Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Social Work

Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

Title: Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Andrea Scheib (Author)

Social Work
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Thomas W. ist 12 Jahre alt und besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft. Bei der Geburt gab es keine Komplikationen und seine Entwicklung verlief normal. Außer den typischen Kinderkrankheiten hatte er keine nennenswerten anderen Krankheiten. Anhand eines CFT 20 – Tests (Intelligenztest) wurde ein IQ von 104 festgestellt. Die motorischen Fähigkeiten liegen ebenfalls im mittleren Bereich. Thomas’ Interessen liegen im technischen Bereich. Er interessiert sich sehr für den Aufbau und die Funktion von Handys, mobilen Festnetz Anlagen und Computern. Er selbst besitzt ebenfalls ein Handy, das er immer bei sich trägt und anderen Personen präsentiert. Thomas’ Familie ist oft umgezogen was zur Folge hat, dass er sich nirgends richtig zu Hause fühlt. Er hat Schwierigkeiten auf Personen zuzugehen und sich auf sie einzulassen. Sich anderen Personen anzuvertrauen, über seine Probleme zu reden oder Erlebnisse aufzuarbeiten fällt ihm besonders schwer. Thomas findet keinen richtigen Weg zum kommunizieren. In der Schule fällt Thomas dadurch auf, dass er versucht durch Quatsch Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Er wird oft aggressiv, wodurch er auch in Konflikt mit vielen Lehrern und Schülern gerät.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Anthropologische Voraussetzungen

2. Soziokulturelle Voraussetzungen

3. Therapie

4. Lernziel

5. Medien

6. Methoden

7. Durchführung

8. Ergebnis und Reflexion

9. Anhang

9.1. Verlaufsplan

9.2. Protokoll / Geschichte

9.3. Protokoll / Interview

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit dokumentiert eine pädagogische Handlungseinheit mit dem Ziel, durch gezielten Beziehungsaufbau den Zugang zu einem 12-jährigen Klienten in der psychotherapeutischen Praxis zu erleichtern und dessen Kommunikationsfähigkeit sowie Offenheit für persönliche Themen zu fördern.

  • Beziehungsgestaltung in der Kinder- und Jugendpsychotherapie
  • Einsatz von kreativen Medien zur Kontaktaufnahme
  • Förderung der sozialen Interaktions- und Ausdrucksfähigkeit
  • Reflexion therapeutischer Interventionsmethoden
  • Umgang mit kindlicher Abwehrmechanik und sozialen Ängsten

Auszug aus dem Buch

18.11.2002:

Die erste gemeinsame Sitzung wollte ich etwas freier und lockerer gestalten, um die Möglichkeit zu geben, uns erst ein bisschen besser kennen zu lernen. Ich wählte ein sportliches Spiel, da ich aus vergangenen Therapiestunden gemerkt habe, dass sich viele Jungen dieses Spiel wünschen.

Ein guter Nebeneffekt dieses Spiels war auch, dass kaum ein Kind das Spiel kannte und ich somit sein Interesse gewinnen konnte. Daher schlug ich ihm „Joghurt-Hockey“ vor. Er konnte tatsächlich nichts mit dem Spielnamen anfangen, war aber neugierig es auszuprobieren. Ich holte die Kiste mit den Joghurtbechern und einen Eimer mit Bierdeckeln aus dem Schrank.

Schon bei dem Anblick der Unmengen an Bechern und Deckeln fing er an, daraus einen Kreis aufzubauen. Ich musste ihm kaum etwas zur Turmbauweise erklären. Nachdem der etwa 1,50m hohe Turm aus Joghurtbechern fertig aufgebaut war, gab ich ihm die Anweisung einzelne Becher aus dem untersten Teil des Turmes zu entfernen, um somit kleine Öffnungen zu erhalten.

Während dessen holte ich je zwei Hockeyschläger und Tennisbälle. Als er mit den Öffnungen fertig war, erklärte ich ihm den zweiten Teil des Spiels. Ich erklärte ihm die Regeln und Punkteverteilung. Er hörte mir gespannt zu, während er mit seinem Schläger ein paar Probeschläge gegen die Wand durchführte. Wir spielten ca. 20 Minuten bis zum Einsturz des Turmes. Danach räumten wir die einzelnen Turmbauteile in die Kisten zurück. Ich hatte den Eindruck, dass ihm dieser Teil des Spiels nicht so sehr gefiel, aber er half trotzdem fleißig mit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Anthropologische Voraussetzungen: Beschreibung der persönlichen Situation und der Verhaltensauffälligkeiten des Klienten Thomas W.

2. Soziokulturelle Voraussetzungen: Erläuterung des familiären und sozialen Umfelds sowie der schulischen Situation des Klienten.

3. Therapie: Überblick über den therapeutischen Rahmen, die probatorischen Sitzungen und die Zielsetzung des Beziehungsaufbaus.

4. Lernziel: Definition der pädagogischen Ziele hinsichtlich Vertrauensbildung und Kommunikationsfähigkeit.

5. Medien: Auflistung der im Rahmen der pädagogischen Handlungseinheit genutzten Spielmaterialien und technischen Geräte.

6. Methoden: Erläuterung der angewandten spielpädagogischen Methoden und deren didaktische Begründung.

7. Durchführung: Detaillierte Schilderung der chronologischen Sitzungsabläufe vom ersten Kontakt bis zum Abschluss.

8. Ergebnis und Reflexion: Kritische Analyse des therapeutischen Erfolgs und der Entwicklung des Klienten über den gesamten Zeitraum.

9. Anhang: Ergänzende Dokumentationen wie Verlaufspläne und Transkripte der durchgeführten Sitzungen.

Schlüsselwörter

Beziehungsaufbau, Kinderpsychotherapie, Jugendpsychotherapie, Spielpädagogik, Vertrauensbildung, Kommunikation, Diktiergerät, Fallbeispiel, Sozialpädagogik, Interaktionsförderung, Reflexion, Therapieprozess, Verhaltensauffälligkeiten

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert eine pädagogische Handlungseinheit in der Kinder- und Jugendpsychotherapie, die sich speziell auf den Beziehungsaufbau zu einem 12-jährigen Jungen namens Thomas konzentriert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Kontaktaufnahme zu einem verschlossenen Jugendlichen, der gezielte Einsatz von Spielmedien zur Auflockerung der Atmosphäre und die schrittweise Förderung der sprachlichen sowie sozialen Offenheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, ein Vertrauensverhältnis zum Klienten aufzubauen, damit dieser in der Lage ist, sich mitzuteilen und über persönliche Erlebnisse oder Probleme zu sprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der teilnehmenden Beobachtung und der spielpädagogischen Intervention, dokumentiert durch Verlaufspläne und Protokollierungen von Sitzungen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den methodischen Einsatz von Medien, die Durchführung der Sitzungen mit verschiedenen Spielen (wie Joghurt-Hockey oder Interviews) und die detaillierte Reflexion der Fortschritte des Klienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Beziehungsaufbau, Spielpädagogik, Vertrauensbildung, therapeutische Kommunikation und therapeutische Reflexion.

Warum war das Diktiergerät ein so zentrales Medium?

Das Diktiergerät diente als technischer Anreiz, um das Interesse des technisch interessierten Jungen zu wecken, seine Hemmungen abzubauen und ihn durch das Aufnehmen und Anhören eigener Geschichten zur Kommunikation anzuregen.

Wie reagierte Thomas auf den Übergang von fiktiven zu realen Themen?

Anfangs blockte der Klient bei persönlichen, realen Themen ab und flüchtete in gespielte Rollen. Erst gegen Ende der Handlungseinheit gelang es, eine Gesprächssituation zu schaffen, in der er von sich aus Details über die Schule und sein Befinden preisgab.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie
College
University of Siegen
Grade
1,0
Author
Andrea Scheib (Author)
Publication Year
2003
Pages
17
Catalog Number
V37894
ISBN (eBook)
9783638371131
Language
German
Tags
Beziehungsaufbau Kinder- Jugendlichen-Psychotherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Scheib (Author), 2003, Beziehungsaufbau in der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/37894
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint