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Soziale Ungleichheit. Eine Untersuchung zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Chancenungleichheit im Bildungssystem

Titel: Soziale Ungleichheit. Eine Untersuchung zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Chancenungleichheit im Bildungssystem

Seminararbeit , 2013 , 16 Seiten , Note: 1

Autor:in: Mario Haller (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander. Doch welcher Zusammenhang besteht zwischen dieser steigenden sozialen Ungleichheit und den Bildungschancen in Deutschland? Dieser Frage soll in der Arbeit nachgegangen werden. Anhand des erweiterten Kapitalbegriffs von Pierre Bourdieu soll aufgezeigt werden wie sich Akteure im sozialen Raum positionieren. Mit Hilfe des Habituskonzeptes wird anschließend veranschaulicht warum den Handlungsspielräumen des Einzelnen Grenzen gesetzt sind, wie sich Gesellschaft reproduziert, welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen und wie es um die Verteilung der Chancen steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der soziale Raum bei Bourdieu

2.1 Die Weiterentwicklung des Kapitalbegriffs

2.2 Der Habitus: Ein psychologisches System von Grenzen

2.3 Die daraus resultierende Chancenungleichheit

3. Die Familie als primäre Sozialisationsinstanz und Ausgangspunkt der Reproduktion von sozialer Ungleichheit

3.1Zusammenhang von Arbeit und Erziehung

3.2Die Rolle der Sprache

4. Das dreigliedrige Schulsystem als Repräsentant des gesellschaftlichen Klassenmodells

4.1Folgen der Bildungsexpansion

4.2 Vier entscheidenden Bereiche

5. Empirische Befunde durch PISA und IGLU

5.1 Relevante Ergebnisse

6. Ausblick

7. Verwendete Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen wachsender sozialer Ungleichheit und der ungleichen Verteilung von Bildungschancen in Deutschland unter Einbeziehung soziologischer Theorien und empirischer Befunde.

  • Analyse des erweiterten Kapitalbegriffs nach Pierre Bourdieu
  • Einfluss der familiären Sozialisation und Sprachkultur auf den Bildungserfolg
  • Strukturelle Auswirkungen des dreigliedrigen Schulsystems auf die Chancenverteilung
  • Empirische Einordnung der Bildungsungleichheit durch PISA- und IGLU-Studien
  • Diskussion von Lösungsansätzen zur Förderung der Bildungsgerechtigkeit

Auszug aus dem Buch

2. Der soziale Raum bei Bourdieu

Der französische Reproduktionstheoretiker und Soziologe Pierre Bourdieu (1930-2002) entwarf ein Konzept, welches den Anspruch hatte die Mechanismen der Reproduktion von sozialer Ungleichheit zu erklären. Hierfür entwickelte er den Kapitalbegriff von Marx weiter. Ausgehend vom erweiterten Kapitalbegriff Pierre Bourdieus, soll aufgezeigt werden wie sich Akteure im sozialen Raum positionieren und welche Folgen dies für die Chancengleichheit hat.

Während Marx sich ausschließlich auf das ökonomische Kapital bezog, wird die Definition von Bourdieu um drei Aspekte erweitert. Hinzu kommen das kulturelle, das soziale und das symbolische Kapital. Die verschiedenen Kapitalien sind wie folgt definiert:

Ökonomische Kapital: „In der Tat also ist Geld – Ware – Geld die allgemeine Formel des Kapitals, […].“(Marx 1872, S.158). Darunter ist Eigentum und Vermögen zu verstehen welches relativ direkt in Geld umgewandelt werden kann (vgl. Burzan 2007, S. 128).

Kulturelles Kapital: Diese Kapitalart besitzt drei Unterpunkte: a. Das inkorporierte Kulturkapital bezieht sich auf Bildung, Wissen, wie auch auf die Erziehung innerhalb der Familie. Der Erwerb kostet Zeit. Man kann es weder verkaufen noch verschenken. b. Das objektivierte Kulturkapital meint kulturelle Güter wie z.B. Bücher, Gemälde oder Instrumente. Seine Aneignung ist relativ einfach. Der Besitz gewinnt allerdings erst dann an Bedeutung, wenn er durch inkorporiertes Kulturkapital aktiviert wird. c. Institutionalisiertes Kulturkapital: Hierzu gehören juristisch abgesicherte Titel wie z.B. Bildungszertifikate. Die Übertragung in ökonomisches Kapital ist zeitlichen Schwankungen unterlegen (z.B. Der heute weitgehend als wertlos geltende Hauptschulabschluss)(vgl. Burzan 2007, S. 128).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Zunahme sozialer Ungleichheit in Deutschland und stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die Bildungschancen.

2. Der soziale Raum bei Bourdieu: Dieses Kapitel erläutert das Konzept des sozialen Raums sowie das Habitus-Konzept von Bourdieu und deren Bedeutung für die Statusreproduktion.

3. Die Familie als primäre Sozialisationsinstanz und Ausgangspunkt der Reproduktion von sozialer Ungleichheit: Hier werden die Einflüsse von Arbeitserfahrungen der Eltern, Erziehungsstilen und Sprache auf die Entwicklung kindlicher Kompetenzen untersucht.

4. Das dreigliedrige Schulsystem als Repräsentant des gesellschaftlichen Klassenmodells: Es wird analysiert, wie das gegliederte Schulwesen Selektionsmechanismen begünstigt und soziale Herkunftseffekte verstärkt.

5. Empirische Befunde durch PISA und IGLU: Dieses Kapitel liefert empirische Belege aus internationalen Vergleichsstudien, die den Zusammenhang von sozialer Herkunft und Kompetenzerwerb untermauern.

6. Ausblick: Der abschließende Teil diskutiert politische Maßnahmen und Reformansätze, um Bildungschancen gerechter zu gestalten und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.

7. Verwendete Literatur: Dieses Kapitel führt die für die Untersuchung herangezogenen wissenschaftlichen Werke und Quellen auf.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Bildungschancen, Pierre Bourdieu, Habitus, Kapitalbegriff, Sozialisation, Familie, Sprachcode, Bildungsungleichheit, PISA, IGLU, Schulsystem, Selektionsmechanismen, Zertifikate, Bildungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie soziale Ungleichheit in Deutschland die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen beeinflusst und wie soziale Schichtzugehörigkeit den individuellen Bildungserfolg determiniert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen Bourdieus Kapitaltheorie, den Einfluss des Elternhauses auf die kindliche Entwicklung, die Rolle des deutschen Schulsystems bei der sozialen Selektion sowie die empirische Bestätigung dieser Ungleichheiten durch PISA und IGLU.

Welches ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, wie sich soziale Ungleichheit durch Mechanismen in der Familie und Schule reproduziert und welche Faktoren die Vorstellung von Chancengleichheit in der Realität als Illusion erscheinen lassen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die soziologische Erklärungsmodelle (vor allem von Bourdieu, Kohn und Bernstein) mit empirischen Befunden aus aktuellen Bildungsstudien verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des sozialen Raums und des Habitus, die Analyse der Familie als Sozialisationsinstanz, die Kritik am dreigliedrigen Schulsystem und die Auswertung empirischer Leistungsdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wesentliche Begriffe sind soziale Ungleichheit, kulturelles Kapital, Habitus, Bildungsselektion, Sozialisationsinstanzen, Bildungsexpansion und Leistungsgerechtigkeit.

Wie erklärt die Arbeit den Zusammenhang zwischen Arbeit und Erziehung?

Die Arbeit verweist auf Studien wie jene von Melvin Kohn, die zeigen, dass Arbeitserfahrungen der Eltern (intrinsische vs. extrinsische Belohnung) Erziehungspraktiken beeinflussen, die wiederum die Persönlichkeitsentwicklung und den Bildungserfolg des Kindes prägen.

Welchen Einfluss hat das Sprachverhalten laut der Analyse?

Unter Berufung auf Basil Bernstein wird erläutert, dass der "restringierte" gegenüber dem "elaborierten" Sprachcode den Erwerb von gesellschaftlich relevantem Wissen für Kinder aus bildungsfernen Schichten erschwert, was ihre Schullaufbahn negativ beeinflussen kann.

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Details

Titel
Soziale Ungleichheit. Eine Untersuchung zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Chancenungleichheit im Bildungssystem
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1
Autor
Mario Haller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
16
Katalognummer
V378864
ISBN (eBook)
9783668558557
ISBN (Buch)
9783668558564
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mario Haller (Autor:in), 2013, Soziale Ungleichheit. Eine Untersuchung zum Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Chancenungleichheit im Bildungssystem, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378864
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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