Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim"


Hausarbeit (Hauptseminar), 2015

28 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die soziale Rolle der Frau im 18. Jahrhundert
2.1 Die Ehefrau: Ihre Ausbildung und Perspektiven
2.2 Der Beginn weiblicher Autorschaft im 18. Jahrhundert

3 Lebenslauf von Sophie von La Roche
3.1 Sophies Erziehung in Kindheit und Jugend
3.2 Die „Zeit Wieland“ und die Ehe mit Frank La Roche
3.3 Aufstieg und Abstieg

4 „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“
4.1 Wieland als Herausgeber
4.2 Form
4.3 Inhalt

5 Der Brief(-Roman): Neues Genre als Medium für weibliches Schreiben
5.1 Der Brief als Mittel der Empfindsamkeit
5.2 Briefe als neues Medium der Kommunikation und Selbstdarstellung für Frauen

6 Weitere Werke

7 Sophie von La Roche: Wegbereiterin der Frauenliteratur in Deutschland?

8 Literaturverzeichnis
8.1 Primärliteratur
8.2 Sekundärliteratur

1 Einleitung

Sophie von La Roche war eine berühmte Persönlichkeit des 18. Jahrhunderts und nahm als Schriftstellerin eine wichtige Stellung im literarischen Feld ihrer Zeit ein. Schreiben und Bücher waren ihr Lebensinhalt und gaben ihrem Leben seinen besonderen Sinn. Im Gegensatz zu den menschlich und geistig wenig entwickelten Frauen der damaligen Zeit führte sie ein ungewöhnlich bewegtes Leben und stand wie viele zeitgenössische Autoren sowohl in der Aufklärung als auch der Empfindsamkeit[1]. Besondere Popularität erlangte La Roche mit ihrem Werk „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, mit dem sie den literarischen Markt am Ende des 18. Jahrhunderts revolutionierte. Schließlich war dies der erste deutschsprachige Roman überhaupt, der von einer Frau verfasst wurde. Mit diesem Meisterstück gilt sie zudem als Begründerin des empfindsamen Romans sowie der Frauenliteratur[2] in Deutschland. „Der erfolgreiche Sternheim-Roman ließ schon die zeitgenössischen Leser die Autorin La Roche mit der empfindsamen Romanheldin identifizieren, Sophie La Roche wurde selbst zur ‚Sternheim‘, zum Inbegriff der gefühlvollen, tugendhaften Frau idealisiert.“[3]

Ziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung der Sophie von La Roche für die weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert herauszustellen. Dabei soll zunächst einerseits die Rolle der (Ehe-)Frau damals im Allgemeinen, sowie andererseits die Tragweite des weiblichen Geschlechts auf dem literarischen Markt zu ihren Lebzeiten beleuchtet werden. Anschließend wird der Einfluss der Autorin Sophie von La Roche für die weibliche Emanzipation auf dem literarischen Markt in Deutschland genauer betrachtet. Zuerst wird ihr Lebenslauf, der wichtig ist, um den Erfolg der Autorin zu erklären, dargelegt. Des Weiteren findet vor allem ihr Erfolgsroman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ Berücksichtigung, der unter verschiedenen Gesichtspunkten untersucht wird. Besonders interessant ist auch das sich daran anschließende Kapitel mit der Frage, ob die im Sternheim -Roman gewählte Form des Briefromans eine gewöhnliche Ausdrucksform für Frauen im 18. Jahrhundert darstellte oder eher weniger. Nachdem noch ein Blick auf weitere Werke der Sophie von La Roche geworfen wird, soll schließlich am Ende geklärt werden, ob sie tatsächlich als Wegbereiterin der Frauenliteratur in Deutschland betrachtet werden kann oder nicht.

2 Die soziale Rolle der Frau im 18. Jahrhundert

„Sophie von La Roches Leben und Werk sind wesentlich von ihrem Frau-Sein in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts bestimmt“.[4] Mit diesen Worten äußert sich Ingrid Wiede-Behrendt über die Autorin, deren Schriften sich in erster Linie an ein weibliches Publikum richteten. „Auch ihre Hauptgestalten sind weibliche Figuren“[5], was Wiede-Behrendt zu dem Schluss kommen lässt, dass La Roche die Aufklärungsutopie eines glückseligen Lebens durch Tugend und Kenntnisse auf die Möglichkeiten der Frau hin interpretierte.[6] Daher ist es notwendig zunächst die Situation der Frau in der Gesellschaft des 18. Jahrhunderts zu verdeutlichen.

2.1 Die Ehefrau: Ihre Ausbildung und Perspektiven

Das herrschende, unbestrittene Modell der Frau im 18. Jahrhundert war ihre Recodierung auf die Mutter und Mütterlichkeit. Es war die Einübung in die spezifisch weibliche Rolle der „Hausfrau und Mutter“ in einer patriarchalen Gesellschaft[7], der „natürliche“ Weg der weiblichen Sozialisation.[8] Die Frau wurde in dieser Zeit allein über den Mann definiert. Der Stand der Weiblichkeit bedeutete Gehorsam und Einordnung der Frau unter die Männer. Innerhalb der Familien galt uneingeschränkt die Autorität des Vaters oder des Ehemannes. Ebenso war die Frau wirtschaftlich abhängig von ihrem Mann. Arbeitende Frauen gab es nur in niederen Gesellschaftsschichten als Dienstmädchen oder in häuslichen Handwerksbetrieben, also da, wo die wirtschaftlichen Verhältnisse es erforderten. Die eigentliche Bestimmung der Frau war stets die Hochzeit.[9] Als Ehefrau hatte sie der weiblichen Bestimmung des Kindergebärens zu folgen, zu ihren Hauptaufgaben gehörten die Erledigung des Haushalts und die Erziehung des Nachwuchses. Sie sollte die Rolle der Ehefrau, Hausfrau und Mutter stets zur Zufriedenheit des Mannes ausfüllen können.[10]

Eine schulische Erziehung der Frauen war im 18. Jahrhundert kaum vorgesehen. Lediglich in seltenen Ausnahmen besuchten Frauen der breiteren Schichten kirchliche Elementarschulen oder karitative Einrichtungen. Die Erziehung der Kinder blieb in der Regel den Eltern überlassen, das Wissen wurde im häuslichen Bereich vertieft.[11] Zwar war ein Mindestmaß an Bildung für die Erziehung der eigenen Kinder und der Konversation mit dem Ehemann durchaus erwünscht, bildeten sich Frauen jedoch akademisch tiefgreifend weiter, würden aus ihnen „lächerliche Besserwisserinnen, erbärmliche Hausfrauen und griesgrämige Jungfern.“[12]

Die Diskussion über die Bildung und Erziehung der Frau wurde vor allem von männlichen Autoren geführt, unter denen besonders Jean-Jaques Rousseau begeisterte Zustimmung fand.[13] Rousseau beschrieb die Frau ausführlich im fünften Teil seines 1762 erschienenen Hauptwerkes „Emile oder über die Erziehung“[14], dem wohl thematisch bedeutendstem Werk des 18. Jahrhunderts. Der Autor vertritt darin seinen äußerst konservativen Standpunkt über die Rolle der Frau, indem er schrieb, dass sie „[…] eigens dazu geschaffen ist, dem Mann zu gefallen.“[15] Die Machtverteilung zu Gunsten des Mannes begründet Rousseau in „Emile oder über die Erziehung“ mit den natürlichen Unterschieden zwischen den Geschlechtern in Körperkraft, Geist und Gemüt. Aufgrund der Überlegenheit des Mannes darf sich die Erziehung der Frau auch nur im Hinblick auf die Männer vollziehen, was zur Folge hat, dass die Frau auf das Häusliche und die Kindererziehung festgeschrieben wird, denn „[…] es ist ihre eigentliche Bestimmung, Kinder zu gebären.“[16] Die Schriften Rousseaus und dabei besonders „Emile oder über die Erziehung“ prägten das Bild der Frau entscheidend, da sich mit Rousseau die rein männliche Perspektive und die Ansprüche des Mannes an der Frau durchsetzten. Rousseaus Vorstellungen wurden leitbildartig übernommen und besonders im Bildungsbürgertum zum Maßstab realer Lebenserwartungen gemacht.[17]

2.2 Der Beginn weiblicher Autorschaft im 18. Jahrhundert

Die langsame Öffnung von Bildung und Erziehung führte im Laufe des 18. Jahrhunderts trotz allem allmählich zur ‚Feminisierung‘ der Literatur.[18] Das bestätigt auch Wiede-Behrendt, indem sie schrieb, dass die Erziehung des Menschengeschlechts zum ersten Mal auch auf die Frau bezogen wurde.[19] Anstöße und Leitbilder erhielt dieser Prozess aus England z.B. in Form von Wochenschriften oder in den Romanen Richardsons. Hier fanden sich Frauen zum ersten Mal mit ihrem Schicksal und ihren Pflichten in der Literatur thematisiert. Dadurch, dass die Texte die Lebensbereiche und Fragen der Frauen ansprachen, die sich thematisch besonders um Ehe, Kunst, Literatur und Moral rankten, setzten sie den Selbstbildungsprozess der Frauen in Gang.[20] Eine wichtige Voraussetzung für den Beginn weiblicher Autorschaft war zudem die einsetzende Leserschaft des weiblichen Geschlechts, auch wenn lesende Frauen als Rezipientenkreis zunächst nur im Bürgertum und dem ländlichen Adel zu finden waren. Über diese Begeisterungswelle von Fortschritten in der Bildung, dem Beginn der weiblichen Leserschaft und einem daraus entstandenen zunehmenden Selbstbewusstsein der Frauen, entwickelte sich letztendlich ein kleiner Kreis von Schriftstellerinnen, zu dem auch Sophie von La Roche zu zählen war.[21]

Die Tatsache, dass es sich bei La Roche um eine Frau handelte, die sich zudem noch schriftstellerisch betätigte, macht sie und ihr Werk für die vorliegende Arbeit besonders interessant. Denn eine solche Beschäftigung der Frau ist zur Zeit La Roches vor dem Hintergrund einer vom Patriarchentum geprägten Gesellschaft immer noch als Ausnahme zu bewerten, obwohl der literarische Markt im späten 18. Jahrhundert zunehmend die Frauen als ernstzunehmende Leserschaft entdeckte und damit den Impuls für eigene literarische Produktionen setzte.

3 Lebenslauf von Sophie von La Roche

Sophie von La Roche war eine bekannte Schriftstellerin im 18. Jahrhundert, deren 1771 veröffentlichter Erstlingsroman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ ihr schlagartig Berühmtheit verschaffte. Die Grundlagen für Sophies Leistungsfähigkeit sind sicherlich in ihrer Kindheit zu suchen. Hier erhielt sie die handwerkliche und intellektuelle Schulung, die nötig ist, um sich Kompetenz für die Autorschaft anzueignen, denn eine wesentliche Voraussetzung für das Schreiben ist eine gründliche Unterrichtung in vielen Wissensgebieten. Die Annäherung an den Werdegang der Schriftstellerin Sophie von La Roche beginnt deshalb mit dem Blick auf ihre Kindheit, die ihren späteren Lebensweg als Mutter und Autorin enorm prägte.

3.1 Sophies Erziehung in Kindheit und Jugend

Als Sophie Gutermann wurde sie am 06.12.1730 in Kaufbeuren geboren. Sie stammte aus einer bürgerlichen Augsburger Gelehrtenfamilie, in der sehr viel Wert auf Wissen gelegt wurde. Sophie nahm innerhalb ihrer Geschwister eine hervorgehobene Stellung ein, da ihrer Erziehung als Älteste besondere Sorgfalt gewidmet wurde. Die Familie Gutermann war patriarchalisch organisiert. Der Vater Georg Friedrich von Gutermann nahm als Gelehrter, als Familienoberhaupt und als Erzieher seiner Kinder eine herausragende Stellung ein und bestimmte das geistige Klima in der Familie. Er ist deshalb für die Entwicklung der Persönlichkeit Sophies von besonderer Bedeutung gewesen.[22] Da ihrem streng pietistischen[23] und ehrgeizigem Vater ihre Bildung sehr wichtig war, hatte sie schon in den frühen 1730er Jahren das Lesen gelernt und gehörte im Zuge der bürgerlichen Aufklärungsbewegung an den Anfang einer Welle der rasch zunehmenden Literarisierung, dem Beherrschen des Lesens und Schreibens. An dieser Entwicklung nahmen besonders die Frauen des gehobenen Bürgertums teil, denn noch im frühen 18. Jahrhundert konnten die meisten aus dieser Schicht nur schlecht lesen und noch schlechter schreiben.[24] Sophie stand zeitlich am Beginn dieser „Leserrevolution“ und führte sie gewissermaßen an.

„Natürlich gab es auch in den früheren Jahrhunderten einige wenige literarisch interessierte Leserinnen und schreibende Frauen, zumeist im regierenden, begüterten Adel und in Gelehrtenfamilien, dann zunehmend im Landadel im 17. Jahrhundert; doch blieben sie als Autorinnen Ausnahmen und bildeten nur eine ganz kleine Lesergruppe im Vergleich zu den Gelehrten, Hofbeamten und kulturell interessierten Männern aus dem Adel.“[25]

In ihrem Lebensrückblick „Melusinens Sommerabende“, welches im Jahr 1806 veröffetlicht wurde, beschrieb Sophie ihre weibliche Bildung folgendermaßen:

„Im väterlichen Hause mußte alle Tage, neben der Arbeit an der Seite meiner Mutter, eine Betrachtung in Arndts wahrem Christenthume, am Sonntage eine Predigt von Frank in Halle gelesen und eine gehört werden […]. Doch wurde ich daneben auch die beste Tänzerin, lernte französisch, zeichnen und Blumen malen, sticken, Klavier spielen, und Küche und Haushaltung besorgen.“[26]

Während der Vater also zum ersten Lehrer wurde, der Sophie mit hilfreicher Hand Zugang zu der Welt der Bücher verschaffte und ihr somit die Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Literatur ermöglichte, vermittelte die Mutter ihrer Tochter Kenntnisse, die auf ihre spätere Bestimmung als Gattin, Hausfrau und Mutter zugeschnitten waren.[27] Sophies wissenschaftliches Interesse führte sogar so weit, dass sie ihrem Vater gegenüber den Wunsch äußerte, „ ‚[…] als Knabe erzogen und ordentlich gelehrt zu werden‘ “[28]. Doch mit dem Wunsch nach systematischen Unterricht, wie ihn nur Jungen genießen durften, überschritt sie die Grenzen, die für Mädchenbildung gesteckt waren, weshalb der Vater Sophie nun mit aller Härte entgegen trat und sich dem Wissensdrang seiner Tochter entgegen stellte. Zwar wollte er, dass Sophie über Wissen und Kenntnisse in einigen Bereichen der Wissenschaften verfügt, aber wollte er keine Gelehrte heranziehen.[29] Zusammenfassend lässt sich dennoch feststellen, dass Sophie von La Roche eine vielfältige und umfassende Allgemeinbildung durch ihr Elternhaus erhielt.

Im Alter von 17 Jahren lernte Sophie einen Bekannten ihres Vaters, den italienischen Arzt Gian Lodovico Bianconi kennen, mit dem sie sich auch sehr schnell verlobte. Der umfassend gebildete italienische Gelehrte trat von nun an als Erzieher an die Stelle des Vaters. Bianconi gab der siebzehnjährigen Sophie Unterricht im Italienischen, in Kunstgeschichte, Gesang, Mathematik – alles in französischer Sprache, da der gebürtige Italiener und Leibarzt des Fürstbischofs von Augsburg kein Deutsch verstand. Er förderte das Interesse seiner Verlobten für die Wissenschaften und trug damit erheblich zu der späteren Autorschaft Sophies bei. Noch in hohem Alter erinnerte sich die zukünftige La Roche an die Zeit mit Bianconi:

„ ‚Im 17ten Jahre schien ich von dem Schicksale zu eigentlichen Wissenschaften bestimmt zu werden, da Herr Bianconi […] mich zu seiner Frau begehrte, und mir alle italiänische Dichter und Geschichtsschreiber, auch alle Kupfer der alten und neuen Künste von Rom und Griechenland kennen lehrte, auch in seiner Gegenwart beim Concertmeister [Johann Georg] Lang am Claviere meine (wie man sagte) schöne Contra-Altstimme übte.‘ “[30]

Die Heirat scheiterte schließlich am Ehevertrag, da sich der streng protestantische Vater und der ebenso streng katholische Bianconi nicht über die Erziehung möglicher Kinder einigen konnten. Die Verlobung wurde aufgelöst, Sophie wurde dazu – wie es zu dieser Zeit üblich war – gar nicht erst gefragt.[31]

3.2 Die „Zeit Wieland“ und die Ehe mit Frank La Roche

Im Jahr 1748 war die Mutter gestorben. Zusammen mit ihren drei Geschwistern zog Sophie zum Großvater nach Biberach, wo sie als Älteste die Betreuung derer übernahm. Dort lernte Sophie auch ihren Vetter Christoph Martin Wieland persönlich kennen, mit dem sie schon vorher in Briefen korrespondiert und eine Seelenfreundschaft geschlossen hatte. Noch im gleichen Jahr verlobten sich die beiden, auch gegen den Willen ihrer Eltern.[32] Doch auch diese Verlobung wurde schon bald wieder aufgelöst, da der aus bescheidenen Verhältnissen kommende Vetter und Pfarrerssohn Wieland, im Gegensatz zu der aus einer Gelehrtenfamilie stammenden Sophie, keine baldige Versorgung für Sophie in Aussicht stellen konnte. Hinzu kam noch die räumliche Entfernung der beiden (Wieland studierte inzwischen in Zürich), sowie in den Briefen – Sophie und Wieland pflegten auch in dieser Zeit einen regen Briefverkehr - anklingende Missverständnisse und Eifersuchteleien, sodass Sophie 1753 schließlich in die Konvenienzehe[33] mit Frank La Roche einwilligte.[34]

[...]


[1] Die deutsche Empfindsamkeit ist eine literarische Strömung der Aufklärung. Sie stellt keine Gegenbewegung zur Aufklärung dar, sondern ist eine Ergänzung der reinen Rationalität der Aufklärer mit Empfindungen.

[2] Der Begriff Frauenliteratur bezeichnet eine von einer Frau für ein weibliches Lesepublikum verfasste Literatur.

[3] Becker-Cantarino, Barbara: Meine Liebe zu Büchern. Sophie von La Roche als professionelle Schriftstellerin, Heidelberg 2008, S. 5.

[4] Wiede-Behrend, Ingrid: Lehrerin des Schönen, Wahren, Guten. Literatur und Frauenbildung im ausgehenden 18. Jahrhundert am Beispiel Sophie von La Roche, Frankfurt 1987, S. 92.

[5] Ebd., S. 323.

[6] Vgl. Ebd., S. 323.

[7] Eine patriarchale Gesellschaft beschreibt ein System von sozialen Beziehungen, Normen und Verhaltensmustern, das von Vätern und Männern geprägt, kontrolliert und repräsentiert wird.

[8] Vgl. Becker-Cantarino: Meine Liebe zu Büchern, S. 81.

[9] Vgl. Becker-Cantarino, Barbara: Der lange Weg zur Mündigkeit. Frauen und Literatur in Deutschland von 1500-1800, Stuttgart 1987, S. 19.

[10] Vgl. Ebd., S. 13.

[11] Vgl. Ebd., S. 149.

[12] Vovelle, Michel: Der Mensch der Aufklärung, Frankfurt a. Main 1996, S. 340.

[13] Vgl. Mensching, Günther: Jean-Jacques Rousseau zur Einführung, Hamburg 2003.

[14] Originaltitel: Rousseau, Jean-Jacques: Émile ou De l’éducation.

[15] Rousseau, Jean-Jacques: Emile oder über die Erziehung, Stuttgart 1965, S. 721.

[16] Ebd., S. 728.

[17] Vgl. Becker-Cantarino: Der lange Weg zur Mündigkeit, S. 156-158.

[18] Vgl. Wiede-Behrendt: Lehrerin des Schönen, Wahren, Guten, S. 117.

[19] Vgl. Ebd., S. 114.

[20] Vgl. Touaillon, Christine: Der deutsche Frauenroman des 18. Jahrhunderts, Wien 1919, S. 63.

[21] Vgl. Becker-Cantarino, Barbara: Schriftstellerinnen im 18. Jahrhundert, in: Jürgen Eichenauer (Hrsg.): „Meine Freiheit, nach meinem Charakter zu leben“: Sophie von La Roche (1730-1807): Schriftstellerin der Empfindsamkeit, Weimar 2007, S. 206.

[22] Vgl. Nenon, Monika: Autorschaft und Frauenbildung. Das Beispiel Sophie von La Roche, Würzburg 1988, S. 22.

[23] Pietismus ist eine protestantische Bewegung des 17. und 18. Jahrhunderts mit besonderem Augenmerk auf Frömmigkeit und Bezug zu christlichen Schriften.

[24] Vgl. Weckel, Ulrike: Zwischen Häuslichkeit und Öffentlichkeit: die ersten deutschen Frauenzeitschriften im späten 18. Jahrhundert und ihr Publikum, Tübingen 1998, S. 310-317.

[25] Becker-Cantarino: Meine Liebe zu Büchern, S. 16.

[26] La Roche, Sophie von: Melusinens Sommerabende. Herausgegeben von Christoph Martin Wieland, Halle 1806, S. 201.

[27] Vgl. Nenon: Autorschaft und Frauenbildung, S. 24.

[28] Meighörner, Jeannine: „Was ich als Frau dafür halte“ - Sophie von La Roche. Deutschlands erste Bestsellerautorin, Erfurt 2006, S. 23.

[29] Vgl. Ebd., S. 23.

[30] Strohmeyr, Armin: Sophie von La Roche. Eine Biografie, Leipzig 2006, S. 24.

[31] Vgl. Becker-Cantarino: Der lange Weg zur Mündigkeit, S. 280.

[32] Vgl. Strohmeyr: Sophie von La Roche, S. 40.

[33] Eine Konvenienzehe bezeichnet eine Ehe, die mit Rücksicht auf die zusammenpassende soziale Herkunft der Ehepartner geschlossen wird. Im Unterschied zur Liebesheirat geht es um eine „standesgemäße“ Heirat, beispielsweise sollen Rang, äußere Verhältnisse oder Vermögen der Ehepartner zusammenpassen.

[34] Vgl. Strohmeyr: Sophie von La Roche, S. 56.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Philosophisches Institut)
Veranstaltung
Texte von Autorinnen um 1800
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
28
Katalognummer
V378725
ISBN (eBook)
9783668558779
ISBN (Buch)
9783668558786
Dateigröße
530 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
sophie von la roche, geschichte des fräuleins von sternheim, frauenliteratur, emanzipation, 18. jahrhundert, weibliche autorschaft
Arbeit zitieren
Dominik Kremer (Autor), 2015, Weibliche Autorschaft im 18. Jahrhundert. Eine Untersuchung am Beispiel der Sophie von La Roche und deren Briefroman "Geschichte des Fräuleins von Sternheim", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378725

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