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Das niedersächsische Modell von Kooperation zwischen Schule und Sportverein

Titel: Das niedersächsische Modell von Kooperation zwischen Schule und Sportverein

Bachelorarbeit , 2015 , 44 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Henk Keetz (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Kooperation von Schulen und Sportvereinen verläuft seit Jahren erfolgversprechend. So beschreiben die Handreichungen der „Sportjugend Niedersachsen“ die derzeitige Situation in und um Schul- und Vereinssport. Stetig sinkende Mitgliederzahlen und immer weniger Zeit durch den Besuch der Schule bzw. des Ganztages machen es den jungen Menschen immer schwerer sich in ihrer Freizeit in einem Sportverein zu engagieren. Der durch diesen Wandel begünstigte allgemeine Bewegungsmangel bei Jugendlichen liefert den Schulen, den Vereinen wie auch der Politik einen Anlass für eine notwendige Anpassung und Veränderung der Strukturen unserer Gesellschaft im eben beschriebenen Bereich. Das Bundesland Niedersachsen und der Niedersächsische Sportbund haben in Zusammenarbeit ein Programm zur Lösung dieser neuen Umstände erstellt. Hier findet sich einerseits der Anlass, andererseits aber auch die Grundlage für die formulierte Forschungsfrage.

Intention dieser Arbeit ist es, die zwei vorherrschenden Pläne und Richtlinien des Programms in Niedersachsen kritisch zu hinterfragen und zu analysieren. Dafür ist es zunächst notwendig, den aktuellen Forschungsstand zur Kooperation von Schulen und Sportvereinen zu beleuchten. Dr. Jessica Süßenbach und Sandra Geis haben im Jahr 2013 und im Jahr 2014 diesbezüglich zwei Studien durchgeführt, an denen sich diese Arbeit orientiert und welche letztendlich analysiert bzw. mit den Ergebnissen aus der Praxis verglichen werden. Das „Hamburger Vereinsmodell“ wird an dieser Stelle vergleichend genutzt, um mögliche Unterschiede in Organisation und Herangehensweise aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aktueller Forschungsgegenstand

2.1 Definition von Kooperation

2.2 Das niedersächsische Modell

2.3 „Evaluation von Bewegungs-, Spiel- und Sportangeboten an Offenen Ganztagsschulen in Niedersachsen“

2.4 „Kooperation Sportverein und Ganztagsschule – Ergebnisse einer Vereinsbefragung in Niedersachsen“

2.5 Zum Vergleich – „Das Hamburger Vereinsmodell“

3. Aktuelle Entwicklung der Kooperation zwischen Schule und Sportverein – Ein kurzer historischer Abriss

4. Kooperationen im Ganztag

4.1 Eingliederung verschiedener Ganztagskonzepte

4.1.1 Die offene Ganztagsschule

4.1.2 Die teilgebundene Ganztagsschule

4.1.3 Die gebundene Ganztagsschule

4.2 Trägerschaften

4.3 Legitimierungen durch das Kerncurriculum

5. Analyse der Kooperation an der Maria-Montessori-Grundschule Meppen

5.1 Grundlagen der qualitativen Sozialforschung

5.2 Maria-Montessori-Schule und der Kooperationspartner SV Teglingen 1957 e.V.

5.3 Analyse und Interpretation der Interviews

6. Ergebnisvergleich mit der Studie „Evaluation Ganztagsschulen“ und „Ergebnisse einer Vereinsbefragung in Niedersachsen“

7. Chancen, Grenzen, Ausblick und Verbesserungsvorschläge einer Kooperation von Schule und Sportverein

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Realitätsanspruch des Förderprogramms für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein in Niedersachsen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, inwieweit alle Beteiligten mit der Umsetzung zufrieden sind, ob Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen oder ob die vertraglichen Absichten erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden.

  • Analyse des aktuellen Forschungsstandes zur Kooperation von Schulen und Sportvereinen
  • Untersuchung verschiedener Ganztagsmodelle, Trägerschaften und bildungstheoretischer Legitimierungen
  • Praktische Fallstudie der Maria-Montessori-Grundschule Meppen und des SV Teglingen 1957 e.V.
  • Vergleich der lokalen Untersuchungsergebnisse mit übergeordneten Studien
  • Reflektion von Chancen und Grenzen sowie Ableitung von Verbesserungsvorschlägen

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Die Kooperation von Schulen und Sportvereinen verläuft seit Jahren erfolgversprechend. Nach einer Erhebung kooperieren 69,9% der Sportvereine bereits mit einer Schule, das entspricht 63.200 Vereinen bundesweit (Vgl. Breuer & Wicker, 2009, S. 7). Folgendes Zitat eignet sich sehr gut als Einstieg sowie als Anlass für die folgende Arbeit:

„Die Strukturreformen der Bildungspolitik in Verbindung mit einem gesellschaftlichen Wandel lassen immer mehr Ganztagsschulen in Niedersachsen entstehen. Diese Entwicklung hat weit reichende Auswirkungen auf den Sport und die Vereine in unserem Land. Verbunden mit vielen Herausforderungen bieten diese Situation und die Struktur der Ganztagsschulen allerdings auch Chancen, um die Kinder und Jugendlichen an den Sport heran- und in unsere Sportvereine hineinzuführen.“ (Sportjugend Niedersachsen, 2015, S. 3)

So beschreiben die Handreichungen der „Sportjugend Niedersachsen“ die derzeitige Situation in und um Schul- und Vereinssport. Stetig sinkende Mitgliederzahlen und immer weniger Zeit durch den Besuch der Schule bzw. des Ganztages machen es den jungen Menschen immer schwerer sich in ihrer Freizeit in einem Sportverein zu engagieren. Gründe für die zurückgehenden Mitgliederzahlen sind außerdem der oft zitierte demographische Wandel und ein Mehrangebot an anderen Freizeitangeboten, die nicht sportlichen Ursprungs sind. Diese Entwicklung bekomme auch ich persönlich im Rahmen meiner Trainertätigkeit und meines Lehramtsstudiums immer wieder vor Augen geführt. Der durch diesen Wandel begünstigte allgemeine Bewegungsmangel bei Jugendlichen (vgl. Brettschneider & Naul, 2005, S. 14) liefert den Schulen, den Vereinen wie auch der Politik einen Anlass für eine notwendige Anpassung und Veränderung der Strukturen unserer Gesellschaft im eben beschriebenen Bereich. Ein weiterer wichtiger Grund für notwendige Veränderungen ist der sich immer weiter durchsetzende, schon angesprochene Ganztag in deutschen Schulen:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Kooperation zwischen Schule und Sportverein ein, erläutert den gesellschaftlichen Anlass und formuliert die zentrale Forschungsfrage.

2. Aktueller Forschungsgegenstand: Es werden Begrifflichkeiten geklärt, das niedersächsische Kooperationsmodell vorgestellt und zwei zentrale Studien zu diesem Feld analysiert sowie mit dem Hamburger Vereinsmodell verglichen.

3. Aktuelle Entwicklung der Kooperation zwischen Schule und Sportverein – Ein kurzer historischer Abriss: Dieser Abschnitt beleuchtet die historische Genese der Zusammenarbeit von den 1970er Jahren bis hin zum Ausbau der Ganztagsschulen.

4. Kooperationen im Ganztag: Hier werden verschiedene Organisationsformen der Ganztagsschule, Trägerschaften und die bildungstheoretische Legitimation durch das Kerncurriculum untersucht.

5. Analyse der Kooperation an der Maria-Montessori-Grundschule Meppen: Auf Basis qualitativer Interviews mit einer Lehrkraft und einem Vereinsvertreter wird die Kooperation an einer konkreten Schule analysiert.

6. Ergebnisvergleich mit der Studie „Evaluation Ganztagsschulen“ und „Ergebnisse einer Vereinsbefragung in Niedersachsen“: Die Erkenntnisse aus der Fallstudie werden in Relation zu den großflächigen Studien von Süßenbach und Geis gesetzt.

7. Chancen, Grenzen, Ausblick und Verbesserungsvorschläge einer Kooperation von Schule und Sportverein: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert Defizite und unterbreitet Vorschläge zur Professionalisierung und Verbesserung der Kooperationspraxis.

Schlüsselwörter

Kooperation, Schule, Sportverein, Ganztagsschule, Niedersachsen, Vereinsmodell, Sportangebot, Übungsleiter, qualitative Sozialforschung, Schulsport, Bildungsreform, demographischer Wandel, Evaluation, Sportentwicklung, Kompetenzentwicklung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen im Kontext des niedersächsischen Ganztagsschulprogramms.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Felder sind die aktuelle Situation der Kooperation, verschiedene Ganztagskonzepte, die Rolle von lizensierten Übungsleitern sowie die Bewertung der Kooperation aus Sicht von Schulen und Vereinen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, inwieweit alle Beteiligten mit der Umsetzung der Kooperation zufrieden sind und ob die vertraglichen Ansprüche in der Praxis tatsächlich eingelöst werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine Literatur- und Studienanalyse mit einer qualitativen Forschungsmethode, konkret problemzentrierten Interviews an einer ausgewählten Grundschule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung des Forschungsstandes, eine historische Einordnung, eine Analyse der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen und eine empirische Fallstudie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kooperation, Ganztagsschule, Vereinssport, niedersächsisches Modell, Übungsleiter und qualitative Analyse.

Welche Rolle spielt die Maria-Montessori-Grundschule in dieser Arbeit?

Sie dient als konkretes Praxisbeispiel, um die Kooperation mit dem lokalen SV Teglingen mittels Interviews zu untersuchen und die Erkenntnisse mit landesweiten Studienergebnissen zu validieren.

Wie bewerten die befragten Akteure die Übungsleiterfrage?

Es zeigt sich ein ambivalentes Bild: Während die Lehrerin aus pädagogischen Gründen auf qualifiziertem Personal beharrt, sieht der Vereinsvertreter darin für das Grundschulalter eher eine Überqualifizierung und priorisiert den Einsatz der Übungsleiter im leistungsorientierten Jugendsport.

Ende der Leseprobe aus 44 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das niedersächsische Modell von Kooperation zwischen Schule und Sportverein
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
2,7
Autor
Henk Keetz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
44
Katalognummer
V378958
ISBN (eBook)
9783668598935
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport Kooperationen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henk Keetz (Autor:in), 2015, Das niedersächsische Modell von Kooperation zwischen Schule und Sportverein, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/378958
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Leseprobe aus  44  Seiten
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