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Pflegebedürftigkeit

Title: Pflegebedürftigkeit

Presentation (Elaboration) , 2004 , 14 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Andrea Scheib (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Mit dem Begriff „Pflegebedürftigkeit“ ist das ständige Angewiesensein auf die persönliche Hilfe anderer bei den gewöhnlichen Verrichtungen des täglichen Lebens gemeint.
Pflegebedürftigkeit ist jedoch von Krankheit und Behinderung zu unterscheiden.
Nicht jeder Kranke oder Behinderte ist pflegebedürftig, aber jeder Pflegebedürftige ist entweder krank oder behindert.
Da es nicht immer leicht ist Pflegebedürftigkeit von Behandlungsbedürftigkeit zu unterscheiden, gibt es oft Probleme bei der Zuständigkeit der Kostenfrage, ob Krankenkasse oder Pflegekasse.
Die häufigsten Erkrankungen die zur Pflegebedürftigkeit führen, sind neben Frakturen und Amputationen auch Hirngefäßerkrankungen, schwere rheumatische Erkrankungen, psychische Erkrankungen sowie Beeinträchtigungen der Sinnesorgane.
Die Hauptmerkmale von Pflegebedürftigen sind auf jeden Fall die Mobilitätseinschränkung, durch die alltägliche Verrichtungen nicht mehr möglich sind, und psychische Beeinträchtigungen.

Der Grad der Pflegebedürftigkeit wird durch drei Stufen bestimmt, die jeweils unterschiedliche Leistungen nach sich ziehen:
- Pflegestufe1 (erhebliche Pflegebedürftige): Zeitaufwand muss 90 Minuten betragen
- Pflegestufe2 (Schwerpflegebedürftige): Zeitaufwand muss 3 Stunden betragen
- Pflegestufe3 (Schwerstpflegebedürftige): Zeitaufwand muss 5 Stunden betragen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Abgrenzung des Begriffes „Pflegebedürftigkeit“

2. Anzahl und Struktur der Pflegebedürftigen in Deutschland

3. Beeinträchtigungsprofile

4. Die Absicherung des Pflegerisikos durch die Pflegeversicherung

4.1. Ziele, versicherte Personen, Organisation und Träger

4.2. Die Leistungen der Pflegeversicherung im Überblick

4.3. Die Leistungen der Pflegeversicherung bei häuslicher und stationärer Pflege

4.4. Steuerungsinstrumente, Qualitätssicherung und Finanzierung

5. Versorgungssituation

5.1. Familiäre Pflege und Betreuung

5.2. Inanspruchnahme professioneller Pflege- und Versorgungsleistungen

6. Gewalt an Pflegebedürftigen

6.1. Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter

6.2. Wer sind die „Opfer“?

6.3. Wer sind die „Täter“?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Pflegebedürftigkeit in Deutschland im Kontext des sozialen Wandels und analysiert dabei sowohl die Strukturen des Pflegesystems als auch die Problematik von Gewalt in Pflegesituationen.

  • Definition und Abgrenzung von Pflegebedürftigkeit
  • Strukturelle Merkmale und Demografie der Pflegebedürftigen
  • Leistungsumfang und Organisation der Pflegeversicherung
  • Versorgungssituation im familiären Umfeld
  • Risikofaktoren für Gewalt gegen Pflegebedürftige

Auszug aus dem Buch

6.3 Die „Täter“

Die meisten Täter haben sich in ihr Schicksal ergeben, dass sie die alten oder pflegebedürftigen Familienmitglieder versorgen müssen. Sie glauben, dass sie ein großes Opfer erbringen, für das niemand sie entschädigen wird. So erleben sie die alten Menschen als Bürde, fühlen sich ausgebeutet und benachteiligt. Sie empfinden Feindseligkeit und Wut ihnen gegenüber, die sich dann in Gewalttätigkeiten entladen können.

In vielen Fällen fühlen sich auch die Täter durch ihre pflegerischen Aufgaben körperlich und psychisch überlastet, wobei der hieraus resultierende Stress noch durch die Erfahrung mangelnder Unterstützung durch Dritte, das enge Zusammenleben, gestörte Kommunikationsprozesse oder Eheprobleme intensiviert werden kann.

Viele Täter leiden unter Persönlichkeitsstörungen, besitzen wenig Selbstkontrolle, sind unreif, unsicher, wenig belastbar, impulsiv, leicht erregbar und intolerant.

Manche sind ihren alten oder pflegebedürftigen Elternteilen gegenüber autoritär, dominant und kontrollierend, zeigen nur wenig Respekt. Häufig verstehen sie Alterungsprozesse nicht und fassen deshalb störende und auffällige Verhaltensweisen, die aus altersbedingten psychischen Störungen (Demenz, Depression usw.) resultieren, als absichtliche Provokation auf. In diesen Situationen reagieren sie dann oft gewalttätig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Abgrenzung des Begriffes „Pflegebedürftigkeit“: Dieses Kapitel definiert Pflegebedürftigkeit und grenzt sie von Krankheit und Behinderung ab, wobei die Pflegestufen erläutert werden.

2. Anzahl und Struktur der Pflegebedürftigen in Deutschland: Hier werden statistische Daten zu den in Privathaushalten lebenden Pflegebedürftigen hinsichtlich Alter, Geschlecht und Familienstand dargestellt.

3. Beeinträchtigungsprofile: Der Abschnitt fokussiert auf körperliche und kognitive Einschränkungen sowie den damit verbundenen Unterstützungsbedarf im Alltag.

4. Die Absicherung des Pflegerisikos durch die Pflegeversicherung: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Leistungen, Träger sowie die Qualitätssicherung und Finanzierung des deutschen Pflegeversicherungssystems.

5. Versorgungssituation: Es wird analysiert, wie Pflege im familiären Umfeld stattfindet, welche Belastungen für Pflegepersonen entstehen und wie professionelle Hilfsangebote genutzt werden.

6. Gewalt an Pflegebedürftigen: Dieses Kapitel thematisiert die Problematik von Gewalt in Pflegesituationen anhand von Daten der „Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter“, inklusive Opfer- und Täteranalysen.

Schlüsselwörter

Pflegebedürftigkeit, Pflegeversicherung, Pflegestufen, häusliche Pflege, Demografie, kognitive Beeinträchtigung, Pflegepersonen, stationäre Pflege, Gewalt im Alter, Bonner Initiative, Angehörigenpflege, Pflegereform, soziale Sicherung, Belastung, Altenhilfe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Thema Pflegebedürftigkeit in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Bedingungen und der pflegerischen Versorgungssituation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Definition der Pflegebedürftigkeit, die Struktur der Pflegeversicherung, die häusliche Pflegesituation sowie die Gewaltproblematik in der Altenpflege.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine fundierte Darstellung der Strukturen der Pflegebedürftigkeit und der damit verbundenen sozialen Probleme im informellen sowie professionellen Hilfesystem.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Auswertung vorhandener Statistiken, Repräsentativerhebungen und Literaturquellen zu den Themen Pflege und soziale Sicherung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von der Begriffsdefinition über die Analyse des Versicherungssystems bis hin zur empirischen Betrachtung von Gewaltanfälligkeit in der Pflege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Pflegebedürftigkeit, Pflegeversicherung, Angehörigenpflege, Pflegestufen, Gewalt gegen Senioren und psychosoziale Belastung von Pflegepersonen.

Wie unterscheidet sich die Pflegesituation im Heim von der häuslichen Pflege?

Während die häusliche Pflege stark auf familiäre Ressourcen setzt, gilt ein Heimplatz oft als Notlösung, wenn die Pflege zu Hause nicht mehr leistbar ist.

Welche Faktoren tragen nach Ansicht der Autorin zur Gewalt gegen Pflegebedürftige bei?

Gewalt entsteht oft aus einer Überforderung der Pflegeperson, mangelnder Selbstkontrolle, fehlendem Verständnis für altersbedingte Erkrankungen sowie aus belastenden Kommunikationsstrukturen.

Welche Rolle spielt die „Bonner Initiative gegen Gewalt im Alter“ in der Analyse?

Sie dient als Datenbasis, um das Ausmaß und die Hintergründe von Gewaltvorfällen durch die Auswertung von Anrufen bei einer Krisenberatungsstelle zu untersuchen.

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Details

Title
Pflegebedürftigkeit
College
University of Siegen
Course
Sozialer Wandel, soziale Probleme und das informelle Hilfesystem
Grade
1,7
Author
Andrea Scheib (Author)
Publication Year
2004
Pages
14
Catalog Number
V37893
ISBN (eBook)
9783638371124
Language
German
Tags
Pflegebedürftigkeit Sozialer Wandel Probleme Hilfesystem
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Scheib (Author), 2004, Pflegebedürftigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37893
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