Bei dieser Arbeit handelt es sich um ein 7-seitiges stichpunktartig verfasstes Thesenpapier zum Thema: "Synthese von Frisur und Kopfputz im Barock. Die Perücke am französischen Hof".
Inhaltsverzeichnis
1. Synthese von Frisur und Kopfputz im Barock
1.1 Frisurenmode der Männer
1.2 Hutmode der Männer
1.3 Frisurenmode der Frauen
1.4 Hutmode der Frauen
1.5 Perücken und Puder
1.6 Haarpflege und Ungeziefer
1.7 Perücken heute
Zielsetzung und Themenbereiche
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Perücke und modischer Kopfbedeckungen im Barock und Rokoko, wobei der Fokus auf ihrer Funktion als Repräsentationsinstrument und Statussymbol am französischen Hof sowie den soziokulturellen Begleitumständen wie Hygiene und Modekonstanten liegt.
- Historische Entwicklung der Allongeperücke und des männlichen Kopfputzes
- Die Evolution der weiblichen Frisurenmode von der Fontange bis zum Rokoko-Aufbau
- Soziale Dimensionen von Mode, Puderverbrauch und Hygienevorstellungen
- Handwerkliche Aspekte der Perückenherstellung und Coiffeur-Kunst
- Transformation und Fortbestand modischer Trends bis in die moderne Zeit
Auszug aus dem Buch
Frisurenmode der Männer
Glich die Perücke zuvor noch eher der natürlichen Haarpracht, ernannte Ludwig XIV. 1673 die Allongeperücke (allonge franz. = verlängern) für die Männer zur Staatsperücke.
Es handelte sich dabei um eine voluminöse, lockige Perücke, die in der Mitte gescheitelt war; die hoch aufgebauschten Locken fielen teilweise bis auf die Hüfte hinunter und konnten mitunter mehrere Kilogramm schwer sein.
Unter der Perücke trug man die Haare meist kurz geschoren; zum Schutz gegen Schweiß trug man darüber eine kleine, leinene Haube, die Kalotte.
Zusammenfassung der Kapitel
Synthese von Frisur und Kopfputz im Barock: Einleitende Betrachtung der Epoche, in der Frisur und Kopfputz als Ausdruck eines Strebens nach steifer Distanz und Repräsentation dienten.
Frisurenmode der Männer: Analyse der Entwicklung von der Allongeperücke als Staatsperücke bis hin zu den verschiedenen Formen wie dem Soldatenzopf und der Beutelperücke.
Hutmode der Männer: Darstellung der Entwicklung von breiten, weichen Filzhüten hin zum Dreispitz als prägendem Element der männlichen Tracht.
Frisurenmode der Frauen: Untersuchung der ausladenden Frisurenstile, insbesondere der Fontange sowie der hochkomplexen Konstruktionen der späteren Rokoko-Zeit.
Hutmode der Frauen: Überblick über die spezifischen Kopfbedeckungen der Damen, von Hauben bis zur Kalesche, passend zu den sich wandelnden Frisurdimensionen.
Perücken und Puder: Erläuterung der Bedeutung von Puder als Schönheitsideal und der damit verbundenen massiven Ressourcenverbräuche am französischen Hof.
Haarpflege und Ungeziefer: Einblick in die hygienischen Zustände, die Abkehr vom Wasser und die technischen Hilfsmittel zur Bekämpfung von Ungeziefer in den aufwendigen Frisuren.
Perücken heute: Kurzer Ausblick auf die moderne Bedeutung der Perücke, sowohl im medizinischen Kontext als auch als modisches Accessoire auf dem Laufsteg.
Schlüsselwörter
Barock, Rokoko, Allongeperücke, Ludwig XIV., Marie Antoinette, Mode, Repräsentation, Statussymbol, Fontange, Dreispitz, Puder, Coiffeur, Haarpflege, Perückenmacher, Modehistorie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und gesellschaftlichen Bedeutung von Frisuren und Kopfputz während der Barock- und Rokoko-Epoche.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Schwerpunkte sind die Männermode (Perücken, Hüte), die aufwendige Frauenfrisurenmode, die Rolle von Puder sowie hygienische Aspekte der Epoche.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Perücke als zentrales Element der höfischen Repräsentation und als Symbol für den Wandel der Modegeschichte zu analysieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde gewählt?
Es handelt sich um eine kulturhistorische Analyse, die auf zeitgenössischen Quellen und kunsthistorischen Aufarbeitungen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Betrachtung der Frisur- und Hutmode für Männer und Frauen sowie eine soziologische Einordnung von Hygiene und Luxus.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Allongeperücke, Repräsentation, Statussymbol, Fontange, Puder und Hofkultur definieren den inhaltlichen Kern.
Warum galten Perücken damals nicht als bloßer Ersatz für fehlendes Haar?
Die Perücke wurde als eigenständiges Kleidungsstück verstanden, das der ästhetischen Vervollkommnung und Zierde diente, unabhängig von der natürlichen Haarpracht.
Wie gingen die Menschen mit der mangelnden Hygiene in den großen Frisuren um?
Da Wasser als gesundheitsschädlich galt, behalf man sich mit Puder, Kleie und speziellen Hilfsmitteln wie elfenbeinernen Kopfkratzern oder Flohfallen.
Warum war die Fontange modisch so einflussreich?
Die Fontange markierte durch ihre turmartigen Aufbauten ein extremes modisches Statement und wurde zu einem prägenden Symbol der weiblichen Mode um die Wende zum 18. Jahrhundert.
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- Anna Franken (Author), 2017, Synthese von Frisur und Kopfputz im Barock, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/379233