Diese Arbeit zeigt die gesetzlichen Neuregelungen im Offshore-Windenergieanlagensektor auf, und analysiert, welche Auswirkungen sich durch das WindSeeG auf die Offshore-Windenergie ergeben. In diesem Zusammenhang werden auch die Änderungen des EEG 2017, mit dem Fokus Veränderungen für die Offshore-Windenergie, dargestellt.
Zunächst werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Offshore-Windenergieanlagen erläutert. Ausgehend von dieser Grundlage wird der Ablauf des Planungsverfahrens bei Offshore-Windenergieanlagen in der AWZ gezeigt. Das folgende Kapitel widmet sich dem neuen Ausschreibungsmodell, welches mit Ländern, Verbänden und Unternehmen vor den Gesetzesbeschlüssen bereits breit diskutiert wurde. Im Anschluss darauf folgen die Darstellung der besonderen Herausforderungen beim Netzanschluss von Offshore-Windenergieanlagen und die Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf den Netzanschluss. Fazit und Ausblick fassen die wesentlichen Aspekte noch einmal zusammen. Sie klären abschließend die Erfordernisse des WindSeeG und EEG 2017, und ob sich die Gesetzesziele, eine Steigerung der Windenergie auf See und die damit verbundenen Ausbauziele, erreichen lassen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Rechtliche Rahmenbedingungen für Offshore-Windenergieanlagen
- Windenergie-auf-See-Gesetz
- Zonierung der Nord- und Ostsee nach dem SRÜ
- Raumordnung in der Ausschließlichen Wirtschaftszone
- Einbindung des WindSeeG im Energierecht
- Gliederung und zeitlicher Anwendungsbereich des WindSeeG
- Erneuerbare-Energien-Gesetz
- Vermarktung des erzeugten Stroms
- Verzahnung EEG 2017 und WindSeeG
- Exkurs: Küstenmeer
- Zusammenfassung
- Ablauf des Planungsverfahren bei Offshore-Windenergieanlagen in der AWZ
- Vorklärung und Standortanalyse
- Planung und Genehmigung
- Zulassung von Windenergieanlagen auf See nach Seeanlagenverordnung
- Genehmigung nach Seeanlagenverordnung alte Fassung
- Genehmigung nach Seeanlagenverordnung neue Fassung
- Zulassung von Windenergieanlagen auf See nach WindSeeG
- Zulassungsverfahren für bestehende Projekte
- Zulassungsverfahren Zentrales Modell
- Flächenentwicklungsplan
- Voruntersuchung von Flächen
- Zulassung von Windenergieanlagen auf See nach Seeanlagenverordnung
- Realisierung
- Zusammenfassung
- Einführung von Ausschreibungen
- Ausschreibungen im Übergangssystem
- Ausschreibungen im Zentralen Modell
- Kompensation durch Eintrittsrecht
- Zusammenfassung
- Netzanschluss
- Netzanbindungsverpflichtung des Übertragungsnetzbetreibers
- Positionspapier der Bundesnetzagentur
- Bundesfachplan-Offshore
- Netzentwicklungsplan
- Schritte zum Netzausbau
- Szenariorahmen
- Netzentwicklungspläne und Bundesbedarfsplan
- Offshore-Netzentwicklungsplan 2025
- Gemeinschaftsweiten Netzentwicklungsplan
- Schritte zum Netzausbau
- Zusammenfassung
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit analysiert die Auswirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) und des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) auf die Nutzung der Offshore-Windenergie.
- Rechtliche Rahmenbedingungen der Offshore-Windenergie
- Planungsverfahren und Zulassungsverfahren
- Einführung von Ausschreibungen und Netzanbindung
- Auswirkungen auf die Nutzung der Offshore-Windenergie
- Entwicklungen und zukünftige Herausforderungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einführung in das Thema Offshore-Windenergie und den relevanten rechtlichen Rahmenbedingungen. Anschließend werden die verschiedenen Aspekte des Planungsverfahrens für Offshore-Windenergieanlagen im Detail betrachtet, einschließlich der Vorklärung, Standortanalyse und Genehmigungsverfahren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Einführung von Ausschreibungen und der Bedeutung des Netzanschlusses für Offshore-Windparks.
Schlüsselwörter
Offshore-Windenergie, Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017), Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG), Planungsverfahren, Zulassungsverfahren, Ausschreibungen, Netzanbindung, Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ), Nordsee, Ostsee, Raumordnung, Energiewende.
Häufig gestellte Fragen
Was regelt das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG)?
Das WindSeeG regelt die Planung, Errichtung und den Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen, insbesondere in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) Deutschlands.
Welche Änderungen brachte das EEG 2017 für Offshore-Windenergie?
Ein zentraler Punkt des EEG 2017 ist die Umstellung auf ein Ausschreibungsmodell, bei dem die Förderhöhe durch Wettbewerb ermittelt wird, anstatt durch feste Einspeisevergütungen.
Was ist das „Zentrale Modell“ im WindSeeG?
Beim Zentralen Modell übernimmt der Staat die Voruntersuchung der Flächen. Unternehmen bieten dann in Ausschreibungen auf diese bereits voruntersuchten Flächen.
Warum ist der Netzanschluss bei Offshore-Anlagen so problematisch?
Die Herausforderungen liegen in der großen Distanz zum Festland, der Synchronisation von Windparkbau und Netzanbindung sowie den hohen technischen und finanziellen Anforderungen an die Übertragungsnetzbetreiber.
Was ist der Flächenentwicklungsplan?
Der Flächenentwicklungsplan legt fest, in welchen Gebieten der Nord- und Ostsee zu welchem Zeitpunkt Windparks und die dazugehörigen Netzanbindungen realisiert werden sollen.
- Arbeit zitieren
- Heike Alex (Autor:in), 2017, Gesetzliche Neuregelungen im Offshore-Windenergielagensektor. Auswirkungen auf die Nutzung der Offshore-Windenergie durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379107