Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim"

Titel: Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2015 , 28 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dominik Kremer (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Sophie von La Roche war eine berühmte Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts und nahm als Schriftstellerin eine wichtige Stellung im literarischen Feld ihrer Zeit ein. Schreiben und Bücher waren ihr Lebensinhalt und gaben ihrem Leben seinen besonderen Sinn. Im Gegensatz zu den menschlich und geistig wenig entwickelten Frauen der damaligen Zeit führte sie ein ungewöhnlich bewegtes Leben und stand wie viele zeitgenössische Autoren sowohl in der Aufklärung als auch der Empfindsamkeit. Besondere Popularität erlangte La Roche mit ihrem Werk "Geschichte des Fräuleins von Sternheim", mit dem sie den literarischen Markt am Ende des 18. Jahrhunderts revolutionierte. Schließlich war dies der erste deutschsprachige Roman überhaupt, der von einer Frau verfasst wurde. Mit diesem Meisterstück gilt sie zudem als Begründerin des empfindsamen Romans sowie der Frauenliteratur in Deutschland.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Sophie von La Roche für die weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert herauszustellen. Dabei soll zunächst einerseits die Rolle der (Ehe-)Frau damals im Allgemeinen, sowie andererseits die Tragweite des weiblichen Geschlechts auf dem literarischen Markt zu ihren Lebzeiten beleuchtet werden. Anschließend wird der Einfluss der Autorin Sophie von La Roche für die weibliche Emanzipation auf dem literarischen Markt in Deutschland genauer betrachtet. Zuerst wird ihr Lebenslauf, der wichtig ist, um den Erfolg der Autorin zu erklären, dargelegt. Des Weiteren findet vor allem ihr Erfolgsroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" Berücksichtigung, der unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht wird. Besonders interessant ist auch das sich daran anschließende Kapitel mit der Frage, ob die im Sternheim-Roman gewählte Form des Briefromans eine gewöhnliche Ausdrucksform für Frauen im 18. Jahrhundert darstellte oder eher weniger. Nachdem noch ein Blick auf weitere Werke der Sophie von La Roche geworfen wird, soll schließlich am Ende geklärt werden, ob sie tatsächlich als Wegbereiterin der Frauenliteratur in Deutschland betrachtet werden kann oder nicht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die soziale Rolle der Frau im 18. Jahrhundert

2.1 Die Ehefrau: Ihre Ausbildung und Perspektiven

2.2 Der Beginn weiblicher Autorschaft im 18. Jahrhundert

3 Lebenslauf von Sophie von La Roche

3.1 Sophies Erziehung in Kindheit und Jugend

3.2 Die „Zeit Wieland“ und die Ehe mit Frank La Roche

3.3 Aufstieg und Abstieg

4 „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“

4.1 Wieland als Herausgeber

4.2 Form

4.3 Inhalt

5 Der Brief(-Roman): Neues Genre als Medium für weibliches Schreiben

5.1 Der Brief als Mittel der Empfindsamkeit

5.2 Briefe als neues Medium der Kommunikation und Selbstdarstellung für Frauen

6 Weitere Werke

7 Sophie von La Roche: Wegbereiterin der Frauenliteratur in Deutschland?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Sophie von La Roche für die weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Ziel ist es, den Einfluss der Autorin auf die literarische Emanzipation von Frauen sowie ihre Rolle als Begründerin der Frauenliteratur in Deutschland vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Normen jener Zeit kritisch zu beleuchten.

  • Die gesellschaftliche Rolle und Bildungssituation der Frau im 18. Jahrhundert.
  • Die Biografie Sophie von La Roches und ihre schriftstellerischen Anfänge.
  • Die Analyse des Erfolgsromans „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“.
  • Die Bedeutung des Briefromans als Ausdrucksform weiblichen Schreibens.
  • Die historische Einordnung von Sophie von La Roche als Wegbereiterin der Frauenliteratur.

Auszug aus dem Buch

4.2 Form

Bei dem Schriftstück „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ handelt es sich um einen Roman in Briefen, einer neuen Gattung des Romans. Mit dem Beginn des Briefromans kündigte sich eine neue Zeit in Deutschland an, die bürgerliche Epoche. Heimlichste Gefühle wurden dem fiktiven Adressaten des Briefschreibers mitgeteilt. „Tiefe Empfindungen enthüllen sich, die Literatur wird wahrer – psychologisch wird sie.“55 Die moderne Romanform – auch der Briefroman – stammt aus England, dem entwickeltsten Land der damaligen Zeit.

Schon zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als anderswo überall noch die Höfe bestimmten, was als Kunst anzuerkennen und zu produzieren war, schuf Daniel Defoe den fürs Publikum attraktiven Roman, der von kleinen Leuten erzählt ('Moll Flanders', 'Robinson Crusoe'). Eine Generation später tritt Samuel Richardson auf den Plan.“56

Dem überaus erfolgreichen Romanmuster Richardsons – dabei insbesondere seinem Sensationserfolg „Pamela oder die belohnte Tugend“, in dem sich ein tugendhaftes Dienstmädchen gegen die derben und brutalen Belästigungen ihres Herrn zur Wehr setzen muss - eiferte Sophie von La Roche mit ihrem ersten eigenen Roman nach. Und auch sie hat, ähnlich wie ihr englisches Vorbild, beträchtlichen Erfolg bei ihren Zeitgenossen. „Das Fräulein von Sternheim [...] macht die Verfasserin zu einer berühmten, auch international anerkannten Autorin, von der nur noch als von 'der Sternheim' geredet wird.“57 Genau wie bei Richardsons Werk „Pamela oder die belohnte Tugend“ handelt es sich bei La Roche – wie schon erwähnt - um einen Roman in Briefen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt Sophie von La Roche als bedeutende Schriftstellerin vor und definiert die Zielsetzung, ihre Rolle für die weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert zu analysieren.

2 Die soziale Rolle der Frau im 18. Jahrhundert: Dieses Kapitel skizziert das patriarchale Frauenbild der Epoche, das durch Gehorsam, Kindererziehung und ökonomische Abhängigkeit geprägt war.

3 Lebenslauf von Sophie von La Roche: Es wird die Biografie der Autorin nachgezeichnet, wobei der Fokus auf ihrer Erziehung und ihrem Weg in die schriftstellerische Tätigkeit liegt.

4 „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“: Der Hauptteil analysiert den Debütroman hinsichtlich seiner Entstehung, Form und inhaltlichen Bedeutung als erster deutschsprachiger Frauenroman.

5 Der Brief(-Roman): Neues Genre als Medium für weibliches Schreiben: Hier wird untersucht, warum der Brief als „naturgemäße“ Gattung für Frauen im 18. Jahrhundert fungierte und wie dieser die psychologische Vertiefung der Charaktere ermöglichte.

6 Weitere Werke: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über das spätere literarische Schaffen La Roches, einschließlich ihrer Zeitschriftenarbeit und Reiseberichte.

7 Sophie von La Roche: Wegbereiterin der Frauenliteratur in Deutschland?: Das Kapitel zieht ein Fazit zur historischen Relevanz der Autorin und ihrer Rolle bei der Etablierung weiblicher Literatur.

Schlüsselwörter

Sophie von La Roche, Geschichte des Fräuleins von Sternheim, 18. Jahrhundert, Frauenliteratur, Briefroman, Empfindsamkeit, Weibliche Autorschaft, Aufklärung, Emanzipation, Literaturgeschichte, Geschlechterrollen, Pädagogik, Christoph Martin Wieland, Frauenbildung, Briefkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung der Schriftstellerin Sophie von La Roche für die weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die soziale Stellung der Frau, die Entwicklung der Frauenliteratur, der Einfluss der Epoche der Empfindsamkeit sowie die Analyse des Briefromans.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Sophie von La Roche als eigenständige Autorin zu positionieren und zu untersuchen, ob sie als Wegbereiterin der deutschen Frauenliteratur betrachtet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche und biografische Analyse, gestützt auf zeitgenössische Quellen sowie neuere fachwissenschaftliche Forschungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Biografie von La Roche, der detaillierten Untersuchung ihres Romans „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ sowie der Funktion des Briefromans als Medium für Frauen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Sophie von La Roche, Frauenliteratur, Briefroman, Empfindsamkeit, Weibliche Autorschaft und Literaturgeschichte des 18. Jahrhunderts.

Welche Bedeutung spielt Christoph Martin Wieland für Sophie von La Roche?

Wieland fungierte als lebenslanger Mentor, Kritiker und Förderer ihrer literarischen Karriere und ebnete ihr den Weg zur Veröffentlichung ihres Erstlingsromans.

Warum war die Wahl der Form des Briefromans so entscheidend?

Der Briefroman erlaubte es Frauen, ihre Gefühle und Gedanken in einer gesellschaftlich akzeptierten Form auszudrücken, was eine psychologische Vertiefung der Romanheldinnen ermöglichte.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Texte von Autorinnen um 1800
Note
1,3
Autor
Dominik Kremer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V378725
ISBN (eBook)
9783668558779
ISBN (Buch)
9783668558786
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sophie von la roche geschichte des fräuleins von sternheim frauenliteratur emanzipation 18. jahrhundert weibliche autorschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Kremer (Autor:in), 2015, Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378725
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  28  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum