Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Ethics

Demenz. Ende der Selbstbestimmung?

Title: Demenz. Ende der Selbstbestimmung?

Term Paper , 2012 , 12 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Ethics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit sollen die Aspekte Demenz und Selbstbestimmung in einen Zusammenhang gebracht werden. Hierbei werden verschiedene Bezugspunkte dazu dienen, um verständlich zu machen, warum es von Bedeutung sein kann, diese beiden Blickwinkel in Beziehung zueinander zusetzen. Anders als in vergangener Zeit gedacht, basiert Demenz nicht mehr nur auf medizinischem Wissen. Es ist ein es weitläufiges Thema, das nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für umstehende Personen, ein einschneidendes Erlebnis sein kann. Demenz ist schon seit längerem von gesellschaftlicher Relevanz und bringt viele Fragen der Umgangsweisen mit sich. So einige Hürden und Brücken müssen genommen werden, um Freiheit, Autonomie, darunter auch Selbstbestimmung, zu bewahren. Verschiedene Phasen und Stadien bringen immer wieder neue Herausforderungen hervor. Es gilt sie zu bewältigen ohne daran zu verzweifeln oder die Betroffenen komplett zu unterdrücken. Individualität und Eigenständig zu schaffen, ist ein schwieriger Prozess, aber kann, durch verschiedene Gesichtspunkte der Bewältigung, erhalten bleiben. Im weiteren Verlauf wird deutlich, auf was es ankommt, wenn die Wahrung des Selbst, bei dementiell erkrankten Menschen, gegeben sein soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Selbstbestimmung

3. Psychische und kognitive Veränderungen des Menschen bei Demenz

3.1 Einschränkungen der Selbstbestimmung bei Demenz

3.2 Selbstbestimmung und ihre Möglichkeiten bei Demenz

4. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen Demenz und dem Konzept der Selbstbestimmung, mit dem Ziel aufzuzeigen, wie die Autonomie und Würde dementiell erkrankter Menschen trotz fortschreitender kognitiver Einschränkungen gewahrt werden kann.

  • Bedeutung und Definition von Selbstbestimmung im gesellschaftlichen Kontext
  • Psychische und kognitive Symptome dementieller Erkrankungen
  • Herausforderungen für die Selbstbestimmung in verschiedenen Krankheitsstadien
  • Möglichkeiten der unterstützenden Pflege und der Erhaltung von Eigenständigkeit

Auszug aus dem Buch

3.2 Selbstbestimmung und ihre Möglichkeiten bei Demenz

„ Ich renne in den Fluren meines Gedächtnisses herum und versuche fieberhaft zu verstehen, was los ist. Manchmal macht mich die Suche noch verwirrter, worauf ich vergesse, was mich so verwirrt“.12

Wie schon erwähnt stellt die Krankheit Demenz die Betroffenen und ihr näher liegendes Umfeld vor große Herausforderungen. Unabhängigkeit und Selbständigkeit gehen größten Teils verloren. Er ist immer mehr auf andere Personen angewiesen und die Entscheidungsfähigkeit über sich selbst wird immer weniger. Und genau an diesem Punkt sollte es ermöglicht werden, Betroffenen, Möglichkeiten der Eigenständigkeit zu eröffnen und wiederzugeben. Emotionalität und soziale Eigenschaften treten nun in den Vordergrund und sollten durch besondere Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme gekennzeichnet sein.

Einer Person mit Demenz im fortgeschrittenen Stadium fehlen einfach die Fähigkeiten, sich der Auseinandersetzung mit moralischen Handeln und Urteilen zu stellen. Um aber diesen Rückgang von Selbsteinschätzung und Werteverständnis wenigstens ein bisschen zu verlangsamen, ist es wichtig darauf zu achten, nicht die kompletten „Arbeitsschritte“ des alltäglichen Lebens zu übernehmen. Es sollte immer eine gewisse Eigenständigkeit gegeben sein. Das ist gerade in der Pflege wichtig, auch ihr sollte die Achtung und Wertschätzung dem Betroffenen gegenüber gegeben sein. Es stellt sich natürlich die Frage wie lange es möglich ist, diese Umgangsweise zu bewahren und ob es auch noch im Endstadium von Demenz möglich ist Selbstbestimmung den Vorrang zu lassen? Es lässt sich sagen, dass es für alle Beteiligten ein schwerer, leidvoller Prozess ist, den sie zu bewältigen haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, warum eine Verknüpfung von Demenz und Selbstbestimmung jenseits rein medizinischer Betrachtungsweisen für Betroffene und Angehörige von großer Bedeutung ist.

2. Selbstbestimmung: Das Kapitel beleuchtet die gesellschaftliche und philosophische Bedeutung von Selbstbestimmung und diskutiert die Grenzen zwischen individuellem Willen und äußeren sowie gesellschaftlichen Bedingungen.

3. Psychische und kognitive Veränderungen des Menschen bei Demenz: Hier werden die schleichenden Veränderungen der kognitiven Fähigkeiten und die daraus resultierenden Verhaltensweisen sowie emotionalen Belastungen bei Demenzerkrankten detailliert beschrieben.

3.1 Einschränkungen der Selbstbestimmung bei Demenz: Dieser Abschnitt analysiert, wie kognitive Defizite die Fähigkeit zur selbstbestimmten Lebensführung in verschiedenen Stadien beeinträchtigen und stellt das Spannungsfeld zwischen Schutz und Eigenständigkeit dar.

3.2 Selbstbestimmung und ihre Möglichkeiten bei Demenz: Hier werden Wege aufgezeigt, wie Betroffene durch wertschätzende Pflege und Aufmerksamkeit in ihrer verbleibenden Eigenständigkeit gestärkt werden können, illustriert durch einen praktischen Erfahrungsbericht.

4. Schlussfolgerung: Die Schlussbetrachtung fasst zusammen, dass Demenz mehr als ein medizinisches Problem ist und plädiert für ein Menschenbild, das den Betroffenen trotz Erkrankung als vollwertiges Individuum mit eigener Biographie anerkennt.

Schlüsselwörter

Demenz, Selbstbestimmung, Autonomie, Pflege, Eigenständigkeit, Kognitive Einschränkungen, Würde, Biographie, Care-Ethik, Entscheidungsfähigkeit, Lebensqualität, Umgangsweise, Individualität, Soziale Wahrnehmung, Wertschätzung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Schnittstelle zwischen der Diagnose Demenz und dem Konzept der Selbstbestimmung, um das Verständnis für die Bedürfnisse der Betroffenen zu vertiefen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder sind die philosophische Einordnung von Selbstbestimmung, der Krankheitsverlauf von Demenz sowie praktische Ansätze zur Wahrung der Autonomie in der Pflege.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Selbstbestimmung dementiell erkrankter Personen auch in fortgeschrittenen Stadien durch einen wertschätzenden Umgang und gezielte Assistenz aufrechterhalten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse philosophischer und ethischer Quellen sowie auf einen eigenen, qualitativen Erfahrungsbericht aus der therapeutischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die psychischen Veränderungen bei Demenz, die daraus resultierenden Einschränkungen der Handlungsfähigkeit und diskutiert Ansätze wie die Care-Ethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Demenz, Selbstbestimmung, Autonomie, Eigenständigkeit, Würde, Pflege und Biographie.

Welche Rolle spielt die Care-Ethik bei der Betreuung Demenzkranker?

Die Care-Ethik betont das „In-Beziehung-Stehen“ als menschliches Kennzeichen und fordert eine Aufwertung der emotionalen Dimension für ein besseres Verständnis moralischer Konflikte.

Wie kann man die Selbstbestimmung im Endstadium noch wahren?

Im Endstadium geht es weniger um komplexe Entscheidungen, sondern primär um das Respektieren unmittelbarer Bedürfnisse und die Wahrung der persönlichen Würde durch anleitende Assistenz.

Welchen Einfluss hat die Umgebung auf die Selbstbestimmung der Patienten?

Das Umfeld kann entweder durch Überfürsorge die Eigenständigkeit unterdrücken oder durch behutsame Begleitung, wie im geschilderten Praxisbeispiel, wichtige verbliebene Fähigkeiten reaktivieren.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Demenz. Ende der Selbstbestimmung?
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
12
Catalog Number
V378832
ISBN (eBook)
9783668559912
ISBN (Book)
9783668559929
Language
German
Tags
demenz ende selbstbestimmung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Demenz. Ende der Selbstbestimmung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378832
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint