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Fachkräftemangel in der Intensivpflege

Title: Fachkräftemangel in der Intensivpflege

Term Paper , 2017 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Hanno Lüttmann (Author)

Health - Miscellaneous
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Diese Hausarbeite beschäftigt sich mit der Erstellung eines Forschungsplans, um Gründe für den Fachkräftemangel auf Intensivstationen zu finden. Hierzu erfolgt zunächst eine ausführliche Literaturrecherche, um Gründe für den Fachkräftemangel in der Intensivpflege nachvollziehen zu können. Im Anschluss wird auf Grundlage der gesammelten Daten eine Forschungsfrage entwickelt und erläutert. Im Hauptteil dieser Arbeit wird begründet, nach welcher Forschungsstrategie vorgegangen wird, außerdem wird das methodische Vorgehen, die Planung sowie Datenerhebung dargestellt. Zum Schluss dieser Arbeit werden Ergebnisse diskutiert und ein Fazit dieser Arbeit gezogen.

Seit vielen Jahren werden Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Herz-infarkt, Krebserkrankungen oder chronischen Krankheiten von fachlich ausgebildetem Personal auf Deutschlands Intensivstationen versorgt. Aufgrund der sich ändern-den Bevölkerungsstruktur verschärft sich der Fachkräftemangel, und die Krankenhäuser haben Probleme, freie Stellen in der Intensivpflege zu besetzten. Bundesweit sind derzeit 3150 Stellen in der Intensivpflege unbesetzt.

Der demografische Wandel hat dabei nicht nur einen großen Einfluss auf die gesamte Arbeitswelt, sondern auch auf die Pflegebranche im Speziellen. Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der älteren Menschen dramatisch ansteigt, gleichzeitig aber die jüngere Bevölkerung abnimmt. Bereits heute ist eine Überalterung der Fachkräfte in Pflegeberufen in Deutschland bemerkbar. Doch nicht nur die Zahl der älteren Arbeitsbevölkerung nimmt zu, sondern auch die Zahl der pflegebedürftigen Menschen. Aktuellen Prognosen zufolge werden bereits im Jahr 2030 ungefähr 3,2 Millionen Menschen pflegebedürftig sein. Der demografische Wandel trägt maßgeblich zum erhöhten Patientenaufkommen und zur erhöhten Arbeitsbelastung von Pflegekräften bei. Außerdem kämpften die Krankenhäuser in Deutschland um Fachkräfte in der Intensivpflege. Der sich immer stärker abzeichnende Fachkräftemangel resultiert nicht nur aus zu wenig Nachwuchs. Auch die hohe Arbeitsbelastung der Pflegekräfte sorgt für eine enorm hohe Fluktuationsquote in der Intensivpflege. Durchschnittlich beträgt die Fluktuationsquote auf Intensivstationen 9,2%. Im Jahr 2015 hat somit jede 11. Pflegekraft die Intensivstation ihres Krankenhauses verlassen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Fachkräftemangel in der Intensivpflege

2.1 Demografischer Wandel

2.2 Personalsituation in der Intensivpflege

2.3 DIVI Empfehlungen

2.4 Stellenbesetzungsprobleme in der Intensivpflege

3. Ableitung einer Forschungsfrage

4. Begründung der gewählten Forschungsstrategie

4.1 Forschungsstrategie

5. Methodische Grundlagen dieser Studie

5.1 Forschungsdesign

5.2 Der Interviewleitfaden

5.3 Auswahl der Teilnehmer

5.4 Methode der Datenerhebung

5.5 Ethische Aspekte

5.6 Gütekriterien

6. Methode der Datenauswertung

6.1 Aufbereiten der Datenbestände

6.2 Datenauswertung

6.3 Darstellung der qualitativen Ergebnisse

7. Diskussion und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ursachen des Fachkräftemangels in der Intensivpflege, um auf Basis der Analyse von Fluktuationsgründen Handlungsempfehlungen für Krankenhäuser zu entwickeln und die Personalsituation nachhaltig zu verbessern.

  • Analyse des demografischen Wandels und dessen Auswirkungen auf die Pflegebranche.
  • Erfassung der aktuellen Personalsituation und Stellenbesetzungsprobleme in deutschen Intensivstationen.
  • Untersuchung der DIVI-Empfehlungen zur Personalbemessung und Patientensicherheit.
  • Durchführung einer qualitativen Befragung ehemaliger Intensivpflegekräfte zur Identifikation von Beweggründen für einen Arbeitsplatzwechsel.

Auszug aus dem Buch

2.1 Demografischer Wandel

Die deutsche Bevölkerung bestand im Jahr 2009 aus rund 81,8 Millionen Menschen (Statistisches Bundesamt, Datenreport 2011, S. 11). Im Jahre 2016 lebten laut Statis tischen Bundesamt bereits 82,8 Millionen Menschen in Deutschland. Das entspricht einem Bevölkerungszuwachs von einer Million. Dieser Anstieg wird durch Zuwan derung und ein positiver Wanderungssaldo begründet. Es gibt demnach mehr Men schen, die ein- als auswandern. Dies spiegelt sich auch in der Zahl der Pflegebedürf tigen Menschen wider. Im Dezember 2015 waren in Deutschland 2,86 Millionen Menschen pflegebedürftig. Im Dezember 2013 waren es noch 2,626 Millionen. Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen hat somit um 8,9% zugenommen (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung: 2017). Diese Zahlen spiegeln auch die steigenden Pa tientenzahlen im Krankenhaus wider. Die Zahl der zu behandelnden Patienten ist von 1991-2010 um fast 25% gestiegen, und das statistische Bundesamt erwartet, dass bis 2030 Jährlich weitere zwei Millionen Patienten versorgt werden müssen (Weidlich, L: et al. 2015. o. S.).

Auch die Zahl der Intensivkapazitäten hat in Deutschland zugenommen. Zwar sank die Anzahl der Krankenhäuser mit Intensivstationen von 1.351 auf 1.247, dennoch stieg die Anzahl der vorhandenen Intensivbetten. Im Jahr 2002 betrug die Anzahl der Intensivbetten 23.113 und stieg im Jahr 2012 auf 26.162. Auch die steigenden Be handlungsfälle in der Intensivpflege zeigen ein deutlich höheres Patientenaufkom men in Deutschland (Weidlich, L: et al. 2015. o. S.). Der demografische Wandel trägt maßgeblich zum erhöhten Patientenaufkomme und zur erhöhten Arbeitsbelas tung von Pflegekräften bei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den zunehmenden Fachkräftemangel in der Intensivpflege durch demografischen Wandel und Arbeitsbelastung und definiert das Ziel der Arbeit, einen Forschungsplan zur Ursachenfindung zu erstellen.

2. Fachkräftemangel in der Intensivpflege: Dieses Kapitel analysiert die demografischen Entwicklungen, die aktuelle Personalsituation, DIVI-Vorgaben sowie die massiven Probleme bei der Stellenbesetzung in Intensivstationen.

3. Ableitung einer Forschungsfrage: Hier wird die Relevanz des Themas verdeutlicht und basierend auf einer Forschungslücke die zentrale Fragestellung der Arbeit entwickelt.

4. Begründung der gewählten Forschungsstrategie: Das Kapitel erläutert den zirkulären Forschungsprozess und begründet die Entscheidung für eine qualitative Befragung ehemaliger Mitarbeiter.

5. Methodische Grundlagen dieser Studie: Es werden das Forschungsdesign als problemzentriertes Interview, die Auswahl der Teilnehmer, das Vorgehen bei der Datenerhebung sowie ethische und wissenschaftliche Gütekriterien beschrieben.

6. Methode der Datenauswertung: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Transkription sowie die interpretativ-reduktive Auswertung der gewonnenen Interviewdaten in vier Schritten.

7. Diskussion und Fazit: Die Diskussion fasst die Problematik zusammen und betont die Notwendigkeit der Umsetzung des Forschungsplans, um konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Personalsituation zu gewinnen.

Schlüsselwörter

Fachkräftemangel, Intensivpflege, demografischer Wandel, Personalfluktuation, Stellenbesetzung, Patientensicherheit, DIVI-Empfehlungen, qualitative Forschung, Experteninterview, Arbeitsbedingungen, Mitarbeiterbindung, Krankenhausmanagement, Pflegebedarf, Personalsituation, Gesundheitswesen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den zunehmenden Fachkräftemangel in der deutschen Intensivpflege und dessen Auswirkungen auf das Gesundheitssystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Aspekte sind der demografische Wandel, die aktuelle Personalsituation auf Intensivstationen, die Einhaltung von DIVI-Richtlinien und die Problematik der hohen Fluktuationsraten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die Erstellung eines Forschungsplans, um durch eine qualitative Befragung ehemaliger Mitarbeiter die Beweggründe für einen Arbeitsplatzwechsel zu identifizieren und daraus Handlungsempfehlungen für Krankenhäuser abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Studie angewendet?

Es wird ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, konkret die Durchführung von problemzentrierten Einzelinterviews mit ehemaligen Intensivpflegekräften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung des Problems, die methodische Fundierung des Forschungsdesigns sowie die detaillierte Beschreibung der Datenauswertung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind Fachkräftemangel, Personalfluktuation, Intensivpflege, Mitarbeiterbindung und qualitative Befragung.

Welche Bedeutung haben die DIVI-Empfehlungen in dieser Untersuchung?

Die DIVI-Empfehlungen dienen als Maßstab für eine adäquate Personalausstattung, deren Einhaltung kritisch für die Patientensicherheit und die Vermeidung von Komplikationen ist.

Warum wurde eine qualitative Forschungsstrategie gewählt?

Die qualitative Strategie ermöglicht es, individuelle Meinungen, Gefühle und Beweggründe der Mitarbeiter zu erfassen, die durch rein quantitative Daten des Deutschen Krankenhaus Instituts nicht hinreichend erklärt werden.

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Details

Title
Fachkräftemangel in der Intensivpflege
College
University of Applied Sciences Bielefeld
Grade
2,0
Author
Hanno Lüttmann (Author)
Publication Year
2017
Pages
23
Catalog Number
V378874
ISBN (eBook)
9783668563391
ISBN (Book)
9783668563407
Language
German
Tags
fachkräftemangel intensivpflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hanno Lüttmann (Author), 2017, Fachkräftemangel in der Intensivpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378874
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