Betrachtung der Person Heinrich des Löwen vor dem Hintergrund der Beziehung zu Friedrich I. von 1154-1180

Von strategischen über wahnähnliche Handlungen hin zum vernunftwidrigen Größenwahn Heinrich des Löwen


Hausarbeit, 2016

15 Seiten, Note: 2,30


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Größenwahn

3. Vorstellung der Quellen

4. Impulse und ihre Folgen 1154-1167
4.1 Signale vom Kaiser 1154-1167
4.1.1 Investiturrecht 1154
4.1.2 Herzogtum Bayern 1156/57
4.1.3 Mailand 1159
4.1.4 Missgunst der Fürsten 1166/67
4.2 Auswirkungen auf die Politik Heinrich des Löwen 1158-1160
4.2.1 Stadtgründungen 1158-1160
4.2.2 Slawenfeldzug 1160
4.3 Reaktionen auf das Verhalten Heinrich des Löwen 1167/68

5. Impulse und ihre Folgen 1168-1180
5.1 Signale durch eigene Taten 1168-1176
5.1.1 Hochzeit mit Mathilde von England 1168
5.1.2 Fahrt nach Jerusalem 1172
5.1.3 Demut Friedrichs I. 1176
5.2 Auswirkungen auf die Politik Heinrich des Löwen 1176-1179
5.2.1 Ignoranz der Demut des Kaisers 1176
5.2.2 Fernbleiben vom Reichstag 1179
5.3 Reaktionen auf das Verhalten Heinrich des Löwen 1179/80

6. Fazit

7. Quellen und Literatur
7.1 Quellenverzeichnis:
7.2 Literaturverzeichnis:

II. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

In der modernen Forschung wird Heinrich der Löwe immer wieder als eine Persönlichkeit charakterisiert, die stetig nach mehr Macht strebte und sich des wachsenden Einflusses durchaus bewusst war. So erwähnt Hubertus Seibert 1999 Heinrichs „ausgeprägten Willen zur Selbstdarstellung“[1]. 2009 untersucht Bernd Schneidmüller die ‚Innovationspotentiale‘ des Fürsten und spricht dabei von einem „Gestaltungswillen, der die gängigen Muster herzoglichen Handelns sprengte“[2] sowie einem „glanzvolle[n] Repräsentationswille[n]“[3]. Heinrich schien ein Einzelgänger zu sein, der seine Interessen vorantreiben wollte. So erwähnt Schneidmüller auch Heinrichs „Verzicht auf die dauerhafte Einbindung des Konsenses adliger Standesgenos­sen“[4].

Insbesondere nach der Vergabe des Investiturrechts 1154 und des Herzogtums Bayern 1156 an Heinrich den Löwen, nahmen dessen Machtbestrebungen deutlich zu und führten 1180 schließlich, nach einer äußerst provokativen Handlung, zu seinem Sturz. Setzt man diese Tatsachen mit den Konzeptionen seiner Person in der modernen Forschung nun in Zusammenhang, ergibt sich die Frage, wie die zunächst strategisch erscheinenden Handlungen Heinrichs in einen Größenwahn münden konnten.

Dies soll chronologisch und insbesondere vor dem Hintergrund des Verhältnisses zwischen Friedrich I. und Heinrich dem Löwen in der Zeitperiode von 1154 bis 1180 erforscht werden. Zunächst wird der Begriff Größenwahn nach dem Philosophen Richard Avenarius und aus gegenwärtiger Sicht nach dem Wirtschaftswissenschaftler Philip Hermanns, näher definiert. Darauf aufbauend wird das dritte Kapitel die verwendeten Quellen vorstellen. Kapitel vier und fünf werden eine Auswertung der Kölner Königschronik und der Slawenchronik hinsichtlich von Impulsen, die auf Heinrich wirkten, sein Handeln beeinflussten und Reaktionen seiner Zeitgenossen hervorriefen, die Aufschluss darüber geben, wie er wahrgenommen wurde, vornehmen. Da für die Jahre 1154-1158 und 1168-1176 zwei verschiedene Impulsgeber ins Auge fallen, erfolgt eine Unterteilung in diese zwei Perioden. Lediglich ergänzend soll die Chronik des Otto von St. Blasien hinzugezogen werden, da sie einen wichtigen Impuls beinhaltet, über welchen Helmolds Slawenchronik und die Kölner Königschronik schweigen, der jedoch einen erheblichen Einfluss auf die Untersuchung hat. Auf den Punkten eins bis fünf aufbauend, wird zum Schluss beantwortet, wie sich der Wandel Heinrichs vom Strategen zum Größenwahnsinnigen vollziehen konnte.

Aufgrund des begrenzten Rahmens dieser Hausarbeit soll der Diskurs um den ursprünglichen Verfasser der Kölner Königschronik nicht näher beleuchtet werden. Zudem wird ausschließlich auf die gravierendsten der von Heinrich positiv erlebten Ereignisse und nicht detaillierter auf andere als die genannten Quellen eingegangen. Darüber hinaus werden weder Friedrichs Beweggründe, den Konflikt mit den Welfen beizulegen, der Zusammenhang zwischen Heinrichs Herkunft und seinem politischem Aufstieg oder die topografischen Gesichtspunkte von Heinrichs Stadtgründungen (günstige Faktoren der Ansiedlungsorte, Bodenbeschaffenheit etc.) behandelt noch der Wandel Heinrichs genealogischen Verständnisses von den welfischen zu den sächsischen Vorfahren[5] aufgegriffen.

2. Definition Größenwahn

Laut dem Philosophen Richard Avenarius (1978) definiert sich Größenwahn als „die wahnhafte Erhöhung des eigenen Wertes und der eigenen Möglichkeiten“[6]. Dem liegen laut Wirtschaftswissenschaftler Philip Hermanns (2012) „Signale“[7] zugrunde. Diese fänden ihren Ursprung in „Selbstbeobachtungen […] sowie einer sozialen Rückmeldung im Sinne eines Feedbacks durch Externe“[8].

Nicht unerheblich ist die Spezifizierung, dass sich dieser Wahn nicht unbedingt in irrationalen, chaotischen Entscheidungen katalysieren muss[9], sondern durchaus auch „über weite Strecken verstehbare Entwicklungen und Reaktionen“[10], also gewisse Strategien, aufweisen kann. Diese Form wird als „wahnähnlich“[11] verstanden. So können auch die Impulse, die der Herzog durch Selbstreflexionen aber auch durch Rückmeldungen vom Kaiser erhalten hat, Heinrich beeinflusst und zu wahnähnlichen oder größenwahnsinnigen Handlungen verleitet haben. Unerlässlich ist es daher, im folgenden Teil der Arbeit den Fokus auf diese Signale und ihre Folgen zu legen.

3. Vorstellung der Quellen

Zu einer Untersuchung der Wirkung von Signalen und ihren Folgen in der Zeit von 1154-1180, dienen die Kölner Königschronik und die Chronik der Slawen als Hauptquelle. Die Kölner Königschronik entstand im 12./13. Jhd. und widmet sich, durch mehrere Fortsetzungen ergänzt, mit ihren Berichten der umfassenden Periode von 689-1326. Ihr Urheber ist vermutlich der Schöffe Otto aus Neuß.[12] In ihrem Dasein als Weltchronik beinhaltet sie sowohl innen- als auch außenpolitische Nachrichten.[13] Trotz des Daseins als gedruckte Quelle, ist bezüglich des Inhaltes jedoch Vorsicht geboten, da mit einer transkribierten, kompilierten, übersetzten Version gearbeitet wird und so die Möglichkeit von Fehlern und historischer Ungenauigkeit besteht.[14] Zudem handelt es sich nicht nur bei der Kölner Königschronik, sondern auch der Slawenchronik Helmolds von Bosau um eine Traditionsquelle.[15] Entstanden im 12. Jhd., berichtet der Chronist in dieser gedruckten Quelle über die Zeit von 814-1171. Die Slawenchronik stellt eine Landeschronik dar, die somit insbesondere umfangreiche Berichte zur deutschen Geschichte beinhaltet. In dieser Arbeit sollen die zwar überlieferten, aber kommentierten und damit kritischen Versionen der Kölner Königschronik durch Wilhelm Wattenbach (1896) und der Slawenchronik durch Heinz Stoob (1963) verwendet werden. Ergänzend wird die Weltchronik des Otto von St. Blasien, ebenfalls eine Traditionsquelle, die um den Beginn des 13. Jhd. entstanden ist und reichsgeschichtliche Nachrichten von 1147-1209 (ab 1209 schließt sich eine Fortsetzung bis 1274 an) beinhaltet, hinzugezogen. Übersetzt wurde diese von Horst Kohl (1894).

4. Impulse und ihre Folgen 1154-1167

4.1 Signale vom Kaiser 1154-1167

Zusammengefasst als erster maßgeblicher Impuls können die Signale in der Zeit von 1154-1167 gesehen werden, in der sich Heinrich in Kaisernähe aufhielt.

4.1.1 Investiturrecht 1154

Einem politischen Schachzug Friedrichs I. folgend, erhielt Heinrich der Löwe auf einem Reichstag im Jahre 1154 in Goslar das „königliche Recht der Investitur der Bischöfe von Oldenburg, Mecklenburg und Ratzeburg und aller anderen Bistümer, die er im Heidenlande [sic!] zu errichten imstande“[16]

wäre. Mit dem mächtigen, eigentlich monarchischen Investiturrecht wollte sich der Kaiser die Unterstützung Heinrichs für den bevorstehenden ersten Italienzug sichern.[17] Zwar war es „ein übertragenes, ihm nur anvertrautes Königsrecht“[18], aber es stattete Heinrich mit den Befugnissen aus, die einem „Vizekönig“[19] gleichkamen. So sollten auch die Bischöfe der Bistümer Heinrichs Handlungen so ansehen, als wären es direkte Beschlüsse des Königs, da es sich um die Ausübung eines königlichen Rechtes handelte.[20] Dieses Recht ließ Heinrich unter den anderen deutschen Fürsten hervorstechen.[21] Die exklusive Verleihung fungierte somit als positive Rückmeldung von Friedrich I. an Heinrich und mag zu positiven Selbstbeobachtungen geführt haben.

4.1.2 Herzogtum Bayern 1156/57

Da der Kaiser Heinrich den Löwen nicht nur auf dem ersten Italienfeldzug, sondern auch „in anderen Angelegenheiten des Reichs [für] treu befunden hatte“[22], verlieh er ihm um das Jahr 1156/57 das Herzogtum Bayern, was weiter für das positive Verhältnis der beiden spricht.

4.1.3 Mailand 1159

Weitere eindeutige Signale der Wertschätzung Heinrichs erfolgten im Jahre 1158. So wird in der Kölner Königschronik erwähnt, dass „[d]er Kaiser […] kühn und ruhmvoll nach Lombardien [zog]“[23]. Diejenigen, die ihn begleiteten, zeichneten sich durch „römische Tapferkeit“[24] aus. Und obwohl Wattenbach korrigiert, dass Heinrich der Löwe nicht, wie vom Chronisten erwähnt, zu diesem Heer dazuzählte, sondern eine Verwechslung mit dem Herzog von Österreich vorlag[25], zeigt diese Tatsache dennoch, wie hoch Heinrich im Kurs stand und wie sehr er geschätzt wurde, dass es überhaupt zu der Verwechslung kam. Die Besetzung Mailands wird noch eingehender beschrieben und Heinrichs tatsächliche Beteiligung im Jahr 1159 und die Art und Weise dieser an der Einnahme Mailands, erwähnt. Heinrich befand sich vor dem dritten Tor der Stadt.[26] Neben ihm werden nur „das Lager des Kaisers“[27] an einem anderen Tor und ein weiteres genannt, „wo der König von Böhmen die Macht hatte“[28]. Der Kaiser traute Heinrich also genug, dass er ihm die Verantwortung, eines der Tore zu kontrollieren, übertrug. Das kann ein eindeutiges Signal seines Wertes gewesen sein, denn der mächtige Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bedurfte mitunter der Unterstützung Herzog Heinrichs. Zudem gehörte Heinrich zu der Seite des Heeres, die machtvoll „für den Ruhm“[29] kämpfte, während die Gegner des kaiserlichen Heeres lediglich „für ihre [eigene] Rettung stritten“[30].

4.1.4 Missgunst der Fürsten 1166/67

Der Mönch Helmold von Bosau spricht in der Chronik der Slawen zum Jahre 1166/67 von Heinrichs „ungeheure[m] Reichtum“[31], von den „glänzenden Siegen“[32], die er seinem Dasein als Herzog zweier Herzogtümer verdankte[33]. Er erwähnt aber auch die Missgunst der Fürsten, die jedoch nichts gegen Heinrich unternahmen, da ihnen „die Furcht vor dem Kaiser […] die Hände [band]“[34]. Der Chronist äußert sich somit noch positiv zum Verhältnis von Heinrich und Friedrich I., denn trotz der ihm entgegengebrachten Missgunst der Neider stand Herzog Heinrich der Löwe unter der Obhut des Kaisers.

4.2 Auswirkungen auf die Politik Heinrich des Löwen 1158-1160

4.2.1 Stadtgründungen 1158-1160

Wirft man nun einen Blick auf die Stadtgründungen Heinrichs, zeigt sich, dass er begann, eigene Bestrebungen in den Vordergrund zu stellen. Innerhalb von gerade einmal zwei Jahren befasste er sich mit der Gründung von vier Städten (Gründung der Löwenstadt 1158 und Neugründung Lübecks um 1158[35], München 1158[36], Schwerin 1160[37] ). Als Stadtherr erhielt Heinrich der Löwe unter anderem Steuern[38], zog also einen wirtschaftlichen Nutzen aus der Gründung von Städten, was ihm noch weitere positive Reflexionen seiner Gestalt eingebracht haben mag.

4.2.2 Slawenfeldzug 1160

Im Jahre 1160 beging Heinrich dann einen erfolgreichen Slawenfeldzug.[39] Er erbat vom Kaiser eine „Vollmacht“[40], mit der es ihm erlaubt war, in selbst oder von Vorfahren eroberten Gebieten des Slawenlandes „Bistümer zu gründen, zu verleihen und zu bestätigen“[41]. Somit waren die Bischöfe, denen er die „Würden“[42] verlieh, „ihm durch den Lehenseid verpflichtet […], wie man ihn (sonst) dem Kaiser zu leisten pflegt“[43]. In Verbindung mit dem Investiturrecht von 1154 erhielt Heinrich mit dieser Vollmacht für das Slawenland also noch einmal mehr Einfluss. Dadurch gelang es ihm, zusätzlich zu seinen Herrschaftsintensivierungen durch Städtegründungen im Inland, das Gebiet seiner Herrschaft im Osten auszuweiten.

4.3 Reaktionen auf das Verhalten Heinrich des Löwen 1167/68

Im Jahre 1167 jedoch ereignete sich ein Vorfall, der zu der Überlegung führt, ob dem Kaiser Heinrichs Verhalten missfiel. Es wurde nämlich eine Fehde gegen Heinrich gesponnen, in deren Folge

„Bischof Wichmann von Magede=burg [sic!], Landgraf Luodewich [sic!], Markgraf Albert und die übri=gen [sic!] Ostsachsen […] sein Land mit Rauben und Brennen“[44]

befielen. Erst, als sie „seine Mittel fast erschöpft [hatten]“[45], sendete der Kaiser, der sich zu diesem Zeitpunkt in Italien aufhielt, „eine Gesandtschaft […] und [befahl] bis zu seiner An=kunft [sic!] diesen Krieg auszusetzen“[46]. Die vollständige Klärung der Situation erfolgte beinahe ein Jahr später (1168) auf einem Reichstag, auf dem der Kaiser die rivalisierenden Parteien „wieder zum Frieden bewog“[47].

Fraglich ist nun, ob der Kaiser erst so spät eingriff, weil er vorher keine Kenntnis über die Geschehnisse besaß oder, ob es Kalkül war, da ihm Heinrichs Herrschaftsintensivierungen und Expansionspolitik missfielen und Spannungen entstanden waren, denn immerhin wurde Heinrich durch das erst späte Eingreifen geschwächt.

5. Impulse und ihre Folgen 1168-1180

5.1 Signale durch eigene Taten 1168-1176

Zusammengefasst als zweiter maßgeblicher Impuls können die Signale in der Zeit von 1168-1180 gesehen werden, in der sich Heinrich immer stärker vom Kaiser lossagte und eigene Interessen verfolgte.

5.1.1 Hochzeit mit Mathilde von England 1168

Am 1. Februar 1168 vermählten sich Heinrich und die Tochter des englischen Königs, Mathilde.[48] Durch die Heirat mit Mathilde verband Heinrich sich mit einem weiteren Königshaus, was ihm zu weiterem politischen Einfluss verhalf.

5.1.2 Fahrt nach Jerusalem 1172

Über das Jahr 1172 wird berichtet, dass Heinrich sich „mit etwa fünfhundert Rittern nach Jerusalem“[49] aufmachte und der Hin- und Rückweg als „durchweg glückliche und ehren=volle [sic!] Fahrt“[50] beschrieben werden kann. Unter anderem lag dies daran, dass der König von Konstantinopel ihm einen „ehrenvolle[n] Empfang und glänzende[n] Abschied zu Theil [sic!]“[51] werden ließ. Auf dem Heimweg wurde er von einem „heidnische[n] König […] ehrenvoll auf[genommen]“[52]. Dieser brachte ihm „viele und prächtige Geschenke dar“[53] und „setzte alle gefangenen Christen, welche unter seiner Herrschaft als Verbannte lebten, auf Für=sprache [sic!] des Herzogs in Freiheit“[54]. Dieser Erfolg in Kombination mit der Ehrung seiner Person durch zwei Könige, bestätigte ihm Prestige und Autorität auch ohne den Kaiser, was Heinrich als Erfolg für sich verbucht haben mag.

5.1.3 Demut Friedrichs I. 1176

Zudem findet sich ein äußerst interessanter Beitrag in der Chronik des Otto von St. Blasien zum Jahre 1176: Als der Kaiser der Unterstützung Heinrichs auf seinem Italienzug im Kampf gegen die Mailänder bedurfte und sich mit ihm zu einem Gespräch traf, „eilte er [der Kaiser] ihm entgegen und bat demüthig [sic!], mehr als es für die kaiserliche Majestät ziemlich war, daß [sic!] er dem gefährdeten Reiche zu Hilfe komme“[55].

Heinrich wird hierbei als Persönlichkeit beschrieben, die „fast allein durch [ihre] Macht und [ihren] Reich=thum [sic!] um diese Zeit zur Unterstützung des Reiches geeignet war“[56],

wodurch sein bedeutender Einfluss hervorgehoben wird. Diese Darstellung seiner Person lässt Rückschlüsse darauf zu, welche positiven, bestärkenden Signale weiterhin auf Heinrich gewirkt haben müssen.

[...]


[1] Hubertus Seibert: Heinrich der Löwe und die Welfen. Ein Jubiläum und sein Ertrag für die Forschung. In: Historische Zeitschrift 268, 1999, S. 375–406, hier S. 380.

[2] Bernd Schneidmüller: Heinrich der Löwe. Innovationspotentiale eines mittelalterlichen Fürsten. In: Werner Hechberger, Florian Schuller (Hrsg.): Staufer & Welfen. Zwei rivalisierende Dynastien im Hochmittelalter. Regensburg 2009, S. 55. Online unter: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/12125/1/Schneidmueller_2009_Innovationspotentiale.pdf (letzter Zugriff: 12.11.16).

[3] Ebd., S. 58.

[4] Ebd.

[5] vgl. hierzu Otto Gerhard Oexle: Welfische Memoria. Zugleich ein Beitrag über adlige Hausüberlieferung und die Kriterien ihrer Erforschung. In: Schneidmüller, Bernd (Hg.): Die Welfen und ihr Braunschweiger Hof im hohen Mittelalter. Wiesbaden 1995, S.87. Online unter: http://www.mgh-bibliothek.de/dokumente/a/a052877.pdf (letzter Zugriff 12.11.16).

[6] Richard Avenarius: Der Größenwahn: Erscheinungsbilder und Entstehungsweise (= Monographien aus dem Gesamtgebiete der Psychiatrie, Psychiatry Series). Berlin [u.a.] 1978, S.9.

[7] Philipp Hermanns: Organizational Hubris. Aufstieg und Fall einer Celebrity Firm am Beispiel der CargoLifter AG. Köln 2012, S. 12. Online unter: http://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000039985 (letzter Stand: 12.11.16). Die Erkenntnisse basieren u.a. auf Hazel Markus, Professorin für Psychologie an der Stanford University.

[8] Ebd.

[9] Vgl. Avenarius, Größenwahn, S. 9.

[10] Ebd.

[11] Ebd.

[12] Vgl. Die Kölner Königschronik. Nach der Ausgabe der Monumenta Germaniae, übersetzt von Karl Platner, neu bearbeitet und vermehrt von Wilhelm Wattenbach. Leipzig 21896, S. 3. Im Folgenden abgekürzt als KK.

[13] Ebd.

[14] Vgl. KK, S. 4.

[15] Zwar war das Ziel der historiographischen Quellen eine unmittelbare und zusammenhängende Darstellung der Ereignisse, gleichzeitig muss aber beachtet werden, dass damit mögliche Färbungen hinsichtlich der Darstellung vonseiten des Autors nicht auszuschließen sind. (vgl. hierzu: Christian König: Quellen I. Grundlagen und Definitionen. Regensburg o.J., S. 2. Online unter: http://www.uni-regensburg.de/philosophie-kunst-geschichte-gesellschaft/neuere-geschichte/medien/koenig/quellenie.pdf (letzter Stand: 12.11.16).

[16] s. hierzu die betreffende Urkunde in: Monumenta Germaniae Historica. Die Urkunden Friedrichs I. 1152-1158. DD FI, 1. Bearbeitet von Heinrich Appelt [u.a.]. Hannover 1975, S. 132-134. Online unter: http://www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00000456_00147.html?sortIndex=030%3A040%3A0010%3A010%3A01%3A00&zoom=0.75 (letzter Stand: 12.11.16).

[17] Vgl. hierzu den Kommentar zum Diplom ebd.

[18] Joachim Ehlers: Heinrich der Löwe. Eine Biographie. München 2008, S. 86 ff.

[19] Ebd.

[20] Ebd.

[21] Ebd.

[22] Vgl. Helmold von Bosau: Slawenchronik (= In: Rudolf Buchner (Hg.): Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe. Band 19.). Neu übertragen und erläutert von Heinz Stoob. Darmstadt 1963, S. 301. Im Folgenden abgekürzt als SC.

[23] KK, S. 69f.

[24] Ebd.

[25] Vgl. ebd.

[26] Vgl. hierzu KK, S. 72.

[27] Ebd.

[28] Ebd.

[29] Ebd.

[30] Ebd.

[31] SC, S. 359.

[32] SC,

[33] Vgl. ebd.

[34] Ebd.

[35] Vgl. SC, S. 305.

[36] Vgl. Richard Bauer: Geschichte Münchens. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. München 22008, S.16.

[37] SC, S. 311.

[38] Vgl. Ehlers, Biografie, S. 157.

[39] Vgl. SC, S. 309-313.

[40] Ebd., S. 311.

[41] Ebd.

[42] Ebd.

[43] Ebd.

[44] KK, S. 98.

[45] Ebd.

[46] Ebd.

[47] KK, S. 99.

[48] Vgl. KK, S. 104.

[49] KK, S. 104f.

[50] Ebd.

[51] Ebd.

[52] Ebd.

[53] Ebd.

[54] Ebd.

[55] Die Chronik des Otto von St. Blasien (= In: Die Geschichtsschreiber der deutschen Vorzeit. Zweite Gesamtausgabe. Band 58.). Übersetzt von Horst Kohl. Leipzig 21894, S. 36.

[56] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Betrachtung der Person Heinrich des Löwen vor dem Hintergrund der Beziehung zu Friedrich I. von 1154-1180
Untertitel
Von strategischen über wahnähnliche Handlungen hin zum vernunftwidrigen Größenwahn Heinrich des Löwen
Hochschule
Universität Hamburg
Note
2,30
Autor
Jahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V378664
ISBN (eBook)
9783668557574
ISBN (Buch)
9783668557581
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Betrachtung, Heinrich der Löwe, Friedrich I, Größenwahn, Strategie, Wahnsinn
Arbeit zitieren
Sarah Ignor (Autor), 2016, Betrachtung der Person Heinrich des Löwen vor dem Hintergrund der Beziehung zu Friedrich I. von 1154-1180, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378664

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