angebotenen Inhalte. In Bezug auf das Massenmedium Fernsehen sind dies vornehmlich unterhaltende und/oder informierende Programme. Wir werden in den folgenden Kapiteln herausarbeiten, inwieweit das „Literarische Quartett“ unterhaltend oder eher informierend ist.

[...]


[1] Theodor Fontane wird zitiert nach Reich- Ranicki 1994, S. 1

[2] Friedrich Schlegel nach Marcel Reich-Ranicki 1994, S. 18

[3] „Als ein produktiver Kritiker bewährt sich vor allem derjenige, der sich bemüht, die Sache des Autors zu vertreten, ihm zu dienen und ihn in seiner Entwicklung zu fördern.“ Aus: Marcel Reich-Ranicki 1994, S. 27

[4] Es schien uns wichtig, diese Thematik von verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten.

[5] Da wir unser Augenmerk besonders auf die soziologischen Gesichtspunkte legen, beziehen wir uns auch auf weitere Texte andrerer Soziologen.

[6] Moderation vom 4. Juli 2000: „Literarisches Quartett“ (Nina Brunster/Anja Balzer)

[7] Schmitz-Scholemann, Christoph/Menz, Egon/Wagener/Sybil: Hilft das Fernsehen der Literatur? Antworten auf die Preisfrage der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vom Jahr 1996, Göttingen 1997, S. 9ff. (Einleitung). (Im folgenden zitiert als: Schmitz-Scholemann/Menz)Wagener: Antworten)

[8] Wilke, Jürgen/König, Barbara: Hilft das Fernsehen der Literatur?, in: Gutenberg-Jahrbuch 1997, S. 254-282, S. 254. (Im folgenden zitiert als: Wilke/König: Fernsehen)

[9] Vgl.: Schmitz, Claudius/Kölzer, Brigitte: Einkaufsverhalten im Handel. Aufsätze zu einer kundenorientierten Handelsmarketingplanung, München 1996, S. 180-205. (Im folgenden zitiert als: Schmitz/Kölzer: Einkaufsverhalten) Dieser Text lag den Seminarteilnehmern ebenfalls vor und war durch wiederholte Besprechung in vorangegangenen Seminarsitzungen gut bekannt.

[10] Engelhardt 1994, S. 8. Obzwar der Autor hier von Unterhaltung im allgemeinen Sinne spricht, lassen sich die genannten Kategorien auch auf die Fernsehunterhaltung beziehen. Engelhardt wird von mir zitiert, da er meiner Meinung nach wie Bourdieu auf „Kapitalerwerb“ und Milieus umschreibt.

[11] „Der Feind heißt ‘Medienphilosophie’ und ist jedem zugänglich, der übers Glotzen das Formulieren noch nicht verlernt hat. Der Eintrittspreis [in das TV], so Bourdieu sinke beständig, bald werde die akademische Elite durch Talkshowratings ermittelt“ Vgl. Internet Quelle: Weyh 1998

[12] McQuail 1972, S. 135 ff

[13] Bosshart 1979, S. 124

[14] Bosshart 1979, S. 123

[15] Bosshart 1979, S. 36 f

[16] Hofmann 1990, S. 420

[17] Vgl. Engelhardt 1994, S. 10 ff, nach Bourdieu 1982

[18] Vgl. Engelhardt 1994, S. 8 f

[19] Mendelsohn/Spetnagel 1980, S. 14 f

[20] z.B. Opernbesuche, Bälle. Vgl. Engelhardt. 1994, S. 9

[21] Vgl. ders. 1994, S. 14 ff

[22] Melnik 1979, S. 146

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten

Details

Titel
Hilft das Fernsehen der Literatur? Die Wirkung von Literaturkritik im Fernsehen - am Beispiel der Sendung 'Das Literarische Quartett'
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum  (Germanistische Institut)
Veranstaltung
Hauptseminar: Literaturmarketing
Note
2,3
Autor
Jahr
2000
Seiten
38
Katalognummer
V3786
ISBN (eBook)
9783638123419
ISBN (Buch)
9783638801638
Dateigröße
724 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zusammen mit Nina Brunster. 230 KB
Schlagworte
Literaturmarketing, Literarisches Quartett, Literaturkritik
Arbeit zitieren
Anja Balzer (Autor), 2000, Hilft das Fernsehen der Literatur? Die Wirkung von Literaturkritik im Fernsehen - am Beispiel der Sendung 'Das Literarische Quartett', München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3786

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