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Technik, Technikentwicklung und ethische Konsequenzen

Titel: Technik, Technikentwicklung und ethische Konsequenzen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2017 , 16 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Lukas Treiber (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Technik ist ein philosophisches Schlüsselproblem, weil ihr Einfluss seit der industriellen Revolution auf die Lebenswirklichkeit des Menschen mit exponentieller Geschwindigkeit wächst. Die Arbeit analysiert zunächst den technischen Charakter des Menschen. Anschließend widmet sie sich einer ausführlichen Genealogie der Technik, in der versucht wird, die Entwicklung und Wandlung der Technik darzustellen. Zuletzt konzentriert sich die Arbeit auf die ethische Problemlage, die sich aus den Folgen der Technischen Entwicklung, das heißt der Inkongruenz von ethischer und technischer Kompetenz ergibt und vertritt die These, dass die moderne Technik eine neue Ethik fordert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Anthropologie: Der Mensch ist ein technisches Wesen

3. Genealogie der Technik

3.1 Griechische Antike

3.2 Frühmittelalter

3.3 Spätmittelalter

3.4 Moderne

4. Die moderne Technik fordert eine neue Ethik

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Wesen des Menschen als technisches Subjekt und analysiert die historische Entwicklung der Technik, um die daraus resultierende ethische Problemlage der Moderne zu beleuchten und die Notwendigkeit einer neuen, zukunftsorientierten Ethik zu begründen.

  • Anthropologische Verankerung des Menschen als technisches Wesen
  • Genealogische Analyse der technischen Entwicklung von der Antike bis zur Moderne
  • Die Transformation des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur
  • Inkongruenz zwischen technischer Kompetenz und ethischer Verantwortung
  • Entwicklungsperspektiven für eine moderne Technikethik

Auszug aus dem Buch

3.2 Frühmittelalter – Umkehrung von Kunst und Natur durch das Christentum

Durch den Schöpfungsgedanken kehrt sich die antike Hierarchie des Seins um: Die ars, das künstlich Gefertigte tritt als Pimum an die Stelle der natura insofern, als ein Gott konzipiert wird, der Urspung und Kreator des Seins ist. In dem theologisch dominierten Weltbild ist er es, der causa sui die Natur geschaffen hat. Gott tritt an die Stelle des selbstgenügsamen Kosmos. Thomas von Aquin nennt den Schöpfungsakt Gottes creatio ex nihil,o das Herstellen aus dem Nichts. Die Idee eines zeitlich unendlichen Zusammenhangs der Natur wird abgelöst von der Lehre vom Anfang und Ende der Welt. Die Schöpfungskunst, die in ihrer Wirkungsweise der τέχνη ähnelt, welche allerdings in ihren Möglichkeiten uneingeschränkt ist, wird als erste Natur konstatiert. Die Natur an sich wird zu einer zweiten Natur degradiert. Sie rückt in die Peripherie, ist bloßes Werk des Schöpfers, dass theoretisch beliebig oft wiederholbar wäre. Durch die Dichotomie von Mensch und Natur und durch seine Ähnlichkeit mit Gott - der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes geschaffen- wird der Mensch in den Stand eines Herrschers versetzt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das philosophische Schlüsselproblem der Technik ein und skizziert die These, dass der Mensch als technisches Wesen eine neue Ethik angesichts seiner wachsenden technischen Macht benötigt.

2. Anthropologie: Der Mensch ist ein technisches Wesen: Hier wird der Mensch als Mängelwesen definiert, dessen technisches Handeln eine notwendige Kompensation darstellt und dem universellen Prinzip des Willens zur Macht folgt.

3. Genealogie der Technik: Dieses Kapitel zeichnet die historische Wandlung der Technik von der antiken Einbettung in den Naturkosmos über die christliche Umkehrung bis hin zur automatisierten Moderne nach.

4. Die moderne Technik fordert eine neue Ethik: Es wird analysiert, wie die moderne Technik die Natur zur bloßen Ressource degradiert und warum die klassischen Ethikkonzepte für die Fernwirkungen technischer Handlungen nicht mehr ausreichen.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit bestätigt die Notwendigkeit einer neuen, verantwortungsorientierten Ethik, die den menschlichen Machtzuwachs reguliert, ohne die technische Natur des Menschen zu leugnen.

Schlüsselwörter

Technikphilosophie, Anthropologie, Wille zur Macht, Genealogie, Naturverständnis, moderne Ethik, ökologische Verantwortung, technisches Wesen, Selbsterhaltung, Expansion, Inkongruenz, technischer Fortschritt, Fernwirkung, Handlungsmaxime, Risikominimierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht das philosophische Verhältnis zwischen dem Menschen, seiner technischen Entwicklung und den daraus resultierenden ethischen Herausforderungen in der modernen Welt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die anthropologische Bestimmung des Menschen als technisches Wesen, die historische Genealogie der Technik sowie die Notwendigkeit einer neuen Ethik für das technologische Zeitalter.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die These zu belegen, dass die moderne Technik aufgrund der Diskrepanz zwischen technischer Macht und ethischer Reflexion eine Neudefinition moralischer Handlungsmaximen erfordert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-hermeneutische Analyse, insbesondere durch die Genealogie von Begriffen und Weltbildern, gestützt auf technikphilosophische Theorien.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt im Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine anthropologische Fundierung, einen historischen Abriss der Technikgeschichte (Antike bis Moderne) und eine ethische Analyse der ökologischen und sozialen Auswirkungen moderner Technik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Zu den prägenden Begriffen zählen Technikphilosophie, Anthropologie, Wille zur Macht, moderne Ethik sowie die technologische Fernwirkung und ökologische Verantwortung.

Wie unterscheidet sich das Werkzeug von der modernen Maschine laut dem Text?

Der Text arbeitet heraus, dass das Werkzeug der Kompensation menschlicher Mängel dient, während die Maschine autonom agiert, den Arbeitstakt vorgibt und den Menschen zur Bedienung verpflichtet.

Was meint der Autor mit der "Inkongruenz von ethischer und technischer Kompetenz"?

Der Autor beschreibt damit das Problem, dass die Reichweite und die Folgen technischer Innovationen heute die moralische Urteilsfähigkeit und die traditionellen Ethikformen (Nahethik) bei Weitem übersteigen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Technik, Technikentwicklung und ethische Konsequenzen
Hochschule
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Note
1,6
Autor
Lukas Treiber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
16
Katalognummer
V379224
ISBN (eBook)
9783668559394
ISBN (Buch)
9783668559400
Sprache
Deutsch
Schlagworte
technik technikentwicklung konsequenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Treiber (Autor:in), 2017, Technik, Technikentwicklung und ethische Konsequenzen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379224
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Leseprobe aus  16  Seiten
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