Was ist Schizophrenie?

Ursachen, Krankheitsbild, Krankheitsverlauf, Symptomatik, Formen, Diagnose, Behandlung von Schizophrenie


Facharbeit (Schule), 2016
17 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist Schizophrenie?
1.1 Häufigkeit der Schizophrenie
1.2 Vorurteile gegenüber Schizophrenie
1.3 Entstehung und Hintergrund des Begriffes „Schizophrenie“

2. Ursachen der Schizophrenie
2.1 Genetische Vorbelastung
2.2 Biologische und Biochemische Ursachen
2.3 Soziale Faktoren
2.4 Drogen als Auslöser

3. Krankheitsbild und Krankheitsverlauf
3.1 Erste Anzeichen einer Schizophrenie
3.2 Prodromalstadium
3.3 Akute Krankheitsphase
3.4 Chronische Krankheitsphase
3.5 Schizophrenie bei Kindern

4. Symptomatik
4.1 Positivsymptome
4.2 Negativsymptome
4.3 Grundsymptome nach E. Bleuler
4.3.1 Störungen des Denkens und der Sprache
4.3.2 Störungen der Wahrnehmung
4.3.3 Affektive Störungen
4.3.4 Ich-Störungen
4.3.5 Ambivalenz
4.4 Akzessorische Symptome
4.4.1 Der Wahn
4.4.2 Halluzinationen

5. Formen der Schizophrenie
5.1 Hebephrene Schizophrenie
5.2 Paranoide Schizophrenie
5.3 Katatone Schizophrenie
5.4 Die einfache Form der Schizophrenie

6. Diagnose

7. Behandlung
7.1 Medikamentös
7.2 Soziotherapie
7.3 Psychotherapie
7.4 Elektrokrampftherapie

8. Angehörige

9. Ist Schizophrenie heilbar?

10. Wieso das Thema Schizophrenie?

1. Was ist Schizophrenie?

Schizophrenie ist eine endogene Psychose, die kein einheitliches Erscheinungsbild besitzt. Endogene Psychosen sind Psychosen bei denen dessen Ursachen nur bedingt erklärbar sind. Die Krankheit bedeutet Bewusstseinsspaltung, keinesfalls aber eine Persönlichkeitsspaltung. Dies bedeutet dass der Erkrankte zwei verschiedene Realitätswahrnehmungen besitzt. Eine reelle Wahrnehmung und eine virtuelle Wahrnehmung, die sich der Erkrankte einbildet. Der Begriff Psychose ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen unter dessen Symptome etwa Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen, Störungen des Denkens, der Sprache und des Fühlens fallen (Quellen: http://www.praxisvita.de/wie-sie-einer-schizophrenie-vorbeugen-koennen, http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie-therapie-1542-6.html).

1.1 Häufigkeit der Schizophrenie

Durchschnittlich erkrankt einer von 100 Erwachsenen in seinem Leben an Schizophrenie. Das ist etwa ein Prozent der Gesamtbevölkerung. Dabei sind alle gesellschaftlichen und kulturellen Schichten und Kreise gleichermaßen betroffen, auch wenn Schizophrenie oft zum Verlust vieler sozialen Kontakte, eines Jobs oder der finanziellen Sicherheit führen kann. Schizophrenie ist damit allgegenwärtig, denn die Krankheit ist häufiger als Alzheimer und allein in Deutschland spricht man von etwa 800.000 Erkrankten. Frauen und Männer erkranken im Schnitt gleich häufig, wenn auch in anderen Lebensstadien. Männer erkranken meist zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr, während Frauen etwas später zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr betroffen sind. Zudem erkranken etwa 20% aller betroffenen Frauen noch nach dem 40. Lebensjahr (Quellen: http://www.netdoktor.de/krankheiten/schizophrenie/, http://www.bptk.de/patienten/psychische-krankheiten/schizophrenie.html).

1.2 Vorurteile gegenüber Schizophrenie

Der Schock sitzt tief, als Andreas L. Ende 2015 seine German Wings Maschine bewusst in einen Berg hineinsteuert. 149 Menschen müssen sterben, und die ganze Welt fragt sich, was diesen Mann dazu bewegte, all diese unschuldigen Menschen mit in den Tod zu reißen. Als wenig später bekannt wird, dass Andreas L. an Depressionen und psychotischen Symptomen gelitten haben soll, eröffnet das eine erneute Debatte zum Thema psychischer Krankheiten.

Bereits seit einigen Jahrzehnten leiden psychisch Kranke unter den Vorurteilen der Gesellschaft, vor allem schizophrene Patienten. Das Thema wird in den Medien todgeschwiegen, und wenn es erwähnt wird, durchwegs als negativ dargestellt, und wirkt überzeichnet. Fragt man Passanten auf der Straße, antworten diese auf die Frage nach schizophrenen Eigenschaften mit verrückt, geistig zurückgeblieben und unberechenbar. Es ist auch ein weiterverbreitetes Vorurteil dass Schizophrenie unheilbar krank sei, und immer mit einer gespaltenen Persönlichkeit gleichzusetzen ist. Menschen die unter Schizophrenie leiden, gelten als unzurechnungsfähig, und seien nicht in der Lage wichtige Entscheidungen zu treffen. Schizophrenie und psychotische Krankheiten im Allgemeinen sind nicht greifbar und nicht leicht zu beschreiben, weswegen sich viele vor dieser Art von Krankheit scheuen (Quellen: https://edoc.ub.uni-muenchen.de/5007/1/Birr_Filine.pdf)

1.3 Entstehung und Hintergrund des Begriffes „Schizophrenie“

Der Begriff Schizophrenie kommt aus dem Griechischen uns setzt sich aus „s’chizein“ was soviel wie abspalten bedeutet und „phrèn“ für den Geist und die Seele zusammen. Deswegen wird Schizophrenie auch oft fälschlicherweise mit einer Persönlichkeitsspaltung gleichgesetzt.

1898 bezeichete Emil Kraepelin diese Symptomgruppe noch mit dem Begriff „Dementia praecox“ was soviel wie vorzeitige Verblödung bedeutet. Der Begriff Schizophrenie entstand durch den Schweizer Psychater Eugen Bleuer, der ihn am 24. April 1908 in der Sitzung des Deutschen Vereins für Psychiatrie zum ersten Mal öffentlich vorstellte. Oft wird Schizophrenie oder das Adjektiv schizophren auch außerhalb der Fachsprache verwendet. Mitte der 50er Jahre war der Begriff erstmals auch mit „Wahn, Irrsinn und Verrücktsein“ in Verbindung gebracht, und ist seitdem nicht nur im medizinischen Bereich aufzufinden. Diese anderen Verwendungsbereiche werden oft als diskriminierend aufgefasst, besonders für Betroffene (Quelle: http://www.aerztezeitung.de/panorama/article/447813/eugen-bleuler-praegte-begriff-schizophrenie.html).

2. Ursachen der Schizophrenie

Die genauen Ursachen einer Schizophrenieerkrankung sind noch nicht bekannt, man vermutet aber dass es ein enges Zusammenspiel aus mehreren Faktoren ist, die alle zusammen den Ausbruch der Krankheit bewirken. Auch das Vulnerabilitäts-Stress Modell wird von seinen Vertretern als wichtig empfunden. Demnach spielen bei einer Schizophrenieerkrankung neurobiologische, psychologische und soziale Faktoren zusammen.

2.1 Genetische Vorbelastung

Menschen mit erkrankten Verwandten haben ein bewiesenes höheres Risiko an Schizophrenie zu erkranken. 12 % der Kinder deren Eltern an Schizophrenie litten erkrankten später selbst daran, wobei eine durchaus höhere Anzahl psychische Auffälligkeiten zeigte. Trotzdem reicht eine genetische Vorbelastung allein nicht um an Schizophrenie zu erkranken. Dies zeigt sich daran dass der eineiige Zwilling eines Erkrankten zwar ein besonders hohes Erkrankungsrisiko besitzt, aber kein 100% ges, obwohl ihre Gene gleich sind. Forscher kamen also zu dem Schluss dass sich das Risiko einer Erkrankung zu etwa 50 bis 80% aus genetischen Bedingungen und zu 20 bis 50% aus Umwelteinflüssen zusammensetzt. Die genetische Vorbelastung trägt also einen großen Teil zum Ausbruch der Krankheit bei, ist aber nie allein dafür verantwortlich (Quellen: http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie-therapie-1542-6.html, http://www.leben-mit-schizophrenie.com/de/Schizophrenie-und-Familie.php).

2.2 Biologische und Biochemische Ursachen

Es wurde festgestellt das die Neuronen Netzwerke im Gehirn bei schizophren Kranken nicht so organisiert und vernetzt sind wie bei gesunden Menschen. Daher kommt es auch zu ungünstigen Verknüpfungen im Nervensystem im Gehirn. Außerdem erkannten die Forscher, dass die Struktur und das Volumen in Gehirnarealen reduziert ist. Es gibt auch einen sichtbaren Abbau der Gehirnsubstanz. Im Jahre 1980 philosophierte der Psychiater Irwin Feinberg der University of California über die Synaptischen Kontakte, die sich vor allem im jugendlichen Alter zwischen 10 und 20 Jahren neu verknüpfen und an anderen Stellen abbauen. Seiner Meinung nach sei Schizophrenie die „Folge eines übertriebenen Abbaus von synaptischen Kontakten“ (www.dasgehirn.info.de). Außerdem sollen die Botenstoffe im Gehirn, die sogenannten Neurotransmitter eine wichtige Rolle spielen. Dabei stehen vor allem Dopamin, Serotonin und Glutamat im Mittelpunkt der Forschungen. Dopamin ist für unsere Motivation und unseren inneren Antrieb verantwortlich und es hängt auch mit der körperlichen Motorik zusammen. Ein gestörter Dopaminstoffwechsel und Schizophrenie sollen also im Zusammenhang stehen, da bei Experimenten mit Amphetaminen verschlimmerte Symptome die Folge waren. Amphetamine fördern nämlich nachweislich die Dopaminausschüttung. Die medikamentöse Behandlung setzt vor allem an den gestörten Stoffwechselvorgängen im Gehirn an (Quelle: http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie-therapie-1542-6.html)

2.3 Soziale Faktoren

Früher wurde vor allem ein falscher Erziehungsstil für die Erkrankung an Schizophrenie verantwortlich gemacht. Heute ist aber klar dass zwar die Kommunikation innerhalb der Familie den Krankheitsverlauf beeinflussen kann, aber nicht Schuld am Ausbruch der Krankheit ist. Dazu kommen auch kritische Lebensereignisse wie Arbeitsverlust oder Trennung. Diese können auch nur die Symptome der Erkrankung beeinflussen, oder Rückfälle hervorrufen, sind aber keinesfalls Ursachen der Krankheit. Diese sozialen und psychosozialen Einflüsse können aber gepaart mit einer genetischen Vorbelastung zum Ausbruch einer Krankheit führen. Sie sind also nur im Zusammenspiel mit der genetischen Vorbelastung wirksam (Quelle: http://www.leben-mit-schizophrenie.com/de/Schizophrenie-und-Familie.php).

2.4 Drogen als Auslöser

Studien zufolge regieren genetisch vorbelastete Menschen empfindlicher auf Drogen, besonders aber auf sogenannte Halluzinogene wie zum Beispiel LSD. Diese können förderlich für eine schizophrene Erkrankung sein. Gefährlich sein können auch Drogen wie Kokain, Amphetamine oder Cannabis. Der alleinige Konsum von diesen Drogen soll Experten zufolge aber noch keine schizophrene Psychose auslösen können, sondern erst in Kombination mit einer genetischen Vorbelastung. Außerdem soll der Konsum von Drogen den Krankheitsverlauf einer Schizophrenie deutlich verschlechtern (Quellen: http://www.onmeda.de/krankheiten/schizophrenie-therapie-1542-6.html, http://www.leben-mit-schizophrenie.com/de/Schizophrenie-und-Familie.php).

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Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Was ist Schizophrenie?
Untertitel
Ursachen, Krankheitsbild, Krankheitsverlauf, Symptomatik, Formen, Diagnose, Behandlung von Schizophrenie
Note
1,0
Autor
Jahr
2016
Seiten
17
Katalognummer
V378781
ISBN (eBook)
9783668579569
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gehirn, Krankheiten, Schizophrenie, Verfolgungsangst, Nerven, Neurobiologie
Arbeit zitieren
Jana Braungardt (Autor), 2016, Was ist Schizophrenie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378781

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