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Vorurteile zwischen Italienern u. Deutschen

Title: Vorurteile zwischen Italienern u. Deutschen

Presentation (Elaboration) , 2001 , 23 Pages , Grade: gut

Autor:in: Kerstin Weyler (Author)

Sociology - Relationships and Family
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Ich bin als Deutsche in Italien (Mailand) aufgewachsen und habe von der ersten bis zur fünften Klasse die Deutsche Schule Mailand (DSM), von der sechsten bis zur achten Klasse die italienische Rudolf Steiner Schule in Mailand und anschließend von der neunten bis zur dreizehnten Klasse, erneut die deutsche Begegnungsschule besucht. Auf diese Weise hatte ich die Möglichkeit beide Gesellschaften, deren Kultur, deren Gebräuche und Traditionen bis ins Detail kennen zu lernen. Aufgrund der Tatsache, dass ich Vorurteile gegenüber Deutschen in Italien und gegenüber Italienern in Deutschland mitbekommen und teilweise an der eigenen Haut gespürt habe, wird der Schwerpunkt dieser Arbeit auf eben diesen, zwischen den beiden Völkern bestehenden Vorurteilen liegen. Anhand von Beispielen aus den Printmedien, dem Fernsehen, dem Internet, und anhand von Erläuterungen persönlicher Erfahrungen, soll die Theorie mit der Praxis verbunden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen

2.1 Vorurteile

2.2 Stereotype

2.3 Rassismus & Fremdenfeindlichkeit

2.4 Nation, Nationalbewusstsein

2.5 Kultur & Manifestationen kultureller Unterschiede

3. Deutsch-Italienische Beziehungen

3.1 Politische & wirtschaftliche Beziehungen

3.2 Kulturelle Beziehungen

4. Vorurteile und Stereotypen zwischen Deutschland und Italien

4.1 Vorurteile der Italiener gegenüber den Deutschen

4.2 Vorurteile der Deutschen gegenüber den Italienern

5. Praktische Beispiele aus den Medien

5.1 Internet

5.2 Fernsehen

5.3 Werbung

5.4 Witze

5.5 Comicheft

6. Erfahrung in der DSM und der Rudolf Steiner Schule Mailand

7. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die zwischen Deutschland und Italien bestehenden Vorurteile und Stereotype, wobei die Autorin ihre eigene bikulturelle Sozialisation als Ausgangspunkt nutzt, um theoretische Konzepte mit praktischen Erfahrungen aus verschiedenen Medien und ihrem persönlichen Umfeld zu verknüpfen.

  • Definition und psychologische Funktionen von Vorurteilen und Stereotypen
  • Analyse der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen deutsch-italienischen Beziehungen
  • Untersuchung gegenseitiger Vorurteile anhand von Medienbeispielen (Internet, Fernsehen, Werbung, Witze)
  • Reflexion persönlicher Erfahrungen durch den Besuch deutsch-italienischer Begegnungsschulen
  • Diskussion über Wege zur Bekämpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Auszug aus dem Buch

4.1 Vorurteile der Italiener gegenüber den Deutschen

Die Italiener schätzen die Deutschen, aber sie lieben sie nicht. Auch der ehemalige Staatspräsident Francesco Cossiga sagte einmal „Es ist eine Lüge, dass wir Italiener die Deutschen nicht schätzen. Wir schätzen sie, wir mögen sie nur nicht“. Das liegt womöglich daran, dass die Italiener zu den Deutschen ein widersprüchliches Verhältnis haben. Dieses beruht einerseits auf Abhängigkeit, da beispielsweise die Hälfte des Umsatzes der Tourismusindustrie von deutschen Gästen stammt und andererseits auf Abneigung aufgrund von deren Verhalten und Eigenschaften.

Die Deutschen werden als zuverlässig bei der Arbeit, als ordnungsliebend und pünktlich gesehen. In Deutschland funktioniert fast alles, die Leute respektieren die Gesetze, es wird von deutscher Effizienz gesprochen. Die Deutschen gelten allgemein als die besten und fleißigsten Arbeiter. Deutschland ist das Land der Technik, der Naturwissenschaft, der straffen Organisation, das Land der Musik und der Philosophie. Deutsche respektieren die Obrigkeit: der Bürger ist aus Prinzip immer auf der Seite des Staates, obwohl er weiß, dass dieser nicht perfekt ist. Trotzdem besser als ein wetterwendisches, durchtriebenes „Monster“ nach italienischer Art, das die Spielregeln verändert, wie es ihm passt, das fordert und nicht gibt, das persönliche Rechte missachtet und geringfügige Entgleisungen erbarmungslos verfolgt.

Andererseits gelten die Deutschen als sturköpfig und einfallslos, sie kleiden sich, laut italienischem Geschmack, miserabel und haben eine ungesunde Esskultur, sie ernähren sich ausschließlich von Kartoffeln, Würstchen, Sauerkraut und Bier. Den Deutschen muss man erst zeigen, wie man richtig isst, so die Meinung vieler Italiener. Die Süddeutsche Zeitung fragte sich sogar, wie man in Deutschland früher ohne Mozzarella und Basilikum, ohne Capuccino zum Frühstück und einen guten italienischen Rotwein zum Mittagessen ausgekommen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin erläutert ihre persönliche Motivation für die Themenwahl, die auf ihrer eigenen Erziehung in deutschen und italienischen Schulen in Mailand beruht.

2. Begriffserklärungen: Es werden grundlegende Definitionen von Vorurteilen, Stereotypen, Rassismus sowie Nation und Nationalbewusstsein im theoretischen Kontext dargelegt.

3. Deutsch-Italienische Beziehungen: Das Kapitel beleuchtet die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen zwischen den beiden Nationen nach 1945.

4. Vorurteile und Stereotypen zwischen Deutschland und Italien: Hier werden die gegenseitigen Vorurteile sowie die zugrunde liegenden Mentalitätsunterschiede und historischen Erfahrungen analysiert.

5. Praktische Beispiele aus den Medien: Die Autorin untersucht die Rolle der Medien bei der Verbreitung von Stereotypen anhand von Beispielen aus Internet, Fernsehen, Werbung, Witzen und Comics.

6. Erfahrung in der DSM und der Rudolf Steiner Schule Mailand: Eine Reflexion über die eigene Schulzeit, die zeigt, wie interkulturelle Erziehung Vorurteile abbauen oder – in schwierigen Fällen – erst provozieren kann.

7. Ausblick: Der abschließende Teil fordert mehr Aufklärung und Dialog zur Überwindung von Vorurteilen und schlägt Verhaltensregeln für den interkulturellen Austausch vor.

Schlüsselwörter

Vorurteile, Stereotype, Deutsch-italienische Beziehungen, Interkulturelle Erziehung, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Medienanalyse, Nationalbewusstsein, Identitätsbildung, Bikulturalität, Mentalitätsunterschiede, Sozialisation, Vorurteilspflege, Toleranz, Integrationsprozesse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die gegenseitigen Vorurteile und Stereotype zwischen Deutschen und Italienern und beleuchtet diese vor dem Hintergrund kultureller Unterschiede und medialer Darstellungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung von Vorurteilen, die historische Beziehung zwischen Deutschland und Italien sowie die praktische Manifestation von Klischees in Medien und im Alltag.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, die zwischen den beiden Völkern bestehenden Vorurteile aufzuzeigen, ihre Ursprünge zu hinterfragen und Theorie mit der gelebten Praxis aus der Erfahrung der Autorin zu verknüpfen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Literaturanalyse zu den Begriffsdefinitionen mit einer qualitativen Analyse von Medienbeispielen und einer persönlichen Fallstudie ihrer eigenen Schulzeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine Betrachtung der bilateralen Beziehungen, eine detaillierte Analyse der gegenseitigen Vorurteile sowie eine Untersuchung konkreter Medieninhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Vorurteile, Stereotype, interkulturelle Erziehung, bikulturelle Sozialisation, Identitätsbildung und die deutsch-italienische Wahrnehmung.

Wie prägte die Schulzeit der Autorin ihre Sicht auf Vorurteile?

Die Autorin erfuhr durch den Besuch sowohl deutscher als auch italienischer Schulen, wie tief verwurzelt Vorurteile sind, konnte aber durch den direkten Kontakt mit beiden Kulturen ein differenzierteres Bild entwickeln.

Welche Rolle spielen Medien bei der Verstetigung von Vorurteilen laut der Arbeit?

Medien fungieren als Spiegel gesellschaftlicher Werte und können durch Negativdarstellungen und generalisierende Schaubilder bestehende Vorurteile in der Bevölkerung verfestigen oder neu erzeugen.

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Details

Title
Vorurteile zwischen Italienern u. Deutschen
College
University of Salzburg
Course
Flüchtlingsfrauen
Grade
gut
Author
Kerstin Weyler (Author)
Publication Year
2001
Pages
23
Catalog Number
V37882
ISBN (eBook)
9783638371063
Language
German
Tags
Vorurteile Italienern Deutschen Flüchtlingsfrauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Weyler (Author), 2001, Vorurteile zwischen Italienern u. Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37882
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