Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte

Graffitiverbot & Writin'. Im Anschluss an Baudrillards "KOOL KILLER"

Titel: Graffitiverbot & Writin'. Im Anschluss an Baudrillards "KOOL KILLER"

Fachbuch , 2013 , 199 Seiten

Autor:in: Oliver Köller (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ob auf dem Salvation Mountain bei Slab City oder dem Dach des Opernhauses von Sydney - Graffiti ist überall. Die einen hassen es, die anderen lieben es. Warum das so ist und in welchem breiteren Kontext das Phänomen zu verorten ist, dazu soll ausgehend von Baudrillard ein Beitrag geleistet werden.

Zwischen Gentrifizierung und Hyperrealität bleibt kaum mehr Platz für freiere postmoderne Spielereien. Allerdings sollten die Regeln selbst wieder zur Debatte stehen. Und wo Freiheiten kategorisch verwehrt sind, werden sie unter Umständen genommen. "Der Aufstand der Zeichen" hat stattgefunden. Aber wohin wird er uns noch führen?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Abstract

2. Frontscheinwerfer

3. - graffiti unexplained -

3.1. Säulenzwischenräume

3.2. Schrägschatten

4. Zeichentheorie

4.1. Konkretes Konzept

4.2. Elementarleere

5. Eine kurze Geschichte des Graffiti

5.1. Antediluvisch, gymnasial, vulkanologisch

5.1.1. Die Wiegen des Lebens

5.1.2. Mediterraneum - „Sono Pazzi Questi Romani“

5.2. Verehrt & angespien

5.2.1. Die Reise nach Jerusalem

5.2.2. Guelfen & Ghibellinen

5.2.3. Rotwelsch als Gaunerzinken

5.3. Vom Anarchismus in die Bronx

5.3.1. Parole Pionier!

5.3.2. Kruppstahlpleitegeier

5.3.3. Flower Power Endzeit

5.3.4. „If you can make it here, you can make it anywhere“

5.3.4.1. Tower 1

5.3.4.2. Tower 2

5.3.4.3. Equilibrium

6. Another brick in the Wall, Part II

6.1. The Medium is the message

6.2. Maltechnologie

6.3. Alte Schule, neue Schule

6.3.1. Goldrausch…

6.3.2. …Banditentum & Bankiers

6.4. Res publica

6.4.1. Stadt, Wand, Drip

6.4.2. Privatisierte Wüste

6.4.2.1. Unter der Käseglocke

6.4.2.2. Skylla & Charybdis a.k.a. (E)S-Killa vs. Kar-üb-Diss

7. Straßenglobalisierungsgeschichte

7.1. Mit 80 Dosen um die Welt

7.1.1. Gen Osten, Genossen

7.1.1.1. 1000 & eine Nacht

7.1.1.2. Konstruiertes Russland?

7.1.1.3. Die Sonne geht auf

7.1.2. Up In Down Under

7.1.3. Das favela brennt…

7.1.4. Apartheid war gestern

7.1.5. Der Raub der Europa

7.1.5.1. Klee & Kobold, in Baskenmütze – neutral auf Eis gepackt

7.1.5.2. Home Sweet Home

7.2. Sightseeing : Schnappschüsse

7.2.1. „Antifaschistischer Schutzwall“

7.2.1.1. New Jericho

7.2.1.2. Die Späher Rahabs

7.2.2. Israelistine

7.2.3. Highlights über Highlights

7.2.4. The Home of Mickey Mouse

8. Täuschend echte Modelle & simulierter Wahn

8.1. Normsimulacra

8.1.1. Drakonisch für Anfänger

8.1.2. Politik des Ameisenhügels

8.1.3. Gefahr im Fair-Zug?

8.2. Die „Philosophie“ des Graffiti

8.2.1.

8.2.2. Ghetto gegen Efeu

8.3. Corporate America

8.3.1. Videoarkologien

8.3.2. PIXEL PHILe SPACE INVADER

8.3.3. Nikes an der Telefonleitung

8.3.4. Oops, the thirrrrd railll *brrzzz* KFC

9. Die Rote, die bittere Pille

9.1. SOKO Artenschutz

9.1.1. Katz & Maus

9.1.2. Spanish Train

9.1.3. Sektion der Frösche

9.2. Der „Trainman“

9.2.1. French Freedom Fries

9.2.2. Kritik der Alten Schule

9.2.3. Zig-Zag Z

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, ausgehend von Jean Baudrillards Essaysammlung „KOOL KILLER oder der Aufstand der Zeichen“ die Geschichte der Graffitibewegung nachzuzeichnen und das Phänomen als Teil einer globalen Kunst- und Jugendbewegung zu analysieren. Die Forschungsfrage untersucht dabei insbesondere das Spannungsfeld zwischen der Entwicklung der Graffiti-Szene als Ausdruck von Generationenkonflikten und deren fortlaufender Kommerzialisierung und Vereinnahmung durch das gesellschaftliche „System“.

  • Analyse der Graffitibewegung unter medientheoretischen Aspekten
  • Untersuchung der Trias: Legalität, Kriminalität und Kunst
  • Die Rolle der stadtsoziologischen Problematiken wie Gentrifizierung und Ghettoisierung
  • Spannungsverhältnis zwischen „langue“ (System) und „parole“ (individuelle Ausdrucksform der Sprayer)
  • Untersuchung der Globalisierung von Graffiti-Stilen und deren lokale Ausprägungen

Auszug aus dem Buch

Frontscheinwerfer

Man kann nur mit zwei Händen Wasser aus dem Meer schöpfen. Beim Graffiti braucht man sogar nur eine. Salziges, tränenreiches Nass. Das liegt zum Beispiel an dem CS-Spray. Es ist auch ein trauriges, ein tragisches Thema. Mit dem Graffiti ist es so, wie in dem einen Film („Quality of Life“), mit der Kunstausstellung, die wegen einer Schlägerei ins Chaos ausartet und das eben erst fertiggestellte Mandala des Gastgebers schon am Eröffnungsabend zerstört. Die Party ist das Sandmandalam. Er wischt es dann am nächsten Tag gleich nach „Fertigstellung“ weg, als sich der mehr oder weniger verantwortliche Kumpel entschuldigt und meint nur, das passe schon, es müsse eben dem Meer (river, flow) zurückgegeben werden... das sei eben so Tradition. Noch hält aber der Schluck Wasser, bis er bis zur letzten Seite wieder zwischen den farbigen Fingern – die gar nicht so sparsam sprühen können – zerronnen ist. Oder eben Sand.

Andererseits, eigentlich ist es schon eine Gerinnung, eine agglutinierende Eternalisierung der Farben, die dem Prinzip des Verrinnenden (obwohl es diese Verläufe im Idealfall gar nicht geben soll, außer man verwendet sie als Stilmittel) gar so zuwider läuft, aber das ist riskierbar im Stadtblut, die Momentaufnahme, das Schlaglichtartige, ja – sprichwörtlicher als Bildunterschrift und buchstäblicher, Buchstabe für Buchstabe, geht es nicht – skizzenhafte dieser ersten Skizze dabei bleibt. Denn die Farbpartikel rieseln wie die Sandkörnchen beständig durch die Uhr.

Zusammenfassung der Kapitel

Abstract: Einleitung in die Themenstellung, die die Geschichte der Graffitibewegung im Kontext von Baudrillards Thesen und stadtsoziologischen Dimensionen beleuchtet.

Frontscheinwerfer: Einleitende Betrachtung der Flüchtigkeit und Vergänglichkeit des Graffiti-Phänomens sowie der historischen Wurzeln von Wandmalereien.

- graffiti unexplained -: Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Graffiti als politischer Akt und der vermeintlichen Anarchie, die hinter dem Phänomen vermutet wird.

Zeichentheorie: Theoretische Herleitung der Zeichenfunktion im Graffiti und die Abgrenzung zum rein ästhetischen Verständnis.

Eine kurze Geschichte des Graffiti: Historischer Abriss, der bei prähistorischen Höhlenmalereien beginnt und sich bis zur modernen globalen Graffiti-Szene erstreckt.

Another brick in the Wall, Part II: Untersuchung der ökonomischen Mechanismen und der Rolle des „Mediums“ im Kontext der Verbreitung von Graffiti.

Straßenglobalisierungsgeschichte: Dokumentation der weltweiten Ausbreitung von Graffiti-Stilen und der Bedeutung spezifischer regionaler Einflüsse.

Täuschend echte Modelle & simulierter Wahn: Analyse der Hypersimulation und wie Graffiti-Subkulturen mit etablierten kulturellen Codes kollidieren.

Die Rote, die bittere Pille: Kritische Reflexion über die Rolle von Akteuren in der Szene und die unvermeidliche Vereinnahmung durch das „System“.

Schlüsselwörter

Graffiti, Jean Baudrillard, Writing, Stadtsoziologie, Postmoderne, Urbaner Raum, Subkultur, Gentrifizierung, Hypersimulation, Wandmalerei, Street Art, Kommerzialisierung, Zeichenlehre, Medientheorie, Rebellion

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Geschichte und Entwicklung der Graffitibewegung unter Einbeziehung medientheoretischer und soziologischer Ansätze, insbesondere in Auseinandersetzung mit den Thesen von Jean Baudrillard.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Der Autor verwendet eine interdisziplinäre, essayistisch orientierte Analyse, die sich stark an Baudrillards Schreibstil anlehnt, kombiniert mit historischen Abrissen und Beobachtungen urbaner Phänomene.

Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Phänomen Graffiti als politisch und kulturell relevante Ausdrucksform zu schaffen, die über reine „Schmiererei“ hinausgeht.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die mediale Vermittlung, die ökonomische Einordnung sowie die Konflikte zwischen den Akteuren der Szene und der städtischen Exekutive.

Welche Rolle spielt Baudrillard für die Analyse?

Baudrillards Werk „KOOL KILLER oder der Aufstand der Zeichen“ dient als theoretisches Fundament, um die Implosion von Zeichen in der modernen, von Hyperrealität geprägten Gesellschaft zu analysieren.

Wie definiert die Arbeit den Begriff Graffiti?

Graffiti wird als vielschichtiges Phänomen betrachtet, das von einfachen „Tags“ bis zu komplexen „Pieces“ reicht und eng mit Identitätsbildung, Revierverhalten und kultureller Widerständigkeit verknüpft ist.

Wie unterscheidet der Autor zwischen Graffiti und Writing?

Der Autor differenziert zwischen dem ursprünglichen, oftmals als „Schmiererei“ wahrgenommenen Graffiti und dem weiterentwickelten „Writing“, das komplexere ästhetische und technologische Ansprüche stellt.

Wie bewertet der Autor die Rolle von „legalen Wänden“?

Legale Wände werden als Teil einer Rekuperationsstrategie des Establishments gesehen, die dazu dienen kann, die subkulturelle Energie zu kontrollieren und in geordnete Bahnen zu lenken.

Welche Bedeutung hat das „Stigma“ für Sprayer?

Das Stigma des Gesetzlosen dient innerhalb der Szene oft als Bestätigung der Authentizität und schweißt die Gemeinschaft zusammen, wird aber von außen zur Kriminalisierung und Ausgrenzung instrumentalisiert.

Ende der Leseprobe aus 199 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Graffitiverbot & Writin'. Im Anschluss an Baudrillards "KOOL KILLER"
Autor
Oliver Köller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
199
Katalognummer
V379231
ISBN (eBook)
9783668565425
ISBN (Buch)
9783668565432
Sprache
Deutsch
Schlagworte
jean baudrillard kool killer graffiti street art sprayen aufstand der zeichen stencil mural vandalismus subvertizing guerillakommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Köller (Autor:in), 2013, Graffitiverbot & Writin'. Im Anschluss an Baudrillards "KOOL KILLER", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379231
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  199  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum