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Case Management in der Palliative Care

Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung

Title: Case Management in der Palliative Care

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 36 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Karina Schürkens (Author)

Nursing Science - Palliative Care
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In dieser Abschlussarbeit geht es um die Rolle des Case Managements im Bereich der Palliativversorgung. Der Fokus dabei liegt auf der ambulanten und der stationären Versorgung von Patienten und es wird der Frage nachgegangen, ob es Unterschiede in der Aufgabe des CM gibt.

Case Management im stationären Bereich hat sich mittlerweile etabliert, während im ambulanten Bereich der Versorgung sich das Case Management auf Grund verschiedener Faktoren nur langsam entwickelt. In der spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung (SAPV) wird der Case Manager meist nicht als solcher benannt, sondern trägt den Namen Koordinator.
Aber was genau sind die Aufgaben eines ambulanten Case Managers im Bereich der Palliativversorgung und wo gibt es Unterschiede zu dem Arbeitsbereich des stationären Case Managers?
Ist der Koordinator weniger als ein Case Manager und übernimmt tatsächlich nur die Aufgabe der Koordination, oder verbirgt sich hinter dem Begriff der Koordination doch mehr an Aufgaben. Macht es dann ggf. Sinn diesen Begriff in Zukunft auszuweiten, umzubenennen etc.

Im Rahmen dieser Arbeit soll der oben genannten Frage nachgegangen werden, indem zunächst das Fachgebiet der Palliative Care und dessen Aufgaben, Herausforderungen und Ziele beschrieben werden. Im Verlauf wird der Fokus dann auf den Bereich der ambulanten Versorgung und der daraus resultierenden Unterschiede im Vergleich zum stationären Case Management im Bereich der Palliativversorgung und auch den besonderen Herausforderungen im Vergleich zu anderen Fachgebieten gelegt. Hierfür werden die Rollen und Aufgaben des Case Managements näher beleuchtet.
Am Schluss soll dann die Frage beantwortet werden, welche Aufgaben den Koordinator genau von anderen Case Managern unterscheidet und ob es wirklich Unterschiede innerhalb des Fachgebietes gibt oder ob es lediglich an den allgemeinen Strukturen der stationären oder ambulanten Versorgung hängt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Case Management und Palliativversorgung

2.1 Besonderheiten des Case Managements

2.2 Unterschiedliche Versorgungsbereiche und Aufgaben des Case Managements

2.2.1 Allgemeine Palliativversorgung

2.2.2 Spezialisierte Palliativversorgung

2.3 Case Management auf der Palliativstation

2.4 Case Management im Palliativ-medizinischen Konsildienst

2.5 Ambulante Versorgungsarten im Bereich der Palliativversorgung

3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung

3.1 Schnittstellen

3.2 Vernetzung

3.3 Kommunikation

3.4 Koordination

3.5 Finanzierung

3.6 Qualität

3.7 Prozesse

4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?

5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die spezifischen Aufgaben des Case Managements in der palliativen Versorgung und analysiert, ob sich die Rollenbilder zwischen stationärer und ambulanter Betreuung signifikant unterscheiden, insbesondere hinsichtlich der Bezeichnung als Case Manager versus Koordinator.

  • Grundlagen der Palliative Care und des Case Managements
  • Differenzierung zwischen allgemeiner und spezialisierter Palliativversorgung
  • Analyse der Schnittstellen, Vernetzung und Koordination in der Versorgung
  • Qualitätskriterien und Prozesse im ambulanten versus stationären Setting
  • Klärung der Berufsrollen (Fallmanager vs. Schnittstellenmanager)

Auszug aus dem Buch

3.1 Schnittstellen

Als Case Manager im Sozial- und Gesundheitswesen bewegen wir uns überwiegend in sozialen Systemen. Sozialsysteme bestehen laut dem Soziologen Talcott Parsons aus wechselseitigen Handlungen, aus Interaktion oder aus Beziehungen. Renate Mayntz meint hierzu, dass jedes System ein dementsprechend eigenes System besitzt (vgl. Herrlein 2009, S. 33). Das heißt, dass jedes System seine eigenen Abläufe, Strukturen und Akteure hat – dies kann zu Problemen mit anderen Systemen innerhalb des Netzwerkes führen, da man ggf. auf andere Strukturen, Abläufe oder zeitliche Vorgaben oder Ressourcen stößt. Diese Strukturen oder Abläufe zwischen den verschiedenen Systemen kann man Schnittstellen nennen.

In manchen Kontexten wird der Case Manager auch als Schnittstellenmanager bezeichnet. Er soll zwischen den verschiedenen Systemen vermitteln, mit den unterschiedlichen Akteuren kommunizieren und dadurch Probleme in der Zusammenarbeit minimieren.

Die Abbildung 2 soll verdeutlichen wie vielen Schnittstellen das Case Management alleine im Bereich der Palliativversorgung besitzen kann.

Das Bild zeigt verschiedene Möglichkeiten von Schnittstellen, zu beachten ist, dass auch wieder jeder einzelne kleine Kreis erneut Schnittstellen hat, die unter Umständen auch innerhalb dieses Systems wieder neue Schnittstellen entwickelt, etc.. Dies kann die Arbeit schwierig gestalten, da von den Einzelnen Systemen zum Teil eigene – manchmal sogar widersprüchliche – Ziele verfolgt werden. So will der Palliativpflegedienst z.B. eine allumfassende Versorgung anbieten und demensprechend für eine bevorstehende Entlassung für alle Geschehnisse gewappnet sein und bestellt ggf. viele verschiedene Hilfsmittel und Materialien. Der Leistungsträger jedoch schaut eher auf die Kosten und versucht die demensprechend einige Hilfsmittel zunächst zu hinterfragen. Deshalb gilt es zu beachten, dass keine der eigenständigen Organisationen seine Eigenständigkeit verliert und dessen Grenzen und Möglichkeiten von den anderen Leistungserbringern anerkannt werden (vgl. Herrlein 2009, S. 87).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der historischen Entwicklung der Palliative Care und Fragestellung bezüglich der unterschiedlichen Rollen des Case Managements im stationären und ambulanten Bereich.

2. Case Management und Palliativversorgung: Darstellung der Begrifflichkeiten, Konzepte wie Frühintegration und Advance Care Planning sowie Analyse der verschiedenen Versorgungssettings.

3. Analyse des Case Management in der Palliativversorgung: Detaillierte Untersuchung der zentralen Pfeiler wie Schnittstellen, Vernetzung, Kommunikation, Koordination, Finanzierung, Qualität und Prozesse.

4. Ist der Case Manager ein Fallmanager oder ein Schnittstellenmanager?: Kritische Auseinandersetzung mit der Rollendefinition des Case Managers und dem Unterschied zwischen koordinierenden Aufgaben und individueller Fallbegleitung.

5. Schlussbetrachtung/ Resümee/Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse mit Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung von Versorgungsmodellen und die Anforderungen an qualifiziertes Fachpersonal.

Schlüsselwörter

Case Management, Palliative Care, Palliativversorgung, Schnittstellenmanagement, Koordination, SAPV, Fallmanagement, Versorgungsplanung, Multiprofessionalität, Qualitätsmanagement, Vernetzung, Patientenorientierung, stationäre Versorgung, ambulante Versorgung, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle und Aufgaben des Case Managements innerhalb der palliativen Versorgung und beleuchtet die Unterschiede zwischen stationärer und ambulanter Betreuung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf Versorgungsstrukturen, die Rollendefinition des Case Managers, Schnittstellenmanagement in sozialen Systemen sowie Qualitätskriterien und Finanzierungsaspekte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob die unterschiedlichen Bezeichnungen (Case Manager vs. Koordinator) in der Praxis inhaltlich gerechtfertigt sind und welche Aufgaben das Case Management in verschiedenen Settings übernimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturrecherche und der Analyse bestehender Konzepte und Versorgungsstrukturen der Palliativmedizin.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Versorgungs- und Schnittstellen des Case Managements, betrachtet die Vernetzung und Kommunikation sowie Qualitäts- und Prozesskriterien in der Palliative Care.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen Case Management, Palliativversorgung, Schnittstellenmanagement, Koordination, SAPV, Qualität und Multiprofessionalität.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Koordinators von der des klassischen Case Managers?

Laut der Arbeit wird der Koordinator im ambulanten Setting (SAPV) oft primär auf der Organisationsebene als Schnittstellenmanager tätig, während der Case Manager im stationären Bereich stärker in die individuelle Fallsteuerung und Begleitung involviert ist.

Welche Rolle spielt die Finanzierung für die Arbeit des Case Managements?

Die Finanzierung variiert je nach Setting (Budget vs. Spenden vs. Leistungssätze) und beeinflusst sowohl die strukturelle Etablierung als auch die Möglichkeiten zur professionellen Ausgestaltung der Koordination.

Warum ist das Schnittstellenmanagement für Palliativpatienten besonders wichtig?

Da Palliativpatienten oft komplexe und instabile Krankheitsverläufe aufweisen, erfordert die Versorgung eine enge, multiprofessionelle Zusammenarbeit, um Versorgungsbrüche zwischen ambulanten und stationären Sektoren zu vermeiden.

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Details

Title
Case Management in der Palliative Care
Subtitle
Case Manager oder Koordinator? Die Rolle des Case Managements in der ambulanten und stationären Palliativversorgung
College
Academy and sciences of health care
Course
Weiterbildung Case Management
Grade
1,3
Author
Karina Schürkens (Author)
Publication Year
2016
Pages
36
Catalog Number
V378643
ISBN (eBook)
9783668561885
ISBN (Book)
9783668561892
Language
German
Tags
Case Management Palliativ Care Palliativpflege Ambulante Pflege SAPV spezialisierte ambulante palliative Versorgung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Karina Schürkens (Author), 2016, Case Management in der Palliative Care, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378643
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