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Jugendkulturarbeit im interkulturellen Kontext gestalten

In welcher Weise tragen Instrumente der Jugendkulturarbeit zu einem inklusiven Miteinander in den Jugendeinrichtungen der offenen Jugendarbeit bei?

Title: Jugendkulturarbeit im interkulturellen Kontext gestalten

Project Report , 2017 , 29 Pages , Grade: 2

Autor:in: Max Voß (Author)

Sociology - Communication
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Wieso hassen sich Menschen – auf Grund ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer Sexualität? Wieso gibt es Kriege auf unserer Welt? Wieso kann nicht jeder Mensch auf der Erde leben wo er es möchte, ohne dass er einen Paragraphenwald durchlaufen muss, um letztendlich sich in den Tiefen der Ungerechtigkeit wiederzufinden? All das sind Fragen, die mich seit meiner frühen Kind- und Jugendzeit beschäftigen. Immer wenn ich mit meiner Mutter über meine Kindheit rede erzählt sie mir, dass mein Wesen bestimmt wurde durch den Wert der Gerechtigkeit und Freiheit. Witzig, dass passend zu dieser Aussage mein Sternzeichen Waage ist. Im Laufe meines Lebens kristallisierte sich für mich der Wunsch heraus, im sozialen Bereich zu arbeiten. Ich hatte schon viele Erfahrungen durch verschiedene Praktika während meiner Schulzeit sammeln können. Aus diesem Grund führte mich mein Schicksal nach Berlin. Seit 2014 absolviere ich am Sozialpädagogischen Institut (SPI-Stiftung) eine Erzieher*innenausbildung und ich muss sagen, es ist eine der schönsten Phasen meines Lebens. Während der Ausbildung führte ich drei verschiedene Praktika durch, wobei mein Fokus bei den letzten Beiden auf dem Jugendbereich lag. Beide Praktika sollten sich auf den Aspekt der interkulturellen Arbeit konzentrieren, da es mich interessiert, wie junge Menschen mit verschiedenen kulturellen Ressourcen in einer Jugendeinrichtung untereinander agieren – im Positiven als auch im Negativen. Des Weiteren versuchte ich in meinem letzten Praktikum gezielt Antworten auf Fragen des Rassismus und Sexismus im Raum der Jugend wiederzufinden. Deshalb führte es mich in meinem letzten Praktikum nach Lichtenberg. Ein Bezirk, der seit der Wende durch seine Rechte Szene bekannt ist. Dennoch ist Lichtenberg heute auch ein Bezirk, der in der Flüchtlingshilfe gute Arbeit leistet und viele Unterkünfte besitzt. Diese soziokulturelle Diversität fand ich interessanterweise auch in meinem letzten Praktikum in der Einrichtung wieder. Unter diesen verschiedenen Gesichtspunkten und durch den Aspekt, meine pädagogische Handlungskompetenzen und mein Wissen zu erweitern, entschloss ich mich, meine Facharbeit der interkulturellen Arbeit zu widmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung mit Begründung der Themenwahl

1.1 Motivation

1.2 Gesellschaftliche Relevanz

1.3 Forschungsfrage erläutern

1.4 Ausblick auf die kommenden Kapitel der Arbeit

2.Theoretische Grundlagen

2.1 Zielgruppe Jugend

2.2 Wie definieren sich Jugendliche heute?

2.3 Welche kulturellen Milieus gibt es in der Zielgruppe?

2.3.1 Kultur als Begriff

2.4 Jugendkulturarbeit im Rahmen der Jugendhilfe

2.5 Welche Instrumente der interkulturellen Jugendkulturarbeit gibt es?

2.6 Interkulturelle Arbeit

2.7 Anti - Bias als Handlungskompetenz

2.8 Integration versus Inklusion

3. Fachpraktischer Teil

3.1 Projekte der Jugendkulturarbeit

3.1.1 Heroes – gegen Unterdrückung, im Namen der Ehre

3.1.2 Projekt 2: Tri-Nationales Jugendcamp

Resultat eines Interviews mit dem Jugendaktionsteam der Stiftung SPI in Beeskow

3.1.3 Integrationsarbeit in Lichtenberg

3.2 Unterschiede der Angebote zwischen Groß- und Kleinstädten

4. Reflexion

4.1 Erkenntnisse aus der praktischen Jugendkulturarbeit

4.2 Erfolgsversprechende Methoden

4.3 Rollenbild der Erzieher*in

4.4 Aussicht

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Instrumente der interkulturellen Jugendkulturarbeit dazu beitragen können, ein inklusives Miteinander in offenen Jugendeinrichtungen zu fördern, um Spannungen zwischen heterogenen Jugendgruppen abzubauen.

  • Analyse der theoretischen Grundlagen von Jugendkultur und Milieus.
  • Untersuchung pädagogischer Instrumente wie interkultureller Austausch und Anti-Bias-Arbeit.
  • Fallstudien zu Projekten wie „Heroes“ und dem „Tri-Nationalen Jugendcamp“.
  • Vergleich der Angebote und Anforderungen in Groß- und Kleinstädten.
  • Reflexion des professionellen Rollenbilds von Erziehern im interkulturellen Kontext.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Heroes – gegen Unterdrückung, im Namen der Ehre

Das Projekt „Heroes“ ist ein soziales Projekt, welches im Rahmen der Präventionsarbeit, in den Großstädten Deutschlands stark verankert ist. Unter anderem findet sich dieses Projekt auch in Berlin wieder. Das Projekt sieht seinen Schwerpunkt in der gesellschaftlichen Aufklärung im Themenbereich internationaler Normen und Werte. Die Klientel des Projektes beschreibt in erster Linie junge Menschen mit Migrationshintergrund bzw. kulturellen Erfahrungen abweichend der Mehrheitsgesellschaft, aber auch Jugendliche ohne Migrationserfahrung.

In Bezug der verschiedenen Klientele beschreibt sich die gesellschaftliche Relevanz des Projektes. Der Erfahrungsbericht der verschiedenen Pädagog*innen, welche das Projekt begleiten, bezieht sich auf Beobachtung ihrer Arbeit bzw. der gesellschaftlichen Situation. Jugendliche mit einem Migrationshintergrund spiegelten in ihren Lebenssituationen mehrfach eine Angst ihres kulturellen Verlustes wieder. Dies lässt sich objektiv klar darstellen durch folgende Aspekte. Auf Jugendliche mit einem Migrationshintergrund liegen oft schwere Lasten. Zu einem stehen sie ständig zwischen zwei Welten. Eine, in der sie die traditionellen Werte ihrer Eltern- und Großelterngeneration aufrechterhalten und umsetzten sollen und Eine, in der sie die Werte und Anforderungen der Mehrheitsgesellschaft realisieren sollen. Diese zwei Welten konfrontieren sie mit schweren Widersprüchen. Dies sind unter anderem Faktoren, die dazu führen, dass sie Situationen wie Ausgrenzung oder Arbeitslosigkeit erfahren müssen. Patriarchale Strukturen, sowie Vorstellungen von Ehre, welche im direkten Kontext der Erziehung ihres persönlichen Umfeldes oder ihrer Peergroup zu sehen sind, führen oft dazu, dass besonders die weibliche Geschlechterrolle eine Unterordnung erfährt. All diese genannten Einflussfaktoren spiegeln eine Erschwerung der Persönlichkeitsentwicklung und alternative Lebensentwürfe dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung mit Begründung der Themenwahl: Die Einleitung beleuchtet die Motivation des Autors und die gesellschaftliche Relevanz interkultureller Jugendarbeit vor dem Hintergrund der aktuellen Migrationssituation.

2.Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Jugendbegriff, untersucht kulturelle Milieus und analysiert Fachbegriffe wie Jugendkulturarbeit, Interkulturelle Arbeit, Anti-Bias sowie Inklusion versus Integration.

3. Fachpraktischer Teil: Der praktische Teil untersucht spezifische Projekte wie „Heroes“, ein trinationales Jugendcamp und Integrationsarbeit in Lichtenberg und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Durchführung in Groß- und Kleinstädten.

4. Reflexion: Hier werden Erkenntnisse aus der praktischen Arbeit zusammengefasst, Methoden bewertet und das Rollenverständnis von pädagogischen Fachkräften kritisch reflektiert.

5. Literatur/Anhang: Dieses Kapitel enthält alle verwendeten Quellen und weiterführende Verweise zur fachlichen Untermauerung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Jugendkulturarbeit, Interkulturelle Arbeit, Inklusion, Integration, Anti-Bias, Sozialpädagogik, Jugendhilfe, Empowerment, Partizipation, Identitätsentwicklung, Ehrenkultur, Diversität, Peer-Group, Präventionsarbeit, Jugendsozialarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung von Jugendkulturarbeit im interkulturellen Kontext und untersucht Instrumente, die ein inklusives Miteinander in Jugendeinrichtungen ermöglichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen des Jugendbegriffs, die Auseinandersetzung mit Diskriminierung (Anti-Bias), sowie der praktische Vergleich von Angeboten in unterschiedlichen städtischen Umgebungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „In welcher Weise tragen Instrumente der (interkulturellen) Jugendkulturarbeit zu einem inklusiven Miteinander in den Jugendeinrichtungen der offenen Jugendarbeit bei?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Literaturrecherche mit einer praktischen Analyse, die auf eigenen Erfahrungen während der Erzieherausbildung und Experteninterviews (z. B. mit dem Jugendaktionsteam Beeskow) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Projekte wie „Heroes“ und ein „Tri-Nationales Jugendcamp“, bewertet ihre Erfolgsfaktoren und vergleicht, wie unterschiedliche Rahmenbedingungen in Groß- und Kleinstädten die Projektplanung beeinflussen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Jugendkulturarbeit, Inklusion, Interkulturelle Arbeit, Anti-Bias, Partizipation und Identitätsentwicklung.

Welche Bedeutung hat das Projekt "Heroes" für die Arbeit?

Das Projekt „Heroes“ dient als Beispiel für Präventionsarbeit und zeigt auf, wie junge Menschen mit Migrationshintergrund in einem geschützten Raum über sensible Themen wie Ehre, Gleichberechtigung und Geschlechterrollen diskutieren können.

Welche Unterschiede zwischen Groß- und Kleinstädten werden aufgezeigt?

In Großstädten besteht eine höhere Anonymität und ein größeres spezialisiertes Angebot, während in Kleinstädten eine stärkere Vernetzung der Jugendlichen untereinander herrscht, was andere Anforderungen an Konfliktbewältigung und Mobilität stellt.

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Details

Title
Jugendkulturarbeit im interkulturellen Kontext gestalten
Subtitle
In welcher Weise tragen Instrumente der Jugendkulturarbeit zu einem inklusiven Miteinander in den Jugendeinrichtungen der offenen Jugendarbeit bei?
Grade
2
Author
Max Voß (Author)
Publication Year
2017
Pages
29
Catalog Number
V378867
ISBN (eBook)
9783668568112
ISBN (Book)
9783668568129
Language
German
Tags
Interkulturell jugendkultur jugend jugendarbeit sozialarbeit erzieher instrumente der jugendarbeit interkulturelle Jugendkulturarbeit Jugendclub Teambildene maßnamen präventionsarbeit inklusion sozialpädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Voß (Author), 2017, Jugendkulturarbeit im interkulturellen Kontext gestalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378867
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