Über die Band "Nirvana". Wie eine Band eine ganze Generation prägte


Facharbeit (Schule), 2017

14 Seiten, Note: 1,8


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Die Entstehung von Nirvana
2.1 Wer war Nirvana?
2.2 Probleme zu Beginn
2.3 Musikgenre
2.4 Bedeutung des Namens

3. Die Erfolgsgeschichte
3.1 Durchbruch mit Nevermind
3.2 Erfolgreichste Alben und Singles
3.3 Wie Nirvana mit dem Erfolg umgeht

4. Nirvana prägt die Jugend
4.1 Probleme und Einstellung der Jugend
4.2 Vermittelte Lebenseinstellung durch Nirvana
4.3 Kurt Cobain - Mittelpunkt und Jugendikone
4.3.1 Kindheit und Jugend
4.3.2 Der Charakter Kurt Cobains
4.3.3 Krankheiten und Drogenkonsum

5. Das Ende von Nirvana
5.1 Letzte Auftritte, Alben und Singles
5.2 Kurt Cobains Tod und wie er die Massen bewegte
5.3 Nirvana’s Einfluss noch heute

6. Abschließendes Fazit mit eigener Meinung

7. Quellenverzeichnis

1. Vorwort

Generation X. Das ist die Bezeichnung für alle zwischen 1965 und 1980 Geborenen, die Generation die neben dem Unglück in Tschernobyl und dem Berliner Mauerfall trotzdem in dem laut Florian Illies „langweiligsten Jahrzehnt[1] “ geboren worden sein soll. Sie gilt als ziellos und pessimistisch, die Perspektivlosigkeit ist ihr Markenzeichen. Egal welcher Wissenschaftler diese Generation beschreiben muss, immer nennt er noch im selben Atemzug die Grunge- und Punkbewegung, erstes Beispiel hierfür ist die Band Nirvana. Wie aus einem normalbürgerlichen Jungen aus Aberdeen ein Vorbild für eine ganze Generation geworden ist und wieso Nirvana die Massen so bewegte, werde ich innerhalb dieser Arbeit ausarbeiten und beantworten.

2. Die Entstehung von Nirvana

Nirvana’s Gründungsmitglieder sind Kurt Cobain und Krist Novoselić, die der Band 1988 ihren Namen gaben. Mit dem Schlagzeuger Dale Crover nahmen sie am 23.Januar 1988 ihre erste Demo in dem bekannten Aufnahmestudio Reciprocal Recordings in Seattle auf. Diese Demo mit 9 Songs kostete die Band über 150 Dollar, die Kurt Cobain durch ein Darlehen seiner damaligen Freundin Tracy aufbringen konnte. Nach der Aufnahme des Demotapes dachte sich Cobain den Namen Nirvana für seine Band aus. Die Band investierte viele Tapes und Bemühungen um bei einem Plattenlabel unter Vertrag zu kommen, die sich jedoch alle als zwecklos erwiesen. 1988 kommt das Trio bei der Plattenfirma Sub Pop unter Vertrag.Ihr erstes Album „Bleach“ wird 1989 produziert und während Nirvana sich auf ihren ersten zwei Touren durch Amerika befindet, findet ihr Album bei lokalen College-Radiostationen großen Anklang. Nach weiteren verschiedenen Drummern wie Dave Forster, Chad Channing und Peters von Mudhoney, steht ab August 1990 mit Dave Grohl wieder ein festes Line-Up.

2.1 Wer war Nirvana?

Die Band Nirvana baute sich um den Frontsänger Kurt Cobain auf. Von Anfang an dabei war Gitarrist Krist Novoselić, welcher mit Kurt Cobain zu den Gründungsmitgliedern zählt. Auf dem Posten des Drummers gab es ständige Wechsel, doch vor allem an Dave Grohl am Schlagzeug wird sich erinnert, da er der Drummer aus dem Erfolgsalbum „Nevermind“ ist.

2.2 Probleme zu Beginn

Geld war eines der größten Probleme zu Beginn von Nirvana. Nach der Veröffentlichung des Covers „Love Buzz“ 1988, hatte ihr Label Sub Pop mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Während ihrer ersten, zweiwöchigen Tournee an der Westküste der USA im Februar 1989, war Nirvana noch so unbekannt dass sie nicht selten nur vor einer Handvoll Zuschauern spielten. Bis es aber erst Mal zur Gründung von Nirvana kam, hatte Kurt Cobain einen weiten Weg vor sich. Cobain und Novoselić kannten sich aus der Schule und lernten sich 1984 auch im Umfeld der Band „The Melvins“ näher kennen. Mit ihm und Dale Crover als weiteren Bassisten, gründete Kurt Cobain die Band Fecal Matter. Nach zwei Demos und einigen Konzerten, auch als Vorband von „The Melvins“ löste sich die Band jedoch wieder auf. Darauf folgten einige weitere Bandgründungen, von denen aber keine wirklichen Erfolg einbrachte. Die Gespräche mit dem Produzenten Jack Endino verhalfen Cobain dann endlich zum Plattenvertrag, wodurch die Erfolgsgeschichte von Nirvana begann.

2.3 Musikgenre

Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre standen Popsongs von Madonna und Michael Jackson an der Spitze der Charts. Glattgebügelte Musik wie aus dem Hochglanzmagazin. Eine Musikrichtung mit der sich die „Generation X“ nicht identifizieren konnte. Wenig verwunderlich also, dass Kurt Cobain mit Nirvana es schaffte, ein neues Musikgenre zu etablieren. Der Grunge (aus dem Englischen: Dreck, Schmuddel) hatte seine Blütezeit von etwa 1987 und endete 1994 abrupt mit dem Tod Cobains. Zentrum der Grungebewegung war Seattle, weswegen er auch als Seattle-Sound bezeichnet wird. In diesem Genre findet man viele Elemente des 70er Jahre Hardrocks, des Punk-Rocks, aber auch Heavy Metal. Die Besetzung bestand üblicherweise aus Schlagzeug, Gitarre, Bass und einem Sänger/in. Weitere Bands die den Grunge prägten waren unteranderem Green River, Soundgarden und The Melvins. Bis zu der Erscheinung von Nirvanas Album „Nevermind“ im September 1991 war das weltweite Interesse für diese Musikszene jedoch nur sehr gering. Den Hype, der nach dieser Veröffentlichung beobachtet werden konnte, beschreibt das Magazin Spin im Jahre 1992 so: „Seattle ist momentan für die Rockwelt, was Bethlehem für das Christentum ist[2] “. Schnell wurde auch die Musikindustrie auf den Grunge aufmerksam, was eine rasende Kommerzialisierung aller Bands der Grunge Szene nach sich zog. Da Nirvana bereits zu Beginn in der Szene vertreten war und sie durch ihr Album „Nevermind“ nachhaltig prägte, sahen viele Kurt Cobain als Begründer des Grunge. Dieser Zusammenhang erklärt auch wieso das Genre mit seinem Tod im Jahre 1994 ein jähes Ende fand. Heute wird der Grunge von der Musikindustrie und den Medien vor allem unter dem Begriff „Alternative“ weitervermarktet.

2.4 Bedeutung des Namens

Der Begriff „Nirvana“ steht im Buddhismus für das Erlangen von Vollkommenheit. Alles Bestreben im Leben soll danach ausgerichtet sein diesen Zustand zu erreichen, aus dem Rad der Wiedergeburt, dem „Samsara“, auszubrechen. So wirklich konnte es sich Kurt Cobain selbst nicht erklären wie es zu dem Namen kam, aber einem Journalisten erklärte er später, dass Nirvana für den „absoluten Frieden nach dem Tod stehe“. Außerdem sah er sich zu diesem Zeitpunkt selbst als Buddhist, nachdem er eine Sendung darüber gesehen hatte. Nach der Benennung der Band sagte Kurt in einem Interview:„Ich wollte einen Namen, der irgendwie schön, nett und hübsch war, nicht so einen ekelhaften Punk Rock-Namen wie Angry Samoans[3].“Jahre später klagt er jedoch darüber dass der Name „zu esoterisch und ernst[4] “ sei.

3. Die Erfolgsgeschichte

3.1 Durchbruch mit Nevermind

Nachdem „Bleach“ mäßig erfolgreich war interessierten sich jedoch einige Plattenlabels für Nirvana und auch die britische Musikpresse bezeichnet die Band bereits als Newcomer Geheimtipp. Nach einer USA Tour mit „The Ramones“ und einem erfolgreichen Konzertsommer veröffentlicht das Trio im September ihr zweites Album: Nevermind.

Bereits einen Monat nach der Veröffentlichung bekommt das Album Gold und „Smells like Teen Spirit“ wird zur Hymne für die Jugendlichen. Nach einer Tour mit den „Red Hot Chili Peppers“ und „Pearl Jam“ wurde ihre Platte bereits über 300.000 Mal verkauft. Eine der erfolgreichsten Fehlkalkulationen in der Musikgeschichte, wenn man bedenkt, dass Geffen Records nur etwa 50.000 Platten absetzen wollte und sich die LP bis heute weltweit etwa 30 Millionen Mal verkauft hat. Mitte Januar 1992 steigt Nevermind an die Spitze der US-Charts und verweist hier Michael Jackson auf den zweiten Platz. Vor allem durch die Mithilfe von MTV, die „Smells Like Teen Spirit“ rauf und runter laufen ließen, wurde der Song zur Hymne der Generation X, einer trotzigen Jugend.

3.2 Erfolgreichste Alben und Singles

Ohne Frage war und ist „Nevermind“ das erfolgreichste Album von Nirvana und auch „Smells Like Teen Spirit“, welches der Band erst zum Erfolg verhalf, ist und bleibt der erfolgreichste Song. Manche Musikkritiker erklären sich das damit, dass diese Album am Meisten auf die kommerzielle Nutzung ausgelegt war, was sich auch dadurch erkennen lässt, dass es sich von anderen Nirvana Alben unterscheidet. Unter den Studioalben ist nach „Nevermind“ „In Utero“ am Meisten verkauft worden, während „Bleach“ nur etwa ein Zehntel so oft verkauft wurde wie „Nevermind“.

3.3 Wie Nirvana mit dem Erfolg umgeht

Kurts Bestreben war es gewesen etwas zu erschaffen. Er wollte begeistern, einerseits vielleicht um seiner Familie zu beweisen, dass er es zu etwas bringen konnte, aber andererseits auch für sich selbst. Er wollte Künstler sein, sich selbst ausdrücken und Cobain hatte schon immer den unglaublichen Ehrgeiz um genau das zu erreichen.

Man erkennt das daran, wie viele Jahre, Anläufe und Geld es ihn gekostet hat eine Band wie Nirvana zu gründen. Man kann auch sagen, dass Kurt Cobain dem Erfolg nicht abgeneigt war, er wollte ein großes Publikum vor dem er spielen konnte, er wollte gehört werden. Jedoch kann man nicht sagen, dass er darauf vorbereitet war von einer ganzen Generation als Vorreiter ihrer Rebellion gemacht zu werden. Als Ikone mit der sie sich identifizierten und auf die sie ihre hoffnungs- und ausweglosen Träumereien projizierten. Kurt Cobain ertränkte sich durch diesen Anspruch an ihn in Drogen, fand wieder den Weg zum Heroin und wurde mit der Zeit immer übellauniger. Denn der Mainstream und die Kommerzialisierung der Musikindustrie gegen die er eigentlich ansingt, scheint ihn langsam aber sicher einzuvernehmen. Kurt war irritiert von dem Aufsehen, dass um ihn und die Band gemacht wurde. So war er anfangs noch begeistert davon Interviews zu geben, wenig später jedoch überließ er den Kontakt mit den Medien seinen Bandkollegen.

Seine Verzweiflung bringt er auch gegenüber der Chicago Tribune zum Ausdruck: „Ich habe kein Leben mehr. Es ist nur noch Nirvana, Nirvana, Nirvana. Das ist etwas übertrieben. Wir wollen doch nur Musik machen[5].“ Sein oberstes Bestreben war also gute Musik zu machen und nicht als Rockstar von den Menschen gefeiert zu werden.

[...]


[1] Illies, Florian: Generation Golf, Argon, 2000

[2] Magazin Spin, Dezemberausgabe, 1992

[3] https://critiqueculturelle.wordpress.com/2011/06/22/kurt-cobain-eine-musiklegende-die-erst-im-tod-ihren-frieden-fand/ (13.03.17)

[4] https://critiqueculturelle.wordpress.com/2011/06/22/kurt-cobain-eine-musiklegende-die-erst-im-tod-ihren-frieden-fand/ (13.03.17)

[5] Magazin Chicago Tribune: 3. November 1991

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Über die Band "Nirvana". Wie eine Band eine ganze Generation prägte
Note
1,8
Autor
Jahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V378780
ISBN (eBook)
9783668579897
Dateigröße
480 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Band, Musik, Grunge, 90er, Rock, Kurt Cobain, Courtney Love, Selbstmord
Arbeit zitieren
Jana Braungardt (Autor:in), 2017, Über die Band "Nirvana". Wie eine Band eine ganze Generation prägte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378780

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